The Hobbit im Gamezone-Test

Test GreenAcid

Ich wollt' ich wär ein Hobbit

Der Hobbit basiert auf der gleichnamigen Buchvorlage Tolkiens, welche die Geschichte von Bilbo Beutlin erzählt und von seinem Kampf gegen den gefährlichen Drachen Smaug berichtet. Das Buch war bereits eher etwas für die kleineren Leser und auch das Spiel richtet sich in erster Linie an die jüngeren Spieler unter uns.

Als Hobbit hat man es in diesem Spiel eigentlich recht einfach: Viele Personen geben Euch Aufträge, welche alle sehr vorbildlich in einem Questlog gesammelt werden. Die Aufträge selbst sind nicht sonderlich anspruchsvoll, meist gilt es einen Gegenstand A zur Person B zu bringen. Wer keine Lust auf solch einfach gestrickte Abenteuer hat, folgt einfach der Hauptstory und findet sich schon sehr schnell in einem Abenteuer mit allerlei bösartigen Feinden irgendwo in Mittelerde wieder. Das Spiel bietet nicht nur altbekannte "Sammle-herumliegendes-Zeug-Spielelemente", sondern auch die ein oder andere Schleicheinlage an. Hier wird es dann mitunter schon etwas kniffliger und stellenweise sogar etwas frustrierend. Da sich das Spiel aber an die jüngern Zocker richtet, ist es uns völlig unverständlich warum ein so hoher Schwierigkeitsgrad in diesen Sequenzen angesetzt wurde. Um sich gegen eventuelle Angreifer in Form von unidentifizierbaren Getier zur Wehr setzen zu können, hat Bilbo einen gefährlichen spitzen Stock und andere Waffen im Gepäck. Kommt es zum Kampf, prügelt Ihr sehr einfach auf die Bösewichte ein, bis diese den Löffel abgeben. Ab und zu warten auch ein paar Minigames auf Euch, darunter auch ein Geschicklichkeitsspielchen zum Knacken diverser Schlösser. Selbstverständlich sind auch diverse Sprungeinlagen mit dabei, hier macht die Steuerung mit Maus und Tastatur allerdings einige Probleme, man sollte auf alle Fälle ein Joypad mit zwei Analogsticks für dieses Spiel verwenden, sonst kann es zu frustfördernden Situationen im Laufe der Sprungeinlagen kommen.

Selbst für Erwachsene, welche sich gerne noch auf Mario-Niveau begeben, ist der Hobbit aufgrund fehlender Kult-Atmosphäre etwas zu kindisch gehalten. Die Dialoge sind zwar sehr schön ins Deutsche übersetzt worden, nur leider einfach viel zu kindisch und damit für unsereins sogar unfreiwillig komisch - sogar Mario und Luigi's Kampfschreie wirken im Vergleich mit diesen Dialogen richtig cool und lässig. Was die Optik angeht, ist glücklicherweise nicht zu stark in den Farbtopf gelangt worden, dafür wirken die Protagonisten mit ihrem bemühten Comicstil nicht gerade sehr ausgereift. Nichts gegen einen Comicstil, nur dann bitte mit einem durchgehenden stillvollen Look. Die Protagonisten sehen oftmals regelrecht grausam aus und bei der Umgebungsgrafik hat mit sich ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Wenn man sich allerdings die schönen Artworks in den Zwischensequenzen ansieht, merkt man ganz deutlich, dass hier einiges an Herzblut der Entwickler drin steckt und man sich an vielen Stellen wirklich ernsthaft bemüht hat.

Meinung

Wertung zu The Hobbit (PC)

Wertung:

6.8 /10
Pro & Contra
gute Storyschöne Artworks in den Zwischensequenzenlange Spielzeit
wackelige Steuerungstellenweise hässliche Grafikspielerisch ohne Innovationlangweilige Schleicheinlagenetwas zu hoher Schwierigkeitsgrad

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