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  • The Shadow of Zorro: Im Zeichen des "Z" - Leser-Test von BigJim

    The Shadow of Zorro: Im Zeichen des "Z" - Leser-Test von BigJim Dass Spieleumsetzungen der literarischen oder filmischen Vorlage nicht immer gerecht werden, ist eine alte sich häufig wiederholende Erkenntnis. ZORRO ist leider keine Ausnahme. Bereits in den 1930er Jahren wirbelte der schwarz ummantelte Fechtkünstler mit der dunklen Maske und dem großen Hut über die Kinoleinwände. 2001 verschlug es den Rächer der Entrechteten auch auf den heimischen PC. Die Erwartungen an ein solches Spiel waren und sind entsprechend hoch, vor allen bei denjenigen, die schon früher gerne Zorro-Filme gesehen haben und nun die Möglichkeit haben, selbst ihren "Helden" zu steuern.

    Tatsächlich lehnt sich die Story eng an bekannte Zorro-Streifen an. Im Spanien des Jahres 1830 herrscht eine Militärdiktatur, welche die Bevölkerung unterdrückt. Widerstände werden mit brutaler Härte von den Regierungstruppen niedergeschlagen. Als besonders brutal gilt dabei der neue Stadtkommandant von Saragossa, der auch als "Schlächter" bezeichnete Hauptmann Fuertes. Letzterer ist im Dorf schon sehr bekannt. Bereits viele Jahre zuvor leitete er eine groß angelegte "Säuberungsaktion", der unter anderem auch die Mutter von Don Diego zum Opfer fiel. Diego aber, den viele für einen unbedarften Mitbewohner halten, ist kein anderer als "Zorro", der ein Doppelleben führt und nachts in schwarze Degentracht schlüpft, um die verhassten Besatzer zu bekämpfen.

    Aus damaliger Sicht - ZORRO erschien erstmals Ende 2001 - macht der Titel in technischer Hinsicht wenn auch keinen berauschenden, so doch zumindest akzeptablen Eindruck. Die Konsolenherkunft sah man dem Titel zwar schon damals an und einige Figuren wirkten mit ihren vermeintlich aufgeklebten Schnurrbärten etwas wie Karnevalsgestalten, doch gelang es der Grafik, das Szenario halbwegs glaubwürdig wirken zu lassen. Wenn Zorro mit seinem Pferd vor dem Hintergrund einer untergehenden Abendsonne davonreitet, erinnert das unweigerlich an frühere Filme. Auch die anderen gelegentlich eingestreuten Zwischensequenzen bewegen sich im gesunden Mittelfeld. Untermalt wird das Ganze durch eine passende Musik, obwohl sich die spanischen Gitarrenklänge später ständig wiederholen.

    ZORRO ist ein typisches Action-Adventure. Wir steuern Don Diego meist aus der 3rd-person-Ansicht, nur in wenigen Fällen ist es möglich, alternativ in die Ego-Perspektive zu wechseln. Mag die Playstation-Grafik noch vertretbar sein, die Steuerung ist es nicht. Diese kann in der PC-Version nur als ungenügend bezeichnet werden. Selbst nach eingehender Bearbeitung des Tutorials und mit zunehmender Übung hat man stets den Eindruck, seine Figur nicht unter Kontrolle zu haben. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob wir Zorro nun über Tastatur oder Gamepad durch die Level manövrieren. Situationsäbhängig wechselt man zwischen Schleich-, Geh- und Rennmodus. Auch Klettereinlagen sind möglich, zumindest theoretisch. In der Praxis funktioniert aufgrund der hakeligen Steuerung fast keine dieser Aktionen im ersten Versuch. ZORRO wird damit an bestimmten Missionsabschnitten nahezu unspielbar.

    Die Fechtkämpfe gelingen nur, wenn es gelingt, vier Cusortasten blitzschnell in der auf dem Monitor angezeigten Reihenfolge zu drücken. Das kennt man aus Titeln wie FAHRENHEIT, allerdings klappte das dort auch besser. So bleibt dem Spieler oft nichts anderes übrig, als auf die interessanten Degenduelle zu verzichten und stattdessen auf Pistole und andere Handfeuerwaffen umzusteigen. Hier fällt die Handhabung etwas besser aus. Als problematisch erweist sich vor allem die Kameraführung, die während des Kampfes pausenlos von einer Perspektive in die andere wechselt und damit den Überblick extrem erschwert. Ärgerlich zudem die mangelhafte Kollisionsabfrage. Oftmals bleibt Zorro an irgendwelchen Ecken hängen und zappelt dann wie ein Fisch auf dem Trockenen. Spätestens dann ist es vorbei mit den Fechtkünsten.

    Die meisten der insgesamt neun Einzelspielermissionen spielen sich im Halbdunkeln ab. Meist geht es darum, bestimmte Gegenstände ausfindig zu machen oder Menschen zu retten. Auseinandersetzungen sollte man dabei vermeiden. Da Zorro nicht viel aushält und aufgrund der desaströsen Bedienung kaum für Nahkämpfe taugt, wird mehr geschlichen als gefochten. Immerhin hinterlässt er an einigen Orten per Degenstrich sein Markenzeichen: "Z"

    Negative Aspekte:
    katastrophale Steuerung, mangelhafte Kollisonsabfrage

    Positive Aspekte:
    Zorro

    Infos zur Spielzeit:
    BigJim hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • The Shadow of Zorro
    The Shadow of Zorro
    Publisher
    BMS Modern Games Handelsagentur GmbH
    Developer
    In Utero
    Release
    15.11.2001

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The Shadow of Zorro
The Shadow of Zorro: Im Zeichen des "Z" - Leser-Test von BigJim
http://www.gamezone.de/The-Shadow-of-Zorro-Spiel-38253/Lesertests/The-Shadow-of-Zorro-Im-Zeichen-des-Z-Leser-Test-von-BigJim-1004989/
03.09.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2001/11/9005zorro3.jpg
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