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  • The Stalin Subway: Red Veil im Gamezone-Test

    Diesmal schlüpfen wir in die Rolle von Glebs Frau und müssen den Helden selbst befreien.

    Bereits der erste Teil von The Stalin Subway bot eine eher zweifelhafte Qualität. Man mag meinen, dass der Shooter komplett unterging, aber scheinbar gab es genug Käufer, die zugegriffen haben, denn mit The Stalin Subway 2: Red Veil steht nun ein Nachfolger in den Regalen. Gibt es Hoffnung für das Spiel, oder ist es erwartungsgemäß ein Reinfall?

    Emanzipation auf Russisch

    Während wir im ersten Teil noch in die Rolle des KGB-Offiziers Gleb Suvorov schlüpfen mussten, um Josef Stalin vor einem Anschlag zu bewahren, ist diesmal seine Frau an der Reihe. Mit ihr muss Gleb Suvorov selbst aus der Gefangenschaft befreit werden. So viel zur uninteressanten Story, doch wenn man den Rest des Spiels betrachtet, ist sie noch das absolute Highlight. Aus dem Packungstext: "Erleben Sie die spannende Story um Lena und ihren entführten Ehemann." Aha.

    The Stalin Subway: Red Veil The Stalin Subway: Red Veil Ist die Installation beendet, habt ihr eigentlich schon das Beste an The Stalin Subway 2: Red Veil gesehen. Nach pixeligen Herstellerlogos befindet ihr euch gleich im nicht minder hässlichen Menü, wobei ihr mit merkwürdiger russischer Musik beschallt werdet. Keine Ahnung worüber die gute Frau da singt, doch der Hersteller muss sich schon etwas dabei gedacht haben, als er die Menü-Musik standardmäßig ausgeschaltet hat. Aber dennoch, Hoffnung ist noch da, also auf "Neues Spiel" geklickt und schon flimmert ein äußerst mies gemachtes Intro über den Monitor, das unfreiwillig komisch wirkt und Entwicklern und Publisher einfach nur peinlich sein sollte. Lippensynchronisation gibt es übrigens nicht. Nachdem der Text gesprochen wurde, bewegen sich erst die Lippen, mal abgesehen davon, dass die englische Sprachausgabe mit dem gequälten, russischen Akzent das skurrilste ist, was in den letzten Jahren über die PC-Boxen ertönte. Das können die doch nicht ernst meinen, oder? Oh doch, und es kommt noch schlimmer.

    Warum die Sowjet Union wirklich unterging

    The Stalin Subway: Red Veil The Stalin Subway: Red Veil Man könnte vermuten The Stalin Subway 2 wäre schuld daran. Kaum ist das lächerliche Intro abgelaufen, findet ihr euch in der Ego Perspektive wieder und ballert von der ersten Sekunde an russische Soldaten und Co. ab. Und von der ersten Sekunde an wird einem klar: Das Spiel kann ja nichts werden. Dieser Eindruck wird sich dann tatsächlich auch verfestigen. Ihr lauft durch öde Gebäude, karge Außenlandschaften und fühlt euch an die Anfänge der Ego-Shooter erinnert. Die Zeit ist stehen geblieben, das Spieldesign könnte langweiliger und bedeutungsloser nicht sein, zudem ist das Machwerk unglaublich unfair.

    The Stalin Subway: Red Veil The Stalin Subway: Red Veil Obwohl die Gegner wirklich das aller Dümmste zu sein scheinen, sind sie doch gleichzeitig extrem zielsicher und können durch Wände sehen. In dem Zehntel einer Sekunde, in dem ihr um die Ecke lauft, seid ihr oft schon tot. Niedergestreckt von Supermans sowjetischen Zöglingen. Interessant dabei ist, dass die Kerlchen grundsätzlich bewegungslos sind. Sie stehen im Level so da, wie sie der Leveldesigner platziert hat und warten, bis sie drauf los ballern können. Glücklicherweise gibt es eine Quicksave Funktion, denn die werdet ihr brauchen. Da die Gegner so unglaublich zielsicher sind und Healthpacks viel zu selten fallen gelassen werden, sollte vor jeder Ecke gespeichert werden. Der Packungstext spricht dabei von "aufregenden Feuergefechten". Eine Runde Memory mit der Omi ist dagegen eine Achterbahnfahrt der Aufregung.

