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  • Tom Clancy's Splinter Cell im Gamezone-Test

    Die GC-Version von Splinter Cell nützt die Power des Würfels voll aus und steht der Xbox in nichts nach.

    Wir befinden uns im Jahr 2003, die USA fühlen sich durch den vermehrten Einsatz von Verschlüsselungstechniken benachteiligt und beschließen deswegen die Aktivierung der Geheimorganisation NSA und ihrem Programm "Third Echolon". Diese hat sich zur Aufgabe gemacht für die Staaten benötigte Informationen mithilfe aller technischer Mittel und auch mit Gewalt zu besorgen, ohne ihre Existenz zu verraten, welche von der amerikanischen Regierung natürlich geleugnet wird. Die Aktivisten der NSA sind die sogenannten Splinter Cells, hochspezialisierte Geheimagenten die keine Spur hinterlassen und die offiziell überhaupt nicht existieren. Im März 2004 nimmt die CIA Verbindung mit der NSA auf und bittet um die Aufklärung des Verschwindens zweier CIA-Agenten. Zweiter wurde bereits geschickt um den Fall zu klären, verschwand aber ebenfalls völlig Spurlos und ohne eine Nachricht zu hinterlassen.

    Dies ist der Zeitpunkt zu dem wir in Person des Agenten Sam Fisher ins Geschehen eingreifen. Seine Fähigkeiten umfassen ein breites Spektrum an Möglichkeiten die über den reinen Waffengebrauch weit hinausgehen. Dies ist auch bitter nötig, denn im Vordergrund aller Aufträge steht das leise und unentdeckte Arbeiten, ohne Spuren zu hinterlassen und Zivilisten zu verletzen. Bereits in der Grundausstattung sind wir mit einem Nachtsichtgerät, einem Dietrich und einer 5mm Pistole ausgerüstet. Das Nachtsichtgerät besitzt zwar keine besonders scharfe Weitsicht, dafür werden die dunkelsten Ecken sichtbar und selbst in stockdunklen Räumen kann man sich damit problemlos bewegen. Der Dietrich ist wesentlich ausgereifter als man ihn von anderen Spielen her kennt. Bei seiner Benutzung erscheint ein Querschnitt des Schlosses welches Splint für Splint geknackt werden will. Dafür dreht man den Analogstick so lange im Kreis bis man die Stelle mit dem Wiederstand gefunden hat. Über diese Stelle fährt man dann so oft drüber bis sich der Splint nach oben schiebt. Diesen Vorgang wiederholt man bis das Schloss geknackt ist. Die 9mm Pistole funktioniert wie eben eine Pistole funktioniert, allerdings konnten wir während der Testphase die Logik hinter dem Treffersystem nicht ganz erkennen. Mitunter nämlich pumpt man ein ganzes Magazin in den Kopf eines Gegners, ohne dass dieser auch nur eine Verletzung davonzutragen scheint, im nächsten Fall hingegen genügen bereits drei Schüsse in die Schulter um den Gegner zu erledigen. Man darf also die Vermutung anstellen, dass es keinen Unterschied macht an welcher Stelle man den Körper trifft, man sich also die Mühe sparen kann gezielt den Kopf zu treffen, der restliche Körper tut es auch. Vielleicht ist dies aber sogar von den Entwicklern so gewollt, um den Spieler anzuhalten doch möglichst gewaltfrei zu handeln, da man den Ausgang eines Schusswechsels kaum voraussehen kann.

