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  • The Gladiators: Galactic Circus Games im Gamezone-Test

    Major Callahan hätte lieber auf das Zusammentreffen mit Colonel Davis verzichtet, denn kaum war er aus dem Gefängnis heraus, wurde alles viel schlimmer. Vielleicht war der Deal doch nicht das Optimale. Derweil hat man ihm immer wieder versichert, dass die Raumwege zu den schwarzen Löchern frei wären, als er schließlich am 21. März 1978 startete. Natürlich kam alles anders, auch wenn er nicht weiß wie, denn erinnern konnte er sich erst wieder an den Angriffsbefehl des kaiserlichen Raumschiffes Maximix. So findet er sich plötzlich auf dem Planeten Myridion wieder, wo er von einer Außerirdischen, die noch dazu recht blau im Gesicht war, angesprochen und als Gladiator angeheuert. Dabei störte es sie wenig, dass Callahan in zwei Tagen zum Tode verurteilt war, da sie fest damit rechnete, dass der Mob auf ihrer Seite stehen würde, wenn Callahan gegen die Außerirdischen gewinnt. Dagegen hat er auch nicht das geringste einzuwenden, denn Kämpfen war schon immer seine Lieblingsbeschäftigung.

    Na, ist die Verwirrung komplett? Dann hat ArxelTribe ja erreicht was sie offensichtlich wollten. Nämlich ein Echtzeitstrategiespiel so zu zerreden, dass man am Ende behaupten kann es wäre ein ganz anderes Game. Nach dem abstrusen Intro, welches übrigens mit keinerlei Film oder Animation geschmückt ist, sondern lediglich aus zoomenden Standbildern besteht, wissen wir zunächst überhaupt nicht was der ganze Blödsinn soll. 1978(?) macht sich ein Raumschiff auf zu den schwarzen Löchern? Plötzlich geschieht irgendetwas und aus unserer raumfahrende Mannschaft ist plötzlich ein Haufen amerikanischer Soldaten geworden, welche sich in einer Art Arena mit zwei anderen Rassen um den Sieg kloppen darf.

    Dabei spielt sich das was auf dem Schirm landet verdächtig wie viele bekannte Echtzeitstrategietitel und die Aliens erinnern schon arg an Starcraft. Davon abgesehen erinnern die Arenen kein bisschen an Arenen, sondern sind aufgebaut wie man es von einem Echtzeitstrategietitel erwarten kann. So gibt es einen Startpunkt, von wo aus man meist alleine den Kampf beginnt, und einen zu erreichenden Zielpunkt, an dem man, wenn alles gut gegangen ist, mit einer ganzen Truppe ankommt. In den Leveln nämlich sind vielerlei PowerUps versteckt, weswegen sich die Entwickler behaupten trauen, dass "The Gladiators" einen kräftigen Schuss RPG-Elemente beinhaltet. Freilich darf man sich fragen, ob MediPacks, Verstärkungen und Schilde wirklich RPG-Elemente sind, oder ob es so was nicht schon längst in besagtem Genre gab.

    Wie dem auch sei, wer schon einen Echtzeitstrategietitel gespielt hat, der wird auch mit "The Gladiators" auf Anhieb zurecht kommen. Auch wenn uns die nette blaue Dame, welche übrigens, wie alle anderen Statisten, niemals den Mund aufbekommt wenn sie redet, teilweise falsche Anweisungen gibt, wie die, dass man ein Objekt mit Rechts anklicken soll um daraufhin die A-Taste zu drücken, um es anzugreifen. Genau so funktioniert es nämlich nicht und man ist schneller zu Alienfutter verarbeitet als man Aua sagen kann. Irgendwann aber kommt man schon dahinter, dass man zuerst A drücken muss und dann mit der "linken Maustaste" auf das Objekt zielen, dann funktioniert's auch mit der Zerstörung. Leider lässt sich besagte Außerirdische nicht davon abhalten jeden Hinweis immer und immer wieder zu wiederholen, egal wie oft wir den Level bereits neu gestartet oder fortgesetzt hat. Das geht mit der Zeit ziemlich auf die Nerven, besonders wenn man an einer haarigen Stelle hängt, von denen es in diesem Game nicht wenige gibt, und man sich eigentlich auf den Einsatz konzentrieren möchte. Just in diesen Augenblicken immer wird das Spiel eingefroren, das Passbild der Blaublütigen gezeigt und eine supersüße Stimme säuselt uns irgendwelche Infos ins Ohr die entweder unnötig sind oder schon x-fach wiederholt wurden. Im Laufe des Spiels melden sich auf diese Weise noch diverse andere Aliens, wie der böse Colonel oder der Schiedsrichter(?). Dafür stimmt es wirklich, dass bei "The Gladiators" besonderer Wert auf das strategische Element gelegt wurde, denn es kann schon spielentscheidend sein, ob man seine Mannen einen Meter weiter links oder rechts vormarschieren lässt. Zudem ist es sehr wichtig die einzelnen Objekte zu beachten und am Besten auch für sich selbst zu nutzen. Unsere Kämpfer lassen sich z.B. sehr gut in Büschen verstecken, wo sie von den Aliens erst sehr spät gesehen werden können. Auch Gebäude, wie Wachtürme oder Bunker wollen unbedingt benutzt werden, da man ansonsten gegen die schiere Übermacht kaum Chancen hat. Allerdings beinhaltet das "strategische Element" auch den Umstand, dass man praktisch keine einzige Area auf Anhieb durch schaffen kann. Ganz im Gegenteil ist es absolut nötig, jeden Baum, Stein, Busch etc. zu kennen, da es meist nur einen einzigen vernünftigen Weg durch die Arenen gibt. Sehr positiv daran ist es, dass die Arenen selbst sehr unterschiedlich gestaltet wurden und von der Dschungelumgebung bis hin zum Packeis alles bieten können. Dies lässt einem die aberwitzige Hintergrundstorie schnell vergessen. Insgesamt 20 Missionen bietet "The Gladiators", welche zu Beginn noch mit Callahan, also dem Menschen, zu bestreiten sind, später aber ist es auch möglich in die Rolle der beiden außerirdischen Rassen zu schlüpfen.

