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  • Tiger Woods PGA Tour 06 im Gamezone-Test

    Wie sich der beste Golfer aller Zeiten auf Microsofts NextGen-Konsole schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

    Die Entwickler von Electronic Arts haben sich für ihre Starttitel auf der brandneuen Xbox 360 etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die prominenten Vertreter der EA Sports-Reihe erscheinen nicht als simple Portierung mit höherer HDTV-Auflösung, sondern wurden komplett eigenständig für die neue Konsole entwickelt. So auch geschehen bei "Tiger Woods PGA Tour 06", welches zwar mit einer tollen Grafik überzeugt, dafür aber in Sachen Umfang deutlich beschnitten wurde.

    Tiger Woods PGA Tour 06 Tiger Woods PGA Tour 06 Seit fünf Jahren stellt "Tiger Woods PGA Tour" das ultimative Golfspiel auf den Konsolen dar. Die Serie hat sich seit ihrer Premiere kontinuierlich weiterentwickelt und so manche einschneidende Veränderung erfahren. Den absoluten Durchbruch hat wohl das analoge Schlagsystem gebracht, denn noch nie war es so realistisch und zugleich einfach den virtuellen Driver zu schwingen. Später kam auch noch das revolutionäre Game Face-Feature, hinzu, mit dem sich die Spieler fortan selbst auf den Platz zaubern konnten. Damals fehlte schon nicht mehr viel zum perfekten Golfspiel, doch die Leute von EA Sports drehen jedes Jahr aufs Neue an der Innovationsschraube. Die Herausforderung dabei ist groß, denn auch dieses Jahr wollen Profis und Einsteiger gleichermaßen gut und ansprechend mit Neuerungen versorgt werden. Bei der 2006er-Ausgabe von "Tiger Woods PGA Tour" fällt dies besonders stark auf, denn viele der umgesetzten Ideen sind weder Fisch noch Fleisch und bringen im Endeffekt nicht so viel Neues wie man sich im Vorfeld vielleicht erhofft hat.

    Was bietet die Xbox 360-Version?

    Tiger Woods PGA Tour 06 Tiger Woods PGA Tour 06 Der größte Unterschied der speziell für die Xbox 360 entwickelten Version zeigt sich beim Spielumfang: Während man auf den Konsolen der alten Generation noch den zentralen Rivalen-Modus spielen durfte, muss man sich bei der 360er-Version mit einem abgespeckten Karriere-Modus begnügen. Die Vorzüge des Rivalen-Modus, wie beispielsweise die klassischen Plätze, Golfstars und die historische Ausrüstung fehlen leider komplett. Natürlich sind die traditionellen Spielmodi wie "Stableford", "Fourball", "Stroke" und viele andere im Spiel enthalten, jedoch gehören diese ja ohnehin seit vielen Jahren zum guten Ton bei Golfsimulationen. Der Ablauf des völlig neuen Karriere-Modus ist schnell erklärt: Auf den sechs enthaltenen Golfplätzen müsst ihr jeweils elf verschiedene Herausforderungen bestehen, um somit neue Aufgaben und Plätze freischalten zu können. Das Ganze fängt mit schnellen Putting-Aufgaben oder Chipping-Herausforderungen in der Q-School an und endet schließlich mit der Teilnahme an der legendären PGA-Tour. Überraschenderweise macht auch diese Spielvariante viel Spaß, da die einzelnen Prüfungen sehr kurzweilig ausgefallen sind und zudem mit jeder Menge Erfahrungspunkten und Geld belohnt werden. Der stetige Geldsegen und die vielen verschiedenen Belohnungen für besonders gelungene Schläge motivieren ungemein und fesseln auch bei diesem weniger aufwendig inszenierten Spielmodus ans Joypad.

    Tiger Woods PGA Tour 06 Tiger Woods PGA Tour 06 Das große Problem der 360-Umsetzung sind allerdings die fehlenden Kurse: Im Gegensatz zu dem 15 verschiedenen Golfplätzen der anderen Versionen wird man hier mit lediglich sechs Kursen abgespeist: Riviera Country Club, Pebble Beach, TPC at Sawgrass, Carnoustie, Pinehurst No. 2, und Turnberry sind alles, was das Spiel zu bieten hat. Bei echten Hardcore-Spielern kommt da schnell etwas Langeweile auf und man merkt an diesem Umstand nur allzu deutlich, dass den Entwicklern am Ende schlichtweg die Zeit ausgegangen ist. Auch sind es einige kleinere Ungereimtheiten, die alte Fans der Serie enttäuschen könnten: So wurde der Knopf für den wichtigen Power-Boost auf den neuen LB-Schulterbutton des 360-Joypads gelegt. Dumm nur, dass man durch heftiges Drücken dieses unpassend gewählten Knopfes oft auch den Schlag mit dem linken Analogstick verreist. Warum die Entwickler für diese wichtige Funktion nicht den rechten Schulterknopf gewählt haben, bleibt uns genauso unbegreiflich, wie der Umstand, dass man diese unvorteilhafte Tastenbelegung nicht ändern kann. Auf viele Vorteile der Umsetzungen für die anderen Konsolen hat man zwar verzichtet, dafür aber das nervtötende Speichersystem vollständig übernommen: Wieso um alles in der Welt hat man dem Spiel keine "Autosave-Funktion" spendiert? Die PSP-Variante des Tigers verfügt von Haus aus darüber und es ist geradezu eine Wohltat, nicht nach jedem Match und jeder Veränderung am Spielcharakter ständig irgendwelche nervenden und doppelt nachfragenden Speicher-Meldungen beantworten zu müssen.

