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  • The Legend of Zelda: The Four Swords Adventures im Gamezone-Test

    Das gute alte Zelda zu viert auf dem Cube. Innovativ oder langweilig? Erfahrt es in unserem Review!

    Erst vor kurzem ist ein neues Zelda-Spiel für Nintendos Gameboy Advance erschienen und schon legt man auf dem Gamecube entsprechend nach. Mit Zelda Four Swords Adventures kommt allerdings ein etwas untypisches Spiel für die Serie nach Europa, das bereits längst überfällig ist, da es in Japan und den USA schon vor einiger Zeit in den Handel kam. Anders als üblich, setzt man hier jedoch voll auf den Mehrspielermodus. Wir haben uns ausführlich damit beschäftigt um herauszufinden wie gut dieses außergewöhnliche Konzept funktioniert.

    Wie könnte es wohl auch anders sein? Wieder einmal ist Prinzessin Zelda in Nöten und will gerettet werden. Dieses Mal wurde sie allerdings nicht von Ganon entführt und ist auch nicht die einzige Geisel der bösen Mächte. Der Wind-Dämon Vaati steckt hinter all dem. Dieser hat jedoch aus seinen Fehlern gelernt und zusätzlich sechs holde Maiden geschnappt, da nur sie in der Lage wären ihn ein weiteres Mal zu verbannen. Link macht sich nun auf seinen Weg Hyrule vor dem finsteren Schurken Vaati zu bewahren und die Maiden inklusive Prinzessin Zelda aus seinen Fängen zu befreien. Dazu steht ihm das Schwert der Vier zur Verfügung, das in kurzerhand vervierfacht.

    Viermal Link in einem Spiel

    Die Karo-Formation Die Karo-Formation Wer die Portierung von Zelda: A Link To The Past auf dem GBA kennt, der weiß dass die Zeiten vorbei sind in denen man stets nur einen einzigen Link durch Hyrules Dungeons gescheucht hat. Als Zusatz war auf dem Modul nämlich der Mehrspielermodus "Four Swords" enthalten, das man im Grunde als Vorreiter für die Gamecube-Umsetzung von Four Swords Adventures bezeichnen könnte. Auch hier durfte man in die Rolle von vier Links schlüpfen, allerdings war das Konzept noch nicht ganz so ausgereift wie nun im eigens dafür entworfenen Cube Abenteuer. Doch wie funktioniert das nun genau? Man kann schließlich nicht vier Helden auf einmal steuern. Doch Nintendo hat sich da eine elegante Lösung einfallen lassen. Ihr steuert immer nur den grünen Link, die anderen drei folgen euch auf Schritt und Tritt. Damit man aber auch etwas von den vier Links hat, gibt es viele Möglichkeiten diese ins Spiel einzubeziehen. Per Druck auf die L-Taste wird eine Leiste mit vier verschiedenen Symbolen aufgerufen: Eine horizontale und vertikale Linie, ein Karo und ein Viereck. In der von euch ausgewählten Form ordnen sich die vier Links schließlich an. Wenn nun also eine Flut an Gegnern von rechts auf euch zu stürmt dann empfiehlt es sich in der Senkrechten schön in Reih und Glied gegen die Feinde vorzugehen. Seid ihr allerdings umringt von Gegnern so ist die Karo- oder Block-Formation sicherlich die bessere Wahl. Neben den Formationen kann man allerdings auch jeden Link einzeln spielen während die anderen sich ausruhen und praktischerweise in diesem Zustand nicht verletzt werden können. Doch nicht nur im Kampf profitiert ihr von den neuen Möglichkeiten, denn auch in den obligatorischen Rätseln muss sehr oft darauf zurückgegriffen werden.

