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  • The Rub Rabbits! im Gamezone-Test

    Endlich geht Segas Liebesdrama in die zweite Runde. Könnt ihr diesmal das Herz eurer Angebeteten gewinnen?

    Mit "Project Rub" lieferte Sega einen Launch-Titel für den Nintendo DS ab, welcher eher mäßige Kritiken bekam, aber dennoch seine Fans gefunden hat. Das Konzept war interessant, der Stil merkwürdig, aber irgendwie aufregend. Nun kommt mit "The Rub Rabbits" endlich eine Fortsetzung zum schnulzigen Liebesdrama. Am Stil hat sich nichts geändert und auch die Story fährt eine ähnliche Schiene. Dafür gibt es mehr Minispiele und von den DS-Features wird noch intensiver Gebrauch gemacht. Doch ist das Anreiz genug, um auch dieses Mal wieder für eine ganz besondere Spielerfahrung zu sorgen?

    The Rub Rabbits! The Rub Rabbits! Auch bei "The Rub Rabbits" dreht sich wieder einmal alles darum, dass ihr ein Mädel entdeckt habt, in das ihr nun unsterblich verliebt seid. Dummerweise ist die junge Dame aber nicht nur bei euch so begehrt. Gleich elf weitere Herren hat Armors Pfeil erwischt, ihr seid nun also stets darum bemüht eure Angebetete zu beeindrucken und eure Mitstreiter zu übertrumpfen, um mächtig Eindruck zu schinden. Als wäre das nicht schon schwer genug, kommt urplötzlich eine zweite Lady ins Spiel. Diese habt ihr nur nebenher davor bewahrt in einen Brunnen zu fallen, doch das hat sie dermaßen fasziniert, dass sie euch fortan in die Quere kommt und gar nicht mehr von euch lassen kann. Sie versucht wirklich alles, damit ihr euch in sie verliebt und nicht mehr dem anderen Girl hinterher rennt. Die Geschichte wird wie schon bei "Project Rub" in kurzen Zwischensequenzen erzählt, welche durch Standbilder dargestellt werden. Das mag langweilig klingen, ist aber sehr dramatisch und interessant in Szene gesetzt, sodass definitiv keine Langeweile aufkommt. Zudem sind die Sequenzen meist sehr kurz und führen direkt auf das nächste Minispiel hin. Im Laufe der Zeit muss euer Held so einiges durchleben, um an das Herz seiner Traumfrau zu gelangen. Wer jetzt alltägliche Probleme erwartet oder sich vorstellt, dass man Blumen kaufen muss, mit dem Fräulein shoppen geht oder in einer Disco abtanzt, der liegt gewaltig daneben. Die Locations und anstehenden Herausforderungen sind nämlich alles andere als gewöhnlich. Hier haben die Entwickler einen ordentlichen Sinn für Humor und Kreativität bewiesen. Sehr abgedreht, aber wirklich gelungen!

    Reiben, pusten, drehen, stupsen - die Minispiele!

    The Rub Rabbits! The Rub Rabbits! Wie sein Vorgänger nutzt auch "The Rub Rabbits" die Features des Nintendo DS wieder äußerst vielseitig aus, allein der Touchscreen wird auf verschiedenste Art und Weise beansprucht: Es gibt beispielsweise ein Minigame in dem ihr Angreifer mit dem Stylus antippen müsst, während bestimmte Personen, die euch freundlich gesinnt sind, verschont werden sollten. Ab und an muss man aber auch wie ein Wilder auf dem Screen herumkritzeln. Ihr befindet euch in einer Hütte in den Bergen und es ist schweinekalt. Eure Freunde sind dabei einzuschlafen, aber das dürfen sie nicht, weil sie sonst womöglich erfrieren. Ihr müsst ihnen nun per Stylus Ohrfeigen verpassen, bis ihre Einschlafanzeige wieder ein Stück gesunken ist. Ein anderes Mal müsst ihr durch schnelle Striche eine Kugel ins Rollen bringen, eine Rolltreppe hinauf rennen oder etwas ausbuddeln. Es werden euch jedoch nicht nur schnelle und hektische Bewegungen abverlangt. In einer romantischen Szene müsst ihr eure Angebetete ganz zärtlich anstupsen oder ihr eine Rose unter die Nase halten, damit sie den lieblichen Duft riechen kann. Wer hier kein Fingerspitzengefühl beweist, hat wenige Chancen. Die Spielfigur reagiert zu 90% genauestens auf eure Bewegungen, aber bei manchen Spielen hakelt es ein wenig. Insgesamt findet der Touchscreen jedoch optimal Verwendung und funktioniert auch (nahezu) einwandfrei.

