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  • The Show im Gamezone-Test

    Leicht angestaubt, aber doch recht kurzweilig und im MP spaßig, gibt sich dieser Echtzeit-Strategietitel von Take 2.

    Mit The Show ist in den vergangenen Tagen ein Spiel erschienen, das nicht so ganz in den Trend der immer anspruchsvolleren RTS-Titel wie Supreme Commander und Medieval 2: Total War passen will. Mit viel Action und einem abgedrehten Szenario will The Show dennoch punkten.

    Running Outlaws

    The Show The Show Im Jahre 2097 gehört Kalifornien nicht mehr zu den USA. Der nun unabhängige Staat wird vom tyrannischen Diktator und Medienmogul Lou Baxter mit eiserner Faust regiert. Das wichtigste Propagandamittel in dem totalitären Land ist eine Fernsehsendung namens The Show. In dem TV-Ereignis werden auf einer künstlich Insel, die dank der Hilfe von Holoprojektoren realitätsnahe Landschaften erzeugen kann, Kämpfe zwischen Regimekritikern und anderen Häftlingen ausgetragen. Moderiert wird das blutige Spektakel, bei dem es angeblich um die Freiheit geht, vom Diktator selbst. Als Agent der demokratischen USA lasst ihr euch als Sträfling in die TV-Sendung einschleusen. Das Ziel ist eindeutig: Die Vernichtung der Insel, welche den Sturz von Lou Baxter verursachen soll.

    Die Ähnlichkeiten zu Running Man mit Arnold Schwarzenegger sind nicht zu leugnen. Dennoch bietet das Szenario eine erfrischende Abwechslung zum üblichen Sci-Fi- und WWII-Trott. Unterstützt wir die recht skurrile Grundstimmung von zahlreichen Videosequenzen, die vor und nach den einzelnen Missionen abgespielt werden. Mal kommentiert der Sport-Moderator eines der vergangenen Spiele oder es wird Werbung zu Merchandise-Artikeln eingespielt. Obwohl technisch nicht besonders eindrucksvoll, freut man sich doch immer wieder einen der Videoschnipsel anzuschauen.

    The Show must go on

    The Show The Show Mit Geheimagent Frank Harris müsst ihr euch mit eurer Truppe, den Outlaws, gegen weitere Teams durchsetzen. Dabei gilt es zuerst eine kleine Basis aufzubauen. Wie aus anderen Spielen bekannt, muss die Energieversorgung aufgebaut und Gebäude für Infanterie und schweres Gerät errichtet werden. Zu viel Zeit dürft ihr euch dabei allerdings nicht lassen, denn in The Show sollten schnellst möglich Checkpunkte erobert werden, die auf der ganzen Karte verteilt sind. Je mehr dieser Punkte eingenommen sind, desto schneller fließt das Geld für den Bau weiterer Einheiten. Gleiches versucht selbstredend auch der Feind, weswegen ihr möglichst flott so viele Außenposten wie möglich einnehmen solltet. Ansonsten kann es ganz schnell dazu kommen, dass ihr gnadenlos überrannt werdet. So arbeitet ihr euch langsam durch die Karte, bis ihr schlussendlich vor der feindlichen Basis und dem Teamleader steht. Jetzt gilt es den Anführer zu besiegen und die Mission ist geschafft.

    The Show The Show Doch Vorsicht ist geboten, denn so leicht wie es sich anhört, ist das Unterfangen nicht. Die zahlreichen Checkpoints zu verteidigen, kann schon recht knifflig werden. Es ist nahezu unmöglich Truppen für jeden einzelnen Punkt abzustellen, da ihr nur eine begrenzte Anzahl an Soldaten in den Kampf schicken könnt. So kommt es oft vor, dass die Außenposten im Minutentakt ihren Besitzer wechseln. Vorteilhaft ist allerdings, dass ihr eure Armee blitzschnell mit Hilfe eines unterirdischen Transportsystems von Posten zu Posten entsenden könnt. Der lästige und viel langsamere Marsch durch die Oberwelt entfällt dadurch. Dies erlaubt es euch viel effektiver auf Angriffe zu reagieren. Allerdings macht der Gegner ebenfalls von dieser Taktik Gebrauch. Mit der Zeit wird das Gameplay leider immer hektischer und unübersichtlicher. Ständig seid ihr damit beschäftigt eure Checkpoints zu verteidigen und Einheiten hin und her zu schleusen, sodass kaum Zeit bleibt den eigentlichen Angriff auf das Hauptquartier des Feindes zu planen. Hinzu kommt erschwerend, dass ihr in jeder Mission auch noch in die unterirdische Infrastruktur der Insel einbrechen müsst, um beispielsweise in Technik- und Wartungsbereichen geheime Pläne oder neue Waffensysteme zu stehlen, denn schließlich sind die Kämpfe gegen die anderen Insassen nur als Tarnung zu verstehen.