    GBA und Gamecube - Genial verdrahtet

    Auf dem GBA-Screen Auf dem GBA-Screen Nintendo hat sich bisher nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert was das hoch gelobte Connectivity-Feature angeht. Häufig wurde die Verbindung von Cube und GBA nur für irgendwelche Kinkerlitzchen genutzt und nicht in vollem Maße ausgeschöpft. Spiele wie "Final Fantasy: Crystal Chronicles" machten in dieser Beziehung zwar einen guten Anfang, jedoch wirkte die Verbindung der beiden Konsolen auch da noch etwas unausgereift. Erfreulicherweise nutzt Zelda Four Swords Adventures dieses exklusive Feature endlich perfekt aus. Das ganze Spiel ist darauf zugeschnitten. Ihr könnt es zwar auch gänzlich ohne einen GBA durchspielen, jedoch ist es empfehlenswert einen anzuschließen, sofern vorhanden. Während man durch die Gegend streift wird das Geschehen stets auf dem TV-Bildschirm dargestellt. Sobald man aber in einer Höhle oder einem Gebäude verschwindet taucht Link ab und findet sich auf dem kleinen Display des GBA wieder. Hat man kein Handheld zur Verfügung, so wird auf dem Fernseher ein kleines Fenster geöffnet das den Gameboy praktischerweise simuliert. Doch wozu das Ganze? Was zunächst wie eine sinnlose Spielerei klingen mag hat durchaus seine Berechtigung und bietet Möglichkeiten die anders gar nicht erst realisierbar wären. So gibt es beispielsweise Endgegner die sich nur durch das geschickte Wechseln zwischen Cube zu GBA-Bildschirm besiegen lassen. Ihr müsst zum Beispiel einen großen Vogel zunächst auf dem TV-Schirm mit Bomben bearbeiten, damit dieser in eine kleine Höhle abstürzt. Während nun das Hinterteil auf dem TV zu sehen ist steckt der Kopf auf dem Gameboy-Bildschirm in der Höhle fest. Also ab auf den kleinen Screen des GBA und immer schön auf den Kopf eindreschen. Irgendwann befreit er sich und der Kampf geht wieder auf dem Fernseher weiter. Ein anderes Beispiel: Eine dicke Nova-Bombe erscheint auf dem Bildschirm und wird in wenigen Sekunden in die Luft gehen. Da sie alles zerstört ist man nirgendwo sicher. Nun heißt es in einen Unterschlupf auf dem GBA flüchten, ansonsten adios amigos. Das ein oder andere Rätsel ist ebenfalls nur durch dieses Feature zu lösen.

    Die Rätsel

    Einer der Dungeons Einer der Dungeons Die Bandbreite der Rätsel reicht in Four Swords Adventures von "typisch" über "innovativ" bis hin zu "noch nie da gewesen". Fangen wir aber zunächst mit den ganz klassischen an. Auch in seinem neusten Abenteuer muss Link wieder Statuen auf Schalter schieben, Gegner besiegen damit sich Türen öffnen, kleine Schlüssel sammeln und andere bekannte Dinge absolvieren. Dazu gibt es wieder Items wie Pfeil und Bogen, Bomben, den Feuerstab und das restliche bekannte Repertoire. Diese müssen nun aber nicht mehr Stück für Stück eingesammelt werden sondern nur ein einziges Mal. Fortan könnt ihr den Gegenstand andauernd nutzen. Der Feuerstab verbraucht nämlich keine magische Energie und die Bomben oder Pfeile gehen euch ebenfalls nie aus. Einen Haken hat die Sache allerdings doch: Während man sämtliche Gerätschaften sonst auf einmal im Gepäck hatte, muss man sich dieses Mal für ein einziges entscheiden. Bogen und gleichzeitig Bomben ist nicht. Das klappt jedoch ganz gut, denn dort wo ihr den neuen Gegenstand aufsammelt bleibt der liegen, den ihr zuvor dabei hattet. Ihr könnt also jederzeit zurück und den letzten Gegenstand wieder tauschen. Fast jede Waffe lässt sich nun auch bei einer Fee auf Level 2 aufstufen. So schießt der Bogen plötzlich schneller, mit der Steinschleuder könnt ihr einen Streuschuss abfeuern und die Pegasusstiefel tragen euch über weite Abgründe.