    Die gebotene Grafik muss sich nicht verstecken und kann mitunter sogar begeistern, z.B. wenn man die fließenden Gewässer beobachtet oder die Detailvielfalt der Flora und Fauna bestaunt. Einen entsprechend starken PC vorausgesetzt, kann man das Ganze auch in Auflösungen jenseits der 1024x768 und selbstverständlich in 32bit Farbtiefe genießen. Auch die Animationen der einzelnen Figuren sind gut gelungen und lassen z.B. schon an der Gangart die Schwere der mitgeführten Waffe erkennen. Dazu gesellen sich die ebenso gut gelungenen Waffeneffekte und zersplitternden Objekte, von denen es nicht wenige zu bestaunen gibt. Ein mittleres Manko allerdings stellt die Zoomfunktion dar, die zwar mit dem Mausrädchen gut und schnell zu bedienen ist, sich allerdings nicht besonders weit weg zoomen lässt. So sieht man immer nur einen recht kleinen Ausschnitt des Kampfgebietes und ist gezwungen viel hin und her zu schwenken, um keinen der Angreifer zu übersehen.
    Dafür können die Zwischensequenzen kaum begeistern, nicht etwa weil sie technisch schlecht gemacht wären, sondern weil sich die Entwickler anscheinend nicht entscheiden konnten welcher Stil denn nun dominieren sollte. So präsentiert sich das Intro in astreinen Comic-Look, ebenso die eingeblendeten Sprachfenster im Game, welche direkt einem Marvel-Comic entsprungen sein könnten, die Sequenzen zwischen den Missionen aber sind in einer 3D-Optik gehalten, die wirklich nur noch eingefleischten US Comic-Freaks gefallen kann, denn die dargestellten Figuren könnten hässlicher kaum mehr sein. Da tummeln sich alte Doktoren mit Explosionsfrisuren neben schwebenden und blau angelaufenen Aliens deren Haare im nicht vorhandenen Wind wehen und dazwischen sondern muskelbepackte Machos ihre dummdämlichen Sprüche ab.

    Womit wir bei der Soundkulisse wären, die gute und rockige Durchschnittskost bietet in der die Kommentare unserer Kämpfer (wem auch immer sei Dank) im allgemeinen Kampfgetümmel gnadenlos untergehen. Da die zu steuernden Einheiten sowieso immer denselben Spruch abgeben, ist man bereits nach kurzer Zeit recht froh darüber.

    Die Steuerung gibt sich, wie bereits erwähnt, nicht ungewöhnlich und gut spielbar. Insofern man sich auf das Handbuch verlässt und nicht auf die im Spiel gegebenen Tipps hört, kann man auch alle gewünschten Operationen auf Anhieb ausführen, wofür man im Normalfall nur die Maus benötigt. Klar, dass die wichtigsten Funktionen ebenfalls auf der Tastatur liegen, die man in der Praxis allerdings kaum bemühen muss. Zudem werden bei allen Schaltflächen des Interfaces die zugehörigen Shortcuts angezeigt und auch die Icons selbst sind sehr logisch und meist selbsterklärend.

    The Gladiators: Galactic Circus Games (PC)

    Singleplayer
    7,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schöne grafische Präsentation und ein gelungenes Bedienerinterface
    Allerdings muss man den amerikanischen Comix Stil mögen
    Die Ansicht lässt sich nicht besonders weit weg zoomen
    was der Übersicht abträglich ist
  • The Gladiators: Galactic Circus Games
    The Gladiators: Galactic Circus Games
    Publisher
    Bigben Interactive
    Developer
    Arxel Tribe
    Release
    12.2002

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989105
The Gladiators: Galactic Circus Games
The Gladiators: Galactic Circus Games im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/The-Gladiators-Galactic-Circus-Games-Spiel-37570/Tests/The-Gladiators-Galactic-Circus-Games-im-Gamezone-Test-989105/
23.01.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/02/snap0548.jpg
tests