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  • Splinter Cell: Chaos Theory - Sam Fisher schleicht nun überall. - Leser-Test von ingofreyer

    Splinter Cell: Chaos Theory - Sam Fisher schleicht nun überall. - Leser-Test von ingofreyer Mann glaubt es kaum - Sam Fisher schlecht nun auch auf dem DS herum! Aber kann eine Portierung eines komplexen Schleich-Shooters von PC oder auch den großen Konsolen gut werden?
    In der Theorie ja, was sollen die Entwickler denn auch noch falsch machen? Das Spielkonzept ist einfach genial und durch die Feder von Tom Clancy steckt auch eine gute Story im Spiel.
    Wer sich das gedacht hat und daraufhin das Spiel aus dem Laden heraus auf seine Konsole entführte hat leider einsehen müssen, dass auch der beste Entwickler Fehler machen kann. Story und Konzept mögen gut sein, doch dieses Genre ist dem Nintendo DS leider nicht gerade auf den Leib geschneidert. Schon beim starten des Spiels merkt der Spieler, dass die kurze Titelvideo-Sequenz von der Videotechnik her nicht gerade überzeugen kann. Und selbst das Menü lässt schlimmes erahnen. Wie schon im GameZone-Review erwähnt wurde, ist selbiges sehr schlampig übersetzt worden, aus einem "Singleplayer"-Modus wurde ein "Einzel Spieler"-Modus. Okay, das Leerzeichen übersieht man gerne, solange das Spiel fesseln kann. Wozu es ohne Zweifel fähig ist. Die Story ist gelungen und wird durch kleine Text-Zwischensequenzen sowie kurze Videos dem Spieler dargelegt. Allerdings merkt man, dass der Nintendo DS keine TrueColor-Anzeige hat, wodurch die Videos etwas grob gerendert wirken und Farbabstufungen vorhanden sind. Ebenso ist die Soundqualität nicht gerade berauschend, wobei ich mir bisher nie sicher sein konnte, ob dies nicht ein vom Entwickler gewollter Effekt sein könnte, um zu zeigen, dass Sam per Funk in Kontakt zur Außenwelt steht, da die Umgebungssound völlig klar aus den Konsolen-Lautsprechern schallen.
    Das Spiel ist komplett in 3D gehalten, der Spieler schaut Sam über die Schulter. Leider merkt man hier, dass der DS nicht die stärkste Hardware verbaut hat. Viel zu oft muss im Spiel nachgeladen werden. Von diesen Ladepausen bekommt der Spieler nicht allzu viel mit, normalerweise werden diese mit einem Textdialog zwischen Sam und seinen Auftraggebern überbrückt. Bricht man diesen jedoch ab, wartet man ziemlich lange auf die Erlaubnis, weiterspielen zu können. Mein Empfehlung: so langweilig es auch ist, einen Dialog zum zehnten Mal zu lesen, brecht ihn nicht ab, denn das Starren auf den Ladebildschirm ist nicht weniger ätzend.
    Mehr als die Ladepausen lassen sich die schlecht aufgelösten Texturen verschmerzen. Wären diese höher aufgelöst würde wahrscheinlich noch öfter geladen werden. Auf den kleinen Bildschirmen fallen diese Texturen meist nur dann auf, wenn Sam dicht ein einer Wand entlang schleicht oder gerade durch einen Lüftungsschacht klettert.
    Zeichnete sich die PC-Version von Chaos Theory seinerzeit durch eine ziemlich gute KI aus, welche selbst Schatten vom Spieler sah und deswegen in Alarmbereitschaft ging, so ist die Intelligenz der Gegner auf dem DS fast schon bodenlos schlecht. Ein Beispiel: Sam steht auf dem dunklen Schatten einer Säule. Direkt vor ihm patrouilliert ein Wächter. Er passiert den Schatten in beide Richtungen, wobei er in selbigem immer kurz stehen bleibt, um sich zu drehen, da seine Route dort einen Knick macht. Der Wächter läuft also immer wieder auf Sam zu, bleibt direkt vor ihm stehen und starrt ihm in sein Polygongesicht. Kurz darauf dreht er sich um und folgt seiner vorgegebenen Route. In der Zwischenzeit hätte ich Zeit genug entweder die Wache direkt von hinten zu greifen und ruhig zu stellen oder meinen Taser herauszuholen und die Wache damit über kurze Zeit zu paralysieren. Warum ich meine Pistole nicht nutze? Weil ungefähr zwei drittel der Splinter Cell-Missionen mir strikt verbieten auch nur einem Gegner ein Haar zu krümmen. Interessant, dass gerade in solchen Missionen noch Pistolenmunition herumliegt.
    Munition ist ein gutes Stichwort, denn solche ist in Splinter Cell:Chaos Theory sehr knapp. Oft passierte es meinem Freund, der kein Stratege mit einer ruhigen Hand zum zielen ist, dass er keine Munition mehr hatte und deshalb die Mission neu starten musste. Wenn es erlaubt ist, Gegner ins jenseits zu befördern, muss man das oft sehr umfangreich tun und sollte dabei mit möglichst keinen Schuss sein Ziel verfehlen. Das Zielen hat mir persönlich in Splinter Cell sehr gut gefallen, nachdem man durch Druck auf die linke Schultertaste des DS die Waffe gezogen hat, zoomt die Kamera an Sam heran und es kann per Stylus auf dem Touchscreen gezielt werden. Dies kann zwar über größere Entfernungen etwas fummelig werden, ist jedoch nie unschaffbar. Besonders hilfreich sind hier die festgelegten Routen der NPC's, welche immer wieder in gut erreichbarer Position stehen bleiben. Nicht so gut ist hingegen die Steuerung, welche oftmals sehr gewöhnungsbedürftig ist. Kann die Kamera in einem großen Raum frei bewegt werden, während Sam durch die Pfeiltasten in die entsprechende Richtung navigiert wird, muss Fisher in engen Lüftungsschächten oft mühsam an jeder Ecke in die neue Richtung gedreht werden, wobei man hierfür besser das Steuerkreuz verwenden sollte, da oft an solchen Stellen Speicherpunkte liegen und es zumindest mir oft passierte, dass ich nicht gespeichert habe, da ich Sam gerade per Stylus eine neue Laufrichtung gab.
    Das Missionsdesign ist leider sehr linear, Türen, die in die falsche Richtung führen sind verschlossen, man kann mit ihnen nicht einmal interagieren. Trotz seiner nicht gelungenen Steuerung ist das Spiel nie unfair, wenn der Spieler mit bedacht vorgeht, ganz wie ein Agent wie Fisher es tun sollte, gibt es wenige Stellen, an denen er verzweifeln könnte. Nachtsichtgerät und Wärmekamera sind vorhanden und werden im späteren Spielverlauf häufig genutzt. An einigen Stellen im Spiel, an denen man verzweifelt, hilft es, die Wärmekamera anzumachen, um versteckte Laserschranken zu entdecken, die Alarme oder gar Selbstschussanlagen ausgelöst hatten.