    Vorsicht Bombe! Ab auf den GBA! Vorsicht Bombe! Ab auf den GBA! Nun zu den einzigartigen Rätseln, die in solcher Form bisher nicht möglich waren. Durch das innovative Vierer-Feature, welches auch noch in bestimmten Formationen möglich ist, werden völlig neue Aufgabenstellungen gemeistert. Ob ihr nun riesige Blöcke zu viert verschiebt, in einer Reihe mit vier Mann an einem Hebel zieht oder euch allesamt auf einen großen oder vier einzelne Schalter stellen müsst - hier sind keine Grenzen gesetzt. Doch nicht nur die Tatsache, dass ihr jetzt mit mehr als einem Link unterwegs seid sorgt für eine neue Bandbreite an Rätseln: Jeder Link hat seine eigene Farbe (grün, rot, blau, pink). Daher trefft ihr hin und wieder auf Blöcke mit eben diesen Farben, die dann nur vom entsprechenden Link geschoben werden können, rote Monster, die nur vom roten Zipfelmützchen besiegt werden können und ähnliches. Auch das Connectivity-Feature sorgt für frischen Wind in Sachen Rätselkost. So kann es vorkommen, dass ihr auf dem GBA Screen ein Loch in der Decke erspäht, durch das ihr mit Pfeil und Bogen schießen müsst. Der Pfeil wird dann auf dem GBA abgeschossen und wandert vom kleinen Display hinüber auf großen TV-Bildschirm um dort einen ansonsten unerreichbaren Schalter zu treffen und damit den Weg freizugeben. Paradebeispiel für das GBA-Cube-Feature ist sicherlich auch die Schattenwelt: Auf dem großen Bildschirm seht ihr stets nur die normale Welt. Wenn ihr hier aber in ein Portal steigt, dann kommt ihr auf dem Gameboy in der düsteren Schattenwelt heraus. Diese stellt ein Pendant zur normalen Oberwelt dar, jedoch sind manche Gegenstände oder Wände anders gesetzt und bestimmte Personen nur dort ansprechbar. Alle Leute die sich in der Schattenwelt befinden, werden in der Oberwelt auf dem TV-Screen auch nur als Silhouette eines Schattens dargestellt. Ebenso ihr selbst, während ihr auf dem GBA in dieser dunklen Welt umherreist. Besonders lustig wird es dann, wenn ihr eure Mannschaft aufteilt und eine Hälfte in der normalen Welt darauf wartet von den Links in der Schattenwelt über einen giftigen Sumpf getragen zu werden, den es nur in der normalen Welt gibt. In der Schattenwelt existiert dieser nicht und daher können die Schattenlinks nun die restlichen Feenjungen sicher auf die andere Seite befördern. Klingt nun etwas kompliziert, funktioniert aber prima und ist eine wirklich geniale Idee.

