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  • Tom Clancy's Ghost Recon im Gamezone-Test

    Anhand der insgesamt vielen Clancy Titel muss man schon aufpassen und ganz genau hinsehen, in welche Rolle man wo seine Einsätze abspult.

    Ghost Recon ist nämlich kein Rainbow Six Titel und hat erst Recht nichts mit Splinter Cell zu tun, sondern findet im Jahre 2008 statt, in dem sich die Welt am Rande eines Krieges befindet, da radikale Ultranationalisten in Russland die Regierung entmachtet haben. Ihr Ziel ist die Wiedereinführung des Russischen Imperiums.
    Dagegen arbeitet die amerikanische Regierung, indem sie stabilisierende Kräfte in die Gegend entsendet, mit der Aufgabe die einzelnen Gebiete so lange wie möglich friedlich zu halten. Eine dieser Truppen ist die US Special Forces 5, erstes Bataillon, 5. Kompanie. Ausgebildet in den neuesten Techniken der verdeckten Kriegsführung sind sie die unsichtbaren Hüter des Friedens, sie nennen sich "The Ghosts".

    Das Gameplay ebenso wie der Rest des Spiels ist eng an die PC Version angelehnt. Nicht nur die gleichen Missionen auch die kompletten Features wurden in vollem Umfang auf die PS2 übernommen. In 15 Missionen können wir uns also mit unserem insgesamt sechs Mann starken Team, welches in zwei Gruppen eingeteilt ist, auf den Schlachtfeldern Russlands austoben. Zusätzlich besitzt die PS2-Version exklusiv noch acht Desert Siege Kampagnen, womit insgesamt 23 Missionen zu bestreiten sind. Die Aufgaben umfassen dabei Aktivitäten vom Zerstören feindlicher Stellungen oder Brücken, gefangene Personen zu suchen und zu retten oder einfach nur harte Stellungs- und Eroberungskämpfe. Bevor wir uns allerdings in den Kampf stürzen können, empfiehlt es sich das ausführliche Briefing aufmerksam zu verfolgen, da die gelieferten Informationen mitunter recht wichtig sind und nicht wiederholt werden. Klar kann man im Einsatz seinen Missionsstatus kontrollieren, um zu sehen was es noch alles zu tun gibt, unterstützt von einer Übersichtskarte mit diversen Navigations- und Missionspunkten, alles verrät sie einem allerdings nicht. So ist schon die Auswahl der Teammitglieder von essenzieller Bedeutung, de jedes seine spezifischen Vor- und Nachteile besitzt, schon alleine wegen der Waffengattung der er angehört. Im Laufe des Spiels erhöhen sich zudem die Erfahrungswerte der einzelnen Teammitglieder, und als besonderes Feature werden beim erfolgreichen erfüllen primärer Missionsziele Spezialisten freigeschaltet, welche die Standard-Soldaten (man verzeihe mir diesen Ausdruck) in ihren Fähigkeiten um einiges Übertreffen und auch technisch besser ausgestattet sind. Der normale Sniper arbeitet z.B. mit einem M24 Geweher, der Spezialist hingegen besitzt schon ein M82 oder ein L96A1. Besonders das M82 fällt positiv auf, da es als einziges eine doppelte Zoomfunktion besitzt.

    Ebenfalls gut zu Gesicht steht dem Gameplay die Möglichkeit das Spiel jederzeit speichern zu können. Das erspart dem Spieler den völligen Neubeginn der mitunter doch recht langen Missionen (je nach Spielweise). So kann man nach dem Tod eines Kameraden einfach den letzten Speicherstand aufrufen und einen neuen Versuch starten. Womit wir allerdings auch schon beim größten Manko des Spiels sein dürften, nämlich den vielen "Versuch macht klug" Stellen im Spieldesign, die der Spieler nur durch x-maliges ausprobieren schaffen kann. Dafür begeistert der ansonsten an den Tag gelegte Realitätssinn, der sich z.B. beim Waffenwechsel oder dem Nachladen duieser zeigt, der eben nicht augenblicklich geschieht, sondern eben eine gewisse Zeit benötigt. Ebenso die zunehmende Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Soldaten bei Verletzungen. Zudem darf man die recht hohe KI der Mitstreiter nicht unerwähnt lassen, die einen schon mal staunen lässt, wenn man bemerkt, dass einem der Kamerad so eben das Leben gerettet hat und man selbst nicht einmal den Feind zu Gesicht bekam. Auf der anderen Seite treten in Innenräumen schon seltsame Effekte auf, wenn z.B. zwei Soldaten gleichzeitig durch eine Türe gehen wollen.

