Nach der Übernahme von Free Radical durch Crytek besitzt das deutsche Entwickler-Studio auch die Rechte an der Ego-Shooter-Reihe TimeSplitters, weswegen immer wieder Gerüchte über einen vierten Teil aufkommen. Crytek UK, ehemals Free Radical, spricht laut Crytek UK's Managing Director Karl Hilton derzeit mit diversen Publishern über eine mögliche Fortsetzung der beliebten Reihe.
"Es gab seit einer Weile kein TimeSplitters-Spiel mehr. Offensichtlich ist TimeSplitters ein FPS mit einer starken Multiplayer-Komponente. Die Frage ist, ob wird diesen Weg erneut verfolgen oder eine andere Richtung damit einschlagen sollten? Oder sollten wir gleich eine komplett neue IP entwickeln?" so Karl Hilton. "Es liegt an uns, mit den Publishern über ihre Interessen zu sprechen und wie sie das sehen. Wenn sie scharf auf ein TS-Spiel sind, dann würden wir sehr gerne eins machen. Wenn sie gerne etwas Neues von uns hätten, dann machen wir das."
Falls es also ein TimeSplitters 4 geben sollte, steht noch nicht fest, in welche Richtung das Spiel gehen wird. Zwar kennt jeder die Marke, doch je nach Markt waren die Spiele unterschiedlich erfolgreich. Dennoch sollte das neue TimeSplitters viele seiner Eigenheiten nicht verlieren. Dazu zählt natürlich der unverkennbare Humor. Trotzdem war diese Art des Humors sehr britisch, weswegen man in der heutigen Zeit auf solche Eigenheiten aufpassen muss, da ein breiter Markt angesprochen werden will.
"Man sollte daher vermeiden, etwas zu Klischeehaftes zu machen, das nicht funktioniert. Gleichzeitig kann man ebenso wenig etwas Fades und Generisches machen, weil es davon schon genug gibt. Es geht darum, dem Spiel Charakter und Persönlichkeit zu verleihen, dabei aber nicht eine ganze Reihe an Leuten außen vor zu lassen, die es ansonsten vielleicht kaufen würden," so Karl Hilton weiter.
Dabei geht es jedoch nicht darum, die britische Wesensart zu opfern. Viel mehr will man mit den Publishern ausarbeiten, wie Charaktere und Story aussehen sollen. Laut Karl Hilton ist es wichtig, dass ein Spiel eine Persönlichkeit besitzt, da man ansonsten ein sehr durchschnittliches Produkt bekommen könnte.
Karl Hilton sagte außerdem: "TS hatte ein sehr hohes Ansehen innerhalb der Industrie, bei der Presse, den Entwicklern und Publishern", so Hilton. "Das ist großartig. Und mit Sicherheit begeistert sich unser Team dafür und wir würden liebend gerne ein weiteres Spiel machen. Aber jeder erkennt auch, dass das wirtschaftliche Klima einfach schwierig ist, also muss man etwas machen, das kommerziell ist, aber dennoch Integrität hat. Diese Balance muss man erstmal finden."
Quelle: www.eurogamer.de





