Bunt und dynamisch wie ein LSD-Trip lädt UnderGarden mit seinem chilligen Soundtrack zum Entspannen ein.
Zur besinnlichen Zeit sollte man vor der Konsole nicht nur Ballern, Metzeln, Kriege führen und Rennen fahren, Entspannen ist hier das Stichwort. Auf der Xbox 360 geht das am besten mit The UnderGarden von Atari. Zurücklehnen, den Alltag vergessen und sich von den sanften Klängen berieseln lassen... auf geht es!
Wunderschöne Unterwasserwelt
The Undergarden
In The UnderGarden übernehmen wir die Rolle einer nicht näher zu definierenden Unterwasser-Kreatur, die nicht die Welt rettet und keine Feinde bekämpft, sie bringt nur Blumen und andere Pflanzen zum Blühen, das ist das einzige Ziel des Spiels. So wird aus einer relativ kargen Unterwasserwelt eine bunte und sehr ansehnliche Landschaft. Die Pflanzen gehen in den verschiedensten Farben auf, indem wir an ihnen vorbei schwimmen. Zunächst müssen allerdings die passenden Pollen gefunden werden. Alternativ dürfen mit den Tentakeln der Wasserfee (?) Musikanten eingesammelt werden. Zieht man diese mit, sorgen sie mit ihren beruhigenden Klängen dafür, dass die Blumen ebenfalls in ihrer vollen Pracht aufgehen.
The Undergarden
The UnderGarden ist ein sehr langsames und ruhiges Spiel, in dem Hektik ein Fremdwort ist. Nichtsdestotrotz gilt es in den 2D-Leveln von Punkt A nach Punkt B zu gelangen und dabei möglichst viele Pflanzen zu besamen. Im Weg stehen uns des Öfteren einige Puzzles, die durchaus die grauen Zellen anstrengen können. Bei diversen Physik-Rätseln gilt es mit den Tentaklen beispielsweise Samen mitzunehmen, mit denen Mechanismen für den weiteren Fortgang ausgelöst werden. Einige Samen sind schwerer als Wasser und sinken zu Boden, andere sind leichter und steigen auf, das gilt es zu nutzen. An anderer Stelle müssen auch Wasserströmungen so umgeleitet werden, dass man weiter kommt. The UnderGarden erinnert an vielen Stellen an das hervorragende Limbo, kann aber in Sachen Einfallsreichtum und Abwechslung nicht ganz mithalten. Dennoch, wem Limbo gefallen hat, der wird wahrscheinlich auch The UnderGarden toll finden, obwohl das Szenario quasi ein Gegenteil darstellt.
The Undergarden
Trotzdem können die 14 Level für mehrere Stunden an den Bildschirm fesseln, obwohl sich die Rätsel etwas abnutzen und erst zum Ende hin wieder anziehen. Die einzigartige Stimmung lässt dies jedoch schnell vermissen. Behilflich dabei sind die magischen und dynamischen Klänge, die auf das Erblühen der Pflanzen reagieren, sich allerdings auch recht schnell wiederholen. Die tolle und bunte Mischung aus 2D- und 3D-Grafiken führt dazu, dass man sich fast wie auf einem virtuellen LSD-Trip fühlt. Wer will, darf sich zudem im Koop-Modus betätigen. Die Steuerung funktioniert hingegen problemlos. Hat man jedoch Musiker und/oder Samen im Schlepptau sorgt die gute Physik-Engine dafür, dass sich unser Wasserwesen merklich träger bewegen lässt.
