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  • Tom Clancy's Rainbow Six 3 im Gamezone-Test

    "Rainbow Six 3" zeigt den Taktikshootern auf der Xbox offline wie online wo die MP hängt.

    Open, frag and clear

    "Rainbow Six 3" für die Xbox ist nicht, wie man anhand des Titels meinen könnte, die direkte Portierung des gleichnamigen PC-Spiels. Zwar wurden viele Elemente übernommen und wiederverwendet, das Gameplay und Leveldesign ist aber ein anderes. Dabei blieb "Rainbow Six" aber das was es schon immer war, nämlich ein teambasierter Taktikshooter der auf der Xbox noch mit dem netten Feature aufwartet die eigenen Mannen per Sprachbefehl kommandieren zu können.

    In der Singleplayer-Kampagne schlüpfen wir in die Rolle des Teamleaders unter dem Kommando von Dave Clark. Die gebotenen Missionen verlangen meist von uns diverse Geiseln aus der Hand der Terroristen zu befreien. Da bei "Rainbow Six 3" ein besonderes Gewicht auf das taktische Vorgehen gelegt wurde, sind unsere begleitenden Einheiten nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern wollen vernünftig und vorsichtig eingesetzt werden. Denn das Game toleriert weder ein zu stürmisches Vorgehen, noch funktioniert das schnöde Vorausschicken der virtuellen Kameraden, die in diesem Falle schneller das Zeitliche segnet als man das Levelende zu Gesicht bekommt. Befehle können wir entweder mit der Aktionstaste und dem Steuerkreuz, oder dem Headset geben. Benützen wir das Pad dafür, können wir entweder die Aktionstaste kurz drücken, während das Fadenkreuz auf eine geschlossene Türe zeigt, woraufhin die Standardaktion ausgeführt wird. Diese lautet "Türe öffnen und sichern". Halten wir die Aktionstaste hingegen gedrückt, erscheint ein Auswahlmenü mit den Möglichkeiten die Türe zu öffnen und zu sichern, eine Blend- oder Splittergranate hineinzuwerfen, oder gleich das komplette Programm auszuführen mit "Öffnen, Blendgranate und sichern". Je nachdem wo unser Fadenkreuz hin zeigt, stehen uns diverse Möglichkeiten zur Verfügung, wie Vorstoßen, Gebiet sichern oder Geisel beschützen. Denn als geübter Spieler weiß man natürlich schon, dass auch die vermeintlich freundlich gestimmten Geiseln besser zu verwahren sind, es könnte sich ja um einen verkleideten Terroristen handeln. So richtig Stimmung freilich kommt erst auf wenn wir das Headset benutzen und unsere Kameraden damit befehligen. So nämlich kann man seinen Finger immer am Abzug der Waffe halten und bekommt auch nicht das sichtraubende Auswahlmenü eingeblendet. Die Spracherkennung selbst, die knapp 50 Befehle versteht, funktioniert erstaunlich gut und schnell. Denn kaum hat man sein "Go!" ins Mikro gebrüllt setzen sich die Elite-Soldaten auch schon in Bewegung, selbstverständlich nicht ohne uns vorher ein "Roger" gegeben zu haben.

    Die KI der Gegner darf man als sehr gelungen bezeichnen, denn es ist eine wahre Freude sie zu beobachten, wie sie aus der Schusslinie hechten, in der Deckung nachladen und dann nur kurz ihren Kopf hervorstrecken um ein paar schnelle Schüsse abzugeben. Mitunter laufen sie sogar davon und kehren mit Verstärkung zurück. Aber auch die Intelligenz der eigenen Mannen ist nicht ohne, die meist schnell und sauber Ziel aufnehmen ohne sich auf dem Präsentierteller zu stellen. In Verbindung mit dem gelungenen Leveldesign entstehen so wirklich spannende Missionen, die einen ein recht tiefes Spielerlebnis bieten.

    Der Multiplayer-Part über Xbox Live! oder per lokal verlinkter Xboxen ist ebenso gut gelungen wie das Einzelspiel. Denn alle vorstellbaren Modi wurden umgesetzt und noch etwas mehr. So wird uns ein Coop-Game genauso geboten wie ein Sniper-Mode, ein Teamgame oder Alle gegen Alle. Die Feuertaufe hat "Rainbow Six 3" ebenfalls schon bestanden, als am Wochenende des 2. November 2003 über 24.000 Spieler online "Rainbow Six 3" spielten, offensichtlich absolut problemlos.

