Theatrhythm Final Fantasy - Das Final-Fantasy-Musikspiel im Gamezone-Test
Theatrythm Final Fantasy für den Nintendo 3DS ist ein Musikspiel im Final-Fantasy-Universum. (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Ein Musikspiel?
So ungewöhnlich ein Musikspiel in der Final Fantasy-Reihe im Grunde auch sein mag, so interessant ist es doch zugleich. Nicht zuletzt, weil die Rollenspiel-Serie insbesondere bei der musikalischen Untermalung häufig überzeugen konnte und jeder Zocker dürfte auch sofort das eine oder andere Musikstück im Ohr haben. Mit von der Partie sind dabei alle dreizehn Hauptteile der Videospielreihe mit jeweils fünf Liedern. Bei einem solchen Musikspiel kann der Umfang zwar nie groß genug sein, aber unterm Strich ist die Auswahl in Ordnung und viele Klassiker sind dabei. Wem die Auswahl an vorhandenen Songs übrigens nicht ausreicht, der kann sich kostenpflichtig weitere Musikstücke auf den 3DS herunterladen.
Nicht so ungewöhnlich: Das Gameplay
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Beim Gameplay erwartet uns dann aber wieder eher gewohnte Kost. Wie bei anderen Musikspielen auch, geht es bei Theatrhythm Final Fantasy im Grunde nur darum, im richtigen Moment die richtige Aktion auszuführen. Während bei anderen Genrevertretern Tasten oder sogar spezielles Zubehör zum Einsatz kommt, müssen wir uns bei diesem Titel mit dem Stylus auf dem Touchscreen betätigen, während wir die Noten selbst auf dem oberen Bildschirm zu sehen bekommen.
Selbstverständlich gibt es auch verschiedene Arten von Noten. Während wir bei den normalen Noten einfach nur mit dem Stylus auf den Touchscreen tippen müssen, sobald die Note die Markierung erreicht hat, müssen wir dagegen bei langen Noten den Stylus so lange gedrückt halten, bis die Note vorüber ist. Zusätzlich gibt es noch Noten, bei denen wir den Stylus im richtigen Moment in eine vorgegebene Richtung bewegen müssen. Diese Noten sind mitunter etwas knifflig und es ist gar nicht so leicht, den richtigen Augenblick zu erwischen. Teilweise hat man auch das Gefühl, dass bei diesen Noten die Abfrage etwas ungenau funktioniert.
Nach jeder gespielten Note wird euch dabei direkt eingeblendet, wie gut ihr die Note getroffen habt. Witzigerweise hat man hierbei die Trefferbezeichnungen der Rollenspiel-Teile übernommen und so dürfen wir uns beispielsweise über kritische Treffer ebenso freuen, wie über verfehlte Noten. Leider sind diese Begriffe nur auf englisch verfügbar, wie auch das komplette Spiel. Bei einem Musiktitel ist dies wohl ziemlich unspektakulär, aber dennoch erwähnenswert.
Spektakulärer sind bei Theatrhythm Final Fantasy da schon eher die sogenannten Music Stages, die eine gewisse Abwechslung beim Gameplay mit sich bringen. Die Musik des Titels ist nämlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die jeweils auch eigene Spielumgebungen zur Folge haben. Neben der Kampf- und Umgebungsmusik gibt es als dritte Kategorie auch noch die Ereignismusik. Zudem sind noch Titel- und Schlusslieder dabei, die aber keine größere Rolle spielen und nur im Series-Modus zum Einsatz kommen und dort die Präsentation der einzelnen Final Fantasy-Teile abrunden.
So bekommen wir bei Liedern der Ereignismusik hübsche Videos aus dem jeweiligen Final Fantasy-Teil zu sehen und die Markierung bewegt sich im Vordergrund des Videos auf die Noten zu. Eine wirkliche stimmungsvolle Angelegenheit, die die gute Atmosphäre des Spiels nochmals steigert. Aerith's Theme macht einfach gleich noch viel mehr her, wenn im Hintergrund wunderschöne Sequenzen aus Final Fantasy VII zu sehen sind.
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Bei der Kampfmusik erwartet uns dagegen im Hintergrund eine Art Kampfbildschirm, wie man ihn von den Rollenspiel-Teilen kennt. Auf der linken Seite befindet sich ein Feind des jeweiligen Final Fantasy-Ablegers und auf der rechten Seite die vier aktuellen Helden unserer gewählten Truppe. Nun bewegen sich die Noten auf vier Linien auf unsere Helden zu und wir müssen diese spielen, sobald diese auf die Markierung vor den Charakteren trifft. Dies bringt nicht nur die üblichen Punkte, sondern fügt auch dem Gegner Schaden zu. Sobald ein Gegner auf diese Weise besiegt wurde, wird er direkt durch einen neuen Feind ersetzt. Eine nette Idee, die uns abseits des eigentlichen Spielgeschehen etwas Unterhaltung bietet und bei der man für das Besiegen der Gegner auch noch hübsche Boni abstauben kann.
Dagegen geht es bei der Umgebungsmusik dann wieder ohne Gegner zur Sache und hier läuft unser Held einen Weg entlang, was abermals eine kleine Änderung beim Spielprinzip zur Folge hat. Denn bei diesem Fall wird uns eine größere Linie für die Noten präsentiert, auf der die Noten unterschiedlich hoch positioniert sein können. So müssen wir bei langen Noten nicht nur den Stylus auf dem Touchscreen halten, sondern auch mit entsprechenden Bewegungen nach oben oder unten die Markierung des oberen Bildschirms auf der Notenlinie behalten. Die Music Stages sind letztlich eine wirklich nette Sache, da diese nicht nur kreativ sind, sondern auch eine gute Abwechslung bieten, die man bei Musikspielen sonst ja eher weniger vorfindet.