    Das Gameplay nämlich ist unglaublich gut gelungen. Von der ersten Sekunde des Spiels an wird man in einen Zustand der erhöhten Spannung versetzt, schleicht in der Hocke um jede Ecke herum, beobachtet erst einmal die Situation und wartet den richtigen Zeitpunkt ab um über die Mauer zu hüpfen oder in die Wohnung zu schleichen. Schon der Untergrund kann entscheidend sein ob man unbemerkt über ihn laufen kann oder nicht. Zur Erfüllung der Missionen muss man alle Fähigkeiten von Sam voll ausnutzen, der nicht nur schleichen, klettern oder sich ducken kann, sondern sich auch zwischen zwei Mauern einklemmen und so nach oben zu schieben, sich abseilen, am Seil rutschen oder mit allen Vieren daran klammern kann. Ein Sprung kann in die Hocke abgefedert werden um möglichst keinen Lärm zu machen und um eine Türe kann man spähen ohne gesehen zu werden. Zudem ist es möglich auf die unterschiedlichste Weise mit den NPC's zu interagieren, mit ihnen sprechen, sie befragen, in den Schwitzkasten nehmen oder sogar als menschliches Schutzschild benutzen ist möglich. Die brutalste Handlungsweise ist sicherlich die "erzwungene Handlung", welche in der Praxis eine an den Kopf gehaltene Pistole bedeutet, woraufhin sich die meisten Charaktere zur Zusammenarbeit bereit erklären. Im Laufe des Spiels gelangen wir natürlich auch an immer mehr und ausgereiftere Ausrüstungsgegenstände, wie eine Haftkamera für die verborgene Observation, ein Lasermikrofon zum anvisieren von Glasscheiben und dem Abhören der dahinter stattfindenden Gespräche, ein Kamerastörsystem, sowie Haftminen und Splittergranaten. Nur unter Einsatz all dieser Hilfsmittel ist es möglich die Missionen erfolgreich, also unbemerkt, zu beenden. Blindes durchballern ist schlicht und einfach nicht möglich.

    Über die hervorragende Grafik wurde ja schon viel im Vorfeld zu "Splinter Cell" berichtet und man konnte sich auch schon anhand der anderen Versionen einen Eindruck machen. Meist jedoch sind Vorschußlorbeeren noch recht unreife Früchte, nicht so bei diesem Titel. Schon das Lichtssystem alleine kann begeistern, welches nicht nur für eine hübsche Optik sorgt, indem es sich im Vorhang vor dem Fenster bricht, oder absolut korrekte Schatten, nicht nur die der Charaktere, erzeugt, sondern auch stark in das Gameplay mit einfließen. Sam besitzt nämlich eine Lichtanzeige, an der man ablesen kann wie gut er sichtbar ist. In geduckter Haltung in einer dunklen Ecke wird er praktisch unsichtbar, ein Lichtstrahl allerdings genügt um ihn schon aus weiter Ferne zu erkennen. In Verbindung mit dem Geräuschsystem, welches Sam immer lauter werden lässt je mehr er sich aufrichtet und je schneller er sich bewegt, wird so der Spieler verleitet sich möglichst unauffällig und leise zu bewegen und immer aus dem Verborgenen heraus zu handeln. Wer nun aber glaubt, dass so kaum Spannung und Nervenkitzel geboten werden kann irrt sich gewaltig. Ganz im Gegenteil sorgt das langsame Erarbeiten der Missionen und der Versuch jeden Abschnitt möglichst beim ersten Durchgang zu schaffen für einen ungeahnten Nervenkitzel. Um diesen auch zu erhalten ist es nicht möglich an beliebiger Stelle im Spiel abzuspeichern, dafür existieren fest vorgegebene Speicherpunkte. Diese aber kommen mehrmals pro Level vor und sind auch recht intelligent gesetzt, so dass man auf das individuelle Speichern gut verzichten kann. Weniger gefallen haben uns die nur drei Speicherslots, die viel zu wenig sind, da man als geübter Spieler sowieso den letzten Spielstand nicht überschreibt, einen Slot benötigt um den letzten "entscheidenden Punkt" abzuspeichern, womit gerade noch ein Slot für den aktuellen Spielstand übrig bleibt.

