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  • Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas im Gamezone-Test

    Technisch nicht ganz so rund wie auf den anderen Systemen, aber noch immer ein knallhartes Actionfest für Profis.

    Es gibt zwei Sorten von First Person Shootern. Bei der einen Sparte rennt man unachtsam durch Gänge und großflächige Fantasielandschaften, ballert auf alles was sich bewegt und stirbt am Ende durch die von der Hektik ausgelösten, allgemeinen Verwirrung bzw. durch den gezielten Schuss eines Gegners, den man nicht beachtet hatte. In der zweiten Sparte schleicht man hingegen vornehmlich durch realistisch angehauchte Settings, plant akribisch jede Bewegung im Voraus, um nie ungedeckt zu stehen, und stirbt dann durch den gezielten Schuss eines Gegners, den man nicht beachtet hatte. Na gut, so ähnlich sehen sich Action und Taktik Shooter dann doch wieder nicht, denn gerade bei den letzteren trennt sich die Spreu vom Weizen. Games wie "Rainbow Six: Vegas", welches seit kurzem auch für die PS3 erhältlich ist, leben einfach von der Spannung und von der Tatsache, das jeder falsche Schritt der letzte gewesen sein kann. Ungeduldige Naturen haben hier also keine Chance , während echte Strategen voll auf ihre Kosten kommen.

    Es ist schon eine Weile her, dass uns Ubisoft mit "Rainbow Six: Vegas" einen der besten Taktik-Shooter der jüngsten Zeit bescherte. Nicht nur auf dem PC, auch auf der Xbox 360 war Vegas ein gefundenes Fressen für FPS Fans, die den Verlauf des Spiels nur ungern dem Zufall überlassen, denn selbst im "Normal" Schwierigkeitsgrad kommt man nur dann gut voran, wenn man ständig in Deckung bleibt und die Übersicht bewahrt, was auch im Online-Spiel zur allerhöchsten Pflicht wird, wenn die eigene Figur nicht zur wandelnden Zielscheibe werden soll. Mit deutlicher Verspätung trudelt nun auch die PS3 Fassung dieses hoch bleihaltigen Spektakels ein, das nicht zu unrecht nur für Spieler über 18 Jahre freigegeben wurde. Bedeutende Änderungen wurden aber (zum Glück) nicht vorgenommen.

    Bleivergiftung

    Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Logan Kellers erster Einsatz als Leader seines "Alpha Teams" verläuft nicht unbedingt reibungslos. In einer kleinen mexikanischen Stadt ist nämlich die Hölle los, da eine Gruppierung von Terroristen unter dem Kommando von Irene Morales die Straßen unter ihrer Kontrolle hat, was die dreiköpfige Terrorbekämpfungs-Spezialeinheit mehr als nur ins schwitzen bringt. Schon im Prolog geht es also heftig zu Sache, was Rainbow Six Neulingen gleich eine wichtige Lektion erteilt: Erst schießen, dann fragen, und wer den Kopf unten hält bzw. sein Team vorschickt, um die Lage zu klären, lebt deutlich länger, denn auch mit maximal zwei Gewehren, einer Handfeuerwaffe und diversen Granaten lebt es sich als Mitglied einer Sondereinheit zur Terrorismusbekämpfung extrem gefährlich. Schließlich ist der Gegner in der Überzahl und bis an die Zähne bewaffnet. Bei Feuergefechten sollte man also schleunigst ein geschütztes Plätzchen suchen und sich per Knopfdruck an die Wand schmiegen, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

    Nicht minder behutsam sind die Angriffsphasen zu bewältigen, denn was ihr könnt, können eure Gegner schon lange. Jede Gasse und jedes Hindernis wird zur Tarnung und zur Deckung verwendet, Teamwork ist oberstes Gebot und ganz offensichtlich kennen eure Gegner auch die Umgebung besser als ihr. Daher solltet ihr euch nicht wundern, wenn ihr mal euer Bildschirm-Leben verliert und am letzten der komfortabel eingerichteten Checkpoints neu einsteigen müsst. Das passiert oft schneller als einem lieb ist, da man bei Verwundung auch ein eingeschränktes Sichtverhältnis hat, welches den Grad der Verwundung indiziert. Seht ihr die Umgebung sogar nur noch in dunklen Graustufen, so ist euer Spielcharakter kurz vorm Abnippeln, und sollte schleunigst aus dem Schussfeld dirigiert werden, um sich an sicherer Stelle zu erholen. Schon nach wenigen Sekunden ist er wieder fit und kann sich erneut in die Schlacht stürzen, was zwar nicht besonders realistisch klingt, aber Medipacks oder Ähnliches wären letztendlich auch nicht überzeugender. Wer auf Realismus steht, oder die Szenarios nach mehrmaligem Durchspielen auswendig kennt, kann ja den zweiten Schwierigkeitsgrad angehen, bei dem wirklich jeder gut platzierte Schuss zum Tode führt.

