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  • The Great Escape: Gesprengte Ketten im Gamezone-Test

    Das Spiel nach dem gleichnamige MGM Film bietet uns ein spannendes Gameplay aber nur miese Grafik.

    Die große Flucht auf leisen Sohlen

    Bei uns unter dem Namen "Gesprengte Ketten" bekannt beschreibt der inzwischen schon in die Tage gekommene Film "The Great Escape" die tatsächliche Flucht von rund 250 Gefangenen aus dem Lager Stalag Luft III der Nazis. Der leider inzwischen verstorbene Hauptdarsteller Steve McQueen brillierte damals in der Rolle des unbeugsamen Ausbrecherkönigs der sich in der Einzelhaft die Zeit mit seinem Baseball vertrieb.

    Das nun erschienene Videospiel mit gleichem Namen besitzt nicht nur die Lizenz diesen zu tragen, auch die Handlung stützt sich auf den Film und beschert uns viele bekannte Momente. Trotzdem ist es nicht die direkte Umsetzung der Geschichte, ganz im Gegenteil erfahren wir wie es überhaupt dazu kam, dass die ganzen Ausbrecherkönige in ein Lager zusammengefasst wurden. So erleben wir zuerst die Geschichte von MacDonald, Hendley, Sedgwick und Hilts wie sie ihre mehr oder weniger erfolgreichen Ausbruchsversuche aus anderen deutschen Lagern versuchen. Erst nach diesen vier Kapiteln gelangen wir in das aus dem Film bekannte Stalag Luft III, wo es dann etwas ruhiger zur Sache geht, da es vor der großen Flucht noch so einiges zu erledigen und besorgen gilt. Um sich etwas Bewegungsfreiheit zu verschaffen müssen wir uns erst eine deutsche Uniform besorgen, mit der man sich relativ unauffällig durchs Lager bewegen kann. Trotzdem empfiehlt sich vor dem öffnen einer Türe erst durch das Schlüsselloch zu spähen, ebenso sollte man die finsteren Ecken vor dem Betreten mit dem Nachtsichtgerät absuchen, denn auch so mancher deutscher Soldat ist nicht dumm und wartet nur auf einen falschen Schritt von uns. Nur ein Pendant fragt in diesem Augenblick woher ein gefangener ein Nachtsichtgerät hat.
    Doch auch nach der erfolgten Flucht aus dem Lager ist die Reise noch nicht zuende, vorher wollen noch Telefongespräche angefangen oder die immer wieder eingestreuten Aktionsequenzen bestanden werden, wie die berühmte Motorradfahrt mit Beiwagen durchs Gelände.

    Das man bei solchen Aktionen auch mal entdeckt oder im schlimmsten Falle sogar erschossen wird, ist natürlich nicht zu umgehen. Je nach Schwierigkeitsgrad erlaubt uns darum das Spiel eine bestimmte Anzahl an Speichervorgängen. Kann man im Leichtesten noch vier mal pro Level speichern, muss man sich im Schwersten mit einem einzigen Speicherslot zufrieden geben.

    So gut die Geschichte auch in diesem Videospiel umgesetzt wurde, so schlecht und staubig gibt sich die technische Seite. Auch wenn alles Wesentliche im Grunde wie erwartet funktioniert, so kann besonders die grafische Umsetzung überhaupt nicht befriedigen. Die Texturen sind durch die Bank matschig und unscharf und besonders die Charaktere entsprechen dem technischen Stand vor fünf Jahren und wirken mit ihren unscharfen Gesichtern und Klamotten wie Überbleibsel vergangener PSOne Tage. Da hilft auch das dezent eingesetzte Bump Mapping nicht mehr viel, welches dem Boden nicht ganz so glatt aussehen lässt, trotzdem wirken die spielbaren Areale allesamt sehr billig, was schon etwas an der Atmosphäre nagt, schließlich soll man die Situation doch als Ernst empfinden, was bei dem leichten Cartoon-Touch etwas schwer fällt. Besonders einer Xbox steht solch eine magere Grafik überhaupt nicht gut zu Gesicht.

    Dafür kann man an der Steuerung kaum etwas mäkeln, spätestens nach dem ersten Ausbruchsversuch, der als Tutorial herhalten muss, hat man alle nötigen Aktionen erlernt und kann relativ erfolgreich durch die Lager schleichen und die immer eingängigen aber nie schweren Rätsel lösen. Die wichtigen Features wie das um die Ecke schauen oder im dunklen Schatten verstecken funktionieren relativ gut, so dass man bei jedem Anlauf auch wieder ein Stück weiter vorankommt.
    Einzig wenn man in der Hocke nach vorne Spähen und sich gleichzeitig bewegen möchte, wünscht man sich eine dritte Hand. Um dies zu vollführen muss man nämlich die linke Schultertaste drücken um zu schleichen, den linken Stick nach vorne drücken um uns zu bewegen, und - jetzt kommt's - ebenfalls gleichzeitig das Digipad (welches ja ebenfalls links auf dem Pad sitzt) nach vorne drücken um zu Spähen, da einem andernfalls die eigene Figur im Sichtfeld steht. Da wäre es wohl geschickter gewesen eine dieser Funktionen auf eine Aktionstaste zu legen.

    Auch die Soundkulisse ist - dank der bekannten Filmmusik und der authentischen Geräusche - gelungen und trägt ihren Teil dazu bei für das entsprechend klaustrophobische Gefühl zu sorgen. Zwar gibt es während der häufig vorkommenden Schleichpassagen meist nur wenig zu hören, das macht die einzelnen Geräusche aber umso wichtiger und das Spiel dementsprechend spannender. Denn mitunter ist man sich wirklich nicht ganz sicher, ob das eben gehörte Knacksen nur aus der gegenüberliegenden Garage stammte, oder doch von einem noch unentdeckten Wachposten.

    The Great Escape: Gesprengte Ketten (XB)

    Singleplayer
    6,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    4/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Bewerte dieses Spiel!
    Pro & Contra
    Interessant umgesetzte Geschichte die einige Zeit vor den Ereignissen des Films beginnt
    original Filmmusik
    gelungenes Gameplay das für ein Schleichspiel relativ viel Abwechslung bietet
    die gestellten Aufgaben wirken nicht wie an den Haaren herbeigezogen sondern haben durchaus einen Sinn
    Die Grafik stellt fast schon unterstes Niveau dar
    besonders die Charaktere glänzen mit ihren Matschgesichtern und unscharfen Klamotten
    doch auch die Areale selbst besitzen nur mittelmäßige bis schlechte Texturen
    was schon etwas an der Atmosphäre nagt
  • The Great Escape: Gesprengte Ketten
    The Great Escape: Gesprengte Ketten
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Release
    06.2003
    Leserwertung
     
    Bewerte dieses Spiel!

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The Great Escape: Gesprengte Ketten
The Great Escape: Gesprengte Ketten im Gamezone-Test
Das Spiel nach dem gleichnamige MGM Film bietet uns ein spannendes Gameplay aber nur miese Grafik.
http://www.gamezone.de/The-Great-Escape-Gesprengte-Ketten-Spiel-37595/Tests/The-Great-Escape-Gesprengte-Ketten-im-Gamezone-Test-989435/
05.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/TV2003090510554400.jpg
tests