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  • The Matrix: Path of Neo im Gamezone-Test

    Der etwas verspätete Nachfolger demonstriert eindrucksvoll, wie "Enter the Matrix" hätte aussehen sollen.

    Lizenzspiele haben es wahrlich nicht leicht und nach dem mäßigen Erfolg von "Enter the Matrix", das unglaublich viel versprochen hat und am Ende doch enttäuschte, will Shiny Entertainment mit "The Matrix: Path of Neo" nun alles besser machen.

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Während man in "Enter the Matrix" lediglich an Nebenschauplätzen unterwegs war und nur in die Rolle von Niobe oder Ghost schlüpfen durfte, könnt ihr in "The Matrix: Path of Neo" endlich mit Neo selbst die Handlung aller drei Matrix-Filme nachspielen. Wer die Streifen der Wachowski Brüder kennt, weiß um was es dort geht: Jede Menge Action, coole Zeitlupeneffekte und Sonnenbrillen. Dennoch bietet Shinys neuster Streich weitaus mehr als das sture Nachspielen der Filmhandlung. So werdet ihr immer wieder an Orte versetzt, die so auf der Leinwand nicht zu sehen waren. Beispielsweise ist man als Spieler die ersten Spielstunden damit beschäftigt diverse Trainingsprogramme zu durchlaufen, um sich an die Steuerung und die Angriffe zu gewöhnen. So kämpft ihr beispielsweise im mittelalterlichen Japan gegen Samurai, müsst dank eines Fehlers in der Matrix gegen Geister antreten oder liefert euch mit Gangstern heftige Schusswechsel. Wenn man es genau nimmt, seid ihr eigentlich viel häufiger in Gegenden unterwegs, die in den Filmen nie vorkamen, was aber in diesem Fall als positiv zu bewerten ist, da somit "The Matrix: Path of Neo" nicht zu einer lieblosen Filmumsetzung degradiert wird.

    Willkommen zurück, Mr. Anderson

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Aller Anfang ist bekanntlich schwer und dies trifft auf "The Matrix: Path of Neo" besonders zu, denn nachdem ihr euch zu Beginn des Spieles aufgrund fehlender Kampftechniken an Agenten und Polizisten vorbeigeschlichen habt, fängt ein Teil des Spieles an, bei dem ihr von einer Simulation in die nächste gescheucht werdet. Langsam aber sicher wird jede kleine Feinheit der Steuerung und der Features erklärt, bis ihr euch nach knapp zwei Stunden Spielzeit unweigerlich fragt, wann man denn endlich der eigentlichen Filmhandlung nacheifern darf. Habt ihr diesen Teil hinter euch gebracht, geht der Spaß so richtig los: Eine beeindruckende Kampfsequenz folgt der nächsten, überall kracht es und die Kämpfe mit den Zwischengegnern, an bekannten Stellen der Filme, sorgen für eine dichte und fesselnde Atmosphäre. Shiny hat hier den richtigen Mittelweg zwischen bekannten Ortschaften der Matrix-Trilogie und neuen Arealen gefunden, die in den Filmen nicht vorkamen aber sich gelungen in das Spiel einfügen. Erzählt wird die Handlung rund um Neo, Trinity und Morpheus - zum einen mit originalen Filmschnipseln, die angenehm hoch aufgelöst sind, und zum anderen mit Zwischensequenzen in Spielegrafik.

    Das bessere "Enter the Matrix"

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Wenn man es genau nimmt, unterscheidet sich "The Matrix: Path of Neo" in Sachen Gameplay nicht viel vom über zwei Jahre alten "Enter the Matrix", doch bevor Missverständnisse auftreten, sei gesagt, dass der Weg des Neo deutlich besser ausgefallen ist. So merkt man es dem Spiel förmlich an, dass die Entwickler mehr Zeit hatten und nicht unter Druck standen den Titel rechtzeitig zu einem Kinostart in die Regale der Händler zu bringen. Die Level wirken deutlich abwechslungsreicher, die Kämpfe machen dank des veränderten Kampfsystem viel mehr Spaß und auch die Grafik hat einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Kurz gesagt: "The Matrix: Path of Neo" läuft einfach runder als "Enter the Matrix".

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Das Hauptaugenmerk des Spieles liegt logischerweise auf den stylischen Kämpfen - aber auch für Abwechslung wird stets gesorgt, denn immer wieder lockern Bosskämpfe, die teilweise über mehrere Minuten gehen, die normalen Kämpfe auf. In Zeiten von "Splinter Cell" und Co. dürfen Schleichpassagen natürlich nicht fehlen, doch gerade diesen Teil hätten sich die Entwickler sparen können, da er längst nicht so ausgefeilt ist wie bei der Vollzeit-Konkurrenz. Irgendwie wirkt die ganze Sache etwas zu aufgesetzt und nicht komplett durchdacht. Immerhin hält sich das Schleichen stark in Grenzen und wenn ihr euch mal so richtig austoben wollt, ist dies natürlich auch möglich. Welcher Spieler will sich denn nicht hinter ein mächtiges MG in einem Hubschrauber klemmen und ein Hochhaus in Schutt und Asche legen. Damit das Spiel dann auch nicht zu linear wird, könnt ihr euch an einigen Stellen sogar entscheiden, welche Aufträge ihr als nächstes absolvieren wollt. Im Grunde kann man dieses Feature aber eher als ein nett gemeintes Gimmick ansehen, das im Grunde keine Bedeutung hat, da im Endeffekt sowieso alle Missionen abgearbeitet werden müssen.

