Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Titan Quest im Gamezone-Test

    Ob die hervorragende Grafik und die mittelalterliche Aufmachung reichen um den Genre-Thron zu erklimmen, erfahrt ihr im Review.

    Wenn die Bezeichnung Action-RPG oder Hack & Slay-RPG fällt, dann wird im gleichen Atemzug auch "Diablo 2" genannt, das noch bis heute als der Genre-König gilt. Nun will sich der noch unbekannte Entwickler Iron Lore mit "Titan Quest" profilieren und dem Blizzard-Meisterwerk Paroli bieten. Warum der explizite Vergleich mit "Diablo 2"? - Ganz einfach, "Titan Quest" spielt sich fast genauso, wie der in die Jahre gekommene Blockbuster.

    Alibi-Story

    Titan Quest Titan Quest Wie es in dem Genre fast schon eine üble Gewohnheit ist, kommt die Story bei "Titan Quest" nicht besonders raffiniert daher: Uralten Titanen, die nach einem Krieg mit Zeus und seiner Sippe eigentlich in ein ausbruchssicheres Gefängnis verfrachtet wurden, sind dummerweise geflohen und machen die Welt wieder unsicher. Und wer kann da aushelfen? - Na klar, der unbekannte und wortkarge Held, mit dem ihr euch ins Abenteuer stürzen werdet. Viel mehr ist eigentlich dazu nicht zu sagen, denn mit so etwas wie unerwarteten Storywendungen oder tiefgründigen Begebenheiten werdet ihr in "Titan Quest" nicht belästigt.

    Mach mir einen Helden

    Titan Quest Titan Quest Nachdem ihr euch das zugegebenermaßen recht ansehnlich Intro angeschaut, und wahrscheinlich auch noch etwas im Optionsmenu herumgetrickst habt, geht es schnell mit der Charaktererstellung weiter. Der erste Schock kommt prompt: Bis auf die Auswahl des Geschlechts, der Farbe der Tunika und der Namenseingabe, könnt ihr ansonsten keine weiteren Modifikationen an euerm neuen Helden vornehmen. Nach dem ersten Levelaufstieg, der nach ca. 15 Minuten anstehen sollte, dürft ihr euch dann doch für eine von acht Heldenklasse entscheiden. Neben den bekannten Fern- und Nahkämpfern werdet ihr auch auf eher ungewöhnliche Bezeichnungen wie den Verteidiger stoßen, der grundsätzlich sehr viel einstecken kann aber ansonsten eher unscheinbar daherkommt. Die zweite Besonderheit ist, dass nach dem achten Levelaufstieg erneut eine Klassenauswahl bevorsteht. So könnt ihr euch z.B. einen Kämpfer heranzüchten, der auch noch ordentlich Feuerbälle auf die Monster schleudern kann. Ob dies besonders sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage. Da bietet sich schon eher an einen Kämpfer mit einem Verteidiger zu kombinieren, um so eine unaufhaltbare Nahkampfmaschine zu züchten.

    Titan Quest Titan Quest Der Rest läuft nach dem Standardprinzip ab: Seid ihr eine Stufe aufgestiegen, könnt ihr Punkte auf die Attribute Leben, Energie (Mana), Stärke, Geschicklichkeit oder Intelligenz verteilen. Je nachdem welche Klasse ihr gewählt habt, solltet ihr euch genausten überlegen, welche Attribute ihr weiter entwickeln wollt. Die Komplexität hält sich allerdings arg in Grenzen. Nach jedem Aufstieg dürft ihr zusätzlich auch noch Fähigkeitspunkte verteilen. Von flächendeckenden Massenvernichtungsangriffen über die Möglichkeit mit zwei Waffen zu kämpfen, ist alles dabei, wobei jede Klassenspezialisierung natürlich ihre eigenen Fähigkeiten parat hält. Da ihr nach dem achten Level zwei Fertigkeitsbäume zur Verfügung habt, die übrigens stark denen aus "Diablo 2" ähneln, müsst ihr euch entscheiden, welche Klasse ihr mehr ausbauen wollt. Obwohl die Charakterentwicklung auf den ersten Blick sehr einfach erscheint, merkt man schnell, dass die einzelnen Fähigkeiten sehr gut ausgearbeitet wurden und mit der Fülle an möglichen Kombinationen könnt ihr euch zudem einen individuellen Helden erschaffen. Schade ist nur, dass das Aussehen des eigenen Recken fest vorgegeben ist.

