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  • The Westerner im Gamezone-Test

    Fenimore Fillmore ist zurück und hat nach wie vor das lockere Mundwerk das wir so an ihm schätzen.

    Fenimore Fillmore, und ich bin kein Farmer!

    Inzwischen braucht man kaum mehr ein Wort darüber zu verlieren, dass sich das Adventure-Genre einen festen Platz in der Gunst der Computerspieler sichern konnte. Selbst den Sprung von der zwei dimensionalen Welt in die dritte Dimension haben die Adventures meist ohne Blessuren überstanden. So erging es auch dem neuesten Adventure der Crimson Cow Studios The Westerner, welches komplett in einer richtigen 3D-Umgebung stattfindet, sich aber nach wie vor wie ein klassisches Point&Klick-Adventure steuert und spielt. Um den Charakter zu bewegen wird also an eine beliebige Stelle auf den Schirm geklickt, woraufhin sich dieser in Bewegung setzt. Objekte mit denen wir etwas anfangen können verwandeln den Mauskursor in eine Lupe, damit wir mit einem Klick entsprechendes Objekt näher betrachten oder damit interagieren können. So einfache Dinge wie eine Türe oder eine Schublade können auch aus der Ferne schon bedient werden, ohne sie näher in Augenschein zu nehmen. Dafür genügt es mit der rechten Maustaste die zur Verfügung stehenden Optionen durchzuschalten.

    So schrumpft die Einarbeitungszeit in The Westerner auf nur wenige Minuten zusammen, bis man sich voll dem Geschehen widmen kann. Und dieses hat es wirklich in sich, denn die Charaktere sind allerliebst designt und in Szene gesetzt und die gebotene Situationskomik gehört zum Besten was uns in aktuellen Adventures geboten wird. Derweil bezieht sich das nicht nur auf die Gespräche der Protagonisten, die sich nicht vor den Sprüchen aus den LucasArts-Adventures verstecken müssen und so nebenbei auch hervorragend ins Deutsche synchronisiert wurden, sondern auch auf die Spielwelt selbst, die mit humorvollen Begebenheiten regelrecht gespickt sind. So darf man sich nicht wundern im Wilden Westen eine Überwachungskamera aus Holz in der Bank vorzufinden oder im Drugstore sogenannte "Mobile Telegraphs" im Regal stehen zu sehen, was nichts anderes darstellt als handelsübliche Handys eines bekannten Herstellers.
    Die gebotenen Rätsel selbst sind angenehm logisch und kommen gänzlich ohne orientierungslosem Herumprobieren aus. Ganz im Gegenteil erschließt sich einem die Verwendung eines Gegenstandes meist schon bei der ersten Begegnung oder spätestens dann wenn wir zugehöriges Objekt in die Hände bekommen. Wie in solchen Adventures üblich ist es natürlich sehr wichtig möglichst mit allen Personen zu sprechen um so an die noch fehlenden Informationen zu kommen oder auch bestimmte Bereiche erst zugänglich zu machen. Da aber auch diese sehr aussagekräftig gehalten sind und uns kaum im Unklaren lassen, unterstützen auch die NPC's das Spielerlebnis bestens. Etwas unglücklich hingegen wurde das Pferd und Mohrrüben-Feature umgesetzt. Um uns nämlich von einem Ort zum nächsten bewegen zu können benötigt unser Cowboy selbstverständlich ein Pferd. Dies besitzt er auch schon vom Beginn des Spiels an, allerdings weigert es sich uns auf den Rücken zu nehmen, wenn es nicht ausreichend mit Mohrrüben gefüttert wurde. Dafür besitzt es einen Statusbalken der in 5 Segmente eingeteilt ist. Um sich von einem Ort zum nächsten zu bewegen werden immer zwischen zwei bis drei Mohrrüben von unserem Gaul verbraucht. Man kommt also nicht umhin sich praktisch an jedem Ort wieder um neue Rüben zu sorgen. Diese kann man auf den vorkommenden Farmen entweder selbst anbauen, wofür ein recht zeitraubendes und auf die Dauer auch nerviges "Mohrrüben-Anpflanzspiel" eingebaut wurde. Dafür ist es nötig das Mohrrübenfeld mehrmals per Eimer mit Wasser zu begießen, welches wir aus dem nahen Brunnen holen müssen. Dies muss mehrmals wiederholt werden bis die Rüben reif sind. In der Stadt hingegen kann man die Rüben im Drugstore gegen bare Münze kaufen, die wir uns aus allen möglichen Schubladen zusammengeklaut haben. Ehrlich gesagt, auf dieses Feature hätten wir gerne verzichtet, denn es macht nach dem dritten Mal kaum mehr Spaß und zieht das Spiel unnötig in die Länge.

