The Elder Scrolls 5: Skyrim im Gamezone-Test

Test Alexander Winkel

Trotz aller Kritik verzaubert dieser Titel, zieht uns in seinen Bann und lässt uns wochenlang nicht mehr los!

Seit dem 11.11.11 steht das Tor nach Himmelsrand offen, dem nördlichen Teil der Tamriel-Region und Schauplatz des mittlerweile fünften Teils der Elder Scrolls Reihe aus dem Hause Bethesda. Besser bekannt unter dem Titel Skyrim, schickt sich das Mammutwerk an, seinen grandiosen Vorgänger Oblivion zu überflügeln, doch kann der Titel auch einige Altlasten abwerfen und gar neue Maßstäbe im Bereich der westlichen Rollenspiele setzen? Wie gelungen ist das Drachenabenteuer, welches mit epischen Kämpfe, einer rauen, düsteren und kaltherzigen Gegend lockt und uns abermals viele Stunden in eine fantastische Welt entführt? Auch wenn die Zeit nie lange genug sein kann, die man in Tamriel verbringt, haben wir dennoch große Teile der Welt erkundet und Skyrim in einem Dauertest von mehr als acht intensiven Tagen und schier schlaflosen Nächten auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: Episch, fesselnd und suchterzeugend, auch wenn es durchaus genügend Grund zur Kritik gibt!

The Elder Scrolls 5: Skyrim The Elder Scrolls 5: Skyrim Eigentlich hatten wir mit unserem Leben abgeschlossen. Ohne viel Gejammer und ohne sich offensichtlich zu weigern knien unser Held vor dem düsteren Henker, dessen todbringende Axt in wenigen Augenblicken eine gerechte, vielleicht aber auch ungerechte Strafe vollziehen wird. Mit ohrenbetäubenden Donnergrollen schallt aber ein mächtiger Laut durch das Tal, in dem sich die Siedlung Helgen befindet, Schauplatz der Hinrichtung von drei Gefangenen der kaiserlichen Armee. Ein edles, mächtiges Wesen kreist plötzlich über den Häusern und Baumwipfeln und kaum haben wir uns versehen, steht die Stadt in Flammen, Steinbauten werden zertrümmert und der mächtige Drache mit seinem heißen Atem, den riesigen Schwingen und gefährlichen Klauen legt in seiner Zerstörungswut alles in Schutt und Asche. Glück im Unglück kann unser Held nach Atem ringend der Hölle entfliehen, den Schock natürlich tief in den Knochen sitzend. Doch wäre das Ehrfurcht gebietende, mystische Wesen nicht aufgetaucht, hätte das letzte Stündlein geschlagen und unser Kopf die dreckige Wanne geziert. Ohne Blutvergießen, aber mit hohen Blutdruck und Adrenalinspiegel beginnt das gewaltige Abenteuer von Skyrim.

Dieses externe Embedding ist leider nicht mehr verfügbar.

The Elder Scrolls 5: Skyrim The Elder Scrolls 5: Skyrim Die ersten Minuten in Himmmelsrand sind atmosphärisch, atemberaubend und fluten mit dem Stakkato an Ereignissen das Aufnahmevermögen des Spielers. Die erste Szene schockiert mit seinem Popcorn-Kino Stil, aber auch einem zunächst behäbigen Ablauf sowie geradezu ernüchternder Optik. Seit Oblivion ist nicht nur in spielerischer Hinsicht eine Zeitspanne von etwa 200 Jahren vergangen, auch das Entwicklerteam hatte durchaus seine Zeit, um an der Technik zu feilen. Bis auf die fehlenden spontanen Ladezeiten, die nur noch beim Wechsel in Häuser und Höhlen stattfinden, merkt man anfänglich aber nur kaum etwas. Die Mimik der Bewohner und kaiserlichen Schergen wirkt aus heutiger Sicht geradezu hölzern, die Animationen alles andere als geschmeidig und die Optik doch einen Tick angestaubt. Ganz vergessen darf man aber nicht, dass auch Skyrim eine geradezu riesige Spielwiese bietet, eine offene Welt, die unglaublich abwechslungsreich ist und keinesfalls derart repetitiv wie noch der einstige Vorgänger daher kommt. Daher sollte nicht voreilig geurteilt werden, denn nach der Flucht unseres Helden offenbart sich Himmelsrand mit seinen kontrastreichen Facetten und eine unglaublich dichten Atmosphäre.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk