Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • The Void im Gamezone-Test

    The Void hat zwar seine Macken, kann insgesamt aber als Beitrag zur modernen Kunst angesehen werden.

    Kann man Videospiele als Kunst bezeichnen? So, wie das etwa bei Büchern und Filmen der Fall ist? Diese Frage beschäftigt Befürworter und Kritiker gleichermaßen und für die hiesige Industrie kann es als großer Erfolg gewertet werden, dass der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (kurz: G.A.M.E.) im vergangenen Jahr in den Deutschen Kulturrat der Sektion Film und Audiovisuelle Medien aufgenommen worden ist. Doch welche Spiele würde man wirklich in einem Museum ausstellen wollen? In Russland ist man schon weiter und reservierte im Moskauer Museum of Modern Arts einen Platz für das Action-Adventure The Void, das nun auch seinen Weg nach Deutschland gefunden hat.

    Die Leere in uns...

    The Void The Void Mit was The Void thematisch aufwartet, ist zugleich schwer verdaubare Kost und unheimlich faszinierend. Anders als in anderen Videospielen ist der Tod nicht nur das Ende, er dient ebenso als Anfang. Gefangen in einer düsteren Zwischenwelt zwischen eben diesem und dem Leben an sich, findet man eine psychologisch tiefgehende Geschichte vor, die von Fürstinnen und Wächter erzählt, von Predatoren und Nerva spricht und mit der Farbe (Lympha) ein zentrales Element hineinbringt, das zunächst deplaziert wirkt, aber letztlich das Spiel mit Leben füllt. Alles dreht sich um Farbe in dieser schwarz-grauen, tristen und scheinbar toten Welt, die kaum mehr als Traurig- und Hoffnungslosigkeit vermitteln kann. Farbe ist das einzig Lebendige. Und die Zeit ist der Gegner. Doch was ist das Ziel?

    The Void The Void Es fällt zugegebenermaßen schwer, präzise den Inhalt von The Void wiederzugeben. Stürzt man sich selber erst einmal in das Geschehen, dann wird man das nachvollziehen können: The Void bietet dem Spieler nur kleine Appetithäppchen an Informationen und lässt ihn zwischenzeitlich gar regelrecht nach Erklärungen hungern. Das wird bei vielen Spielern dazu führen, schneller mit der Deinstallation zu beginnen als geplant, denn die langsame Erzählweise durch Monologe der Fürstinnen, die dem Spieler stets weitere Tipps geben, ist nichts für ungeduldige Gamer! Wer sich jedoch auf all das einlassen möchte und die in den ersten Stunden erforderliche Geduld aufbringen kann, erfährt garantiert fesselnde Momente vor seinem Rechner.

    Kein Platz für Schwarzmalerei

    The Void The Void Wie oben bereits erwähnt, sind die unterschiedlichen Farben, die jeweils andere Eigenschaften haben, in der ansonsten farblosen Welt das Hauptaugenmerk in The Void. Bevor man seinen endgültigen Tod erfährt, erhält diese Farbe eine Seele am Leben - doch nicht für immer! Farbe ist hier ein knappes Gut, das eng mit der Zeit verkoppelt ist und genauso schnell entrinnt wie diese. So muss man in der Spielwelt danach Ausschau halten und diese Einsammeln, um sie später in im Verlaufe der Story gesammelten Herzen in so genanntes Nerva umzuwandeln. Dadurch erhält man die Möglichkeit, besondere Fähigkeiten im Spiel einzusetzen, die man mit Mausgesten à la Black & White hervorrufen kann. Insgesamt 21 dieser - hier genannten - Glyphen erhält man nach und nach, und baut sich damit ein Schutzschild auf, attackiert seine Gegner oder überträgt die Farbe an andere Elemente der Umgebung. Dabei geht das Zeichnen per Maus recht einfach von der Hand, dank Vorschaubildern und ein wenig Übung lernt man damit den Umgang trotz einer Vier in Kunst recht schnell. Zu beachten ist außerdem, dass man die ganze Zeit über nur ein bestimmtes Maß an Farbe zur Verfügung hat und bei einer Aktion immer bedenken muss, wie viel Farbe man dafür nun aufbringen möchte. Glücklicherweise kann man mithilfe von Gärten und Minen Farbe über einen bestimmten Zeitraum neu entstehen lassen, wirklich üppig wird der Vorrat jedoch niemals.


    Gameplay-Video von "The Void" (ersten zehn Minuten)
    The Void The Void Man bewegt sich auf einer Übersichtskarte, welche die allgegenwärtige Leere darstellen soll. Von dort aus gelangt man in diverse Kammern, die man unter Einsatz von Farbe erreichen kann und die man dann in gewohnter Manier durchqueren kann. Nervig dabei ist das langsame Tempo der Spielfigur, was wohl zwar von den Entwicklern so gewollt ist, aber die Geduld durchaus auf die Probe stellt und nur durch Glyphen zeitweise zu erhöhen ist. Auf Dauer wird sich aber auch der geduldigste Spieler ein wenig über das eintönige und langatmige Gameplay ärgern und man wird nie das Gefühl los, das man hier absichtlich Zeit schinden will. Vielleicht ist das auch genau richtig, um ein Nachdenken anzuregen oder eine Verbindung zur Spielwelt zu vermitteln, aber in Zeiten von kurz angelegter Action-Kost wird das sicherlich viele Leute abschrecken. Auch die Kämpfe können nicht sonderlich überzeugen, immerhin reichen meist wenige Mausklicks um sein Gegenüber über den Jordan zu schicken. Entweder man 'beschießt' ihn gleich mit ein paar Tupfern Farbe oder beschwört eine der Glyphen herauf und sorgt dafür, das dem Schurken dadurch der Garaus geht.

    The Void The Void Die Story schreitet voran, indem man Kontakt zu den Fürstinnen aufnimmt, die den Spieler mit Quests versorgen, während und bei deren Erledigung man neue Kammern sowie weitere Glyphen freischaltet. Die Wächter hingegen beschützen die Fürstinnen und es liegt an einem selbst, wie man all diesen Charakteren entgegenwirkt - je nach (selbst bestimmten) Verlauf bekommt man am Ende eines von 13 Spielenden zu Gesicht.

  • The Void
    The Void
    Developer
    Ice Pick Lodge
    Release
    28.05.2009

    Aktuelles zu The Void

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Styx: Shards of Darkness Release: Styx: Shards of Darkness
    Cover Packshot von Hollow Knight Release: Hollow Knight
    Cover Packshot von For Honor Release: For Honor Ubisoft , Ubisoft Montreal
    Cover Packshot von Conan Exiles Release: Conan Exiles
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 03/2017 PC Games Hardware 04/2017 PC Games MMore 04/2017 play³ 04/2017 Games Aktuell 04/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 04/2017 WideScreen 04/2017 SpieleFilmeTechnik 03/2017
    PC Games 03/2017 PCGH Magazin 04/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
992229
The Void
The Void im Gamezone-Test
The Void hat zwar seine Macken, kann insgesamt aber als Beitrag zur modernen Kunst angesehen werden.
http://www.gamezone.de/The-Void-Spiel-38446/Tests/The-Void-im-Gamezone-Test-992229/
05.06.2009
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/06/1208178265.jpggr.jpg
tests