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  • Tim in Tibet: mit Lust und Frust auf den Spuren des Yetis - Leser-Test von DarkEnel

    Tim in Tibet: mit Lust und Frust auf den Spuren des Yetis - Leser-Test von DarkEnel Nach der Comicvorlage des Jungens ohne Nachnamen und seinem kleinen Hund Struppi spielt man hier Tims Abenteuer aus dem besagten Comic von 1960 nach.

    Tim erhält die Nachricht, dass sein Freund Tschang mit einem Flugzeug auf dem Weg nach Katmandu abgestürzt ist. Von Tschang fehlt seither jede Spur. Somit macht sich Tim zusammen mit seinem Freund Kapitän Haddock und natürlich mit Struppi, auf den Weg,um ihn im Himalaya, wo Tschangs Flugzeug abgestürzt sein soll, zu suchen.

    Soweit, so gut. Ein Spiel nach Vorlage eines Comics verspricht schonmal abwechlsungsreiche Level, durchdachte Charaktere und eine interessante Hintergrundgeschichte.
    Und tatsächlich: Die Level sind enorm innovativ, es gibt Kletterturen, ein mit Rätseln und Minispielen gespicktes Kloster, einen Hang, an dem Tim ungebremst runterläuft und Hindernissen ausweichen muss, Schwimmeinlagen und natürlich auch "normale" JumpnRun Level, die allerdings keineswegs gradlinig sein müssen, viel mehr geht es meißt darum, einen bestimmten Gegenstand zu finden, Aufgaben zu erfüllen oder halt doch, wie üblich, einfach den Ausgang finden, was sich bei den teilweise recht verzweigten Level als durchaus schwierig erweisen kann.
    Überall trifft man auf bekannte Gestalten aus den Comics, muss knifflige Rätsel lösen und kommt im Verlauf des Spiels immer mehr dem Geheimnis von Tschangs Absturz und sogar dem Yeti (!) auf die Spur.

    Die Grafik ist für SNES Verhältnisse zwar nur Durschnitt, passt aber hervorragend zum Stil von Tim und Struppi. Man kommt sich quasi vor, einen interaktiven Comic mitzuerleben.
    Auch der Sound ist stimmig und wirkt nie lästig.

    Rein theoretisch hätte der Titel also beste Aussichten gehabt, ein mega Hit zu werden!
    Leider hapert es aber bei den Grundlegendsten Sachen, die für ein gutes Spiel wichtig sind...
    Die Steuerung ist unpräzise, was manche Spielabschnitte, angefangen schon beim ersten Level, fast unspielbar macht, da punktgenaue Sprünge von nöten sind. Selbst der kleinste Fehler führt in den meisten Fällen zum sofortigen Tod, so dass man meißt den kompletten Level nochmal spielen muss.
    Außerdem liegt der Schwierigkeitsgrad in praktisch jedem Level jenseits von Gut und Böse: So ziemlich alles, was sich auf dem Bildschirm befindet, ist in der Lage, Tim zu verletzen, angefangen von spielenden Kindern, über im Wasser treibendes Holz bis hin zu kofferwerfenden Schoßhunden! Dadurch wird auch ein Besuch auf dem Marktplatz oder selbst das bloße Abholen eines Briefes im Hotel zum wahren Überlebenskampf. Sollte man es tatsächlich sogar bis zur Höhle des Yeti schaffen, stellt man fest, dass selbst sein Schatten bei bloßer Berührung Tim sofort sein Lebenslicht ausbläst, egal wieviel Energie er noch hat.
    Davon abgesehn lässt sich Tims Lebensenergie durch den Genuss eines goldenen Apfels wieder auffüllen. Allerdings sind die eine wahre Rarität und meißt so plaziert dass man entweder beim Versuch, den Apfel zu erwischen ein Leben verliert, oder man an ihnen vorbeiläuft und keine Möglichkeit mehr hat, umzukehren. Noch spärlicher findet man Extraleben, welche aber selbst auf der einfachsten Stufe bitter nötig wären.
    Die einzige Möglichkeit, ein Level irgendwie zu überstehen, ohne es praktisch auswendig kennen zu müssen, ist, sich nur Zentimeterweise über den Bildschirm zu bewegen und in jedem Moment das Schlimmste erwarten, gute Reflexe natürlich vorausgesetzt.
    Leider wird dieses vorgehen noch durch einen anderen Faktor erschwert: Man hat immer nur ein recht knapp gehaltenes Zeitlimit, was ein allzu vorsichtiges durchqueren des Levels unmöglich macht, zu mal man beim ersten Spielen eh oftmals nicht weiß, wo man überhaupt hin muss.
    Besonders Lästig wird dies im oben kurz angesprochenen Kletterlevel: Dort hängt man mit Tim und Kapitän Haddock an einer Wand, verbunden sind die beiden durch ein Seil. Man kann jeder Zeit zwischen den beiden Figuren wechseln und muss so versuchen, den Gipfel zu erreichen. Allerdings muss man darauf achten, dass die beiden nicht zu weit voneinander entfernt sind, denn spannt sich das Seil, fällt Dein Partner runter und reißt Dich natürlich mit in den Tod. Gleiches passiert, sobald man den sehr eng vorgegebenen Pfad verlässt und den angrenzenden Schnee berührt: Man rutscht aus und stürzt in die Tiefe.
    Selbst das Klosterlevel mit den an sich recht interessanten Rätseln wird durch das, in diesem Fall besonders knapp gehaltene Zeitlimit, zu einer wahren Nervenfolter!

    Alles in allem hat man hier ein äußerst abwechslungsreiches JumpnRun, dass allerdings durch die ungenaue Steuerung und dem übertrieben hohen Schwierigkeitsgrad nur Profis zu empfehlen sein dürfte.

    Negative Aspekte:
    Viel zu schwer, zu ungenaue Steuerung

    Positive Aspekte:
    Passende Comicgrafik, interessante Story, abwechslungsreiche Level

    Infos zur Spielzeit:
    DarkEnel hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Tim in Tibet

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: DarkEnel
    6.0
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    5/10
    Sound
    7/10
    Gameplay
    5/10
    GameZone
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    -
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Tim in Tibet
Tim in Tibet: mit Lust und Frust auf den Spuren des Yetis - Leser-Test von DarkEnel
http://www.gamezone.de/Tim-in-Tibet-Classic-38892/Lesertests/Tim-in-Tibet-mit-Lust-und-Frust-auf-den-Spuren-des-Yetis-Leser-Test-von-DarkEnel-1007465/
05.06.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/06/timintibetcover.jpg
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