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  • The Legend of Zelda: The Wind Waker im Gamezone-Test

    Das neue Abenteuer des kleinen Link ist wieder mal ein echter Pflichtkauf!

    Viele hundert Jahre sind vergangen, seit im Königreich Hyrule der legendäre Held in grün den bösen Zauberer Ganon besiegt hat. Das Königreich geriet in Vergessenheit, nur die vielen Legenden um den "Hero of Time" haben die Jahre überdauert. So gibt es in vielen kleinen Dörfern den Brauch, dass Jungen, die das Erwachsenenalter erreichen, für einen Tag in grün gekleidet werden um damit an den mutigen Held und dessen Taten erinnert zu werden. Genau an diesem Tag wird Link's kleine Schwester Arilla von einem riesigen Vogel entführt. Eine bunt gemischte Piratencrew, welche zufällig an diesem Tag vor Link's Insel anlegt, ist der Grund dafür, denn eigentlich war das Ungetüm hinter deren Anführerin Tetra her. Link packt der Heldenmut und er entschließt sich kurzerhand mit den Piraten zu einer dunklen Festung zu segeln, um seine dort vermutete Schwester zu retten. Dies ist der Beginn der Story zu "The Wind Waker", allerdings wird diese im Laufe des Spiels noch viel komplexer und auch alte Bekannte aus den bisherigen Spielen tauchen plötzlich wieder auf. Natürlich wird Link nicht nur seine kleine Schwester retten, er wird der Mittelpunkt einer tausend Jahre alten Prophezeiung sein...

    Die gesamte Welt des ehemaligen Hyrule wurde in karibisches Flair getaucht: Es gibt Piraten, gefährliche Stürme, böse Riesenkraken, versunkene Schiffe, riesige Schätze und vieles, vieles mehr, das man bereits aus alten Piratenfilmen oder der berühmten "Monkey Island-Serie" kennt. So ist es nicht verwunderlich, dass wir uns in diesem Abenteuer die meiste Zeit auf hoher See befinden. Link bekommt relativ früh im Spiel den "Wind Waker" überreicht und kann mit diesem magischen Dirigentenstab die Götter der Winde herbeirufen. So ist es möglich, die zum Segeln sehr wichtige Windrichtung zu steuern. Anfangs können die langen Reisen mit unserem kleinen Boot schon etwas nerven, aber zum Glück findet man sehr schnell die zweite Melodie für den "Wind Waker", welche es uns ermöglicht die wichtigsten Punkte auf der Seekarte direkt zu erreichen. Alle großen Inseln und Labyrinthe sind auf dieser Seekarte verzeichnet, freundliche Fische, die wir auf unseren Reisen treffen, erweitern diese ständig und es werden immer mehr Punkte und Geheimnisse der wirklich riesigen Welt bekannt. Dies ist ja auch einer der großen Punkte beim klassischen Zelda-Gameplay: Das Spiel baut sich selbst immer weiter aus und man wird butterweich in die riesige Spielwelt eingeführt. Durch ständig neu erlangte Waffen und Hilfsmittel kommt man plötzlich an Orte, die vorher unzugänglich waren und findet dort wiederum neue Dinge die einem an anderen Orten hilfreich sind. Unsere Lebensenergie und kämpferischen Eigenschaften werden ebenso stetig erweitert und erleichtern somit das spätere Vorankommen im Spiel. Motivation ist dadurch ständig vorhanden und man weiß eigentlich auch immer genau was als nächstes zu tun ist und was man mit den neuen Tools anzufangen hat. Selbstverständlich sind auch wieder die berühmten Dungeons mit dabei, hier gibt es wie immer etliche knackige Rätsel zu lösen um schließlich einem Endgegner gegenüber zu stehen, welcher selbstverständlich nie Unfair ist, sondern mit ausgeklügelter Taktik immer zu schaffen ist. Ein weiteres Merkmal der Zelda-Serie: Nie unfair, sich nie auf den spielerischen Zufall verlassend. Jeder Gegner ist mit einer bestimmten Taktik zu besiegen, alle Dungeons sind mit ein paar geübten Blicken auf die Minikarte zu bewältigen und der Spieler kommt sich nie alleine oder gar hilflos vor - ein Umstand, der in fast allen anderen Action-Adventures gang und gebe ist.

    Damit wir auf den Weiten der Meere nicht völlig auf uns alleine gestellt sind, haben die Entwickler uns ein sprechendes Boot namens "King of Red Lions" spendiert. Dieser freundliche Bursche begleitet uns mehr oder weniger durch das gesamte Spiel und gibt in schwierigen Situationen immer genau die richtigen Tipps oder markiert uns den nächsten wichtigen Punkt der Storyline auf der Seekarte. Auch sonst erklärt das Spiel wichtige Dinge geradezu übereifrig, manchmal könnte man sogar auf die ausführlichen Tipps zu jeder Kleinigkeit verzichten. Die Steuerung ist, wie bereits aus den Vorgängern bekannt, sehr Intuitiv gestaltet. Sollte man einmal wirklich nicht wissen, welche Taste für was zuständig ist, wird die situationsabhängige Tastenbelegung ständig oben rechts im Bildschirm angezeigt. Obwohl das Spiel eine fast schon unüberschaubare Funktions- und Aktionsfülle an den Tag legt, ist mit dieser perfekt durchdachten Steuerung alles eine Leichtigkeit. Auch das Kampfsystem mit seinem revolutionären "Z-Targeting" ist von den Vorgängern übernommen worden und immer noch ein echter Spielgenuss. Noch nie war das Vermöbeln von Gegnern so einfach zu zugleich so abwechslungsreich.

