Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Thief 3: Deadly Shadows im Gamezone-Test

    Garret macht wieder die Strassen unsicher und präsentiert uns ein Spielerlebnis aller erster Güte.

    Garret stiehlt sich wieder durch die Nacht

    Nur wenige Menschen haben ihn bis heute zu Gesicht bekommen, den Meisterdieb Garret, der es den Reichen nimmt und sich selber gibt. Kein Schloss ist seiner Geschicklichkeit gewachsen und kein Gebäude vor seinem Eindringen sicher. So könnte alles völlig in Ordnung sein für den Meisterdieb, der einfach nur seinem Tagesgeschäft nachgehen und seine Ruhe haben will. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit dem Dieb, der in einer Stadt wohnt die von Korruption und Verbrechen durchsetzt ist. Schon eine Halbe Ewigkeit beuten die Reichen und Mächtigen die Armen aus, die sie mit eiserner Hand regieren. Während die Anhänger des Hammeritenordens versuchen ihren Glauben den Bürgern aufzuzwängen, kommen immer mehr Ungläubige in die Stadt, weswegen der Orden alles daran legt die Stadt ins Chaos zu stürzen.
    Was Garret noch nicht weiß, ist, dass ihn die Ordensbrüder schon längst in ihre Pläne mit eingeschlossen haben, denn er spielt eine wichtige Rolle in den Prophezeiungen der Glyphen.

    So schlüpfen wir also zum dritten Mal in die Rolle von Garret dem Meisterdieb, der sich in bester Stealth-Manier durch die mittelalterliche Umgebung schleicht und alles stiehlt was nicht niet und nagelfest ist. Dabei lässt uns das Spiel die Freiheit zu wählen ob wir die 1st oder 3rd Person Sicht vorziehen, zwischen den Beiden wir jederzeit hin und her wechseln können. Davon macht man in der Praxis auch oft gebrauch, denn die meiste Zeit bewegt man sich geschickter in der 3rd Person Sicht, wenn man sich aber an eine Mauer drückt oder in einem dunklen Mauerspalt verbirgt ist die Egoperspektive recht vorteilhaft, da man sich so nicht selbst die Sicht versperren kann. Knacken wir ein Türschloss schaltet das Spiel von selbst in die Egoperspektive, damit wir uns ganz den einzelnen Sperrringen widmen können. Die Mechanik hinter dem Schloss-Knack-Feature kennen wir so ähnlich übrigens schon aus Splinter Cell, wo es auch darum geht den Punkt zu finden wo der Schlüssel greifen soll und so lange daran zu werkeln bis er aufspringt. Je nachdem wie komplex das jeweilige Schloss ist, müssen wir drei bis sechs der Ringe hintereinander knacken, bevor sich die Tür öffnen lässt. Doch auch die anderen Features kommen einem mehr oder minder bekannt vor, wobei man nicht unterschlagen darf, dass der Thief schon eine längere Geschichte auf dem Buckel hat als Splinter Cell oder Metal Gear Solid, also praktisch der Initiator dieser Schleichspiele war. Doch wie dem auch sei, um erfolgreich von Schatten zu Schatten schleichen zu können, stehen uns noch diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Sehr wichtig und immer gerne genommen ist der Wasserpfeil, mit dem man in der Lage ist diverse Fackeln oder kleine Lichtquellen einfach auszulöschen. Dies sollte man natürlich nicht gerade machen wenn sich eine oder mehrere Wachen in der Nähe befinden, denn die reagieren auf jedes Geräusch und auf jede Veränderung in ihrer Umgebung mit ausführlichen Sucheinlagen nach dem Urheber. Da kommt einem der Noise-Maker, ein Pfeil mit daran montiertem Feuerwerk, gerade recht, der sich ideal dafür eignet die Aufmerksamkeit von sich abzulenken.
    Eine Besonderheit von Garret ist sein mechanisches Auge, eine Art implantiertes Fernrohr, welches zwar nicht unbedingt wegen seiner Bildqualität zu begeistern vermag, seinen Zweck aber mehr als gut erfüllt. Mit ihm ist er in der Lage auch weit entfernte Gegenstände zu erkennen oder Personen zu identifizieren, was manchmal recht wichtig ist im Spielablauf. Denn nicht alle Bewohner stehen Garret feindlich gegenüber, die meisten grüßen ihn sogar brav, wenn er ihnen auf der Strasse begegnet. Einzig die Wachmänner sind grundsätzlich nicht gut auf unseren Meisterdieb zu sprechen, sowie die eben von ihm Bestohlenen. Darum erst zugreifen wenn keiner zuschaut, das gilt besonders auf öffentlichen Plätzen wie dem Stonemarket.

