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  • The Simpsons: Hit & Run - Quietsch gelber GTA Klon - Leser-Test von alpha_omega

    Seltsame Dinge geschehen in Springfield. Überall in der Stadt tauchen merkwürdige Kameras in Form von Wespen auf, fahren schwarze Limousinen herum und wie in einem schlechten Alien-Film werden Felder von Korn-Kreisen versehen. Genügend Stoff also für die Macher von Radical Entertainment um im Jahre 2003 einen weiteren Anlauf zu nehmen, der gelben Chaos-Familie, nämlich Matt Groening's The Simpsons, eine echte Chance in einem Videospiel zu geben. Denn sind wir doch mal ehrlich, bevor im Jahre 2003 mit The Simpsons: Hit & Run als Multiplattformtitel für die damaligen gängigen Konsolen sowie für den PC erschien, musste man schon den einen oder anderen lauen bisweilen miserablen Lizenztitel von Homer, Bart & Co schlucken. Auch wenn teilweise wirkliche gute Ansätze vorhanden waren, ich erinnere mich eigentlich gern an meinen ersten virtuellen Ausflug der Simpsons für den Amiga zurück, der mit dem Beinamen Bart vs Space Mutants versehen wurde, gab es eigentlich in fast jedem Videospiel das sich der Thematik der Comic-Familie annahm, immer wieder eklatante Patzer zu verkraften. Während die meisten anderen Auflagen sich zumeist dem klassischen Genre der Jump'n Runs verschwor, versuchten die Macher erstmals das Sandkastenprinzip in einem Simpsons-Spiel auszuprobieren. Ob der GTA-Klon allerdings ähnlich gut bei mir ankam, wie das Original von Rockstar Games, erfahrt ihr nun in folgendem Artikel, der sich mit der Playstation 2 Fassung beschäftigt.

    Wie bereits erwähnt haben wir es bei The Simpsons: Hit & Run mit einem mehr oder weniger Open World Titel zu tun, der allerdings in mehrere Episoden unterteilt wurde und uns nach jedem erfolgreichen Abschluss einer solchen, in eine andere Rolle der gelben Kult-Familie schlüpfen lässt. Und so machen wir unsere ersten Erfahrungen in der Haut von Homer, erkunden unsere Umwelt in klassischer 3rd Person Optik und werden mit den ersten kleinen Schritten dieses Spieles vertraut gemacht. In erster gilt es natürlich Haupt- weil in puncto Story vorantreibenden Kernmissionen zu absolvieren. Dabei suchen wir stets Kontakt zu unseren Familienmitgliedern sowie zahlreichen bekannten Bewohnern der Stadt, für die wir dann zumeist einen kleinen Gefallen erledigen müssen, um neue Hintergrundinformationen oder nützliche Dinge zu erhalten. Und so gilt es unter anderen das von uns geborgte und weiter verschenkte Material von Nachbar Flenders wieder zu beschaffen, Donats für Chief Wigum zu besorgen oder auch die Überwachungskameras an unseren Arbeitsplatz in Sektor sieben G zu zerstören, damit wir in Ruhe weiter faulenzen können.

    Die einzelnen Aufträge wurden dabei nicht nur mit sehr viel Humor versehen, sondern natürlich auch mit den GTA-typischen Aufgaben. Denn jeder Protagonist des Spieles kann natürlich nicht nur zu Fuß mittels Doppelsprung und simplen Fußtritten durch Springfield laufen, sondern natürlich auch mit speziellen Vehikeln. Und so besitzt Lisa ein Malibu Stase Car, während Homer mit der aus der Serie typischen Familienkutsche unterwegs ist. Einige spezielle Vehikel wie zum Beispiel den Plow King, dem gigantischen Schneeräumfahrzeug, den Homer in einer Episode hatte oder auch den Schulbus von Freak Otto, gilt es vorher aber erst seinen Besitzer mittels Goldmünzen ab zukaufen. Die einzelnen Münzen erhalten wir gut verteilt in der ganzen Stadt aus Automaten, zerstörten Überwachungskameras und so weiter. Die einzelnen Missionen, in denen es zumeist darum geht Wettrennen gegen einen Kontrahenten zu gewinnen, gewisse Dinge auszuliefern, andere Teilnehmer zu verfolgen oder deren Fahrzeuge mittels gezielten Rammen zu zerstören, machen zwar speziell in den ersten Stunden jede Menge Spaß, doch wurden sie meiner Meinung nach zu sehr auf den Rennspielbereich ausgelegt und haben zudem noch zumeist wiederholenden Charakter. Zu sehr hätte man sich hier die eine oder andere Mission, in der man nur zu Fuß unterwegs ist, sich mehr gewünscht.

    Da es sich bei The Simpson: Hit & Run um ein Spiel für Kinder handelt, bekommt man natürlich nicht die Möglichkeit sich wie in GTA Waffen und Knarren zu besorgen um somit lästige Verfolger abzuschütteln oder gar im Auftrag zu eliminieren. Doch dafür darf man bis zu einem gewissen Level auf den Straßen von Springfield ordentlich die Sau raus lassen. Passanten können überfahren werden, zumeist retten sie sich mit gekonnten Hechtsprüngen, Auto können gerammt werden und natürlich auch die eine oder andere Straßenlaterne muss daran glauben. Sorgen wir allerdings für zuviel Aufmerksamkeit, so kommen wir auch hier mit dem Gesetz in Konflikt und werden vom Police Department von Springfield solange verfolgt, bis diese uns erwischen und wir mit einem Ticket von fünfzig Goldmünzen abgestraft werden. Generell wurden die Regeln, als auch so einige Hilfsmittel deutlich mehr aufgeweicht, als im großen Bruder GTA. Zum einen zeigen uns grüne Pfeile auf den Straßen stets den Weg zum nächsten Zielort an, zum anderen lassen sich unsere Wagen ganz simpel reparieren, in dem man einfach über einen der zahlreichen Schraubenschlüssel fährt, die sich überall im Spiel befinden. Und hängt man mal bei einer Storymission fest, so lassen sich diese einfach überspringen. Allerdings verpasst man damit auch die dazugehörige Ingame-Cutszene sowie den dazugehörigen Dialog.