    Die Grafik bietet uns vor allem viele unterschiedliche Einsatzgebiete im Freien genauso wie in kleineren oder größeren Gebäuden, trumpft aber weniger mit seiner Detailvielfalt auf, als vielmehr durch die gebotene Abwechslung. Denn kritisch betrachtet sind die Animationen der Akteure nicht unbedingt das Highlight des Spiels, und die Xbox wäre sicher in der Lage noch etwas mehr zu zeigen, schlecht aber sieht "Rainbow Six 3" keinesfalls aus. Ärgerlich ist nur die einbrechende Framerate bei vielen gleichzeitig auftauchenden Gegner. Also genau in dem Augenblick wo man möglichst schnell Ziel aufnehmen müsste, kommt das Spiel ins Ruckeln. Dies ist aber auch das einzige wirklich erwähnenswerte Manko, mit dem man mit etwas Übung ganz gut zurechtkommt. Denn der Rest der Grafik muss sich nicht verstecken, besonders der Blendeffekt wenn wir in eine Explosion gesehen haben, oder das unglaublich real aussehende Nachtsichtgerät, ebenso die voluminösen Staub- und Gaswolken oder das Licht der Sonne welches sich in staubigen Räumen bricht.

    Ein absoluter Hit ist die gebotene Soundkulisse, die weit über gute Waffengeräusche und gelungene Sprachsampels hinausgeht. Denn wahrscheinlich gab es bis heute keinen so realistischen Sound in einem Egoshooter auf der Xbox wie in "Rainbow Six 3". Selbst ohne Dolby-Digital Ausrüstung scheint sich die Umwelt auf alle Geräusche auszuwirken. Je nach Werkstoff der Umgebung wird das Schussgeräusch entsprechend verfälscht, mit etwas Übung kann man sogar am Geräusch des einschlagenden Projektils die Waffe erkennen aus dem es abgefeuert wurde. Ist man in der glücklichen Lage über eine Dolby-Digital Soundausstattung zu verfügen, darf man sich noch dazu des Umstands erfreuen, dass man die Herkunft jedes einzelnen Schusses einwandfrei orten kann. Selbst im Kreuzfeuer fällt es einem schwer sich der Faszination des Gehörten zu entziehen, wenn man wirklich wahrzunehmen scheint wie die Kugeln über einen hinwegfetzen. In einem Satz gesagt: Der Sound zu "Rainbow Six 3" ist unübertroffen realistisch und hätte besser kaum mehr realisiert werden können.

    Die Steuerung fiel trotz der vielen Funktionen erstaunlich eingängig aus. Ohne einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen weiß man instinktiv wo man die gewünschte Funktion findet, schlicht weil sie da liegt wo man sie erwartet. Selbst ohne Headset benötigt man praktisch nur die beiden Analogsticks, die beiden Schultertasten und die Aktionstaste (A), womit man schon alles wichtige auslösen kann. Einzig für das Nachtsichtgerät oder den Wärmesucher muss man die B und Y-Taste bemühen, und wer sein Magazin nicht immer ganz entleeren möchte kann mit der X-Taste manuell nachladen. Benützt man zudem das Headset zum befehligen der eigenen Mannen, kann man auf die A-Taste komplett verzichten. Die Geschwindigkeit mit der man die Blickrichtung ändern kann wurde ebenfalls gut gewählt, denn sie ist schnell genug um im Falle das Falles angemessen reagieren zu können, gleichzeitig aber auch langsam genug um noch sauber Zielen zu können. Das Digitalkreuz ist zusätzlich mit der Funktion belegt seitlich zu blicken, sowie Türen leise zu öffnen oder zu schließen. Benötigt man das um die Ecke schauen noch des Öfteren, ist es kaum nötig selbst Hand an die Türen zu legen, da man dies meist den Kameraden überlässt, die auch gleich den Raum dahinter sichern.

    Tom Clancy's Rainbow Six 3 (XB)

    Singleplayer
    9,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    10/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragende Dolby-Digital Soundkulisse
    sehr gut funktionierende Spracherkennung
    schön gestaltete Missionen
    gelungene Steuerung
    viele Spielmodi
    Framerateneinbruch bei vielen Gegnern gleichzeitig
  • Tom Clancy's Rainbow Six 3
    Tom Clancy's Rainbow Six 3
    Developer
    Red Storm Entertainment
    Release
    04.11.2003

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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989553
Tom Clancy's Rainbow Six 3
Tom Clancy's Rainbow Six 3 im Gamezone-Test
"Rainbow Six 3" zeigt den Taktikshootern auf der Xbox offline wie online wo die MP hängt.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Rainbow-Six-3-Spiel-39201/Tests/Tom-Clancys-Rainbow-Six-3-im-Gamezone-Test-989553/
07.11.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2003/11/rainbowsix3xbox_10.jpg
tests