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  • Tom Clancy's EndWar im Gamezone-Test

    Endwar auf dem Nintendo DS ist ein knallhartes Old-School Hexagonal-Taktikspiel für wahre Strategen und Genrefreunde.

    Überall tobt Krieg! Im neuesten Call of Duty Teil verschlägt es uns wieder in die Kriegswirren der Vergangenheit, in einem indizierten Spiel aus dem Hause Epic tobt die Schlacht in einer fernen Zukunft und in Endwar stehen sich verschiedene Parteien und Nationen im Zuge des 3. Weltkriegs gegenüber. Letztgenannter Titel macht dabei auf den Konsolen durch seine neuartige Sprachsteuerung auf sich aufmerksam, mit der man die Truppenbewegungen via Headset dirigieren kann. Wie wir wissen besitzt auch der Nintendo DS ein Mikrophon und hat mit Titeln wie Call of Duty 4 bewiesen, dass man komplexe Grafik- und Spielabläufe in abgespeckter Form durchaus passabel und spielbar auf dem Handhelden darstellen kann. Fragt sich nur ob dies im Falle der DS-Version von Endwar erneut gelang und uns ein ähnlich taktischer Leckerbissen für die Hosentasche bevorsteht.

    Tom Clancy's EndWar Tom Clancy's EndWar Kriegsgeschichte mit utopischem Ausmaß. Laut Story des Spiels heißt es in 8 Jahren sprich 2016, dass sich die einzelnen Staaten Europas vereinigen, um unter dem Banner "Vereinigte Staaten von Europa" zu agieren. Ein auch in der Realität angestrebtes Unterfangen, welches im Rahmen der G8-Runden ins Auge gefasst, aber zum Aufatmen vieler Bürger noch nicht realisiert wurde, doch das ist ein anderes Thema. Weiter heißt es in der fiktiven Geschichte, dass der russische Staatspräsident bei seinem Amtsantritt zwei Jahre später im Jahr 2018 eine feurige Rede hält und im Zuge dessen erklärt, dass Russland erneut zu einer glorreichen Weltmacht aufsteigen wird. Als sich die USA 2025 letztendlich aus der Weltpolitik zurückziehen und Europa Friedenstruppen in alle Welt entsendet führt dies zu einem Konflikt mit den Vereinigten Staaten von Amerika, zumal die Raumstation Freedom Star bei einem Sabotageakt verglüht und es zu Gefechten zwischen der JSF und EFEC kommt. In dieser Konfliktsituation sieht Russlands neuer Präsident eine Chance und greift selbst zu Maßnahmen, welche die Welt ins endgültige Chaos stürzt. Diese utopische Kriegszenerie bildet die Grundlage für das düstere Endwar in dem der Spieler in die Rolle einer dieser drei Weltmächte schlüpfen und deren Geschicke auf dem Schlachtfeld lenken kann...

    Erinnert ihr euch noch...

    Tom Clancy's EndWar Tom Clancy's EndWar An den Strategieklassiker Battle Isle? Den Lesern, denen dieser Titel geläufig ist, werden sofort die Parallelen zu Endwar entdecken, da es sich um ein ähnliches rundenbasiertes Spielprinzip handelt. Auf der Karte bekommen wir unsere Truppen in hexagonalen Feldern zu Gesicht und können diese Runde um Runde dem Sieg entgegen bewegen. Auch hier herrscht das klassische Spielprinzip, denn tippt man die jeweilige Einheit mittels Stylus an, so wird angezeigt wie weit sich diese auf der Karte bewegen kann, bzw. welche Stärke sie besitzt. Dabei sollte man darauf achten, z.B. niemals eine kleine Infanteristentruppe gegen eine Panzerdivision in die Schlacht zu schicken, da eine Niederlage vorprogrammiert ist. Endwar hält sich peinlich genau an die Angaben und wenn die eigenen Streitkräfte im Gegensatz zu den feindlichen Truppen über zu niedrige Angriffs- bzw. Verteidigungswerte verfügen, dann ist die Schlacht nicht zu gewinnen. Das Zufallsprinzip greift hierbei nicht, denn alles ist auf pure Taktik ausgelegt. Zudem ist es ungünstig z.B. mit Panzern auf Wasserfahrzeuge zu feuern, da zum einen die Reichweite und zum anderen auch die nötige Durchschlagskraft nicht gegeben sind. Man sollte sich also wohl überlegen, welche Einheit man zieht und zum Einsatz gegen die unterschiedlichsten Fahrzeuge und Truppen des Gegners bringt, ähnlich wie beim Stein, Schere, Papier-System. Kehrt die Einheit angeschlagen oder schwer beschädigt aus dem Kampf zurück kann man sie mittels Depot (Landtruppen), Flughafen (Luftwaffe) oder Hafen (Marine) wieder in Stand setzen lassen, doch manchmal ist der Weg zum sicheren Hauptquartier ein äußerst beschwerlicher, welcher ebenso gut überdacht sein muss. Und da sich Fußtruppen nur langsam voran bewegen, kann man diese mittels Mannschaftswagen schneller zur Front schicken oder von dort abholen und in Sicherheit bringen.