    Ebenso kinderleicht fällt auch die Bedienung der einzelnen Charakter, als auch der dazugehörigen Vehikel aus. Leider ist die Kameraführung zu Fuß nicht immer auf Zack, außerdem kann man nur aus einer Weitwinkel und einer etwas näheren Einstellung selbst justieren. Dies hat manchmal den Nachteil, dass man die komplette Umgebung nicht immer einsehen kann. Die Steuerung der einzelnen Fahrzeuge, bei der man wahlweise mit dem rechten Analog-Sticks oder den Tasten Gas gibt und bremst, macht hingegen nicht all zu viel verkehrt, besonders realistisch ist das Fahrverhalten der einzelnen PKW's, Busse oder auch Barts Seifenkiste dennoch nicht. Kommen wir ganz kurz noch einmal zu der Spielwelt Springfield, die wie uns wie gesagt nicht eine völlig offene Spielwelt, sondern nur unterteilt in mehrere Stadtteile uns diverse Bezirke spendiert, die zudem auch nicht miteinander verbunden sind. Ebenso ist es ein wenig schade, dass die offene Welt, eigentlich immer nur eine ewig lange Hauptstraße ist, die zwar über einige Abkürzungen verfügt, aber dadurch die Fahrten von A nach B sehr linear sind und man so ein wenig die völlige Freiheit vermisst. Eine Map auf die man blicken kann, braucht und gibt es deswegen auch nicht. In spielerischer Hinsicht darf man aber auch bei Hit & Run stets selbst wählen, ob man lieber den Hauptmissionen folgt oder sich Sidequests wie das Sammeln von Bonuskarten oder dem Zerstören der Wespenkameras widmet, für die man dann jede menge freischaltbare Inhalte ergattern kann.

    Obwohl das virtuelle Springfield dann doch ein wenig linear ausfällt, achteten die Macher auf viele kleine Details, wie den Schauplätzen die man auch aus den bis dato veröffentlichten Zeichentrickfilmen kannte. Und so bekommen wir in quietsche bunter Comic-Optik die diversen Orte wie beispielsweise die Grundschule, die Bart und Lisa besuchen, die Duff Beer Brauerei, das Camp Krusty oder auch das Atomkraftwerk von Springfield. Sicherlich war die Grafik damals wie heute nicht das Optimum,dass man hätte aus der PS 2 hätte herausholen können. Speziell vereinzelte Gebäude wirken sehr klobig und stellenweise gibt es zum Teil richtig matschige und nicht zeitgemäße Texturen zu beobachten. Weitaus besser, weil auch authentischer ist hingegen die Soundkulisse. Diese überzeugt nicht nur durch den original Soundtrack sondern auch dadurch, dass so ziemlich jeder einzelne Sprecher der deutschen Originalbesetzung der Zeichentrickserie, für den Lizenztitel engagiert werden konnte. Und damit meine ich nicht nur die Hauptfiguren wie Homer, Bart, Lisa und natürlich von Marge, die damals noch von der leider verstorbenen Elisabeth Volkmann gesprochen wurde, nein auch sämtliche Nebenrollen, also die der Springfield-Bewohner konnten für die Videospielumsetzung gewonnen werden.

    Fazit. Alles in allem sollte The Simpsons: Hit & Run das damals bis wohl auch heute beste Videospiel seiner dazugehörigen Hauptdarsteller sein. Das Experiment eines nicht ganz klassischen, aber mit viel Humor gewürzten und dem einen oder anderen Insider-Gag versehenen Open World Titel, welcher lediglich das Problem hat, zu sehr von seinen unzähligen Wegen mittels Fahrzeugen leben zu müssen, punktet wohl möglich zumindest ein wenig bei Anhängern dieses Genres doch umso mehr bei Fans der Simpsons.

    Negative Aspekte:
    Trotz offener Spielwelt sehr linear, immer nur eine Main-Street pro Bezirk, Missions-Design beschränkt sich fast ausschließlich auf Rennspielabschnitte, teilweise arg matschige Texturen

    Positive Aspekte:
    Gewaltfreier und kinderfreundlicher GTA-Klon, der aus der Serie bekannte Humor, lebendig wirkendes und mit vielen original Schauplätzen versehenes Springfield, nahezu alle deutschen Synchronsprecher der Serie an Bord

    Infos zur Spielzeit:
    alpha_omega hat sich 10-20 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    The Simpsons: Hit & Run

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: alpha_omega
    7.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    7/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    8.2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • The Simpsons: Hit & Run

    The Simpsons: Hit & Run

    Developer
    Radical Entertainment
    Release
    30.10.2003
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Kampfsau
    ist wieder ein

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    Cover Packshot von Trackmania Turbo Release: Trackmania Turbo Ubisoft , Nadeo
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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

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1011174
The Simpsons: Hit & Run
The Simpsons: Hit & Run - Quietsch gelber GTA Klon - Leser-Test von alpha_omega
http://www.gamezone.de/The-Simpsons-Hit-und-Run-Spiel-38283/Lesertests/The-Simpsons-Hit-und-Run-Quietsch-gelber-GTA-Klon-Leser-Test-von-alpha-omega-1011174/
21.03.2012
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