    The Rub Rabbits! The Rub Rabbits! Doch auch das Feature des doppelten Bildschirms wurde gelungen eingebaut: Bei einigen Spielen müsst ihr bestimmten Dingen ausweichen, die vom anderen Screen auf euch zu kommen. Oft dient der zweite Bildschirm auch als Vergrößerung des Bildes oder als Orientierungshilfe um zum Beispiel auf einen Blick zu sehen wer beim Ohrfeigenspiel gerade dabei ist einzuschlafen. Hin und wieder müsst ihr euren Nintendo DS sogar auf den Kopf stellen oder zur Seite drehen. Auch das Mikrofon findet regen Einsatz. Meist wird es mit den anderen Features kombiniert. Ein Beispiel: Auf dem unteren Screen seht ihr ein Kanonenrohr, das ihr mittels Stylus bewegen könnt. Dadurch bewegt sich auf dem oberen Screen ein Fadenkreuz. Nun kommen Fallschirmspringer auf euch zu und greifen euch an. Richtet mit dem Touchscreen die Kanone aus und zielt dadurch mit dem Fadenkreuz auf die Gegner. Durch Pusten ins Mikro wird nun ein Schuss ausgelöst und der Fallschirmspringer stürzt ab und kann euch nicht mehr zu nahe kommen. Top-Screen nach Gegnern schauen - Touchscreen zielen - Mikro abschießen. Also wenn das mal kein kreativer und gelungener Einsatz der DS-Features ist!

    The Rub Rabbits! The Rub Rabbits! Neben der Art und Weise, wie man all die kleinen Minispiele bestreitet, ist aber auch die Aufgabenstellung sehr interessant und witzig. Ihr müsst unter anderem eure Freunde bewusstlos schlagen und im Schnee verbuddeln, damit ein tollwütiger Bär ihnen nichts antun kann, eure Freundin will mit einem scharfen Blick in den Bann gezogen werden, der nur dann zu ihr durchdringt, wenn keine Leute um sie herumhampeln und die Sicht versperren, ihr müsst einen Computervirus aufhalten, indem ihr die Windows-Fenster mit freundlichen Häschen nur minimiert, die mit bösen jedoch schließt, Roboter wollen durch euren feurigen Atem ausgeschaltet werden, auf einer Insel gibt es nur auf den Bäumen etwas zu Essen, also packt ihr eure Freundin und schmeißt sie mal eben hoch, um Äpfel zu ergattern und und und - Es ist einfach unglaublich, was alles an teilweise wirklich bekloppten, aber unheimlich lustigen Ideen in diesem Spiel verbaut wurde.

