Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • The Elder Scrolls: Legends im Test: gelungenes Kartenspiel mit vielen guten Ideen
    Quelle: Bethesda

    The Elder Scrolls: Legends im Test: gelungenes Kartenspiel mit vielen guten Ideen

    Nach langer Betaphase ist das Kartenspiel aus dem Elder-Scrolls-Universum seit Anfang März offiziell im Live-Betrieb spielbar. Die Legends-Macher bedienen sich zwar mitunter dreist bei Konkurrenten wie Hearthstone. Aber das Ergebnis überzeugt!

    Mit The Elder Scrolls: Legends kommt ein kostenloses Sammelkartenspiel auf den Markt, das sich in fast allen Belangen so spielt - und oft auch so aussieht - wie Blizzards Genreprimus Hearthstone. Aber auch dem kann man ja schon bescheinigen, sich beim Urvater aller Fantasy-Kartenspiele bedient zu haben, bei Magic: The Gathering. Die wichtige Frage also: Wie gut ist die neueste Adaption klassischer Sammelkartenspiele des US-Entwicklers Dire Wolf Digital denn nun geworden?

    Neues aus Tamriel

          

    Die gute Nachricht: Es ist nicht alles nur geklaut. Tatsächlich haben die Entwickler es geschafft, sich ein paar neue Spielmechaniken zu überlegen, die für frische Gameplay-Elemente sorgen. So ist das Spielfeld in einigen Spielmodi beispielsweise in eine linke und rechte Zone unterteilt. Eine Hälfte weist eine Besonderheit auf. Das kann ein berechenbares Element wie beispielsweise die Schattenreihe sein. Darin frisch ausgespielte Karten sind eine Runde lang in Deckung und lassen sich so von schon im Spiel befindlichen Nahkämpfern nicht attackieren. Die Besonderheit kann aber auch aus einem Verzauberungseffekt in der Zone bestehen, der jede dorthin gespielte Karte in ein beliebiges Wildtier verwandelt. Und das lässt sich beim besten Willen nicht mehr vorhersagen oder planen. Das ist zwar mehr Chaosforschung als geplante Taktik in einer Partie, macht aber dennoch Spaß - vor allem, wenn man durch pures Glück ein eigentlich verlorenes Match noch herumreißt. Das macht die Duelle im Vergleich zu Hearthstone durchaus spannender.

    26:28
    The Elder Scrolls: Legends - Let's Play aus der Beta des Hearthstone-Konkurrenten

    Außerdem sorgen ausgeprägte Spezialkarten für Abwechslung in jedem Deck. So gibt es Karten, die sich verdoppeln, wenn wir sie ausspielen und zu diesem Zeitpunkt über mehr Gesundheitspunkte als unser Gegner verfügen. Die "Goldene Heilige" etwa platziert sich in so einem Fall gleich noch einmal in unserer zweiten Spielzone und verstärkt so die taktischen Möglichkeiten - praktisch. Kartenmacht an bestimmte Voraussetzungen zu koppeln, ist zwar nicht gänzlich neu, aber so massiv wie in The Elder Scrolls: Legends wird es selten eingesetzt.

    Karten für Blut

          

    Das Spiel bietet fünf Modi: Übungskampf, Kampagne, normales Spiel gegen einen anderen Spieler, die Arena gegen die KI (maximal neun Kämpfe) und die Arena gegen menschliche Gegner. Das Spiel bietet fünf Modi: Übungskampf, Kampagne, normales Spiel gegen einen anderen Spieler, die Arena gegen die KI (maximal neun Kämpfe) und die Arena gegen menschliche Gegner. Quelle: PC Games Neu sind Zusatzkarten bei Verwundung: Beim Verlust von je fünf Lebenspunkten wird eine Rune zerstört und der betroffene Spieler zieht eine zusätzliche Karte aus seinem Deck. Besitzt sie das Attribut Prophezeiung, darf man sie sofort kostenlos einsetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Spieler gerade an der Reihe ist oder nicht. So kann ein in höchster Not gezogener Flächenzauber oder Wächter (das Pendant zum Spott in Hearthstone) eine schon verloren geglaubte Partie noch einmal interessant machen. Der Held selber spielt keine Rolle, denn Sonderfähigkeiten für ihn gibt es nicht.

    Decks bauen mit zwei Farben

          

    Das Spiel bietet insgesamt fünf Kartenfarben, aus denen sich ein Spieler maximal zwei für sein Deck aussuchen darf. Die Farben stehen für Stärke, Intelligenz, Willenskraft, Geschicklichkeit sowie Ausdauer und repräsentieren bestimmte Eigenschaften. Zusätzlich gibt es neutrale Karten, auf die man immer Zugriff hat, wenn man sich ein Deck baut. Das darf hier beträchtlich größer sein als bei Hearthstone: Mindestens 50 und höchstens 70 Exemplare passen in ein Deck. Dabei gilt die bekannte Regel: Bis auf legendäre Karten darf alles mehr als einmal vorkommen. Die Kartenqualität ist nicht nur in den aus Hearthstone bekannten Farben Weiß, Blau, Lila und Gold gehalten, auch die Namen der Seltenheitsstufen sind gleich.