    Um uns zurechtzufinden ist selbstverständlich eine Übersichtskarte vorhanden, die aber etwas einfacher ausgefallen ist als man es aus ähnlichen Spielen kennt. Die Karten nämlich sind nichts anderes als recht einfache Handskizzen, die uns auch nicht verraten wo wir uns augenblicklich befinden. Doch was einem im ersten Augenblick noch etwas ungenügend erscheint, entpuppt sich im Laufe des Spiels als genialer Geniestreich. Denn auch wenn die Karten nie alle Türen, Wege oder Zugangsmöglichkeiten enthalten, reichen sie doch aus um sich einen Überblick zu verschaffen. Dies genügt vollkommen um sich in der Welt von Thief zurechtzufinden. Ganz im Gegenteil wird man so natürlich dazu verleitet die Umgebung genauer zu erkunden, was sich sowieso auf alle Fälle rentiert. Im Endeffekt findet man sich auf diese Art und Weise sogar schneller zurecht als mit einer detaillierten Karte, die man wahrscheinlich alle drei Meter aufrufen würde.

    Selbstverständlich kann man in Thief - Deadly Shadows auch handgreiflich werden und eine ungemütliche Wache einfach ausschalten. An manchen Stellen lässt sich das auch kaum vermeiden, trotzdem muss man dabei schon mit besonderer Vorsicht vorgehen. Denn entweder schleicht man sich unbemerkt von hinten an die Wache heran und zieht ihr eines mit dem Knüppel oder einem der verfügbaren Klingen über die Rübe, oder man zieht den offenen Kampf vor. Dann sollte man aber schon einige Heiltränke mit sich führen, da man solche Begegnungen nicht ohne Blessuren übersteht. Wie also in diesem Genre üblich ist es besser sich still zu verhalten und aus dem Verborgenem zu agieren. Auch wenn wir einen Passanten auf der Strasse um seine Ersparnisse erleichtern, tun wir das lieber aus dem Verborgenem heraus.

    Alles was wir auf unseren Raubzügen so eingesackt haben lässt sich beim örtlichen Hehler in bare Münze umtauschen, wofür wir wiederum diverse Hilfsmittel, wie Blend- oder Rauchgranaten, vergiftete Pfeile und Heiltränke bekommen.