    Die zahlreichen Extras

    The Rub Rabbits! The Rub Rabbits! Die Story ist natürlich der zentrale Punkt, aber drum herum gibt es noch jede Menge kleine Spielereien, mit denen man sich eine ganze Weile beschäftigen kann. Alle Minigames, die man bereits bestritten hat, dürfen unter der Option "Erinnerungen" nochmals bestanden werden. Im Angriffsmodus müssen verschiedene Games auf Zeit gespielt werden. Die Rekorde werden gespeichert, sodass man sich jederzeit an seinen eigenen Leistungen messen kann und versuchen diese zu verbessern. Für gute Ergebnisse erhaltet ihr Liebespunkte, welche man aber auch in den anderen Modi bekommt. Hiermit werden nun zusätzliche Outfits für euer Mädel freigeschalten. Diese könnt ihr dann im Wahnsinnsmodus anprobieren und eurer Liebsten eine neue Frisur, neue Hosen, Stiefel und sonst was verpassen. Ihr dürft sogar selbst zum Pinsel greifen und eigene Muster auf die Kleidung malen. Davon lässt sich jede Menge speichern, sodass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. "Hullabaloo" stellt eine Art Twister für die Finger dar. Ihr spielt es mit Freunden und müsst immer bestimmte Tasten auf dem DS gedrückt halten und auf ein Signal hin wieder loslassen. Irgendwann hat jeder seine Finger mit denen der anderen völlig verknotet. Das hat zwar mit den "Rub Rabbits" irgendwie nichts zu tun, ist aber eine sehr lustige Sache. Ebenso auch die Möglichkeit Babies zu machen: Das mag im ersten Moment vielleicht nicht ganz jugendfrei klingen, doch es beschränkt sich darauf, dass ihr mitsamt einer guten Freundin einige Daten von euch eingebt (Alter, Blutgruppe...). Danach müsst ihr zu zweit versuchen eine Torte möglichst gerade anzuschneiden. Aus dieser entspringt dann das Baby, welches individuelle Eigenschaften besitzt (egoistisch, böswillig, lieb...) und einen ganz speziellen Stil verfolgt (von Elvis-Frisur bis hin zum Alien-Baby). Wenn ein Freund ebenfalls "The Rub Rabbits" besitzt, dann könnt ihr eure Babys gemeinsam im Park spielen lassen und selbst kreierte Outfits austauschen oder euch in Minispielen messen. Obwohl das alles nur kleine Boni sind, können einige doch recht unterhaltsam sein und auch nach dem Beenden des Story-Modus noch eine Weile lang fesseln.

    Der Stil des Spiels

    The Rub Rabbits! The Rub Rabbits! Noch immer setzt man bei der Grafik auf eine sehr einfache Darstellung und verzichtet darauf, den Menschen Gesichter zu spendieren. Das würde auch den ganzen Charme der Serie zerstören. So wirkt es optisch zwar nicht unbedingt aufwändig, ist dafür aber einzigartig. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat "The Rub Rabbits" in Sachen Details minimal zugelegt, doch noch immer gibt es öfters grobe Pixel und selten besonders tolle Effekte zu bestaunen. Es ist sehr schlicht, aber stilgerecht. Musikalisch wird einem wenig Neues geboten. Neben den Melodien und skurrilen Sprachsamples aus "Project Rub", haben sich ein paar neue hinzugesellt, die allerdings nicht weniger seltsam klingen. Wer sich das über längere Zeit auf voller Lautstärke zu Gemüte führt, läuft Gefahr bescheuert zu werden, denn häufig ist das wirklich nur Gedudel, das zwar irgendwie passt, aber dennoch nach einer Weile nervt. Aus technischer Sicht schneidet "The Rub Rabbits" auf jeden Fall nur mäßig ab. Dafür kann man es definitiv als künstlerisch umso interessanter und kreativer bezeichnen.

    The Rub Rabbits! (NDS)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    35 Minigames
    super-kreativer Einsatz der DS-Features
    unheimlich lustige und skurrile Geschichte
    Steuerung funktioniert sehr gut
    viele Extras
    Mehrspieler-Modus und Austausch von Outfits
    stilvoll
    technisch äußerst einfach gehalten
    Sound kann hier und da nerven
    Spielkonzept jetzt nichts Besonderes mehr
    sehr eigenwilliger Stil der nicht jedermanns Sache ist
  • The Rub Rabbits!
    The Rub Rabbits!
    Developer
    Sega
    Release
    10.02.2006
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990670
The Rub Rabbits!
The Rub Rabbits! im Gamezone-Test
Endlich geht Segas Liebesdrama in die zweite Runde. Könnt ihr diesmal das Herz eurer Angebeteten gewinnen?
http://www.gamezone.de/The-Rub-Rabbits-Spiel-38218/Tests/The-Rub-Rabbits-im-Gamezone-Test-990670/
09.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/03/8.jpg
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