    The Stalin Subway: Red Veil The Stalin Subway: Red Veil Ein weiterer Fauxpas, wobei das eigentlich schon mittlerweile egal sein dürfte, sind die bockigen Türen, die oft in die eigene Richtung aufschwenken und dadurch blockieren. Vor lauter Ärger vergisst man da schon das urzeitliche Leveldesign, bei dem man minutenlang umherirrt und nicht weiß, wo es weitergeht. Immerhin gibt es den Molotov Cocktail, den der Packungstext auch als Feature aufzählt. Das ist doch super, aber wenn man sonst nicht zu schreiben hat. Lustig, oder auch nicht, ist das Headbobbing direkt aus der Hölle. Die Waffe schlackert dabei von rechts nach links, während die Heldin extrem auf und ab wippt. Einen starken Magen vorausgesetzt, haltet ihr das Spiel vielleicht eine halbe Stunde aus, danach wird es vermutlich jeder von der Platte tilgen, auf immer und ewig. Insgesamt dürfte man etwa vier Stunden an dem Titel sitzen. Aber immerhin, wenn ihr in der Innenstadt einen Passanten im zackigen Disco-Schritt seht, könnt ihr euch sicher sein, dass er gerade The Stalin Subway 2 zurück zum örtlichen Elektromarkt bringt. Stalin würde sich im Grabe umdrehen, den Kalauer könnte man jetzt bringen, aber lassen wir das lieber. Oh Schreck, einen Multiplayer-Modus hat der Shooter auch, doch über den sollte man lieber den roten Mantel des Schweigens hüllen.

    Kein Fest für die Augen

    The Stalin Subway: Red Veil The Stalin Subway: Red Veil "Überarbeitete Grafik mit aufwendigen HDR-, Licht- und Schatteneffekten." Dies propagiert der Packungstext, doch wo sich HDR-Effekte verstecken sollen, konnte ich in dem Test nicht herausfinden. Überhaupt mal einem einzigen Lichteffekt über den Weg zu laufen, ist allein schon eine Seltenheit. Ansonsten ist die Grafik zum davon hüpfen, das hätte nicht mal vor fünf Jahren irgendeinen Spieler hinter dem Herd hervorgelockt. Schlicht langweilig, veraltet und ohne jegliche Highlights. Da ist es verwunderlich, dass The Stalin Subway 2 mindestens einen 2 Ghz Prozessor benötigt. Man mag glauben, dass ein alter Pentium 200 auch nicht zu sehr überfordert wäre. Dann soll der Shooter angeblich eine überarbeitete Physik-Engine besitzen, nur wo? Es stimmt auf jeden Fall, dass man nicht wegen fehlender Erdanziehung nach oben fällt, weil die Erde ja rund ist und man quasi ja auch auf dem Kopf stehen könnte.

    The Stalin Subway: Red Veil The Stalin Subway: Red Veil Über die Sprachausgabe haben wir ja schon gesprochen und um ein weiteres Trauma zu vermeiden, lassen wir das Thema. Ebenso peinlich ist jedoch auch das undynamische Hintergrundgedudel, das jeder Anfänger mit einem Shareware-Programm besser hinbekommen hätte. Übrigens ist The Stalin Subway 2, obwohl man es dem Programm nicht ansieht, ein Spiel aus dem Jahre 2008. Merkwürdig ist es da schon, dass es nicht mit Vista kompatibel ist. Zwar kann es durchaus sein, dass es bei euch läuft, auf unserem Testrechner bleib das Bild nach dem Hauptmenü schwarz. Unter Windows XP lief das The Stalin Subway 2 jedoch problemlos. Immerhin kann man behaupten, dass die Steuerung im Prinzip ganz normal ihre Arbeit verrichtet.

    The Stalin Subway: Red Veil (PC)

    Singleplayer
    2,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    3/10
    Sound
    3/10
    Steuerung
    5/10
    Gameplay
    2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Irgendwie funktioniert die Steuerung
    nettes Cover
    Unfaires und langweiliges Leveldesign aus der Steinzeit
    lahme Story
    peinliche und unfreiwillig komische Videosequenzen
    peinliche Sprachausgabe
    Technik hoffnungslos veraltet
    dümmliche Stand-KI
    lächerliche Musikuntermalung
    extremes Headbobbing
    sehr kurze Spielzeit
    Multiplayer zum abgewöhnen
    kein Handbuch
    nicht zu Vista kompatibel
    übertriebene Hardwareanforderungen
  • The Stalin Subway: Red Veil
    The Stalin Subway: Red Veil
    Publisher
    Frogster Interactive
    Developer
    Buka Entertainment
    Release
    4. Quartal 2007

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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991638
The Stalin Subway: Red Veil
The Stalin Subway: Red Veil im Gamezone-Test
Diesmal schlüpfen wir in die Rolle von Glebs Frau und müssen den Helden selbst befreien.
http://www.gamezone.de/The-Stalin-Subway-Red-Veil-Spiel-38324/Tests/The-Stalin-Subway-Red-Veil-im-Gamezone-Test-991638/
23.01.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/01/64733_800.jpg
tests