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  • Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown im Gamezone-Test

    Zum ersten Mal seit seinem Bestehen macht der kultige Taktik-Shooter einen deutlichen Schritt in die falsche Richtung.

    1998 war die Geburtsstunde der Tom Clancy-Reihe Rainbow Six, welche sich kurz darauf über fast jeder Plattform erstreckte und den Spieler an den taktischen Missionen der Sondereinsatzkommandos teilhaben ließ. Mit dem richtigen Maß an Action und dem nötigen taktischen Geschick brillierte die bisherigen Rainbow Six Ableger. Und so entwickelte sich die Reihe seither zu einem Dauerbrenner, immer in der Lage sich selbst stets noch einmal ein wenig zu toppen. Oftmals sind es nur kleine Veränderungen, die aus einem alten Bekannten eine wahrhaft neue Freundschaft werden lassen und augenscheinlich zeigt sich auch der neue Teil mit dem Untertitel "Lockdown" von eben dieser Seite.

    Vier gewinnt: Fast alles wie gehabt

    Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Ist man erst einmal ins Spiel eingestiegen, wird sich schnell zeigen, dass die Grundfeste der Rainbow Six-Serie ganz klar erhalten geblieben sind. Wieder einmal liegt die Veränderung im Detail und zeigt sich erst im eigentlichen Spielverlauf. Beinahe schon genretypisch bedient man sich für die Story an althergebrachten "Weltrettungs-Klischees", die sich nicht zuletzt auch rein zufällig an realen Vorkommnissen orientieren. Und so wird man als erneutes Mitglied des Sondereinsatzkommandos auf die Fährte von Terroristen gesetzt, welche einen gefährlichen Virus namens "Legion" gestohlen haben. Damit noch nicht genug, haben die Bösewichte auch noch gleich einen unserer Teamkameraden entführt und uns damit eine zusätzliche Aufgabe eingebrockt. Also machen wir uns mal wieder mit unserem Team auf, die Welt vor dem drohenden Unheil zu retten und unseren Kameraden vorzugsweise lebend zurückzuholen. Und wie es sich für ein ordentliches Spiel gehört, wird die Geschichte rum um die Virushäscher und unsere Jagd nach ihnen mit netten Renderfilmchen ergänzend erzählt. Hier sie angemerkt, dass sich u.a. die Introfilmchen der PS2- als auch der Xbox- und GameCube-Version unterscheiden.

    Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Nach der obligatorischen Anlage eines Profils übernehmen wir die Rolle des guten "Ding Chavez"; Rainbow Six-Spielern bereits u.a. aus dem Vorgängerteil "Black Arrow" bekannt. Mit ihm als Anführer dirigieren wird das gesamt vierköpfige Sondereinsatzkommando durch die klar gegliederten Missionen, deren Ziele einfach, logisch und leicht verständlich über den Äther kommen. So pirschen wir uns also von Abschnitt zu Abschnitt und sind immer darauf bedacht, lebend das Ende zu erreichen, da Medipacks & Co. in diesem Spiel keine Daseinsberechtigung haben. Aber diese Extras zum Einsammeln braucht es auch nicht, würde es am Ende nur den realistischen Touch der Serie zerstören. So verlassen wir uns lieber auf unsere Teamkollegen, vor allem auch weil wir es in der Hand haben, was die guten Jungs und Mädels für uns tun. Manchmal wird uns auch der glückliche Umstand ereilen, dass wir aus der Haut von Chavez fahren und dafür in die Rolle des Scharfschützen Webers schlüpfen. Leider ist dies vom Spiel vorgegeben und so haben wir auf den Wechsel keinen Einfluss.

    Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Auch sind die zu absolvierenden Scharfschützen-Abschnitte nicht gerade ein Zuckerschlecken: Recht hektisch kann es zugehen und wenn wir nicht so mitspielen wie vorgesehen, kann eine Mission schnell zum Mammutwerk werden. Ärgerlich auch, dass einem die Kollegen just in diesen Momenten nicht helfen können. Dafür aber in den sonstigen Abschnitten, wo wir Chavez steuern. Wahlweise via Steuerkreuz oder per Sprachbefehl (Headset vorausgesetzt) erteilen wir die notwendigen Befehle, um unseren Trupp durch die Missionen zu bugsieren. Neben diesem äußerst kommunikativen Vorgehen (unsere Kollegen kommentieren so gut wie jeden Befehl), haben wir am Ende nur noch Kontakt mit unserer Leitstelle, die uns mit allen mehr oder weniger notwendigen Informationen versorgt. An dieser Stelle sei euch aber ganz klar das Steuerkreuz ans Herz gelegt: Waren bisher die Sprachkommandos in den vorigen Teilen ansatzweise gut gelungen, haben die Entwickler bei Lockdown definitiv geschlampt. Ignorant oder zeitverzögert, diese Auswahl bieten die Kollegen - letztendlich bedient man sich der einfachen und gut funktionierenden Steuerkreuz-Anweisungen.