    Unten links auf den Karten wird angezeigt, zu welchem Attribut die Karte gehört (Blau = Intelligenz, Rot = Stärke und kein Symbol = neutrale Karte). Zu Beginn einer Partie entscheidet jeder Spieler, ob er vorgeschlagene Karten behalten will oder lieber neue zugelost bekommt. Unten links auf den Karten wird angezeigt, zu welchem Attribut die Karte gehört (Blau = Intelligenz, Rot = Stärke und kein Symbol = neutrale Karte). Zu Beginn einer Partie entscheidet jeder Spieler, ob er vorgeschlagene Karten behalten will oder lieber neue zugelost bekommt. Quelle: PC Games

    Einstieg per Kampagne

          

    Auf dem Bildschirm sind alle wichtigen Infos zu den Karten und Effekten zu sehen. Zusätzlich lassen sich Hilfstexte einblenden. Das Spielfeld selbst fällt im Vergleich zum bunten Hearthstone trist aus. Auf dem Bildschirm sind alle wichtigen Infos zu den Karten und Effekten zu sehen. Zusätzlich lassen sich Hilfstexte einblenden. Das Spielfeld selbst fällt im Vergleich zum bunten Hearthstone trist aus. Quelle: PC Games Bevor ihr euch in den Bau eigener Decks stürzen dürft, hat Dire Wolf eine Kampagne eingeplant: In drei Akten mit insgesamt 20 Missionen lernt ihr hier die wichtigsten Grundlagen des Spiels, bekommt erste Kartenpakete und lernt erste vielversprechende Taktiken kennen. Wer das Prinzip gar nicht kennt: Mit Kreaturen, Zaubern und Verstärkungen versucht der Spieler, seinem Gegner alle Lebenspunkte (in der Regel 30) abzunehmen, bevor er selber keine mehr hat. Um eine der unterschiedlich teuren Karten auszuspielen, müsst ihr Magicka einsetzen. Diese magische Energie steigt automatisch zu Beginn jeder Runde um einen Punkt bis zum Höchstwert von zwölf Magicka.

    Kein Sieg ohne Plan

          

    Allein durch die mehr als 400 verfügbaren Karten in der Startversion lassen sich derart viele verschiedene Decks bauen, dass es keinen absolut sicheren Sieg geben kann. Eine wohlüberlegte Strategie hilft und hierfür bietet das Spiel reichlich Gelegenheit. Dank der unterschiedlichen Karteneigenschaften in den verschiedenen Farben ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, sich sein Deck an die persönlich bevorzugte Spielweise anzupassen. The Elder Scrolls: Legends lässt sich in vielen Nuancen zwischen aggressiv und defensiv spielen. Es gibt Karten mit hohem und niedrigem Zufallsfaktor, außerdem verläuft kaum eine Partie wie die andere. Im Test stellen wir aber auch deutlich fest: So gut ausbalanciert wie Hearthstone ist The Elder Scrolls: Legends (noch) nicht. Einige Karten sind derart stark, dass es fast nicht möglich ist, sie aus dem Spiel zu nehmen. So ist beispielsweise die Fähigkeit Regenerieren in der Lage, eine damit ausgestattete Kreatur komplett zu heilen, sogar innerhalb einer Runde. Andere Karten verleihen allen eigenen Kreaturen im Spiel je einen Zusatzeffekt per Schlüsselwort, wie etwa Sturmangriff, Durchbrechen, Regenerieren, Wächter oder Ähnliches. Gerade zu Beginn der Karriere sind solche Karten oft absolute Matchwinner. Um da gegen andere Spieler mit mehr Erfahrung und Kartenauswahl mitzuhalten, heißt es: viel spielen, viel lernen, viele der zusätzlich erhältlichen Kartenpakete kaufen.

    Fazit und Wertung

          


    The Elder Scrolls: Legends (PC)

    Spielspaß
    81 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Bewerte dieses Spiel!
    Pro & Contra
    Anspruchsvolles Strategie-Kartenspiel
    Große Auswahl bei Karten und Spielmodi
    Tägliche Belohnungen locken ins Spiel
    Grafisch gelungene Karten
    Bietet neue Mechaniken im Spiel
    Stabile Online-Server
    Balancing noch mit Verbesserungspotenzial
    Etliche sehr starke Karten und Fähigkeiten im Spiel
    Etwas langweilig erzählte Startkampagne
    Kartenabfolge der KI manchmal schwer nachvollziehbar
    Spielerisch nutzlose Heldencharaktere
    Fazit

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2017 PC Games Hardware 06/2017 PC Games MMore 06/2017 play³ 06/2017 Games Aktuell 06/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 06/2017 WideScreen 06/2017 SpieleFilmeTechnik 05/2017
    PC Games 06/2017 PCGH Magazin 06/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1223448
The Elder Scrolls: Legends
The Elder Scrolls: Legends im Test: gelungenes Kartenspiel mit vielen guten Ideen
Nach langer Betaphase ist das Kartenspiel aus dem Elder-Scrolls-Universum seit Anfang März offiziell im Live-Betrieb spielbar. Die Legends-Macher bedienen sich zwar mitunter dreist bei Konkurrenten wie Hearthstone. Aber das Ergebnis überzeugt!
http://www.gamezone.de/The-Elder-Scrolls-Legends-Spiel-55660/Tests/Review-1223448/
18.03.2017
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2017/03/TES-Legends-Test-11-pc-games.jpg
tests