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  • Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction - Sam Fisher ist zurück...anders als je zuvor - Leser-Test von Shadowkiller

    Was verbinden wir mit Splinter Cell? Langsames Voranschleichen, viele technische Hilfsmittel, und sehr gute Stealth Action.
    Von diesen Vorstellungen kann man sich verabschieden, wenn man Splinter Cell: Conviction einmal gespielt hat. Denn eines ist klar - sowohl Sam Fisher als auch Splinter Cell ist nicht mehr das Gleiche wie früher. Statt langsamem, taktischem Voranschleichen ist Sam sogar beim Schleichen flott unterwegs, und wenn eine Wache ihn beim Schleichen entdeckt, ist das auch kein Problem. Statt ihn wie in den anderen Teilen schnell per Schlag an den Kopf K.O. zu schlagen, sehen wir Sam nun, wie er seine Gegner in spektakulären Moves den Arm umdreht, ihm in einer fließenden Bewegung auf den Boden wirft und ihn dann mit zwei Kugeln aus der Pistole tötet.
    Moment mal, wir töten ihn? Sollte man das bisher nicht immer vermeiden?
    Tatsächlich scheint Sam sich nicht mehr dafür zu interessieren, möglichst viele Leben zu verschonen. Aber wie kam es zu dieser Wandlung?
    Wie wir seit Double Agent wissen, ist Sams Tochter getötet worden. In der Zeit zwischen Double Agent und Conviction hat Sam herausgefunden, dass der Tod seiner Tochter kein Unfall war. Deshalb hat er aufgehört bei Echelon zu arbeiten und will sich jetzt rächen.
    Um das zu tun, bedient er sich eines größeren Waffenarsenals als je zu vor:
    Pistolen, Maschinenpistolen und Sturmgewehre: All diese Waffen sind freischaltbar und können zudem aufgerüstet werden, wenn wir genug Punkte haben. Punkte verdienen wir uns durch erfüllen von Auszeichnungen, die zum Teil sehr einfach sind, wie z.B. 10 Gegner per Kopfschuss töten, andere sind schwerer.
    Neben Schusswaffen hat Sam bedient sich Sam wieder seiner Hilfsmittel, welche in Conviction auch das Ziel haben, den Gegner zu töten. Nur wenige sind zum Betäuben des Gegners da.
    So gibt es fernzündbare Sprengsätze, Granaten und Annäherungsminen; auch ein alter Bekannter, die Haftkamera ist wieder da - allerdings nutzloser als je zuvor. Konnten wir mit der alten Haftkamera Gegner anlocken und bei Bedarf Gas ausströmen lassen, um sie auszuschalten, schreckt die neue Haftkamera eher ab. Denn sie gibt keine Klick-Geräusche ab, die unsere Feinde dann untersuchen; ganz im Gegenteil, sie spielt ein Musikstück ab, dass nur bewirkt dass Feinde die Umgebung absuchen, um den zu finden, der mit der Haftkamera herumspielt. Nur die wenigsten Wachen sind dumm genug, um nah genug zur Haftkamera zu gehen, dass wir sie explodieren lassen können, um ihn zu töten.
    Ebenfalls ein neues Feature ist die Sonarbrille - mit ihr können wir durch Wände sehen, um die Positionen von Gegnern zu sehen und Sicherheitssysteme frühzeitig zu entdecken. Außerdem können wir mit ihr Laserbarrieren sehen, die je nach Situation ein MG auf uns abfeuern lassen oder einen Alarm auslösen.
    Ein weiteres nützliches Spielzeug ist unser EMP Gerät. Mit diesem Gerät können wir alle Lichter in der Umgebung per Knopfdruck temporär ausschalten und sogar Gegner kurz betäuben. Das ist sehr praktisch, wenn wir etwas Schatten schaffen möchten, oder einfach nur viele Gegner schnell betäuben wollen, denn das EMP-Gerät lässt sich wunderbar mit einer neuen Fähigkeit Sams kombinieren - Markieren und Ausschalten. Wie man sich denken kann, kann man mit dieser Fähigkeit, mehrere Gegner markieren, und auf Befehl schießt Sam jedem der Markierten in den Kopf.
    Das sollte man aber nur mit schallgedämpften Waffen tun, wenn man kein riesiges Feuergefecht möchte.
    Falls man diese lieber umgehen will, hat man immer noch die Möglichkeit, jede Mission unauffällig zu absolvieren. Denn Sam kann hinter Gegenständen in Deckung gehen, um nicht gesehen zu werden, und sich im Schatten verstecken. Wie gut wir versteckt sind, sehen wir direkt auf dem Bildschirm: Sind wir im Schatten wird das Bild schwarz weiß, sind wir im Licht kommt die Farbe zurück - Das ist sehr viel übersichtlicher als die Anzeigen der Vorgänger. Und noch etwas wurde vereinfacht: Die Steuerung. Denn da die Steuerung in früheren Teilen etwas umständlich war, ähnelt sie nun eher Actionspielen. Und das Conviction auch mehr Actionspiel als Splinter Cell ist, zeigt sich, wenn man die anderen Modi unter die Lupe nimmt. Den neben der (recht kurzen) Kampagne können wir Einzelmissionen in den verschiedenen Modi spielen. Wir können uns hier zwischen Jagd, Infiltration und Verteidigung entscheiden.
    Der einzige Unterschied zwischen Jagd und Infiltration ist, dass wir bei Infiltration nicht gesehen werden dürfen, und es einige Sicherheitssysteme wie Kameras und Laserbarrieren gibt. Das Grundprinzip ist dasselbe: Schalte möglichst schnell deine Gegner in einer bestimmten Umgebung aus.
    Bei Verteidigung suchen wir auch zunächst eine Umgebung aus; danach müssen wir ein großes EMP Gerät gegen möglichst viele Wellen von Gegner beschützen, die ebenjenes Gerät zerstören wollen.
    Etwas schade ist aber, dass unsere Feinde viel lieber uns angreifen als das EMP-Gerät, wodurch der Modus mehr zur Überlebensherausforderung wird und das eigentliche Ziel aus den Augen verliert.
    Wenn wir glauben, wir seien inzwischen der beste Agent der Welt, können wir im Multiplayer zeigen, dass wir Recht haben. Zusätzlich zu den bekannten Modi gibt es noch den Duellmodus und eine Coop Kampagne, die zeitlich vor der Singleplayer Kampagne spielt und die Situation näher erläutert. Statt Sam spielen wir hier aber Archer, einen Agenten von Third Echelon, oder Kestrel, einen Agenten von "Echelons russischem Gegenstück" Voron.
    Wollen wir lieber den Duellmodus spielen, versuchen wir auf einer der bekannten Karten mehr Feinde zu töten als unser Gegner. Wenn wir es sogar schaffen, unseren Gegenspieler zu töten, gibt's Extrapunkte. Wie man sich denken kann geht der Stealth Aspekt des Spiels völlig verloren, da es zwar riskanter, aber viel schneller ist seine Feinde durch wildes Herumballern mit dem Sturmgewehr zu töten, als leise hinter sie zu schleichen. Ehe wir uns versehen rennen wir ziellos herum und schießen auf alles was sich bewegt, in der Hoffnung nicht selbst erschossen zu werden.