    Das Abenteuer beginnt

    Titan Quest Titan Quest Gleich zu Beginn eurer Heldenkarriere werdet ihr in ein kleines römisches Dorf geworfen, das von fiesen Tiermenschen angegriffen wird. Mit nichts am Leib außer einer Tunika und einer mickrigen Waffe werden sogleich die ersten harmlosen Gegner zur Strecke gebracht. Wenige Augenblicke später werdet ihr euere erste Rüstung, eine bessere Waffe und magische Ringe finden, die euch die ersten Boni auf eure Attribute verpassen. Schnell stellt sich das süchtig machende Prinzip eines Hack & Slay-Rollenspiels ein, das euch kaum noch vom Monitor weglassen wird: Schnell noch einen Dungeon gesäubert, ein paar Monster zwecks Levelaufstieg zerschmettert, sich über neue magische Gegenstände gefreut und zwei Stunden sind wie im Flug vergangen. "Titan Quest" lebt von der Sammelwut und dem Levelaufstiegsbalken, der nach jedem getöteten Gegner immer mehr Richtung Westen wandert. Obwohl es unglaublich viel Spaß macht die Massen an Widersachern in den Hades zu schicken, ist das Gameplay, wenn man es objektiv betrachtet, alles andere als innovativ und anspruchsvoll. In den über 30 Stunden Spielzeit werdet ihr eigentlich nichts anderes machen, als von Stadt zu Stadt zu reisen und ein Spur der Vernichtung hinterlassen. Der Satz "Und Leichen pflasterten seinen Weg" bekommt hier eine völlig neue Dimension. Da ihr bei "Titan Quest" auf Partymitglieder verzichten müsst, ist es umso erfreulicher, dass Iron Lore einen eigentlich gelungenen kooperativen Multiplayer-Modus eingebaut habt, in dem ihr mit Freunden auf Monsterhatz gehen könnt. Dank der gut ausbalancierten Klassen lässt sich schnell eine schlagfertige Truppe zusammenstellen. Leider funktionierte der Online-Modus während des Tests nicht besonders gut. Häufige Ruckler und Verbindungsabbrüche ließen oft kein vernünftiges Spielen zu. Da muss Iron Lore unbedingt nachbessern.

    Titan Quest Titan Quest Besondere taktische Raffinesse müsst ihr bei eueren Streifzügen allerdings nicht beweisen, da eure Gegner die Weißheit nicht gerade mit Löffeln gefressen haben. Sieht euch ein Feind, rennt er zugleich ohne Rücksicht auf Verluste stur auf euch zu. Entfernt ihr euch weit genug, lässt er von euch ab und kehrt auf seine angestammte Position zurück. Das ist die komplette Verhaltensweise eines Gegners bei "Titan Quest", doch seien wir mal ehrlich, eine ausgeklügelte KI ist bei einem Action-RPG eigentlich auch nicht von großer Bedeutung. Die größeren Zwischengegner verhalten sich da kaum anders. Der einzige Unterscheid hierbei ist, dass ihr euch vor einem solchen Kampf mit genügend Heiltränken eindecken solltet. Es ist zwar sehr löblich, dass Iron Lore viele Gegnertypen eingebaut hat, doch für unterschiedliche Angriffstaktiken hat es leider nicht mehr gereicht.

    Die Spielwelt

    Titan Quest Titan Quest Neben den Hauptquests, die euch wie schon erwähnt von einer Stadt zur anderen schicken, werdet ihr auch einige Nebenaufgaben von NPCs erhalten, die sich allerdings ohne großen Aufwand im Vorbeigehen erledigen lassen. Besonders einfallsreich sind diese zudem auch nicht: Einmal müsst ihr eine verschollene Person finden, diverse Gegenstände ausfindig machen oder ein Dorf von einer Untotenplage befreien. Alle Quests laufen allerdings auf das selbe hinaus, nämlich Monster metzeln. Abseits des Hauptpfades gibt es sehr wenig zu entdecken. Manchmal werdet ihr eine Höhle oder eine Ruine mit ein paar Truhen, die neue Gegenstände beinhalten, finden, doch neue Aufträge sucht ihr vergebens. Grundsätzlich werdet ihr nicht viel verpassen, wenn ihr nicht jeden kleinsten Winkel der Welt erforscht. Eine große und non-lineare Welt, wie sie aus "The Elder Scrolls 4: Oblivion" bekannt ist, dürft ihr also nicht erwarten. "Titan Quest" lässt sich am besten mit einem Rallyspiel vergleichen. Ihr hetzt von Etappe zu Etappe und obwohl die Welt sehr groß erscheint, ist abseits der Straße nichts weiter als die Levelbegrenzung, die meist aus natürlichen Hindernissen wie Bergen oder Flüssen besteht.

    Titan Quest Titan Quest Die vielen Städte in "Titan Quest" haben bis auf die beeindruckende Architektur ebenfalls recht wenig zu bieten. Bis auf einige wenige NPCs, die euch vereinzelt Geschichten erzählen oder Aufträge geben werden und einen Händler, der erbeuteten Schätze kauft und natürlich auch seine Waren anbietet, ist absolut gar nichts los. Alle NPCs stehen Tag und Nacht wie angeklebt auf ihren Plätzen. Das ist Anno 2006 einfach nicht mehr zeitgemäß. Dafür sind die Levelumgebungen und Städte sehr abwechslungsreich ausgefallen. Während ihr im ersten Teil des Abenteurers das Römische Reich durchqueren werdet, führt euch eure spätere Reise nach Ägypten und Asien. Da die Dungeons und Landschaften nicht wie bei "Diablo 2" zufällig generiert werden, ist eine einzigartige Welt entstanden, die eigentlich nur in Dungeons etwas zu sehr nach einem Map-Editor aussieht. Dadurch sinkt allerdings der Widerspielbarkeitswert. Wer genug kreative Energie hat, kann sich übrigens mit dem mitgelieferten Map- und Quest-Editor austoben.

  • Titan Quest
    Titan Quest
    Publisher
    THQ
    Developer
    Iron Lore Entertainment
    Release
    16.02.2009

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
990840
Titan Quest
Titan Quest im Gamezone-Test
Ob die hervorragende Grafik und die mittelalterliche Aufmachung reichen um den Genre-Thron zu erklimmen, erfahrt ihr im Review.
http://www.gamezone.de/Titan-Quest-Spiel-38974/Tests/Titan-Quest-im-Gamezone-Test-990840/
07.07.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/07/screen_06.jpg
tests