The Last of Us in der Anspiel-Vorschau: Eines der letzten großen Spiele für PS3 - und ein Pflichtkauf

Special Sandro Odak

Gamezone hat schon vor der GDC bei Sony The Last of Us anspielen können - und war begeistert von der wunderschönen Spielwelt und dem actionreichen Gameplay. Mit so viel Zombieaction haben wir bei einem Survival-Spiel nicht gerechnet! In der Anspiel-Vorschau erzählen wir euch, weshalb The Last of Us als einer der letzten großen PS3-Titel eine unbedingte Kaufempfehlung ist!

Bereits der erste Schritt in der Welt von The Last of Us ist überwältigend. Eine desolate amerikanische Innenstadt tut sich vor uns auf. Die drei Hauptcharaktere Joel, Ellie und Tess stehen auf den Betonplanken von dem, was früher mal ein Highway war. Große Schilder zeigen noch die Richtungen an, in denen die Ausfahrten sind. Aber zu sehen bekommen wir die Autobahnzubringerstraßen nicht mehr. Die Natur hat sich ihren Platz in der Welt bereits zurückerobert. Aus kleinen Rissen am Boden sprießen Pflanzen, sogar manch ein kleines Bäumchen wächst schon wieder im ehemals total urbanen und naturfreien Raum.

Ellie und ihre zwei Beschützer sind in einer Quarantäne-Zone. Sie wurde eingerichtet, als die Vireninfektion in den Vereinigten Staaten ausbrach. Vollkommen verlassenes Gebiet, denn überall können die Infizierten dieser dubiosen Krankheit plötzlich auftauchen. An die Zeit davor erinnert sich die kleine Rothaarige, die noch immer so stark an Ellen Page erinnert, nicht mehr erinnern. Sie ist von der wunderschönen Stadt genauso begeistert, wie wir.

Bringt Ellie in Sicherheit

Die Hauptmission von The Last of Us klingt einfacher als sie ist. Haudegen Joel soll die kleine Ellie in eine sichere Zone bringen. Der harte Hund macht solche Missionen häufiger und verdingt sich in der Zombie-Apokalypse so seinen Lebensunterhalt. Doch das Leben am Ende der Zivilisation ist nicht gerade einfacher geworden. Verfeindete Fraktionen stehen sich gegenüber, dazwischen klauen Banditen was sie in die Finger bekommen. Und nicht zuletzt sind da noch die Infizierten. Wie Zombies schlurfen sie durch die Straßen, je länger sie von dem Pflanzen-Virus infiziert sind, desto mehr verfallen sie in einen leblosen Status. In der frühesten Phase können sie noch sehen und hören. Wenn man auf diese Runner trifft, muss man versuchen, im Schatten zu bleiben. Kriecher hingegen sind schon länger infiziert. Sie haben die Fähigkeit verloren zu rennen – treten aber oft in Rudeln auf und sind von daher nicht minder gefährlich. Die fiesesten Gegner in unserer Vorschauversion sind aber "Clicker". Sie sind schon lange infiziert, ihre Schädel sind schon zu großen Teilen zu korallenartigen Gebilden geworden. Aber sie sind ultragefährlich! Ein Biss und man ist sofort tot. Und was ihnen an Sehkraft fehlt, machen sie durch perfektes Gehör wieder wett. Wenn sie Geräusche vernehmen, machen sie gutturale Klickgeräusche. Wie bei einem Echolot können sie dann Bewegungen wahrnehmen.

The Last of Us in der Gamezone-Vorschau: Viel actionreicher erwartet! (10) Quelle: Sony/Destructoid The Last of Us in der Gamezone-Vorschau: Viel actionreicher erwartet! (10) In Tutorial-Manier treffen wir solche Zombies zu Beginn noch einzeln. Gerade der Clicker ist zwar nicht einfach zu besiegen, er verträgt gut zwei bis drei Schüsse in den Kopf. Dennoch kann man die Zombies allein ganz gut über den Jordan bringen. Später wird es dann komplizierter: Joel und Ellie treffen auf ein ganzes Rudel bestehend aus sechs oder sieben Infizierten. Und die agieren wirklich taktisch! Die Kriecher sind zwar einfach per Stealthkill ausschaltbar, aber irgendjemand bemerkt das im Rudel immer. Die Runner sind dabei besonders gefährlich. Sie umzingeln einen und halten einen nur fest. Den Rest macht dann der Clicker. Sobald er den Spieler mit seinen korallenartigen Beißern erwischt, ist das Spiel sofort zu Ende. Joel stirbt! Beim Anspielen passiert uns das gleich mehrmals hintereinander! Wer auf solche Trial and Error Spiele keine Lust hat, wird es in Last of Us sicher schwer haben. Denn nur mit der richtigen Taktik kann man siegreich aus Kämpfen hervorgehen.

Atmosphärisches Abenteuer

The Last of Us in der Gamezone-Vorschau: Viel actionreicher erwartet! (2) Quelle: Sony/Destructoid The Last of Us in der Gamezone-Vorschau: Viel actionreicher erwartet! (2) Dass es tatsächlich so viel Zombie-Action geben wird, hat uns doch überrascht. Sicherlich war das Quarantäne-Level, das wir anspielen durften, speziell darauf ausgerichtet und frei von anderen Feindfraktionen, dennoch haben wir mit weniger Begegnungen mit den Infizierten gerechnet. Atmosphärisch lohnt sich der Ausflug in die Innenstadt aber total. Die leeren Straßen der Großstadt geben einem das Gefühl, total fehl am Platz zu sein. Hier wechseln sich ausladende und wunderschöne Außenareale mit dunklen Innenlevels ab. Die können zwar rein optisch nicht so begeistern, dafür aber atmosphärisch. Wenn man in der Ferne das gruslige Echo-Geräusch der Clicker vernimmt, will man sich eigentlich so schnell wie möglich umdrehen und in die andere Richtung rennen. Und durch die dunklen Gänge ehemaliger Wolkenkratzer zu stampfen, immer auf der Suche nach Items wie Klingen, Bandagen und Batterien für die Taschenlampe. Denn wenn die ausfällt, wird's wirklich dunkel – und noch grusliger! Findet man genug von solchem Krempel, kann man in einem Crafting-Menü Items erstellen, um die Feinde schneller kalt zu machen. Aus gesammelten Flaschen, Alkohol und Bandagen lassen sich etwa Molotow-Cocktails herstellen – supereffizient gegen die fiesen Clicker!

Abseits von solchen Actionszenen gibt es trotzdem noch genug Spielelemente, die einen daran erinnern, dass man ein Spiel von Naughty Dog in der Hand hat. Passagen, in denen man klettert, die Balance auf schmalen Vorsprüngen halten muss und von Balkon zu Balkon hüpft, stellen eine willkommene Abwechslung da und erinnern frappierend an das toll inszenierte Uncharted vom selben Entwickler-Team.

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