Wie bereits erwähnt sind zudem auch noch die Titel- und Schlusslieder der verschiedenen Final Fantasy-Ableger mit von der Partie, die aber nur im Series-Modus zum Einsatz kommen. Dieser Spielmodus ist zugleich auch einer der wichtigsten Spielmodi, da man hier nicht nur die Musik aller dreizehn Final Fantasy-Teile spielen, sondern die Lieder auch noch für den Challenge-Modus freischalten kann.
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Chronologisch sortiert können wir hier zwischen den dreizehn Final Fantasy-Ablegern wählen und müssen anschließend alle enthaltenen Lieder des jeweiligen Teils absolvieren. Am Anfang und am Ende kommen dann auch die Titel- bzw. Schlussmelodien zum Einsatz. Bei diesen befindet sich auf dem oberen Bildschirm lediglich ein Kristall, auf den nun passend zur Musik Notensymbole zufliegen und wir müssen im richtigen Moment auf den Touchscreen tippen. Ein eher unspektakuläres Gameplay und daher kann man diese Lieder stets überspringen. Aber da diese auch eher die einzelnen Final Fantasy-Titel im Spiel abrunden, ist dies natürlich völlig in Ordnung und zur Einstimmung auf das kommende Spiel jedenfalls nicht verkehrt.
Neben dem Series-Modus gibt es es noch zwei weitere Spielmodi bei Theatrhythm Final Fantasy. Im Challenge-Modus dürfen wir alle freigeschaltete oder auch als Download erworbene Lieder einzeln nach Herzenslust spielen. Gerade deshalb verbringt man in diesem Spielmodus auch jede Menge Zeit, denn bei einem Musikspiel möchte man schließlich die einzelnen Lieder spielen, neue High Scores aufstellen und natürlich mitunter die Charaktere des Spiels etwas aufleveln.
Die Rollenspiel-Elemente
Aufleveln ist dabei ein interessanter Punkt, denn bei diesem Musikspiel-Ableger sind auch die bekannten Rollenspiel-Elemente dabei. So gibt es nach Abschluss eines erfolgreich gespielten Liedes je nach Leistung und Schwierigkeitsgrad Erfahrungspunkte, die anschließend auf die vier Charaktere der Gruppe verteilt werden. Hat ein Held genügend Erfahrungspunkte erhalten, steigt er in gewohnter Weise einen Level auf und diverse Attribute, wie beispielsweise die Lebenspunkte oder die Zauberfähigkeit verbessern sich. Diese Attribute spielen dabei bei diesem Musiktitel gar keine so geringe Rolle, wie man es womöglich vermuten könnte. Da sich bei jedem Fehler die Leiste der HP verringert, ist eine üppigere Anzahl von Lebenspunkten in der Praxis ziemlich hilfreich und kann auf den höheren Stufen schnell über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Zusätzlich darf man auch noch verschiedene Fähigkeiten auswählen oder Items ausrüsten und auch damit die Attribute verändern. Eine sehr komplexe Angelegenheit, die uns also abseits des eigentlichen Spielgeschehens erwartet. Sicherlich kann man das Spiel auch ohne diese ganzen Verbesserungen problemlos meistern, aber so kann man sich das Leben etwas erleichtern und die Rollenspiel-Elemente passen zu einem Musikspiel dieser Thematik natürlich hervorragend.
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Wer seine Charaktere also gerne ordentlich auflevelt und mit den besten Gegenständen ausstattet, der wird mit diesen Möglichkeiten sicher seine Freude haben und lange beschäftigt sein. Ohnehin kann sich der Umfang wirklich sehen lassen. Neben den vielen Liedern aus den dreizehn Hauptteilen der Rollenspiel-Reihe, sind auch einige Spielmodi mit von der Partie und zusätzlich darf man sich auch noch über viele freischaltbare Extras freuen. So sind auch Trophäen im Spiel enthalten, die Fans solcher Sammel-Systeme sicher begeistern werden und damit nicht genug, haben es auch Sammelkarten in den Musiktitel geschafft. Diese kann man immer wieder nach einem gespielten Lied erhalten und man darf das dazugehörige Sammelalbum nach und nach mit ihnen füllen. Und wem die vorhandene Musikauswahl nicht ausreicht, der kann ja die bereits angesprochene Möglichkeit zum Kauf weiterer Lieder nutzen.
Durchschnittliche Grafik, grandioser Sound!
Bei einem Musikspiel erwartet man in der Regel wohl eher keine überragende Grafik und so bekommen wir auch bei Theatrhythm Final Fantasy eine durchschnittliche und eher zweckmäßige Optik geboten. Der 3D-Effekt ist ganz nett und kommt bei einigen Videos richtig gut zur Geltung. Viel wichtiger ist aber natürlich der Sound und da kann der Titel erwartungsgemäß voll punkten. Die Final Fantasy-Reihe ist schließlich auch für die Qualität der Musik bekannt und das wird einem bei solch einem Musiktitel schnell wieder bewusst. Besser kann der Sound eines Videospiels kaum sein.
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