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Leider gibt es auch negative Seiten, denn je näher das Spielende rückt, desto mehr Gegner stürmen auf euch ein und obwohl die Kämpfe grundsätzlich viel Spaß machen, artet das Ganze mit der Zeit einfach in Arbeit aus, da sich an vielen Stellen einfach zu viele Spezialkommandos oder Agenten auf Neo stürzen und sich langsam aber sicher auch etwas Hektik breit macht. Hinzu kommt noch, dass die Checkpoints manchmal etwas zu weit auseinander liegen und ihr einige Passagen öfters wiederholen müsst. Dafür ist die Spielzeit von "The Matrix: Path of Neo" angenehm lang, denn bis man den Abspann genießen kann, sind bereits bis zu 20 Stunden vergangen, was auch damit zusammen hängt, dass Shiny, wie bereits erwähnt, sich nicht strikt an die Filmvorlage gehalten hat und dadurch viele neue Stellen in das Spiel eingebaut wurden.

    Auf in den Kampf

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Im Grunde ist das Kampfsystem relativ einfach gehalten, denn es gibt nur zwei Angriffstasten, doch in Verbindung mit dem Focus-Modus, der matrix-typisch die Zeit verlangsamt und sogar die eigenen Angriffe verstärkt, entstehen unglaublich beeindruckende Kampfsequenzen, die man in einem 3rd Person Actionspiel noch nicht gesehen hat. Die Moves aus "Enter the Matrix" sehen im Vergleich einfach nur blass aus. Neos Kombinationen aus Schlägen, Tritten, Würfen und dem Gebrauch von Schusswaffen und Schwertern in Verbindung mit dem Focus-Modus, sehen dank feinstem Motion-Capturing fast noch besser aus als in den Filmen. Und obwohl sich die Kombos nach einiger Zeit wiederholen, kann man sich einfach nicht daran satt sehen. Leider hat das Kampfsystem ein Problem, das auch schon viele Beat'em'ups zuvor hatten, denn das wahllose Rumhämmern auf den Tasten in Verbindung mit dem Richtungswechsel führt meistens zu den besten Ergebnissen und das, obwohl sich das Spiel in einem äußerst langen Trainingsmarathon die größte Mühe gibt gerade dies zu verhindern. Dennoch müsst ihr, um einen Spezialangriff erfolgreich ausführen zu können, im richtigen Moment die Tasten drücken, die euch das Spiel auf dem Bildschirm anzeigt. Im Laufe des Spieles lernt Neo immer stärke Kombos und Angriffe kennen, die er gegen seine Feinde einsetzen kann und auch der Focus-Balken steigt immer weiter an, was dazu führt, das die Kampfsequenzen von Mission zu Mission immer beeindruckender ausfallen.

    The Matrix: Path of Neo The Matrix: Path of Neo Etwas weniger gelungen ist allerdings der automatische Zielmodus, der aktiviert wird, wenn Neo seine Feuerwaffen zieht. Statt selbst zu zielen, müsst ihr lediglich zwischen den Gegnern hin und her schalten und den Abzug drücken, den Rest erledigt das Zielsystem. Ein Problem ist aber, dass die Kamera dabei schon mal zu hektisch umher springt und die Orientierung somit etwas flöten geht. Im Grunde funktioniert die Auto-Erfassung der Feinde aber in den meisten Fällen problemlos und da die Martial Arts-Kämpfe sowieso viel mehr Spaß machen, werdet ihr die Waffen eher ungern benutzen. Zu Neos Waffenarsenal gehören neben halbautomatischen Pistolen und Maschinengewehren auch Granaten, eine Pumpgun und ein Granatwerfer. Allerdings könnt ihr immer nur drei Waffen gleichzeitig mit euch tragen, weswegen oft die Entscheidung ansteht, welchen Schießprügel ihr nun weiter benutzen wollt.

  • The Matrix: Path of Neo
    The Matrix: Path of Neo
    Developer
    Shiny Entertainment
    Release
    15.11.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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990531
The Matrix: Path of Neo
The Matrix: Path of Neo im Gamezone-Test
Der etwas verspätete Nachfolger demonstriert eindrucksvoll, wie "Enter the Matrix" hätte aussehen sollen.
http://www.gamezone.de/The-Matrix-Path-of-Neo-Spiel-37960/Tests/The-Matrix-Path-of-Neo-im-Gamezone-Test-990531/
21.11.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/11/PON_Screenshot_05_120611163111.jpg
tests