    Die gebotene Grafik kann nicht mit Tom Clancy's aktuellstem Titel "Splinter Cell" mithalten. Ganz im Gegenteil gibt sie sich eher funktionell und manchmal fast schon detailarm, schafft es aber noch "Conflict: Desert Storm" zu überflügeln und vor allem die Texturen selbst sehen einen Tick besser aus als auf der Xbox(?!). Die Fähigkeiten einer PS2 schöpft das Game allerdings nicht aus, woran man immer wieder erinnert wird, wenn am Horizont die Berge aufpoppen oder der Grund wie eine Ansammlung von Dominosteinen aussieht. Grafische Filter oder Effekte werden selten aber zielgerichtet eingesetzt, sehen mitunter aber eher deplaziert aus, wie z.B. die sich eckig ausbreitenden Explosionen von Fahrzeugen. Dazu kommt ein permanenter Nebel im Hintergrund, den ich so aus der PC-Fassung nicht in Erinnerung hatte, und der zudem entfernte Feinde komplett verschwinden lässt. Da den Programmierern dies ebenfalls aufgefallen zu sein scheint, besitzt die PS2-Version erstmalig den bereits aus anderen Ego-Shootern bekannten Hitmeter, welcher anzeigt ob und aus welcher Richtung man soeben beschossen wird.

    Die Soundkulisse dagegen gibt sich sehr zurückhaltend, wirkt deswegen aber nicht schlecht sondern eher Real. Ab und zu fließen sogar kurze Melodien ins Game ein, aber nur kurz und sehr dezent. Meist hört man nur die Körpergeräusche des eigenen Charakters und natürlich die Waffen wenn es zur Sache geht.

    Die Steuerung ist erwartungsgemäß komplex und doch sehr gelungen und schnell zu bedienen. Im Kampf selbst bewegt man den Soldaten wie bekannt mit dem linken Stick während man mit dem rechten Stick die Blick- und Schussrichtung bestimmt. Ein Druck auf L2 und R2 zoomt die Ansicht. Die Aktionstasten sind mit dem Waffenwechsel und dem Nachladen belegt, sowie dem Schalter zum wechseln der Soldaten. Die rechte R1-Taste dient wie erwartet zum Feuern und hinter der linken L1 verbirgt sich die taktische Karte mit weiteren Funktionen wie dem erteilen von Befehlen. Zudem ist es in dieser Ansicht ebenfalls möglich zwischen den Soldaten zu wechseln.

    Vom ausführlichen Multiplayer-Part der Xbox-Version ist auf der PS2 nur noch ein eiziger Splitscreen-Mode übrig geblieben, an dem man zu zweit den Missionsmode durchspielen kann. Ein vernetzen der PS2 oder gar ein Online spielen ist nicht möglich. Deswegen die schlechtere Wertung im Gameplay, da ein Ghost Recon alleine gespielt wie ein halbes Produkt wirkt. Und wenn wir schon beim direkten Vergleichen sind, die PS2-Version strapaziert die Nerven des Spielers mitunter mit sehr langen Ladezeiten, die man in diesem Ausmass von der Xbox her nicht kennt.

    Tom Clancy's Ghost Recon (PS2)

    Singleplayer
    8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    10/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Ausgereifte Singleplayer-Kampagne
    tiefes und spannendes Gameplay
    trotz des hohen Realitätsgrades hält sich er Schwierigkeitsgrad in schaffbaren Grenzen
    Etwas übersichtlicheres Interface als die Xbox-Version
    Grafik wirkt etwas altbacken und ist nicht auf dem neuesten Stand der Technik
  • Tom Clancy's Ghost Recon
    Tom Clancy's Ghost Recon
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    05.12.2002
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989041
Tom Clancy's Ghost Recon
Tom Clancy's Ghost Recon im Gamezone-Test
Anhand der insgesamt vielen Clancy Titel muss man schon aufpassen und ganz genau hinsehen, in welche Rolle man wo seine Einsätze abspult.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Ghost-Recon-Spiel-15787/Tests/Tom-Clancys-Ghost-Recon-im-Gamezone-Test-989041/
06.12.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/12/screen_shotimage011.jpg
tests