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  • The Super Spy: 3D-Shooter-Gurke aus dem 2D-Zeitalter - Leser-Test von Gonzo09

    The Super Spy: 3D-Shooter-Gurke aus dem 2D-Zeitalter - Leser-Test von Gonzo09 The Super Spy ist ein Ego-Shooter/Prügler auf einer 16-Bit Konsole aus dem Jahr 1991. Was sagt uns dieser kurze Satz? Trash-Fest? Oh, ja! Als alle Welt damals nach Titeln für das NeoGeo rief, bei denen sich nicht zwei Kontrahenten link und rechts aufeinander eindreschen, hatte bestimmt niemand etwas wie "The Super Spy" haben wollen. Aber um SNK nicht unrecht zu tun, es ist etwas anderes. Etwas viel, viel böseres...

    Wie üblich steckt mit Super Spy die Platine eines echten Automaten im NeoGeo und in der Arcade ist nicht viel Zeit für komplexe Plots. Terroristen haben ein Hochhaus besetzt, drohen alle umzubringen wenn nicht...es gab bestimmt ein Ziel dieser bösen Jungs, aber so richtig verstanden habe ich es nicht. Ich glaube nicht, dass es kompliziert war, nur leider wird die Story in einem Englisch erzählt, das sonst nur auf der Rückseite von sehr billigen taiwanesischem Spielzeug zu finden ist. Nun, sicher ist, der Spieler ist ein CIA-Agent und soll alle Schuldigen töten und die Unschuldigen retten.

    Technisch war das Ganze durchaus ambitioniert. SNK hat es geschafft, in 2D eine vernünftige Egoperspektive, natürlich ohne allzuviel Bewegungsfreiheit und mit begrenztem Tiefenscrolling, zu basteln. Der Spieler kann sich auf dem sehr linearen Pfad durch die Flure und Räume bewegen, Extras einsammeln und gelegentlich eine Tür öffnen. Diese führt entweder zum nächsten Abschnitt oder zu einer Kammer mit einer Geisel. Die Befreiten wissen gelegentlich etwas zu berichten und tun dies im feisten Taiwan-Engisch kund oder drücken dem Spieler noch eine Extrawaffe in die Hand.

    Standardmäßig ist man nur mit Fäusten und Füßen ausgestattet, Messer, Beretta und UZI werden unterwegs eingesammelt. Mit diesem Arsenal lässt sich erst einmal die Umgebung verwüsten, indem man Scheiben, Türen und Ähnliches demoliert, oder man widmen sich den zahlreichen Gegnern. Diese tauchen in großer Zahl auf und machen dem Spieler das Leben durchaus schwer. Sobald ein Feind erscheint, hat man nur relativ wenig Zeit, diesen ins Visier zu nehmen und ihm zuerst Schaden zuzufügen. Braucht man dafür zu lange, wird man selbst erwischt. Vor allem mit vier oder mehr Feinden auf dem Screen artet dies zeitweilig in Arbeit aus und ist noch viel hohler als es jetzt klingen mag.

    Dieser Tatsache war sich auch SNK bewußt und versuchte Super Spy mit einigen Rollenspielelementen aufzupeppen. Der Agent sammelt Erfahrungspunkte, die wiederum irgendwelche Werte steigern, was dann wieder etwas bringen soll. Was genau, bleibt ein Geheimniss, Unterschiede lassen sich jedenfalls nicht erkennen. Weder wird groß besser geprügelt noch kann der Spieler etwas tun, was er nicht vorher auch konnte. Es hilft auch nicht, dass SNK gerade mal ca. drei Gegnersprites gezeichnet hat und diese immer wieder, getaucht in verschiedene Farbtöpfe, das ganze Spiel hindurch benutzt. Lediglich die Levelbosse sorgen für ein Minimum an Abwechslung, sind aber auch alles andere als spannend.

    Zumindest konnte das Ganze halbwegs präzise gesteuert werden und optisch wurde zwar nichts revolutionäres aber immerhin wegweisendes geliefert. Der 3D-Effekt wurde ansehlich umgesetzt, der Rest des Spiels ist jedoch eine graue Maus mit einfallslosen Sprites und müden Hintergründen, die sich ständig wiederholen. Der Sound passt sich der Drögheit gut an und sorgt mit belangloser Midimusik und laschen SFX für gepflegte Langeweile. Lediglich einige nett umgesetzte Stereoeffekte wie das UZI-Rattern retten vor dem Absturz.

    Niemand wollte oder brauchte Super Spy, nicht mal auf dem NeoGeo, einer Konsole die traditionell etwas klamm an allem ist, bei dem nicht aus der Seitensicht geprügelt wird. Das einzig wirklich gute an dem Machwerk ist die Spielzeit. Länger als zwei Stunden sollte niemand brauchen, um den grottenschlechten Abspann bewundern zu dürfen. Und es tun mir all die armen Menschen leid, die damals die 400-500 DM für diese Gurke auf den Tisch gelegt haben.

    Negative Aspekte:
    Spielerischer Totalausfall, Langeweile pur, sich ständig wiederholende Grafiksets, trauriger Sound

    Positive Aspekte:
    Das Elend dauert nur kurz, 3D-Tiefeneffekt gar nicht mal schlecht

    Infos zur Spielzeit:
    Gonzo09 hat sich 2-10 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    The Super Spy

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Gonzo09
    2.4
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    3/10
    Gameplay
    1/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • The Super Spy
    The Super Spy
    Publisher
    SNK
    Developer
    SNK
    Release
    01.07.1991

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The Super Spy
The Super Spy: 3D-Shooter-Gurke aus dem 2D-Zeitalter - Leser-Test von Gonzo09
http://www.gamezone.de/The-Super-Spy-Classic-38344/Lesertests/The-Super-Spy-3D-Shooter-Gurke-aus-dem-2D-Zeitalter-Leser-Test-von-Gonzo09-1003948/
30.03.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/07/spyj_1_.jpg
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