    Die Soundkulisse für sich zu bewerten ist kaum möglich, da sie sich hervorragend in das Geschehen einfügt und eine kräftige Portion zum Spieleindruck beiträgt. Die Musikstücke werden gezielt eingesetzt um Spannung zu erzeugen oder dem Spieler auf bestimmte Dinge aufmerksam zu machen. Setzt z.B. der typische "entdeckt Accord" ein, kann man davon ausgehen gesehen worden zu sein, selbst wenn man entsprechende Person noch nicht orten konnte. Brenzlige Situationen werden ebenfalls mit entsprechenden Klängen angekündigt, aber auch die Stille wird zielgerichtet eingesetzt, um den Spieler z.B. in Sicherheit zu wiegen. Die Geräusche begeistern vor allem wegen ihrer Vielschichtigkeit, die direkt aus dem Leben stammen könnte. So gibt es z.B. jedes Mal ein anderes Geräusch, je nachdem wie wir uns über einen Scherbenhaufen bewegen. In geduckter Haltung und im Schleichgang produzieren die Scherben nur ein ganz leises knirschen, welches im Stehen schon wesentlich lauter ist und im schnellen Sprint darüber richtig kracht. So verhält es sich mit allen Untergründen und Gegenständen, von denen viele geworfen werden können und je nach stärke des Wurfes verschieden hart aufschlagen. Doch auch Sam sein Körper gibt Geräusche von sich. Haben wir gerade einen Sprint hinter uns, atmet er kurze Zeit noch schwer und deutlich hörbar, genauso wie ihm ein weiter Sprung ein dumpfes Ächzen entlockt.

    Trotz der vielen Möglichkeiten gibt sich die Steuerung sehr ausgereift und durchdacht. Bereits nach dem kurzem Tutorial weiß man intuitiv wie man neues Werkzeug oder neue Waffen zu benutzen hat. Die rechte Schultertaste dient z.B. für alle gewalttätigen Aktionen, wie das abfeuern der Waffe oder ein Schlag ins Gesicht, oder wenn man sich von hinten heranschleicht der Würgegriff bzw. das lebende Schutzschild. Trotzdem werden alle Schalter und Tasten gleich in mehrfacher Belegung benutzt, die aber in recht kompakt gehaltenen und übersichtlichen PopUp-Menüs aufgeräumt sind. Probleme gibt es eigentlich nur bei einigen komplizierten Sprüngen, wenn Sam z.B. zuerst auf eine Mülltonne klettern muss um eine hohe Mauer überqueren zu können. Sam springt dann nämlich gerne von der Mauer weg, wohl in der Hoffnung sich zwischen zwei Mauern einklemmen zu können, statt auf die Kante hoch. Hier hilft nur noch den Charakter soweit zu verdrehen das er ca. im Winkel von 45 Grad zur Mauer steht und zu hoffen das Sam so versteht was der Spieler will. Eine kleine Unschönheit in diesem Zusammenhang sind die nicht immer gelungenen Animationsübergänge von Sam, die seltsame Sprünge in seinem Bewegungsablauf entstehen lassen. Besonders auffällig bei der ganz einfachen Aktion eines Sprunges über einen Abgrund hinweg, die zum einen nur sehr schwer zu berechnen sind und zum anderen nicht besonders natürlich aussehen. Ansonsten allerdings zeigt uns Sam grundsätzlich seine Schokoladenseite und begeistert durch die vielen verschiedenen Bewegungsabläufe. Einzig beim Greifen von Kanten gibt sich Sam in der Gamecube-Version mitunter etwas unwillig und verlangt mehrere Anläufe bis er reagiert. Dafür hat man manche nervige Sprungeinlage aus der Xbox-Version entfernt und durch angenehmere Klettereinlagen ersetzt.

    Tom Clancy's Splinter Cell (GC)

    Singleplayer
    9,2 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Einmalig gut gelungenes Licht- und Schattensystem
    sehr vielseitiges und spannendes Gameplay
    hervorragend integrierte Soundkulisse
    trotz der vielen Funktionen recht gelungene Steuerung
    Übergänge zwischen den Animationen von Sam sehen manchmal etwas abgehackt aus
    mitunter weigert sich Sam in der Gamcube-Version bestimmte Aktionen auszuführen oder bleibt an unsichtbaren Hindernissen hängen
  • Tom Clancy's Splinter Cell
    Tom Clancy's Splinter Cell
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    05.06.2003

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Tom Clancy's Splinter Cell
Tom Clancy's Splinter Cell im Gamezone-Test
Die GC-Version von Splinter Cell nützt die Power des Würfels voll aus und steht der Xbox in nichts nach.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Classic-39217/Tests/Tom-Clancys-Splinter-Cell-im-Gamezone-Test-989301/
03.06.2003
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/03/tom.jpg
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