Tom Clancy's Ghost Recon im Gamezone-Test

Test Peter Grubmair

Eine Art Rail Shooter, der erst langsam in Gang kommt, dann aber durchaus zu fordern versteht.

Moskau wurde von russischen Ultranationalisten eingenommen die sich nun darauf vorbereiten auch in Norwegen einzufallen. Ein klarer Fall für die Ghosts, welche losgeschickt werden um ihnen das Handwerk zu legen. Auch wir sind in Person von Hibbard und Booth (die heißen wirklich so) mit von der Partie und versuchen im Zweierteam den bösen Russen einzuheizen. Das ist die Ausgangssituation von Ghost Recon für die Wii, einer Art Rail Shooter mit Zusatzfunktionen.

Tom Clancy's Ghost Recon Tom Clancy's Ghost Recon Ghost Recon für die Wii wurde konsequent für zwei Spieler umgesetzt, lässt sich aber auch alleine ganz gut zocken. Ähnlich wie bei einem Rail Shooter müssen wir unsere Protagonisten nicht selbst bewegen, sie marschieren ausschließlich auf vorgegebenen Bahnen. Doch tun sie das nicht automatisch, sondern von Checkpoint zu Checkpoint und das auch nur sobald wir den "Befehl" dazu geben, also mit der WiiMote darauf zeigen und die A oder C-Taste drücken. An manchen Stellen auch bekommen wir nicht nur den kommenden, sondern zusätzlich auch den nächsten Checkpoint angezeigt, insofern sich dieser in vernünftiger Reichweite befindet. Während sich unsere Ghosts von einem Punkt zum nächsten bewegen, können sie nach wie vor ihre Schusswaffen gebrauchen, werden dadurch aber etwas langsamer und sind dabei auch nicht besonders treffsicher. Schütteln wir die WiiMote während sich die Ghosts bewegen, suchen sie besonders schnell Deckung.

Gezielt wird natürlich indem wir mit der WiiMote auf den Screen zeigen und geschossen wird mit der B-Taste. Damit wir aber auch vernünftig treffen muss zum Zielen die Z-Taste gedrückt werden, was unseren Ghost aus der Deckung gehen lässt und bei bestimmten Waffen, wie dem Scharfschützengewehr, in den Zoom-Modus wechselt. Ohne Z-Taste schießen unsere Jungs zwar auch, aber recht unkontrolliert. Was sich so banal anhört, spielt sich die ersten Kapitel auch genau so und lässt uns Anfangs Schlimmes befürchten. Doch hat man erst einmal die erste Gameplay technische Durststrecke überwunden beginnt sich der Titel tatsächlich zu entwickeln. Es gesellen sich nämlich diverse neue Elemente hinzu welche aus Ghost Recon dann doch mehr machen als einen lapidaren Rail Shooter mit der Möglichkeit selbst bestimmen zu können wie schnell man voranschreiten möchte. Besonders wenn man den Titel zu Zweit spielt können sich die so richtig entfalten.

Tom Clancy's Ghost Recon Tom Clancy's Ghost Recon Immer öfter nämlich kommen wir nur weiter wenn wir mit unserem Ghost gut im Team zusammenarbeiten. Beispielsweise kann der Ghost mit dem Scharfschützengewehr nur selten vernünftig Ziel aufnehmen wenn ihn die Ultranationalisten mit Maschinengewehren in die Deckung drücken. Darum hat sich dann der jeweils andere Ghost zu kümmern. Gleiches gilt wenn unser Team von ferngesteuerten Drohnen angegriffen wird oder die RPG zum Einsatz kommt. Besonders diese braucht nämlich mehrere Sekunden bis sie ein Ziel erfasst hat, während derer man unbedingt von seinem Begleiter gedeckt werden muss. Nicht selten geschieht dies unter Zeitdruck, beispielsweise weil der Panzer seinen Geschützturm schon in unsere Richtung dreht. Kommt dieser erst einmal zum Schuss, sieht es meist schlecht aus für unsere Ghosts.

Tom Clancy's Ghost Recon Tom Clancy's Ghost Recon Welche Waffen unser Team pro Kapitel bekommt schreibt uns das Spiel vor, allerdings können die beiden Ghosts ihre Sets wechseln, wenn sie wollen. Oft schon lässt die Waffenauswahl auf die bevorstehenden Gegner schließen, was kein Nachteil sein muss. Zusätzlich zu den verschiedenen Waffensystemen verfügt unser Team über die sogenannte Fokusfähigkeit, wobei es sich um eine Art Bullet-Time handelt. Sie lässt sich an jeder Stelle auslösen und versetzt das Game für einige Sekunden in Zeitlupe, vorausgesetzt wir verfügen noch über wenigstens ein Fokus-Icon. Diese liegen, wie auch die Health-Icons, direkt an den jeweiligen Checkpoints und werden automatisch eingesammelt. Während zum Auslösen der Fokuszeit ein Tastendruck genügt, müssen wir zum Heilen eines Teammitglieds mit der WiiMote auf ihn zeigen und die A-Taste drücken, schon verabreicht im der jeweils andere eine heilende Dosis Wundermittel. Könnte man darauf noch von ganz alleine kommen, schließlich wird einem ein deutliches Kreuz eingeblendet wenn man einen der Ghosts anvisiert, wurde die Funktion zum Nachladen schon besser "versteckt". Dafür nämlich muss man außerhalb des Screens zielen und die Feuertaste drücken. Dies funktioniert auch während sich das Team bewegt, was es aber wiederum verlangsamt.

Die zugrundeliegende Geschichte wird uns ausschließlich in Ingame-Sequenzen präsentiert die mitunter recht "einfach" aussehen. Generell bewegt sich das Gezeigte eher auf mittlerem Wii-Niveau, läuft dafür aber durch die Bank ruckelfrei und ohne auffällige PopUps oder Ähnliches über den Screen. Gegner gleichen Typs sehen auch immer gleich aus und das in Massen. Das lässt uns zwar auf den ersten Blick erkennen welche Taktik wir bestenfalls gegen sie einsetzen sollten, hat aber auch bisschen was von einer Schießbude.

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