    Alles in allem ist Conviction definitiv kein Splinter Cell Teil mehr. Mit dem gewohnten Herumschleichen ist es vorbei, und statt dass man sich fühlt wie ein Agent, denkt man eher man wäre ein Profikiller dem es egal ist wie viele Leute auf seinem Weg sterben.
    Aber trotzdem macht es Spaß, Sam zuzusehen wie er seine Gegner spektakulär ausschaltet, oder mit Archer und Kestrel die Coop Story zu bestreiten und sich mit anderen Spielern zu messen.
    Wer also ein gutes, solides Actionspiel mit wenigen Stealth Aspekten sucht, ist hier genau richtig. Wer einen würdigen Nachfolger der Splinter Cell Reihe sucht, kann von der Wertung 4-5 Punkte abziehen.
    Ein letztes Manko des Spiels ist der Ubisoft Kopierschutz, der einen zwingt, permanent Online zu seine, selbst wenn man nur Offline spielt. Wer sich aber nicht daran stört, wird mit Conviction sicher eine Menge Spaß haben.

    Negative Aspekte:
    Ubisoft Kopierschutz, kein Splinter Cell mehr, alte Prinzipien und bekannte Inhalte gehen verloren

    Positive Aspekte:
    Einfachere Steuerung, coole Nahkampfmoves, viel gute Action in Single- und Multiplayer

    Infos zur Spielzeit:
    Shadowkiller hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

    Tom Clancy\'s Splinter Cell: Conviction

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Shadowkiller
    9.2
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Gameplay
    10/10
    GameZone
    Spielspaß-Wertung
    9.2/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
    Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    29.04.2010

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1010757
Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction - Sam Fisher ist zurück...anders als je zuvor - Leser-Test von Shadowkiller
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Conviction-Spiel-39220/Lesertests/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Conviction-Sam-Fisher-ist-zurueckanders-als-je-zuvor-Leser-Test-von-Shadowkiller-1010757/
11.06.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2010/05/SCC_DD4_Visual_signature_6.jpg
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