    Die komplette Spielumgebung ist in 3D gehalten, wobei die Kamera immer an festen Positionen montiert ist und versucht unseren Bewegungen zu folgen. Dies klappt meist auch ganz gut, nur an manchen Ecken reagiert sie etwas bockig und zeigt perdu nicht den Bildausschnitt den wir gerne sehen würden. Dies ist aber nicht weiter schlimm und stört das Gameplay nur ganz am Rande. Etwas ärgerlicher ist da schon die Wegfindungsroutine unseres Hauptdarstellers, die sich regelmäßig zu verhaspeln scheint. So passiert es schon gerne, dass wir Fenimore den Befehl geben ein Objekt zu benutzen oder eine Person anzusprechen, woraufhin unser treuer Cowboy das Objekt oder die Person zu umkreisen beginnt ohne die gewünschte Aktion auszulösen. Aus solchen Situationen konnten wir uns nur noch retten indem wir den Spielstand sicherten und erneut luden, woraufhin das Auslösen besagter Aktion kein Problem mehr darstellte. Dies waren aber auch schon die einzigen kleinen Ungereimtheiten die uns begegneten, denn ansonsten verrichtet das Programm seinen Dienst absolut klaglos.

    Die Grafik wurde in angenehmen Comic-Look gehalten, wobei die Charaktere ein besonderes Lob verdienen, so schön wurden sie gestaltet und ebenso schön animiert. Auch die Umwelt weißt diesen Comic-Look auf, erlaubt sich aber kleinere Ausreißer, wo wir uns nicht ganz sicher sind ob sie als Stilmittel beabsichtigt oder nur aus Zeitmangel nicht fertiggestellt wurden. Denn die Bäume am Rande der Farmen bestehen mitunter nur aus einem flachen Quadrat oder Dreieck, was hinter den hoch detaillierten anderen Objekten, allen Voran den Häusern und Personen, schon etwas ärmlich aussieht.

    Die Soundkulisse bietet uns neben der gelungenen deutschen Synchro viel Westernmusik, die sich aber nie in den Vordergrund drängt, und dumme Sprüche am laufenden Band. Doch auch die Hintergrundgeräusche passen gut ins Geschehen und werden mitunter sogar benutzt um das Gameplay zu unterstützen.

    Da die gebotenen Rätsel allesamt mit dem normalen Menschenverstand zu lösen sind und für geübte Adventure-Spieler sicher kein Problem darstellen, kann man The Westerner locker und ohne Zeitdruck an einem Wochenende durchspielen. Zwar bekommt man dann einen der lustigsten Abspänne der Adventure-Geschichte geboten, ein etwas kurzes Abenteuer war das dann aber schon. Darum von uns der ernst gemeinte Tipp: Wenn ihr schon andere Adventures gespielt habt, schaut nicht in die Komplettlösung zu The Westerner, denn ihr schafft die Rätsel auch alleine und würdet euch nur noch mehr von der ohnehin kurzen Spielzeit nehmen.

    The Westerner (PC)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    8/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gelungene Charaktere mit hervorragender deutscher Sprachausgabe
    die Point&Klick-Mechanik wurde vorbildlich in die 3D-Umgebung übernommen
    keine abstrusen Rätsel
    Sicher nicht das umfangreichste Adventure
    kleinere Kameraprobleme
    manchmal findet Fenimore seinen Weg nicht
  • The Westerner
    The Westerner
    Publisher
    Crimson Cow (DE)
    Developer
    Revistronic
    Release
    02.06.2010

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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989746
The Westerner
The Westerner im Gamezone-Test
Fenimore Fillmore ist zurück und hat nach wie vor das lockere Mundwerk das wir so an ihm schätzen.
http://www.gamezone.de/The-Westerner-Spiel-38465/Tests/The-Westerner-im-Gamezone-Test-989746/
17.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/westernertitel.jpg
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