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  • Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder im Gamezone-Test

    Tom Clancy's gelungene Fortsetzung der "Ghost Recon" Serie nun auch für die Xbox.

    Panzer auf Neun Uhr!

    Wie bereits in "Ghost Recon", dem direkten Vorgänger von "Ghost Recon - Island Thunder", handelt es sich bei diesem Titel um eine direkte Portierung der PC-Version. Allerdings handelt es sich bei der Xbox-Version nicht um das PC übliche AddOn, sondern selbstverständlich um ein eigenständiges Produkt welches den Vorgänger nicht benötigt um zu laufen. Dies ist besonders angesichts des günstigen Preises sehr positiv, bietet uns das Game doch den Spaß eines Vollprodukts zum Preis eines Budget-Titels.

    Zeitlich ist "Ghost Recon - Island Thunder" zwei Jahre später angesiedelt und versetzt uns demnach in eine fiktive Zukunft des Jahres 2010. Wie zu erwarten agieren wir im Namen der amerikanischen Regierung und erhalten diverse Aufträge gegen die Wiederstandskämpfer Castro's und anderer Bösewichte anzutreten. Dabei hat sich vom Gameplay her wenig geändert, nach wie vor befehligen wir zwei Lanzen zu je drei Mann, individuell unseren Wünschen nach mit entsprechenden Waffen ausgestattet. Auch die bekannten Spezialisten sind wieder mit von der Partie, die entsprechend der vorgegebenen Situation eingesetzt werden wollen. Wem das zu kompliziert ist oder schlicht zu lange dauert, der kann die Zuweisung auch der Xbox überlassen. Meist kann man sich auf diese Vorauswahl auch verlassen, da - wenn möglich - immer die benötigten Spezialisten ausgewählt werden, wobei die mit der meisten Erfahrung und den geringsten Verletzungen vorgezogen werden.

    Wie man es von einem Tom Clancy Titel erwarten kann, fordert das Spiel eine vorsichtige Herangehensweise und taktisch geschicktes Verhalten, denn in wilder Rambo-Manier verliert man seine Männer schneller als diese nachladen können. Die Einflussnahme auf den Körper des steuernden Soldaten ist ebenfalls wieder sehr gut gelungen, so vergeht das Pfeifen im Ohr erst wieder nach einer Weile, wenn wir zu nahe bei einer explodierenden Granate standen, ebenso der Blendeffekt wenn wir dummerweise direkt in eine Explosion hineingeschaut haben. Leider nicht so gelungen ist die einfache Funktion eine Tür zu öffnen. Dazu wird man im Handbuch noch darauf hingewiesen, dass es ungeschickt ist eine Tür zu öffnen und dann davor stehen zu bleiben, da sich dahinter ja ein Feind verbergen könnte. In der Praxis leider scheint der Charakter magisch von den Scharnieren angezogen zu werden, denn trotz der Verzögerung bis sich der Durchgang öffnet, ist man nicht in der Lage den Charakter wegzubewegen, wie festgenagelt bleibt er stehen bis er sich geöffnet hat. Hier würde man sich doch eine Funktion wünschen Türen eintreten oder aufsprengen zu können, statt immer wie der Milchmann anzuklopfen und dann dumm dazustehen.
    Dafür funktioniert die Bedienung der externen Waffen umso besser. Stationierte Maschinengewehre oder Granatwerfer können mit einem Druck auf den linken Stick besetzt und benutzt werden, haben aber den Nachteil inne, dass sie kein Fadenkreuz besitzen. So büßt man für die höhere Feuerkraft etwas an Zielgenauigkeit ein, was aber anhand des Umstandes, dass man sich eh nie alleine durchs Feindgebiet schlägt, vernachlässigbar ist.

    Am Interface hat sich kaum etwas geändert, es erlaubt uns nach wie vor das schnelle Wechseln der Charaktere per Tastendruck, ebenso schnell kann die Position des Soldaten von stehend über kniend bis zu liegend geändert werden und auch der überlebenswichtige Zoom liegt direkt auf einer eigens dafür reservierten Taste. Ins taktische Menü gelangt man per linker Schultertaste, wo man ebenfalls nur den linken Stick benötigt um im kreisförmigen Menü die Grundhaltung der einzelnen Soldaten auszuwählen oder sich mit dem Radarbild eine Übersicht über das Gelände verschafft.
    Die recht ausführliche Zusammenstellung der Truppe vor dem Einsatz wurde ebenfalls vorbildlich gelöst und sollte Niemanden vor Probleme stellen. Anhand der gezeigten Symbole lässt sich schnell ablesen in welchem Gebiet der gewählte Soldat Spezialist ist und mit welchen Waffen er ausgestattet wurde. So geht selbst die manuelle Zusammenstellung recht flott von der Hand ohne in zig Untermenüs wühlen zu müssen.

