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  • Tierisch Wild im Gamezone-Test

    Das tierische Abenteuer von Disney und bvg kann weder technisch noch spielerisch überzeugen.

    In dem neuesten im Kino angelaufenen Walt Disney Animationsstreifen "Tierisch Wild" dreht sich die Geschichte um eine Gruppe von Zootieren aus New York, die ausbüxen, um zunächst in der Großstadt und dann im Dschungel jede Menge Abenteuer zu erleben. Neu ist die Story sicherlich nicht, kennt man diese doch aus dem Zeichentrickfilm "Madagascar" aus dem Hause Dreamworks, und überraschend ist es heutzutage schon gar nicht, dass der Zeichentrickfilm auch in spielbarer Form erhältlich ist. Etwas ungewöhnlich ist aber, dass sich die Spielversion von "Tierisch Wild" auf den Gameboy Advance beschränkt und nicht wie bei Lizenzspielen üblich, auf mehreren Spielkonsolen und / oder -handhelds erschienen ist. Vielleicht ist dies aber auch gar nicht so sonderbar, sondern rührt daher, dass man vom Erfolg des Spiels wenig überzeugt war. Ob das Spiel wirklich ein Ladenhüter ist oder eventuell doch überzeugen kann erfahrt ihr in unserem Test.

    Tierisch Wild Tierisch Wild Angelehnt an die Handlung im Film, besteht eure Hauptaufgabe in "Tierisch Wild" in der Errettung des Löwenjungen Ryan, der sich nach einem Vorfall mit den Gazellen just in einen Container zum Schmollen zurückzieht, welcher aus dem New Yorker Zoo in die Wildnis gebracht wird. Als Ryans Papa Samson das Verschwinden seines Sprösslings bemerkt, macht er sich flugs gemeinsam mit seinem Freund Benny, dem Eichhörnchen, auf, um den Kleinen zu suchen. Die (teilweise sogar zu) kurz gehaltene Erzählung der Vorgeschichte lässt die Vermutung zu, dass sich das Spiel eher an die Kinogänger richtet, die sich den Animationsstreifen angeschaut haben als an zockende Disney-Filmmuffel - also vor allem an die junge bis sehr junge Kundenschar.

    Frustrierende Rettungsaktion

    Tierisch Wild Tierisch Wild Bestreiten tut ihr die tierische Rettungsmission abwechselnd mit dem Löwen Samson und dem Eichhörnchen Benny. Wirklich schade ist, dass man nur diese zwei Charaktere steuern kann, denn schließlich schließen sich im Film drei weitere Zoobewohner dem suchenden Duo an - nämlich die Giraffendame Bridget, der Koala Nigel und die Anakonda Larry. Natürlich kommen auch diese und andere aus dem Disney Animationsstreifen bekannten Tiere im Spiel vor, doch leider haben diese lediglich Hilfs- und Informationsfunktionen. So fungiert Nigel in den Levels als Richtungsanzeiger und dank dem langen Hals von Bridget kommt Benny auf Äste, an die er sonst nicht herankommen würde. Was die steuerbaren Charaktere betrifft, da wäre es wünschenswert gewesen, wenn sich die Entwickler hier an dem Spiel zum Film "Madagascar" orientiert und alle tierischen Hauptdarsteller aus dem Kinostreifen als spielbare Charaktere gestaltet hätten. Für mehr Abwechslung und Spaß hätten weitere steuerbare Spielfiguren allemal gesorgt.

    Das Rettungsduo, welches seinen Weg durch Eislandschaften, Großstädte und natürlich verschiedene Dschungelwelten bahnen muss, begegnet im Verlauf ihres Abenteuers nicht nur diversen Hindernissen, wie mit Dornen versehene Bäume, breite Schluchten oder todbringende Wasserstellen, die ihr durch geschicktes Hüpfen und/oder Hangeln überwinden müsst, sondern auch zahlreichen tierischen Feinden (wie wilde Hunde, kratzende Katzen, gemeine Pinguine, mit Gegenständen nach euch werfende Affen), denen ihr ausweichen oder eins auswischen solltet. Angesichts der zum Teil recht großen Gegnerschar und der wenigen Leben (nur drei an der Zahl) ist sicherlich die zweite Option die ratsamere und bestimmt auch die befriedigendere.