    Keine Strategie und langweilige Gegner

    Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Spätestens beim ersten Einsatz wird der Serienfan feststellen, das Taktik, Strategie und durchdachtes Vorgehen zwar nette Eigenschaften sind und durchaus auch für Spannung sorgen können, man aber dennoch gewisse Situationen einfach nur mit einem heftigen "Krawumm" beheben kann. Im Klartext heißt dies nichts anderes als das "Lockdown" in der Play Station 2 Version definitiv zum Actionspektakel mutiert ist und so gut wie alles von seinem einstigen strategischen Vorgehen eingebüßt hat. Zwar kann als Alternative noch der "Herausforderungsmodus" gewählt werden, in welchem die Anforderungen ein wenig höher gegenüber dem normalen Schwierigkeitsgrad sind. Aber an der Gesamtlage, dass eben Strategie und Taktik aus dem Spiel ausgezogen sind, verändert diese Einstellung auch nicht mehr viel. Somit schlägt der Spieler einmal mehr dem eher schon überdrüssig gewordenen "ich schieße alles platt" Weg ein. Zu diesem Empfinden tragen wohl auch die Umstände bei, dass ein Charakterwechsel nicht mehr möglich ist (bis auf die bereits beschriebene Ausnahme) und auch die Ausstattung selbst nicht mehr durch uns beeinflusst bzw. zusammengestellt wird. Vielmehr ist klar reglementiert, was wer wie kann und damit müssen wir dann leider klar kommen. Hat es sich aber erst einmal eingespielt, ist auch das geradlinige Vorgehen und das recht simple "wir hauen alles aus den Latschen, was nicht bei drei die Hände von der Wumme hat" ganz nett. Ergänzt werden diese Aktionen u.a. noch von Bombenentschärfungen, Geiselbefreiungen oder aber dem guten alten Versteckspiel, sprich, man darf sich nicht erwischen lassen.

    Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown Spieler und insbesondere Fans sollten sich also im Vorfeld im Klaren darüber sein, dass sich das Geschehen über den "wir ballern alles aus dem Weg-Status" nicht mehr wirklich hinwegheben wird, auch wenn es hin und wieder ein paar wenige Abwechslungen gibt. Auch die überaus tollen Gegner tragen nicht wesentlich zur Verbesserung bei, welche augenscheinlich regelmäßig Intelligenzblocker zum Frühstück verzehren, wenn auch etwas weniger als die Kollegen von der Xbox Version. Die Play Station 2 Widersacher sind in ihren Grundmustern bzw. Bewegungen schneller und agiler. Schön und gut, nutzen sie dies aber nicht, um den Spieler vor eine Herausforderung zu stellen. Flink erscheinen sie zwar auf der Bildfläche, bleiben aber dann zum optimalen Abschuss wie Pappkameraden im Zielbereich stehen. Damit sei garantiert, fast jeder Schuss ein Treffer! Und das diese Aussage nicht nur eine Farce ist, bekommt der Spieler durch ein wenn auch ausgezeichnetes Auto-Aiming bewiesen. Seine Funktion ist in jedem Fall, macht es die Verbrecherbeseitigung allerdings zum Witz, bzw. es wird für den Spieler sehr schnell langweilig. Ein ungefähres Draufhalten, dank blauem Markierungskasten, welcher die Gegner umgibt, reicht aus um die eigene Statistik mit Treffern zu füllen und den jeweiligen Abschnitt als blitzblank zu führen. Tja, und manches Mal möchte man auch die Teamkollegen der Statistik zuführen, da sie hin und wieder sehr unkoordiniert durchs Bild wanken und gerne das Schussfeld blockieren. Oder aber sie hegen die Absicht dich selbst rückwärtig abzusichern, wollen dazu an dir vorbei, bleiben dann doch hängen und kriegen einen heftigen Zitteranfall. Damit ist nicht nur die Mission gefährdet, denn in dem Augenblick ist man Freiwild für die Gegner; Auch der eigene Adrenalinpegel wird unnötig in die Höhe getrieben, vor allem negativ, da man sich über solche Aussetzer einfach nur noch aufregen kann.

  • Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown
    Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown
    Developer
    Red Storm Entertainment
    Release
    08.09.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown
Tom Clancy's Rainbow Six: Lockdown im Gamezone-Test
Zum ersten Mal seit seinem Bestehen macht der kultige Taktik-Shooter einen deutlichen Schritt in die falsche Richtung.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Rainbow-Six-Lockdown-Spiel-39205/Tests/Tom-Clancys-Rainbow-Six-Lockdown-im-Gamezone-Test-990420/
05.10.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/09/rbsix_ld_10_120611145338.jpg
tests