    Auch wenn die Grafik bei weitem noch nicht das ist was auf einer Xbox möglich wäre, so sieht man doch deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Die Landschaften sind wesentlich detaillierter ausgefallen und erzeugen besonders wegen der bewegten Flora und Fauna einen sehr realistischen Eindruck. Bei Sonnenschein wiegen sich die Blätter der Büsche und die Tannenwipfel leicht im Wind, während die Vögel ihr Lied von den Bäumen trällern, und während eines Gewittersturms zucken die Blitze über den grauen Himmel und die Äste der Bäume hängen schwer vom Wasser traurig nach unten. Das vom Himmel stürzende Wasser sucht sich seinen Weg vom Dach auf den Boden, wo es dieses typisch dumpfe Plätschern erzeugt, wie man es nur unter einem Regenmantel zu hören bekommt, und sogar von den großen Felsen bahnt sich das Nass seinen Weg in das versickernde Rinnsaal.

    Die Missionen selbst und die zugehörigen Areale lassen wieder einmal erkennen, dass hier jemand mit Sachverstand am Werk war, denn ohne genaues sondieren der Lage und der Gegner hat man nicht die Spur einer Chance. Geht man aber mit etwas taktischem Kalkül ans Werk bemerkt man schnell, dass die Missionen eigentlich nie unfair schwer sind, ganz im Gegenteil gibt es meist verschiedene Wege ans Ziel zu kommen. Einzig das Platzhirschverhalten der Gegner darf man etwas kritisieren, denn es kommt praktisch nie vor, dass sich die Gegner gegenseitig Hilfe leisten. Hat man z.B. die Aufgabe ein komplettes Lager mit mehreren Gebäuden zu übernehmen, kann man sich diese brav einzeln vornehmen, da garantiert kein böser Bube auf die Idee kommt sein Haus zu verlassen um den Kameraden im Gebäude daneben beizustehen. Ähnlich verhalten sie sich auch im offenen Gelände, nur ganz selten werden wir dort abgefangen oder direkt angegriffen, meist wartet der Gegner brav auf unser Erscheinen. Dann allerdings verhält er sich kein bisschen dumm, geht in Deckung um nachladen zu können und nimmt auch schon mal Reißaus wenn er die Aussichtslosigkeit seiner Lage erkennt.

    Die kredenzte Soundkulisse gibt sich erwartungsgemäß realistisch und überzeugt vor allem wegen der gelungenen Waffengeräusche sowie der vielen gebotenen Umweltsounds. Egal ob es der bereits erwähnte Regenfall ist, der je nach Untergrund verschiedene Geräusche erzeugt, die diversen Maschinen und Motoren aber auch das Mündungsfeuer der Feinde, immer lässt sich die Herkunft des Geräusches hervorragend lokalisieren. Musik gibt es nur in den Menüs und dem Briefing zu hören, überall Anders wäre sie aber auch fehl am Platze.

    Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder (XB)

    Singleplayer
    8,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ausgewogener Schwierigkeitsgrad
    im Detail verbesserte Grafik
    viele verschiedene Waffen und Spezialisten
    sehr realistische Soundkulisse
    angenehmes Interface
    Im Vergleich mit der Konkurrenz macht "Ghost Recon: Island Thunder" einen etwas angestaubten Eindruck, mitunter wünscht man sich etwas mehr Handlungsmöglichkeiten, wie das eintreten einer Türe oder das Tauschen von Waffen
  • Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder
    Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    01.09.2003

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Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder
Tom Clancy's Ghost Recon: Island Thunder im Gamezone-Test
Tom Clancy's gelungene Fortsetzung der "Ghost Recon" Serie nun auch für die Xbox.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Ghost-Recon-Island-Thunder-Spiel-39194/Tests/Tom-Clancys-Ghost-Recon-Island-Thunder-im-Gamezone-Test-989404/
04.09.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/09/TV2003090311465600.jpg
tests