    Tierisch Wild Tierisch Wild Das Vorankommen und somit die Errettung des Löwenjunge Ryan gestaltet sich aber nicht nur dank dieser zahlreichen Hürden als recht schwierig und mühsam. Der Grund hierfür ist vielmehr die Verknüpfung des Story-Modus' mit dem Solo-Modus. Habt ihr nämlich ein Geschichts-Level beendet, dann wird dieses Level im Solo-Modus freigeschaltet. Diese Missionen im Solo-Modus, wie zum Beispiel den Level in einer bestimmten Zeit beenden oder bestimmte Anzahl von Eicheln oder Steaks sammeln, sind aber nicht nur als Bonus gedacht - nämlich zum Erhalt von Screenshots aus dem gleichnamigen Film. Vielmehr ist das erfolgreiche Beenden einiger solcher Aufgaben zum Freischalten weiterer Levels im Story-Modus ein Muss. Das wäre ja nicht weiter schlimm, sondern würde ganz im Gegenteil den Spielspaß verlängern, wenn ... ja wenn diese Solo-Levels nur nicht der eben zuvor im Geschichts-Modus durchgespielten Abschnitte gleichen würden. Aber genau das ist ärgerlicherweise der Fall. Weder bei Groß noch bei Klein kommt nämlich große Freude auf, wenn man gezwungen ist ein Level (wenn auch mit anderer Aufgabenstellung) zu wiederholen - vor allem Levels, die man eh schon gerade mal so mit Ach und Krach nach dem 10ten und ganz entnervten Versuch endlich hinbekommen hat. Denn auch wenn "Tierisch Wild" von der ganzen Aufmachung her deutlich an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so ist der Schwierigkeitsgrad des Spiels nicht gerade kindgerecht, sondern im Gegenteil und völlig unverständlicherweise recht hoch ausgefallen. Mit nur drei Leben ausgestattet, begegnet man im Laufe des Spiels reichlich vielen kniffligen Stellen und so vielen nicht gerade zimperlich mit einem umgehenden Feinden, dass es kaum wahrscheinlich erscheint, dass vor allem Kinder solche Levels mit großer Freude ein zweites Mal durchspielen werden wollen.

    Tierisch verpeiltes Herumgehüpfe

    Tierisch Wild Tierisch Wild Einen ganz wesentlichen Anteil an dem hohen Schwierigkeitsgrad des Spiels hat sicherlich auch die missratene und (vor allem für Kinder) zu kompliziert ausgefallene Steuerung. Zum Einsatz kommen bei "Tierisch Wild" nämlich nicht nur die A- und B-Tasten, sondern diese auch in Kombination mit der L- und R-Taste. Insbesondere Kleinkinder werden überfordert sein, sich die vielen Tastenkombinationen für die verschiedenen Bewegungen der beiden Charaktere zu merken. Zwar beinhaltet "Tierisch Wild" ein Tutorial, in welchem ihr euch mit dem Bewegungsrepertoire der Zwei vertraut machen könnt, aber eine solche Einführung ist nicht vom großen Nutzen, wenn die Steuerung nicht nur recht kompliziert sondern zudem schwammig und schlampig ausgefallen ist. Beispielsweise muss man des Öfteren mit dem Eichhörnchen Benny von Pfahl zu Pfahl springen, was sich aber sehr schwierig gestaltet, da zum einen richtig genaues Timing beim Abspringen gefragt ist und zum anderen weil Benny sehr oft trotz rechts gedrückter Richtungstaste sich nach linksherum schwingt. Um das Eichhörnchen wieder richtig herum schwingen zu lassen muss man dann mehrmals die entsprechende Richtungstaste drücken, bis dieser endlich reagiert.

    Tierisch Wild Tierisch Wild Was die Grafik betrifft, so rechnet man zwar bei einem GBA-Lizenzspiel nicht unbedingt mit einer bombastischen Optik, aber es wundert und enttäuscht schon, dass man bei "Tierisch Wild" nicht einmal die für Walt Disney Spiele sonst typischen knuddelige Tiere und kunterbunten Levels geboten bekommt. Untermalt sind die jeweiligen Spielabschnitte zwar immer mit flotter und zu der jeweiligen Welt passender Musik, aber richtige Ohrwürmer sind leider nicht dabei. Ein besonderes Ärgernis sind neben der blassen, wenig knuffligen Grafik und den nervigen Steuerungsproblemen kleine Aufhänger, wie beispielsweise wenn man mit Benny an einen mit Dornen versehenen Baum gerät und dadurch das Eichhörnchen nicht nur Lebenspunkte einbüßen, sondern auch meilenweit durch die Gegend fliegen lässt, ohne dass man die Möglichkeit hat, diesen ungewollten Flug zu stoppen. Erst nach einiger Zeit (währenddessen man wie wild auf alle möglichen Tasten gedrückt hat) reagiert das Spiel endlich und man kann das arme Tierchen dann endlich wieder von der Luft auf die Erde zurückholen.

    Tierisch Wild (GBA)

    Singleplayer
    5,1 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Sound
    6/10
    Steuerung
    4/10
    Gameplay
    5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ordentliche Spielzeit
    als Extra freischaltbare Bilder aus dem Film
    Schlechte Steuerung
    für Kinder zu hoher Schwierigkeitsgrad
    nur zwei spielbare Charaktere
    Levelwiederholungen und von daher ein zu eintöniges Spiel
  • Tierisch Wild
    Tierisch Wild
    Publisher
    Walt Disney Studios Home Entertainment
    Developer
    Climax
    Release
    26.05.2006

    Aktuelles zu Tierisch Wild

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Ratatouille Release: Ratatouille THQ , Heavy Iron Studios
    Cover Packshot von Polarium Advance Release: Polarium Advance Nintendo
    Cover Packshot von Rayman Raving Rabbids Release: Rayman Raving Rabbids Ubisoft
    Cover Packshot von Tom & Jerry Tales Release: Tom & Jerry Tales Warner Bros. Home Entertainment Group , Sensory Sweep
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990822
Tierisch Wild
Tierisch Wild im Gamezone-Test
Das tierische Abenteuer von Disney und bvg kann weder technisch noch spielerisch überzeugen.
http://www.gamezone.de/Tierisch-Wild-Classic-38740/Tests/Tierisch-Wild-im-Gamezone-Test-990822/
27.06.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/gr16381-5.jpg
tests