    Alles in allem ist das Spiel trotz schlechter Grafik und Steuerung gelungen, wer auch unterwegs durch dunkle Räume und Gassen schleichen möchte, sollte sich die Anschaffung des Spiels überlegen. Allerdings sollte er keine zu hohe Erwartung in die Grafikqualität stecken, da diese nicht den Standards anderer, für HighColor-Monitore entwickelter Spiele entspricht. Hier hätten die Entwickler mit ein wenig mehr Hardwarekenntnis Punkte sammeln können.
    Ein tolles Gefühl ist es allerdings schon, die Fisher-Ausstattung an einem kleinen Portablen Technik-Gadget zu bedienen. Mit der Maus war das nie so stilvoll.

    Negative Aspekte:
    Leider sind Grafik- sowie Videoqualität und die KI der Wachen sehr schlecht geraten. Der DS hätte bei mehr Anstrengung der Entwickler mehr leisten können.

    Positive Aspekte:
    Gute Story; Es fühlt sich besser an, Fishers Navi mit dem Stylus, statt mit der Maus zu bedienen

    Infos zur Spielzeit:
    ingofreyer hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Tom Clancy\'s Splinter Cell: Chaos Theory

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: ingofreyer
    6.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    5/10
    Steuerung
    6/10
    Sound
    6/10
    Gameplay
    8/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.5/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory
    Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    25.06.2005

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1005826
Tom Clancy's Splinter Cell: Chaos Theory
Splinter Cell: Chaos Theory - Sam Fisher schleicht nun überall. - Leser-Test von ingofreyer
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Chaos-Theory-Spiel-56218/Lesertests/Splinter-Cell-Chaos-Theory-Sam-Fisher-schleicht-nun-ueberall-Leser-Test-von-ingofreyer-1005826/
26.03.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/08/NZone0805image0008.jpg
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