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  • The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon im Gamezone-Test

    Eine uninspirierte Welt, schreck- liche Handhabe und veraltete Techniken verderben den Spaß.

    Die Legende findet ihren Abschluss im letzten Teil einer über Konsolengenerationen verteilten Sage um den kleinen lila Drachen Spyro. Ende der 90er Jahre erblickte das niedliche Wesen das Licht der Videospielwelt und fand sofort zahlreiche Anhänger, die sich liebevoll um den putzigen Drachen kümmerten. Dies bescherte uns nun insgesamt acht Ableger, doch während ältere Werke durchaus noch zu überzeugen wussten, verlor das Drachenwesen mit der Zeit an Charme. Kann nun "Dawn of the Dragen" als direkter Nachfolger von "The Eternal Night" wieder in die Klasse unterhaltsamer und interessanter Action-Adventure aufsteigen? Schließlich sind ja aller guten Dinge drei!

    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon Nun, wer das überstürzte Ende von "The Eternal Night" nicht kennt, wird Hals über Kopf ins eiskalte Wasser geworfen. Titelheld Spyro befindet sich zu Beginn des neuen Abenteuers mit Cynder - einstige Erzfeindin des niedlichen lila Drachens - eingesperrt in einem Kristall, welcher in einer ungewöhnlich mysteriösen Prozession ekelhafter Monster aufgebrochen wird. Dumm nur, dass das ungleiche Duo mittels einer magischen Kette dazu verdammt wird, gemeinsame Sache zu machen. Während einer spektakulären Auseinandersetzung mit einem feurigen Riesenmonster, welches zweifelsohne Ähnlichkeit mit einer Mischung aus Steingolem und Balrog aufweißt, gelingt den Beiden eine heldenhafte Flucht hinaus in die weite Fantasy-Welt, aber nicht ohne Hilfe von Jäger - ein unheimlicher aber sehr hilfsbereiter Gepard. Von ihm erfährt man, dass drei Jahre seit den Geschehnissen des letzten Ablegers vergangen sind und der Dunkelmeister sein Gefängnis nun verlassen hat. Eine Armee bestehend aus fiesen Larvlingen, Orks und Trollen umgibt den dunklen Herrscher, welcher vom feurigem Berg aus das kunterbunte Fantasyreich erobern möchte. Es ist an der Zeit, das Böse aus der Welt zu schaffen!

    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon Cynder, Ignitus, Malefor? Die Drachenstadt? Und wer bitte ist der Dunkelmeister? Der Geschichtsschreiber von "Dawn of the Dragon" ging eindeutig davon aus, dass nur noch Fans den Abschluss der Trilogie sehen wie auch erleben möchten. Weder Flashback-Szenen, noch Zusammenfassungen in irgend einer anderen Form erläutern, was bisher geschah und warum Spyro in der Höhle gefangen war. Sei es drum, schlagen wir uns einfach so durch die kunterbunte Welt. In dem anfänglichen Tutorial erlernt ihr zunächst, wie mit einfachen Schlägen, langsamen Hieben und dem Wurf eine Schar von Gegner in Schach gehalten wird. Dazu kommt der bekannte Doppelsprung, um Anhöhen zu erreichen und labyrinthartige Verliese zu durchqueren. Efeuranken dienen wiederum der Klettereinlagen, um steile Wände zu erklimmen, während gelegentliche Quick-Time Events und Schalter für die Nötige Abwechslung im Abenteureralltag sorgen.

    Unzähmbares Drachegespann

    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon Zugegeben, die ersten Spielminuten überzeugen zunächst aufgrund einer spektakulären Inszenierung. Die Auseinandersetzung mit dem Bildschirm füllenden Riesenmonster sorgt für reichlich Action. Nachdem man erfolgreich seinen heftigen Attacken ausgewichen ist und ihn anschleißend mit kräftigen Schlägen in die Flucht geschlagen hat, verfolgt der Kollege das ungleiche Duo und durchbricht immer wieder die Wände, um einen letzten Versuch zu starten, Spyro und Cynder in den Tot zu stürzen. Einmal dem Monstrum entkommen, durchwandert man eine idyllische und abwechslungsreiche Natur, welche aber aufgrund zahlreicher Orks und Trolle auf die Drachen weniger beeindruckend wirkt. Und allmählich verfliegt auch beim Spieler die anfängliche Euphorie, welche alsbald in Ärger und Frust übergeht.

    Eines der neuen Elemente ist das kooperative Verhalten der beiden Drachen. Das magische Band verhindert, dass sich die edlen Wesen zu weit voneinander entfernen können - was nicht selten zu Komplikationen führt. Man möchte zum Beispiel einen Felsvorsprung erklimmen, da der von der KI gesteuerte Kollege aber häufig seinen eigenen Willen durchsetzt, kommt man einfach nicht so richtig voran. Besser und deutlich spaßiger ist es in diesem Fall, wenn ein Freund eine helfende Hand bereit hält. Nur leider ist der Titel nicht onlinefähig - gezwungenermaßen müssen beide Spieler also vor einer Konsole sitzen.

