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  • Splinter Cell Double Agent im Gamezone-Test

    Eine sehr gut funktionierende Wii-Steuerung steht einem matschigem und verwaschenem Erscheinungsbild gegenüber.

    Ein Mann ist ein Mann, zumindest so lange, bis man ihm das Liebste nimmt. Dann erst zeigt sich aus welchem Holz er wirklich geschnitzt ist. So wird wohl niemand bestreiten, dass Sam Fisher ein Vorzeigeexemplar seines Geschlechts ist, dem sein Auftrag über alles geht und auf den man sich 100% verlassen kann. Doch wie reagiert er, wenn man ihm das Liebste nimmt, seine Tochter? Und wie loyal steht er noch zu seinen Auftraggebern wenn er mitten im Schlangennest auf sich alleine gestellt ist? Das ist es was wir erfahren wenn wir den vierten Teil der Splinter Cell-Reihe mit dem Untertitel "Double Agent" spielen. Dabei schlüpft Sam erstmals in die Rolle als Doppelagent und merkt am eigenen Leib wie schnell man zum Spielball der Mächtigen wird, wie ehemals Vertraute plötzlich ihr wahres Gesicht offenbaren und wie man unter den Feinden auch Freunde finden kann. Denn plötzlich ist alles nicht mehr so einfach wie bisher, plötzlich fällt es schwer zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Wie würdest du dich an Sam Fishers Stelle verhalten?

    Zwei unterschiedliche Versionen

    Splinter Cell Double Agent Splinter Cell Double Agent Splinter Cell: Double Agent ist eines der Spiele, die es trotz gleichem Titel und gleichem Cover in zwei grundverschiedenen Versionen gibt. Da wäre zum einen die richtige NextGen-Version für die Xbox 360 und den PC, und zum anderen die Versionen für die PS2, den Gamecube, die Xbox und nun auch für den Wii. Wer also bis dato die beeindruckenden Trailer zu Double Agent gesehen hat oder die guten Wertungen der Xbox 360 und PC-Version gelesen hat und nun mit dem Gedanken spielt sich dieses Spiel für seinen Wii zuzulegen, sollte alles vergessen was er gesehen und gehört hat, denn die "kleinere" Version von Double Agent unterscheidet sich stark von der NextGen-Version. Alle die neuen Features und Funktionen gibt es dort nämlich nicht, stattdessen orientiert sich der Titel an den vorhergehenden Teilen der Splinter Cell Reihe und führt exakt dessen Tradition fort. Neu hinzugekommen ist lediglich die Möglichkeit nun mit einem zweiten Agenten zu kooperieren, so dass man sich beispielsweise gegenseitig über hohe Mauern heben oder bestimmte Tätigkeiten nur zu Zweit ausführen kann.

    Das bedeutet im ersten Augenblick nichts schlechtes, denn es soll ja durchaus Spieler geben denen trotz des neuartigen Gameplays bestimmte Dinge in der NextGen-Version fehlten, wie die Sichtbarkeitsanzeige oder die dunklen Schleichpassagen die man nur mit dem Restlichtverstärker erfolgreich absolvieren konnte. Wer sich dazu zählt, kann mit der kleinen Version von Double Agent durchaus viel Spaß haben. Zudem bietet uns alleine diese einen sehr gelungenen Coop-Mode für zwei Spieler per Splitscreen. Doch gehen wir die Sache Schritt für Schritt an:

    Wii steuert sich das denn?

    Splinter Cell Double Agent Splinter Cell Double Agent In der ersten Mission, welche in arktischer Umgebung bei vollem Tageslicht startet, ist die Welt für Sam Fisher noch in Ordnung. Gemeinsam mit einem zweiten Agenten sollen wir in eine Station eindringen um im Auftrag der Third Echolon Informationen zu beschaffen. Dieses erste Kapitel ist ideal geeignet um sich mit der neuartigen Steuerung per WiiMote und Nunchuk vertraut zu machen. Der Nunchuk-Controller ist zwingend notwendig um Double Agent spielen zu können. Mit seinem Analogstick steuern wir Sam, wohingegen wir mit der WiiMote auf den Schirm bzw. Screen zielen und Sams Blickrichtung beeinflussen bzw. damit zielen, insofern wir eine Waffe gezogen haben. Diese reagiert aber nur in einem bestimmten Winkel zu Sams Position, wollen wir einen Rundumblick machen müssen wir Sam selbst drehen. In der Praxis ist das gut spielbar, weil wir auf diese Weise keine Angst haben müssen, dass wir plötzlich den Blick Abwenden nur weil wir mit der WiiMote nicht mehr auf den Schirm zielen. Klar, dass man mit dem B-Button, also dem Trigger an der WiiMote Sams Waffe abfeuern. Haben wir aber keine Waffe gezogen, dient er dazu den tödlichen Angriff auszuführen, wohingegen wir mit der Z-Taste am Nunchuk den nicht tödlichen Angriff starten. Der darüber liegende C-Button dient dazu Sam in die Knie, also in den Schleichgang zu zwingen. Der große A-Button auf der WiiMote dient schließlich dazu um zu interagieren, also um Körper aufzuheben und abzulegen, oder Türen zu öffnen mit den bekannten Optionen. Soweit funktioniert die Steuerung auch ganz gut, was auch daran liegt, dass die Steuerung nicht überempfindlich reagiert und man relativ schnell und gut Ziel aufnehmen kann.