    Kommen wir zum allerwichtigsten und meistdiskutierten Punkt in diesem Spiel: Der Grafik! Wie wir alle wissen, hat Zelda mit seiner "Toon-shading-Grafik" einen völlig neuen Look bekommen und dadurch sogar manche Fans der Serie ziemlich enttäuscht. Es wird jedem selbst überlassen bleiben ob die Grafik nun gefällt oder nicht, dies ist und bleibt nun mal Geschmacksache. Eins sollte man den Entwicklern auf jeden Fall hoch anrechnen: Viele Spieler haben sich in letzter Zeit nach etwas mehr Innovation bei 3D-Action-Adventures gesehnt. Mit dem neuesten Teil der beliebten Serie bekommen sie genau dies geboten: Ein Spiel das ausnahmsweise mal nicht dem Einheits-Look hinterherläuft und etwas neues versucht! Unserer Meinung nach, sogar mit sehr großem Erfolg. Zu beachten ist auch, dass die Grafik vor allem in Bewegung sehr gut aussieht - Kritiker sollten also erst mal eine Runde spielen, bevor sie über Zelda's neuen Look anfangen herzuziehen!

    Es fallen vor allem die zuckersüßen Animationen der Charaktere auf, besonders unser Held Link glänzt mit seiner sehr detaillierten Mimik. Das klassische Licht- und Schattenspiel des verwendeten Grafikstils ist butterweich und besonders aus der Nähe wirken die Charaktere detaillierter als man zuerst vermuten würde. Wenn es zum Kampf kommen sollte, dann zieht das Spiel noch mehr Effekte aus der Trickkiste und überrascht den Spieler mit packenden Explosionen, Rauch- und Nebeleffekten. Auch die Umwelt bietet stellenweise wirklich atemberaubende Effekte, Sandstürme oder heiße, lavagefüllte Höhlen werden sehr überzeugend dargestellt. Etwas unschön ist uns allerdings der aus Mario Sunshine bekannte Unschärfeeffekt aufgefallen, welcher leider schon bei sehr geringen Entfernungen zum Einsatz kommt. Ob dies nun wirklich ein Stilmittel ist, oder aufgrund fehlender Hardwarepower zum Einsatz kam, bleibt wohl ein Rätsel. Alles in allem haben die Entwickler eine sehr innovative Grafik, die vor allem mit unglaublich vielen Details glänzt, realisiert. Es handelt sich zwar um einen dem "Cel-Shading" sehr ähnlichen Grafikstil, man hat es aber geschafft dem Ganzen einen besonderen Touch zu verleihen, welcher wohl in die Geschichte der Videospiele als ganz eigenständiger "Zelda-Look" eingehen wird.

    Die Musik lässt bei Fans der Serie sicherlich gleich das Herz höher schlagen, es wird ein teilweise sogar orchestral aufgewerteter Soundtrack geboten, der oft alte Themen in einer neuer Fassung bietet. Mit Sicherheit der beste Zelda-Soundtrack überhaupt, die neuen Fähigkeiten des Gamecube und das DVD-Medium machen diesen erstklassigen Sound überhaupt erst möglich. Viele Spieler könnten sich allerdings von den immer noch stummen Charakteren gestört fühlen. Außer einem "Hui" oder "Arrrgh!" bringen die Figuren in Zeldas Welt keine brauchbaren Laute hervor. Zumindest teilweise hätte man, dank DVD-Medium, auf Synchronisation zurückgreifen können, andererseits können wir uns einen sprechenden Link nur schwer vorstellen.

    Ein ganz besonderes Feature des Spiels ist die GBA-Link-Funktion, welche es uns ermöglicht den GBA als zusätzlichen Tippgeber und Kartograph zu nutzen. Ein Modul muss dazu nicht immer GBA stecken, die nötigen Daten werden einfach per Linkkabel in das Gerät geladen. Der witzige Helfer im GBA hört auf den Namen Tingle und kann sogar von einem zweiten Spieler gesteuert werden. Tingle kann zum Beispiel für einen Unkostenbeitrag von 10 Rupees Bomben auf Gegner werfen. Auf dem GBA sieht man dazu die Welt aus der Vogelperspektive und kann per Fadenkreuz und Knopfdruck direkt ins Geschehen auf dem Bildschirm eingreifen. Tingle bietet noch eine ganze Palette an Möglichkeiten, die es hauptsächlich vereinfachen im Spiel voranzukommen, oder geheime Schätze zu finden.

    The Legend of Zelda: The Wind Waker (GC)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Riesige Spielwelt
    geniales Gameplay
    sehr einfache Steuerung
    revolutionärer Grafikstil
    innovative GBA-Link-Funktion
    keine Sprachausgabe
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989260
The Legend of Zelda: The Wind Waker
The Legend of Zelda: The Wind Waker im Gamezone-Test
Das neue Abenteuer des kleinen Link ist wieder mal ein echter Pflichtkauf!
http://www.gamezone.de/The-Legend-of-Zelda-The-Wind-Waker-Classic-37877/Tests/The-Legend-of-Zelda-The-Wind-Waker-im-Gamezone-Test-989260/
30.04.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/04/TV2003040311335300.jpg
tests