    Tom Clancy's EndWar Tom Clancy's EndWar Um den nötigen Druck auszuüben kann man den Gegner "klemmen" wie es im Spiel so schön heißt. Das bedeutet im Klartext, dass man die feindliche Einheit von rechts und links in die Zange nimmt, was die Angriffswerte dementsprechend erhöht, denn auch hierbei gilt, das zwei Einheiten definitiv stärker sind, als ein einzelner Trupp. "Blockt" man hingegen, dann versperrt man mit einer Einheit wichtige Zugänge, wie z.B. die des eigenen HQ's, so dass es den Feinden schwerer gemacht wird dies einzunehmen. Diese taktischen Finessen sind aber auch schon beinahe alle, die es gibt, da in Bezug hierauf definitiv gespart wurde. Auch läuft eine Mission immer gleich ab, das heißt entweder muss man allen Einheiten den Garaus machen oder ein feindliches Hauptquartier besetzen. Dies wird auf Dauer recht eintönig, da es abweichend von diesen Parametern wenig zu tun gibt. Im Klartext heißt das: Bewegungsphase; Aktionsphase; Den Zug vom Gegner abwarten; Aktionsphase vom Gegner abwarten; Wiederholung dieses Aktionsschemas. Echte und knallharte Strategen wird diese Art des Gameplays freuen, actionverwöhnte Spieler hingegen sollten sich gesagt sein lassen, dass es hiervon herzlich wenig zu sehen gibt.

    Tom Clancy's EndWar Tom Clancy's EndWar Wer sich noch nie mit rundenbasierten Strategiespielen auseinandergesetzt hat muss aber nicht befürchten im Menüdschungel unterzugehen, da ein ausführliches Tutorial über alle möglichen Funktionen und Vorgehensweisen aufklärt. Außerdem gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen, die mit den jeweiligen Fraktionen gekoppelt sind. Die leichteste Kampagne ist die der European Federation Enforcers Corps (EFEC), während die der amerikanischen Joint Strike Force (JSF) schon etwas schwieriger zu bewerkstelligen ist. Die schwerste Kampagne haben die russischen Spetsnaz-Brigaden zu bestreiten, so dass für jeden Feldherrn eine geeignete Herausforderung dabei ist.

    Bewegung, Bewegung, Bewegung

    Tom Clancy's EndWar Tom Clancy's EndWar Endwar bietet dem Spieler zwei Arten der Bedienung. Entweder kann man auf die klassische Variante zurückgreifen und alles via Buttons steuern oder man nimmt den Stylus zur Hilfe. Warum sollte man letztere Methode auch nicht bevorzugt nutzen, da die Steuerung hierbei tadellos reagiert und der DS schließlich auf die Touchscreen-Funktionen ausgelegt ist. Zudem ist es somit viel komfortabler die jeweiligen Züge zu planen, da mit der Nutzung des Stifts alles viel schneller funktioniert. Dabei spielt sich der taktische Teil auf dem unteren Touchscreen ab, während wir auf dem oberen Bildschirm immer die aktuellen Infos zur jeweiligen Einheit geliefert bekommen. Sehr ärgerlich ist aber die Tatsache, dass der kleine DS zwar über ein Mikrophon verfügt, dieses aber nie genutzt wird, so wie die Headsets bei der "großen" Variante des Spiels. Das lässt die böse Vermutung zu, dass sich die Entwickler nicht wirklich mit den Möglichkeiten des DS auseinandergesetzt haben, da die anderen Versionen ja förmlich auf dem Sprachsteuerungsfeature basieren und dies enorm in den Vordergrund rücken. Doch auch ohne Sprachsteuerung funktionieren beide Bedienweisen sehr gut und unumständlich, wenn man sich erst einmal mit dem Prinzip vertraut gemacht hat.

    Vorkriegs- oder Vorzeigetechnik?

    Tom Clancy's EndWar Tom Clancy's EndWar Die Grafik auf dem Nintendo DS kommt natürlich nicht dermaßen pompös wie auf den Konsolen daher, nutzt die Fähigkeiten des kleinen Handhelden aber auch nicht wirklich aus. Die zweidimensionale Karte ist zwar übersichtlich, bzw. verständlich, wirkt jedoch etwas zu klein und grafisch doch etwas angestaubt. Eine etwas aufpolierte Version des angesprochenen Battle Isle ist hierfür sicherlich ein recht guter Vergleich, doch wenn man bedenkt, dass dieser Titel im Jahre 1991 erschien, dann ist die Grafikleistung für 2008 zu wenig. Und auch wenn die Karte ein wenig angestaubt in Szene gesetzt wurde, so bekommt man auf dem oberen Bildschirm hin und wieder Gefechtsszenen zu Gesicht, wenn man seine Truppen in den Kampf schickt, bzw. diese angegriffen werden. Diese Szenen sind durchaus "nett" anzusehen, reißen das grafische Ruder aber auch nicht herum, da sie nicht sonderlich ansprechend animiert wurden. Unterm Strich könnte man das Ganze als zweckdienlich bezeichnen und liegt damit höchstwahrscheinlich gar nicht mal falsch.

  • Tom Clancy's EndWar
    Tom Clancy's EndWar
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Funatics Software GmbH (DE)
    Release
    06.11.2008

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992009
Tom Clancy's EndWar
Tom Clancy's EndWar im Gamezone-Test
Endwar auf dem Nintendo DS ist ein knallhartes Old-School Hexagonal-Taktikspiel für wahre Strategen und Genrefreunde.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-EndWar-Spiel-39207/Tests/Tom-Clancys-EndWar-im-Gamezone-Test-992009/
24.11.2008
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2008/11/EndWar_DS_screen_3.jpg
tests