    Nah am Geschehen

    The Show The Show Ähnlich wie bei Warhammer 40K: Dawn of War steuert ihr eure Soldaten in kleinen Squads mit bis zu acht Männern. Stirbt einer der Kämpfer, könnt ihr diesen nach kurzer Wartezeit wieder ersetzen. Verabschiedet sich allerdings das komplette Squad, wird in der Kaserne ein neuer Trupp angefordert. Neben einigen Infanterievarianten können zudem noch einige Mechs und Geschütztürme gebaut werden. Einheitenvielfalt ist nicht gegeben, zumal Luft- und Wassereinheiten komplett fehlen. Neben dem sehr hektischen Gameplay und dem teils unfairen Schwierigkeitsgrad stößt auch noch die mangelnde Abwechslung im Missionsdesign sauer auf. In jedem Match arbeitet ihr euch von Checkpoint zu Checkpoint, um dann schließlich in die Basis des Gegners einzufallen. Zwar könnt ihr noch allerlei Sabotagen durchführen, doch diese beschränken sich auch nur darauf ein oder zwei Computer anzuklicken. Das altehrwürdige Z der Bitmap Brothers, das ein ähnliches Gameplay aufwies, bot bereits vor 10 Jahren einfach mehr Abwechslung. Immerhin melden sich des Öfteren mal eure Leute in einem kleinen Videofenster zu Wort, um nützliche Hinweise zu geben, oder Lou Baxter, der seine persönliche Einschätzung zum Spielverlauf von sich lässt.

    The Show The Show Besonders schlau gibt sich die KI jedenfalls nicht. Diese greift immer nur stumpf auf immer gleiche Weise eure Außenposten an. So könnt ihr, wenn ihr wisst wo der Feind angreift, immerhin etwas dem hohen Schwierigkeitsgrad entgegenwirken. Ohne die vorhersehbare KI-Schwäche wäre das Spiel wahrscheinlich kaum zu schaffen. Die rote Liste muss fortgeführt und um die ungünstige Kamera ergänzt werden. Sie hängt nämlich viel zu nah am Spielgeschehen und lässt sich nur geringfügig herauszoomen. Trotz einer Minimap am Bildschirmrand leidet die Übersicht merklich. Seid ihr mit der etwa 12-14 Stunden langen Kampagne durch, könnt ihr im Gefechtsmodus eigene Kämpfe erstellen und Online in den Kampf ziehen. Dank menschlicher Gegner hat der Multiplayer-Modus einen viel höheren Spaßfaktor.

    Fehler in der Show-Matrix

    The Show The Show Grafisch zeigt sich The Show, genau wie das Gameplay, leicht angestaubt. Zwar haben sich die Entwickler mit vielen Details wie umherschwirrenden Kameras, antiken Tempeln und gelegentlichen Werbeeinblendungen Mühe gegeben, die matschigen Texturen und die verpixelten Bäume trüben den Gesamteindruck dennoch. Zudem kommt das Einheitendesign sehr bunt daher, was nicht jedem gefallen dürfte. Für die gebotene Optik zeigt sich The Show auch noch sehr anfällig für Ruckler. Da liefen weitaus hübschere RTS-Titel viel flüssiger. Falls mal hier und da ein Baum merkwürdig flimmert oder ein Busch in verschiedenen Farben leuchtet, ist das kein Grafikfehler im eigentlich Sinn, sondern nur ein Ausfall der Holoemitter der Show-Insel. (Vorsicht, keine Ironie) Die deutsche Sprachausgabe hätte besser ausfallen dürfen, erfüllt aber ihren Zweck, was man von der sich ständig wiederholenden Hintergrundmusik nicht behaupten kann. Die nervt bereits ab Mission 2. Das Zischen der bunten Laser könnte von einem Plastikspielzeug aus einem Discount-Laden stammen.

    The Show (PC)

    Singleplayer
    6,9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Gameplay
    7/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Nettes und unverbrauchtes Szenario
    viele witzige Zwischensequenzen
    spielt sich recht flott und actionreich
    Primitives und abwechslungsarmes Missionsdesign
    vorhersehbare KI
    wird sehr hektisch
    gepfefferter Schwierigkeitsgrad
    geringe Einheitenauswahl
    altbackene Grafik
    nerviges Hintergrundgedudel
    Kamera hängt viel zu nah am Geschehen
  • The Show
    The Show
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Sixteen Tons
    Release
    08.10.2008

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The Show
The Show im Gamezone-Test
Leicht angestaubt, aber doch recht kurzweilig und im MP spaßig, gibt sich dieser Echtzeit-Strategietitel von Take 2.
http://www.gamezone.de/The-Show-Spiel-38267/Tests/The-Show-im-Gamezone-Test-991187/
07.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/02/battle06.jpg
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