    Flinker am Trigger

    Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Rainbow Six Veteranen mit Serienerfahrung wundern sich zwar anfangs über das halbierte Spreng- und Spähpersonal, sollten aber die üblichen Regeln längst verinnerlicht haben, und wer mal zur Xbox 360 oder zur PC Version von Vegas geschielt halt, dürfte sich sofort zurechtfinden. Naja, fast, denn die Steuerung wurde in der PS3 Fassung minimal umbelegt - überraschender Weise zum Positiven. Im Vergleich zur Xbox 360 Fassung fällt der Zugang auf die Übersichtskarte zum Beispiel deutlich komfortabler aus, da dieser auf den L2 Button gelegt wurde, was es erlaubt, die Karte auch beim Laufen einzusetzen. Dies ist nicht immer sinnvoll, da man natürlich ein Auge auf die Umgebung und gut versteckte Terroristen haben sollte, doch kann man auf diese Weise schneller die Position bereits gesichteter Gegner bestimmen und einen Plan aufstellen. Auch das die Granaten ohne ein Umgreifen vom Analogstick ausgelöst werden können, wirkt sich nicht unerheblich auf die Flexibilität im Kampf aus. Nur das die Snake Cam, mit der ihr unter einem Türschlitz hindurch spähen könnt, mit den Bewegungssensoren des SIXAXIS Controllers ausgerichtet wird, fällt negativ auf, da die Steuerung einfach zu träge ausgefallen ist.

    Taktik ist alles

    Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Doch gerade die Snake Cam stellt sich im Spielverlauf als äußerst nützlich heraus, denn mit ihr könnt ihr herausfinden, wie viele Terrorosten sich in einem benachbarten Raum befinden. Und was noch wichtiger ist: Ihr könnt genau sehen, wo diese stehen, um einen genauen Angriffsplan auszuhecken. Ein leiser Angriff von zwei Seiten? Ein schneller Sturm ohne Rücksicht auf Verluste? Dank einer großen Auswahl an Waffen, aufsteckbaren Extras wie Schalldämpfern und Zielfernrohren, sowie einem einfachen und sehr direkten Kommandosystem für eure Begleiter, sind solche Aktionen kein Problem und in Windeseile organisiert. Allerdings ist die KI der Terroristen auch nicht von Pappe, was ihr spätestens bei den heftigen Feuergefechten in der namensgebenden Glücksspielmetropole Las Vegas feststellen werdet, in die euch die zugegebener Maßen etwas dünne und eigentlich sehr genretypische Storyline führt. Die Terris aus Las Vegas jagen, Geiseln befreien und aus der Gefahrenzone bringen, Bomben entsorgen- das Übliche halt, aber die Inszenierung ist hervorragend und die Stimmung verdammt fesselnd. Das Ambiente ist sogar so überzeugend, dass man manchmal eingeschüchtert durch die Umgebung schleicht, und nervös hinter jede Ecke schaut, um keinem Gegner vor die Flinte zu laufen.

    Zurecht, denn wer zu schnell vorgeht bzw. den Rambo spielt, hat schon verloren. Es empfiehlt sich beispielsweise seine Gegner vor dem Abseilen in unbekanntes Territorium per Granate zu blenden. Wer das nicht tut, ist selbst schuld, wenn er ohne Möglichkeit zur Gegenwehr abgeknallt wird. Allerdings verlangen einige Szenen auch eher schnelles als überlegtes Handeln, denn bei einer angespannten Situation wie einer Geiselnahme wird in der Regel nicht lange gefackelt. Erst recht nicht, wenn ihr ohne Überraschungsmoment eingreift, daher solltet ihr ständig auf Zack sein und die Steuerung eurer Kameraden im Griff haben, die sich mit wachsender Erfahrung auch immer geschickter anzustellen scheinen.

    Online

    Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas So spannend und fordernd der Offline Modus mit seiner hervorragenden Inszenierung auch ist, er stellt letztendlich nur eine großzügige Dreingabe zum Online Spiel dar, mit dem sich echte Taktikshooter Fans ohne Zweifel am längsten beschäftigen werden. Nicht dass das übliche Räuber und Gendarm System neu wäre oder es weltbewegende Innovationen zu verzeichnen gäbe, aber die dargebotenen Maps, die auf PS3 mit bis zu 14 Spielern gefüllt werden können (zwei weniger als auf Xbox 360), wurden so liebevoll designt, dass jede Runde eine echte Herausforderung darstellt. Alle Laufwege scheinen perfekt abgestimmt zu sein, und die Settings sind ohne Zweifel abwechslungsreich.

    Wie üblich gilt es je nach Spielmodus die gegnerische Partei zu dezimieren oder einen bestimmten Gegenstand zu beschützen bzw. zu erobern, was dank des Headset Supports auch auf der PS3 in koordinierter Teamarbeit vonstatten gehen kann. Zumindest sofern alle Spieler die gleiche Sprache sprechen, was aber durch die wenigen gebotenen Optionen bei der Serversuche so gut wie unmöglich erscheint. Was die Nationalität der Spieler angeht so sind die Spiele meist bunt gemischt, was Englisch-Unkundigen das Teamspiel erschwert. Wer damit leben kann, bekommt aber eine solide Online-Anbindung präsentiert, die noch überzeugender wäre, wenn das Spiel nicht so absturzanfällig wäre. Nicht selten wurden wir nach dem Ladescreen zur Cross Media Steuerung der PS3 zurückgesetzt, und mussten das Spiel neu laden, was uns nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat. Wenigstens können PS3 Spieler dafür von vornherein viele Inhalte genießen, die Xbox 360 Spieler gegen Bezahlung downloaden mussten. Eine Splitscreen Funktion und eine lokale Multiplayer Anbindung per Netzwerk wird übrigens auch angeboten, was euch ermöglicht einzelne Passagen der Story kooperativ anzugehen.

  • Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas
    Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas
    Release
    15.03.2010
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Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas
Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas im Gamezone-Test
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http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Rainbow-Six-Vegas-Spiel-39214/Tests/Tom-Clancys-Rainbow-Six-Vegas-im-Gamezone-Test-991356/
10.07.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/07/RBsixVegas2.jpg
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