    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon Erstmalig können die Drachen auch von Beginn durch die Lüfte fliegen. Fügt man nach einem Doppelsprung noch einen weiteren Tastendruck hinzu, hebt das Tier vom Boden ab und huscht geschwind durch die Luft. Völlige spielerische Freiheit sollte man aber nicht erwarten. Mysteriöse Winde, unsichtbare Wände und vor allem die Erdanziehungskraft verhindern, dass man sich frei wie ein Vogel in der wundersamen Fantasywelt hinfort bewegen kann. Deutlich ärgerlicher, mit der Zeit sogar regelrecht frustrierend, fällt der Mix aus normalen Jump'n'Run-Parts mit Klettereinlagen und der Flugakrobatik aus. Wie kann man bitte beide Elemente auf eine Taste verfrachten? Während kniffliger Sprungpassagen rutscht man derart oft von den Kanten ab oder legt ungewollt einen unkontrollierbaren Flug hin und stürzt dabei in die Tiefe, dass man etliche Male völlig verärgert und sinnlos denselben Aufstieg nochmals angehen muss. Mitschuld trifft aber auch den Kameramann. Dieser beherrscht das Chaos in Perfektion, bringt das Bild häufig in sehr ungünstige Position oder schwenkt unerwartet hin- und her. Und sollte man manuell Hand anlegen, so scheint dieser wiederum in süffisante Tagträume abgetaucht zu sein. In völlig freier Natur kann die Kamera durchaus noch um Spyro und Cynder herum gedreht werden, zumeist kämpft man aber mit stark eingeschränkten Positionierungsmöglichkeiten.

    Der Herr der Drachen

    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon Dabei hätte der Titel durchaus einiges an Potenzial gehabt. Die abwechslungsreichen Welten führen uns durch Wälder, an Flüssen entlang und durch Höhlen, machen gelegentlich aber auch Halt an kriegerischen Schauplätzen wie auch herrlich erbauten Städten. Neben den recht linear ausfallenden höhenartigen Labyrinthen, sorgen einige völlig frei erkundbare Gebiete für Abwechslung. Zahlreiche Geheimnisse wie neue Rüstungen für Spyro und Cynder laden zu Erkundungstouren ein. Meist gut versteckt und nur mit einer Lösung eines kniffligen Rätsels erreichbar findet man riesige Edelsteine. Mit entsprechend gesammelter Anzahl wird die Lebensleiste verlängert und der Manavorrat gesteigert, während blaue Kristalle Erfahrungspunkte darstellen und schlussendlich in magische Fähigkeiten investiert werden. Spyro kann zum Beispiel Flammen spucken und den Feinden somit Feuer unter dem Hintern machen. Aber auch Fackeln können damit entzündet und somit Rätsel gelöst werden. Cynder wiederum beherrscht als ehemalige böse Gegenspielerin von Spyro die dunkle Macht, kann aber auch Gift spucken.

    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon Aber leider fehlt dem Titel jegliche Form von Innovation. Die simplen Schalterrätsel und Suchaufgaben fallen nicht gerade sehr originell aus - irgendwie hat man vieles einfach schon mehrfach gesehen. Und befindet man sich in einer freien Spielwelt, so leidet man häufig an völliger Orientierungslosigkeit. Nicht selten fehlen jegliche Hinweise, wohin die Reise gehen soll. Die Aufgabenstellung ist schlichtweg nicht eindeutig genug, vor allem für die jüngeren Spieler, auf die der Titel ausgelegt wurde. Auf gut Glück durchwandert man schlussendlich das meist idyllische Szenario, um per Zufall den richtigen Eingang oder eine entsprechende Person zu finden. Abhilfe soll angeblich die kleine gelbe Libelle Sparx - treuer aber sehr arroganter Freund von Spyro - schaffen. Doch leider erweist sich auch diese als Niete. Er fliegt nur sinnlos umher und gibt gelegentlich Kommentare ab. Da verlässt man sich doch lieber auf seinen Indy-Instinkt und durchsucht einfach jede erreichbare Ecke der Welt.

  • The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon
    The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon
    Publisher
    Sierra
    Developer
    Etranges Libellules
    Release
    14.11.2008
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The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon
The Legend of Spyro: Dawn of the Dragon im Gamezone-Test
Eine uninspirierte Welt, schreck- liche Handhabe und veraltete Techniken verderben den Spaß.
http://www.gamezone.de/The-Legend-of-Spyro-Dawn-of-the-Dragon-Spiel-37857/Tests/The-Legend-of-Spyro-Dawn-of-the-Dragon-im-Gamezone-Test-992001/
24.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/Spyro_Dawn_of_the_Dragon_04_08_02.jpg
tests