    Das Herzstück - der Mehrspielermodus

    Zelda zu viert Zelda zu viert Ein Zelda-Spiel mit Mehrspielermodus? Das klingt zunächst sehr merkwürdig, hat aber bereits auf dem GBA funktioniert. Mit Four Swords Adventures wurde dies jedoch nochmals gründlich überarbeitet. Ihr könnt das ganze Spiel entweder alleine, zu zweit, dritt oder viert durchspielen. Dummerweise braucht man für jeden zusätzlichen Spieler einen GBA und ein Linkkabel um diesen mit dem Gamecube zu verbinden. Extra dafür einen Gameboy zu kaufen lohnt sich sicherlich nicht, wer aber über Freunde mit dem nötigen Equipment verfügt, der kann sich glücklich schätzen da er nur so in den vollen Genuss des Spiels kommt. Während man alleine den grünen Link steuert und die restlichen euch einfach folgen so übernimmt bei vier Spielern jeder einen Link. Zu zweit muss dann natürlich jeder zwei Links steuern. Wir haben das Spiel komplett mit zwei Spielern durchgespielt. Obwohl man im Team arbeiten muss um Erfolg zu haben, sieht der andere nicht was man treibt, so lange das Geschehen auf dem GBA spielt und sich der Mitspieler nicht im selben Gebäude/Abschnitt befindet. Außerdem kann man sich gegenseitig mit dem Schwert und anderen Waffen treffen. Das zieht zwar keine Herzen ab, aber dafür Triforce-Splitter die überall gefunden werden können. Wenn man insgesamt 2000 davon besitzt, wird das Schwert aufgemöbelt und man kann eine verbesserte Wirbelattacke ausführen. Im Grunde spielt es also keine Rolle wer die meisten Triforce-Splitter gesammelt hat, aber am Ende eines Abschnittes (insgesamt sind es 24, die auf 8 Welten verteilt wurden) gibt es die Endabrechnung. Hier bekommt jeder Spieler getrennte Punkte dafür, wer die meisten Gegner besiegt hat, wie viele Herzchen noch übrig sind und wie oft man gestorben ist. Außerdem werden die gesammelten Triforce-Splitter hinzugezählt. Auch wenn es sich nicht auf das Spiel auswirkt, aber so entsteht nun eine kleine Rangliste wer denn nun die meisten Punkte hat. Das sorgt im Spiel dafür, das man zwar zusammenarbeitet aber irgendwie dennoch ein bisschen in Konkurrenz steht und sich dauernd ein wenig neckt. So kommt es nicht selten vor, dass man seine(n) Mitspieler nur aus Spaß Bomben hinterher wirft, mit dem Feuerstab anbrennt oder schlicht und einfach in einen Abgrund schiebt. Erst dadurch kommt so richtig Laune auf und das Gameplay wird angenehm aufgelockert. Die Kombination aus mit- und gegeneinander macht den gewissen Reiz aus. Daher wird man Kommentare wie "Ah, verdammt lass mich los!" ebenso wie "Ich brauch dich mal hier drüben für ein gemeinsames Rätsel" zu hören bekommen. Außerdem gibt es noch die Schattenschlachten, eine Art "Death-Match-Variante" in der man gegeneinander antritt. Hierzu bekämpft man sich in extra dafür entworfenen Arealen mit den Standardwaffen, Power-Ups in Form von verrückten Hühnern die dem Gegner Herzchen klauen oder aktiviert Schalter um Fallen auf dem Screen auslösen. Sehr spaßig, wenn einem das etwa 15 Stunden umfassende Hauptspiel mal langweilig werden sollte.

    Die technischen Aspekte

    Neue Effekte werten den Look etwas auf Neue Effekte werten den Look etwas auf In Sachen Grafik fällt einem natürlich sofort auf, dass sie nicht wirklich zeitgemäß ist und eher an "Zelda: A Link To The Past" erinnert. Doch auf den zweiten Blick ist es nicht ganz so schlimm. Während die Welt zwar in veralteter 2D-Optik gehalten wurde, gibt es viele sehr hübsche Effekte wie etwa Explosionen, schimmerndes Licht, Wasser, Feuer, Schatten oder Gegner die man so sicherlich nicht auf dem SNES realisieren konnte und die teils etwas an "Wind Waker" erinnern. Insgesamt hat dieser Stil aber dennoch seinen ganz eigenen Charme. Retro-Look mit neuem Glanz und hübschen fortschrittlichen Spielereien. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Sound: Viele alte Musikstücke aus etwas in die Jahre gekommenen Zelda-Spielen sorgen für absolutes Retro-Feeling und tragen ungemein zur Atmosphäre bei. Wenn man böse sein will, dann stempelt man die technische Seite schlicht und einfach als veraltet ab, dass dies aber seinen ganz speziellen Reiz hat und fast schon nostalgische Gefühle weckt, sollte man dabei jedoch nicht vergessen.

    The Legend of Zelda: The Four Swords Adventures (GC)

    Singleplayer
    8,5 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Mit Freunden der absolute Hammer
    Connectivity-Feature super ausgenutzt
    neue innovative Rätsel Dank der vier Links und der GBA-Verbindung
    ordentlicher Umfang
    perfekte Steuerung
    Death-Match Minispiele
    nostalgische Retro Grafik und Sound, die jedoch veraltet sind
    Man benötigt vier GBA und Linkkabel wenn man zu viert spielen will
    mit über 50 € in Sachen Kaufpreis etwas überteuert
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The Legend of Zelda: The Four Swords Adventures
The Legend of Zelda: The Four Swords Adventures im Gamezone-Test
Das gute alte Zelda zu viert auf dem Cube. Innovativ oder langweilig? Erfahrt es in unserem Review!
http://www.gamezone.de/The-Legend-of-Zelda-The-Four-Swords-Adventures-Classic-37875/Tests/The-Legend-of-Zelda-The-Four-Swords-Adventures-im-Gamezone-Test-990135/
05.01.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/01/zfsa_01.jpg
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