    Die gesamte Präsentation von Thief kann begeistern, ja einen sogar total in seinen Bann ziehen. Denn bei der Levelgestaltung hat man sich offensichtlich besondere Mühe gegeben, so ausgereift erscheinen sie und wirken gleichzeitig doch so natürlich. Dazu gesellt sich eine Grafik die sich nicht vor den Genregrößen verstecken muss und besonders mit Licht- und Schatteneffekten aufwartet die einem - ich muss es einfach so sagen - die Augen aus den Höhlen kullern lässt. Auch wenn ich mich damit vielleicht etwas weit aus dem Fenster lehne, aber ein so perfektes Schattenspiel wie in Thief - Deadly Shadows gab es bis heute nicht zu sehen. Flackernde Kerzen erzeugen nervöse Schatten, die an der Wand die typischen Abdrücke der Umgebung projizieren, und sogar die von den Wachen fallengelassenen Fackeln erzeugen den absolut korrekten Schattenriss hinter dem leblosen Körper. Doch auch die Detailvielfalt und die hohe Qualität der Texturen kann begeistern, die lediglich durch die etwas ungünstigen Einblendungen bei Interaktionsmöglichkeiten getrübt werden. Denn wenn wir z.B. eine Türe öffnen können, wird diese komplett mit einem blauen Schimmer versehen wenn wir auf sie blicken. Gleiches trifft auf Körper und Gegenstände, wie Kisten oder Körbe zu. So kann man zwar kaum etwas Übersehen, besonders hübsch aussehen tut es aber auch nicht. Dies ist aber der einzige Kritikpunkt an der Grafik, die ansonsten mehr als gelungen ist.

    Das Gameplay zu Thief - Deadly Shadows entwickelt sich langsam aber dann umso gewaltiger. Irrt man im ersten Level noch etwas orientierungslos herum, da die Geschichte erst zu laufen beginnt und unsere Rolle in dieser ebenfalls noch nicht ganz klar ist, entfaltet sich mit der Zeit eine recht tiefgründige Geschichte die unserem Garret so richtig Charakter verleiht. Dazu hat er auch viel Gelegenheit, denn dieses Spiel gehört definitiv in die Schublade mit den Games mit etwas größerem Umfang. An einem Wochenende ist es nicht einmal mit viel gutem Willen durchzuspielen, dafür darf man sich schon einige reservieren.
    Allerdings beginnt man sich nach einiger Spielzeit zu fragen, weshalb die einzelnen Spielabschnitte immer so klein gehalten wurden. Oft bewegt man sich nur einige Häuserecken entlang und begegnet bereits der nächsten Nebelwand, die uns den Übergang zum nächsten Levelabschnitt signalisiert. Beim Durchschreiten dieser wird man gefragt ob man den aktuellen Abschnitt verlassen und den nächsten betreten möchte. Dies ist eine etwas unschöne Lösung die auch den Spielablauf immer etwas ins stocken bringt.

    Die Steuerung orientiert sich an dem bekannten Standard für PC's. Wir bedienen also mit der rechten Hand die Maus und mit der linken Hand die A S D und W Tasten. Klar, dass wir uns auch ducken oder hinter einer Deckung hervorschielen können sowie einen ganz besonders langsamen Schleichgang beherrschen. Auch an Leitern zu klettern oder sich an einem Vorsprung hochzuziehen ist möglich.
    Wem die Standard-Belegung nicht taugt kann sich die Tasten auch belegen wie es den eigenen Bedürfnissen entspricht.

    Zu diesem Titel hat uns Eidos freundlicherweise auch zwei Trailer zur Verfügung gestellt, die ihr hier downloaden könnt.
    Trailer #1 downloaden
    Trailer #2 downloaden

    Thief 3: Deadly Shadows (PC)

    Singleplayer
    9 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Herrliche Grafik
    gelungene Soundkulisse
    ebenso gelungene Steuerung und Interface
    recht großer Umfang und abwechslungsreiche Aufgaben
    freie Wahl zwischen der 1st und 3rd Person Sicht
    Relativ häufiges Nachladen
    bedingt durch die kleinen Spielabschnitte
  • Thief 3: Deadly Shadows
    Thief 3: Deadly Shadows
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Ion Storm
    Release
    18.06.2004

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989898
Thief 3: Deadly Shadows
Thief 3: Deadly Shadows im Gamezone-Test
Garret macht wieder die Strassen unsicher und präsentiert uns ein Spielerlebnis aller erster Güte.
http://www.gamezone.de/Thief-3-Deadly-Shadows-Spiel-38529/Tests/Thief-3-Deadly-Shadows-im-Gamezone-Test-989898/
04.06.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2009/05/Thief_3.jpg
tests