    Das A und O: Die neue Schlagtechnik

    Tiger Woods PGA Tour 06 Tiger Woods PGA Tour 06 Wie auch bei allen anderen Versionen von Tiger Woods' diesjähriger Konsolen-Inkarnation findet sich eine weitere große Änderung bei der bekannten Analog-Swing-Technik. Doch alle soeben in Panik aufgesprungenen Fans der Serie können sich aber wieder entspannt hinsetzen: Die gelungene Steuerung ist im Prinzip vollständig erhalten geblieben, lediglich der rechte Analogstick kann nun optional beim Schwung mit eingesetzt werden. Dieser so genannte "Shape Stick" wird für das gezielte Anschneiden des Balles verwendet, wodurch noch präzisere und weitere Schläge möglich werden und der taktische Spinn gleich beim Abschlag mitgegeben werden kann. Der "Shape Stick" findet auch beim Putten Verwendung: Auch hier darf man die Laufweite des Balles durch die Mitgabe einer Drehung gezielt beeinflussen und auch die Schläge selbst können ab diesem Teil der Serie endlich vollständig analog ausgeführt werden.

    Die hilfreichen Caddy-Tipps hat man überraschenderweise entfernt und ab sofort ist man beim Putten mehr oder weniger ganz auf sich alleine gestellt. Das neue Hilfsmittel ist nun die etwas gewöhnungsbedürftige "Optimal-Putt-Kamera": Ein Knopfdruck zeigt euch die Idealline des Balles auf dem Green und ihr könnt somit ungefähr abschätzen, in welche Richtung er geschlagen werden muss. Eine zweifarbige Einfärbung des Greens gibt zusätzlich Aufschluss über gefährliche Unebenheiten und macht es relativ einfach, das Green wie ein echter Profi zu lesen. Wer sich mit dem neuen Putting-System genügend beschäftigt, kommt nach einer Zeit ganz gut damit klar; Gelegenheitsspieler werden aber zu Beginn deutlich mehr Löcher verfehlen als treffen.

    Doch aus Rücksicht auf die langjährigen Fans der Serie wurde die neuartige Verteilung der Schlag-Steuerung auf beide Analogsticks nur sehr behutsam integriert und es ist ohne Probleme möglich, auch ohne Einsatz des neuen "Shape Stick" erfolgreich zu spielen. In der Praxis wird diese Veränderung also höchstens bei den Profis Verwendung finden, Gelegenheitsspieler werden wahrscheinlich die meiste Zeit darauf verzichten. Der Spagat zwischen diesen beiden wichtigen Käufergruppen ist EA zwar gelungen, allerdings ist die großartige Neuerung in Sachen Schlagsystem somit für viele auch wieder uninteressant.

    Endlich online - auch auf der Xbox 360

    Tiger Woods PGA Tour 06 Tiger Woods PGA Tour 06 Mit "Tiger Woods PGA Tour 2006" durften neben den PS2-Spielern endlich auch die Xbox-Besitzer online gegen menschliche Mitspieler antreten - das Ganze funktioniert natürlich auch auf der vollkommen auf Online-Gaming ausgelegten Xbox 360. Der Umfang des Onlinemodus hat uns wie auf den anderen Konsolen voll und ganz überzeugen können: Neben dem obligatorischen Lobby-Match für bis zu vier Spieler stehen ein übersichtliches Online-Leaderboard und sogar tagesaktuelle Turniere auf dem Programm. Besonders gut hat uns beim Onlinespiel übrigens das "3-Hole-Minigolf" gefallen, da mit dessen Hilfe ein unkompliziertes und vor allem schnelles Kräftemessen über drei zufällige Löcher möglich ist. Im Onlinemodus ist auch das neu hinzugekommene Wetten-Feature von größter Bedeutung: Vor dem Spiel könnt ihr von eurem bereits erspieltem Kapital Einsätze machen, was natürlich die Spannung während eines besonders knappen Matches auf die Spitze treiben kann. Die Spielergemeinschaft scheint bei Tiger Woods übrigens sehr freundlich und zuvorkommend zu sein: Während unseres Tests konnten wir verschiedene Spieler beobachten, die anderen Teilnehmern virtuelle Trainingskurse angeboten haben. Der einzige Kritikpunkt in Sachen Onlinemodus ist die teilweise recht ruckelige Verbindung und die dadurch auftretenden Lags mitten im Flug des Balles oder sogar beim Schwung mit dem Schläger. Ob diese Probleme allerdings an einer schlechten Netz-Programmierung oder einfach nur an unserer Internetverbindung gelegen haben, können wir nicht mit Sicherheit sagen.

  • Tiger Woods PGA Tour 06
    Tiger Woods PGA Tour 06
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    02.12.2005

    Aktuelles zu Tiger Woods PGA Tour 06

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von NBA 2K16 Release: NBA 2K16 2KSports , 2KSports
    Cover Packshot von FIFA 16 Release: FIFA 16 Electronic Arts , EA Sports
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990574
Tiger Woods PGA Tour 06
Tiger Woods PGA Tour 06 im Gamezone-Test
Wie sich der beste Golfer aller Zeiten auf Microsofts NextGen-Konsole schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.
http://www.gamezone.de/Tiger-Woods-PGA-Tour-06-Spiel-38762/Tests/Tiger-Woods-PGA-Tour-06-im-Gamezone-Test-990574/
08.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/tw06_360_1.jpg
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