    Splinter Cell Double Agent Splinter Cell Double Agent Die weiteren wichtigen Funktionen sind hauptsächlich auf das Steuerkreuz gelegt, welches wir bei normaler Handhabung einfach mit dem Daumen erreichen sollten, so dass kein Umgreifen am WiiMote nötig ist und wir den Zeigefinger am B-Button belassen können. Mit dem Steuerkreuz nach Unten zieht Sam seine Waffe, und mit Steuerkreuz nach oben wechseln wir in die gezoomte Ansicht. Ein erneuter Druck macht die beiden Aktionen wieder rückgängig. Etwas komplizierter bedient sich das Schnellinventar, um beispielsweise zwischen den Waffen zu wechseln oder deren Munition auszuwählen. Dafür müssen wir das Steuerkreuz nach rechts gedrückt halten, und wählen mit dem Analogstick die jeweilige Option aus, die ausgeführt wird sobald wir das Steuerkreuz wieder loslassen. Wirklich geschickt gelöst ist die Funktion Sam an eine Wand "andocken" zu lassen, dafür müssen wir nämlich einfach den Nunchuk in die entsprechende Richtung kippen. Nicht zu Verwechseln mit dem "Schleudern" wie es beispielsweise bei Call of Duty 3 für den Wii verwendet wird, der Nunchuk wird lediglich in der Hand gekippt. Mit der gleichen Bewegung wechseln wir bei gezogener Waffe auch die Schulter über die gezielt wird. Einzig wenn Sam springen soll, müssen wir den Nunchuk nach Oben oder Unten schütteln, wozu aber auch keine starke Bewegung ausgeführt werden muss sondern leicht aus dem Handgelenk heraus geschieht.

    Splinter Cell Double Agent Splinter Cell Double Agent Um Sam pfeifen zu lassen, womit man Wachleute anlocken kann, ebenso um die Haftkamera abzuschießen, müssen wir am WiiMote umgreifen, weil diese Funktionen auf der 1 und 2 Taste liegen. Das ist insofern etwas ungünstig, weil man mit dieser Bewegung meist auch die Blickrichtung beeinflusst, was beim Pfeifen nicht so schlimm ist, zum Abschießen der Haftkamera aber eine Korrektur benötigt, welche Zeit kostet, was in bestimmten Situationen einen Nachteil darstellen kann. Auf der Plus- und Minustaste schließlich liegt das bekannte Opsat sowie das Pause-Menü. Damit lässt sich sagen, dass die Steuerung wirklich gut an den Wii-Controller angepasst wurde, nach der Eingewöhnungszeit kann man Sam moderat und sicher durch die Level steuern, wobei durch das ständige Zielen auf den Schirm durchaus so etwas wie ein Mittendrin-Gefühl entsteht, was auf die Dauer aber etwas auf die Arme geht, weswegen man irgendwann etwas sucht worauf man die WiiMote abstützen kann. Positiv dabei ist, dass man Double Agent auch ganz bequem im Sitzen spielen kann, es ist nicht nötig irgendwelche Wohnzimmertische weck zu räumen oder gar im Stehen spielen zu müssen. Lustig in diesem Zusammenhang ist, dass uns das Handbuch zum Spiel auch eine Y-Taste nahe legt, welche wir an Seilen benutzen sollen um Sams Beine anzuziehen oder für den Spagatsprung. Wer die Taste findet darf sich glücklich schätzen, wer hingegen das Spiel spielen möchte, schubst den Nunchuk nach Oben, was die Funktionen auslöst die eigentlich auf der Y-Taste liegen soll, würde man dem Handbuch glauben.

    Splinter Cell Double Agent Splinter Cell Double Agent Einzig für mein Gefühl nicht ganz ausgereift ist die Mechanik beim Schlossknacken, denn dazu soll man die WiiMote während sie auf den Screen gerichtet ist nach Links und Rechts beugen bis man per Rumblemotor den Widerstand spürt, welcher sodann "massiert" wird bis der Dietrich zum nächsten Splint springt. In der Praxis gibt sich die WiiMote dabei aber sehr empfindlich und man radiert halbe Ewigkeiten über den Splint bis sich dieser endlich hebt. In Situationen wo man unter Zeitdruck steht kann das ganz schön an den Nerven zerren. Schade, dass diese Funktion nicht auf den Analogstick gelegt wurde. Ebenfalls zu erwähnen bleibt, dass Double Agent offensichtlich keinen Gebrauch vom in der WiiMote integrierten Lautsprecher macht.

  • Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent
    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    07.12.2006

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Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent
Splinter Cell Double Agent im Gamezone-Test
Eine sehr gut funktionierende Wii-Steuerung steht einem matschigem und verwaschenem Erscheinungsbild gegenüber.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Double-Agent-Spiel-39222/Tests/Splinter-Cell-Double-Agent-im-Gamezone-Test-991116/
20.12.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/12/TV2006121914491500.jpg
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