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  • Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent im Gamezone-Test

    Ein innerlich zerrissener Sam Fisher zeichnet auch auf der PS3 für das beste aller Splinter Cell-Spiele verantwortlich.

    Ein Mann ist ein Mann, zumindest so lange, bis man ihm das Liebste nimmt. Dann erst zeigt sich aus welchem Holz er wirklich geschnitzt ist. So wird wohl niemand bestreiten, dass Sam Fisher ein Vorzeigeexemplar seines Geschlechts ist, dem sein Auftrag über alles geht und auf den man sich 100% verlassen kann. Doch wie reagiert er, wenn man ihm das Liebste nimmt, seine Tochter? Und wie loyal steht er noch zu seinen Auftraggebern wenn er mitten im Schlangennest auf sich alleine gestellt ist? Das ist es was wir erfahren wenn wir den vierten Teil der Splinter Cell-Reihe mit dem Untertitel "Double Agent" spielen, den es nun auch für Sony Playstation 3 gibt. Dabei schlüpft Sam erstmals in die Rolle als Doppelagent und merkt am eigenen Leib wie schnell man zum Spielball der Mächtigen wird, wie ehemals Vertraute plötzlich ihr wahres Gesicht offenbaren und wie man unter den Feinden auch Freunde finden kann. Denn plötzlich ist alles nicht mehr so einfach wie bisher, plötzlich fällt es schwer zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Wie würdest du dich an Sam Fishers Stelle verhalten?

    Deep, Deeper, Double Agent

    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Am ohnehin schon hervorragenden Gameplay von Splinter Cell hat sich auch mit dem aktuellsten Teil "Double Agent" natürlich nichts geändert. Nach wie vor geht es darum möglichst unbemerkt sein Tagwerk zu verrichten und ebenso unbemerkt wieder zu verschwinden. Trotzdem hat sich einiges getan und die Splinter Cell Veteranen unter euch werden schnell feststellen wie viel Neues einem geboten wird. Am auffälligsten dabei, dass Sam nun oft im hellen Licht, bei Tage agiert. Nur noch wenige Missionen spielen sich komplett in stockdunkler Nacht, meist benötigt man den bekannten Restlichtverstärker nur in diversen Lüftungsschächten oder verborgenen Tunnels, denn oft ist es hell genug um ganz ohne dieses Hilfsmittel auszukommen. Das macht die Sache aber nicht unbedingt leichter, denn je besser wir, respektive Sam sieht, desto besser und weiter sehen auch unsere Kontrahenten. Und die sind im aktuellsten Teil der Splinter Cell-Reihe mit einer KI ausgestattet die einen an mancher Stelle den Schweiß aus den Drüsen treiben kann. Zwar gibt es nach wie vor die bekannten drei Schwierigkeitsgrade, doch selbst im niedrigsten verhalten sich unsere Gegenspieler alles andere als dumm. Haben sie einmal etwas gehört oder meinen etwas gesehen zu haben, bleiben sie meist am Ball bis sie etwas entdeckt haben. Oft auch holen sie sich erst Verstärkung oder legen eine Finte, indem sie nur so tun als ob sie weitergehen würden, nur um uns Sekunden später in den Rücken zu fallen.

    Der Vertrauensbeweis

    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Die zweite augenfällige Neuerung betrifft die Missionen selbst, welche uns oft mehrere Ziele gleichzeitig vorgeben welche wir in beliebiger Reihenfolge absolvieren können. Dabei spielt es keine Rolle welche der Aufgaben wir zuerst oder zuletzt erfüllen, manche können sogar komplett ausgelassen zu werden, allerdings wirken sich die erfüllten oder eben nicht erfüllten Ziele direkt auf das Vertrauen zwischen uns und der NSA bzw. den bösen Terroristen aus, bei denen wir eingeschleust wurden. So kann es passieren, dass wir eine Mission zwar bis zum Ende gespielt haben, durch das nicht erfüllen einer bestimmten Aufgabe aber bei einer der Parteien so sehr in Ungnade fallen, dass die Mission als nicht erfolgreich gewertet wird. Im härtesten Fall geschieht das sogar mitten im Einsatz, was den sofortigen Abbruch der Mission zur Folge hat. Greifen wir beispielsweise einen anderen NSA-Agenten an, auch wenn wir ihm nur das Genick etwas streicheln, verlieren wir auf der Stelle das Vertrauen der NSA. Umgekehrt gilt das Gleiche für die Terroristen, die uns nur bei der falschen Tat zusehen müssen, schon ist das Vertrauen verspielt. Dabei legt es das Game an manchen Stellen absichtlich darauf an uns vor unlösbare Aufgaben zu stellen, welche uns nur die Wahl zwischen dem kleineren Übel lässt. Um beispielsweise festzustellen ob wir den Terroristen wirklich vertrauen zwingen uns diese einen abgestürzten Piloten zu erschießen, welcher offensichtlich ein Landsmann von uns ist und den die NSA schon fieberhaft sucht. Schießen wir nicht, können wir schon Anfangs das schwer errungene Vertrauen der Gangster verlieren, schießen wir doch, ist die NSA alles andere als begeistert über die Situation. Und vor solche Entscheidungen stellt uns das Spiel immer wieder, was es so schwer macht die Balance zwischen den beiden Parteien zu halten.

    Ansonsten jedoch funktioniert das Belohnungssystem wie eh und je, welches uns nach jeder absolvierten Mission haarklein aufschlüsselt wie gut oder schlecht wir unsere Aufgabe erfüllt haben. Jede getötete Wache, jedes mal entdeckt werden gibt Punktabzug, sogar jede ausgeschossene Lampe wird uns negativ angekreidet. Durch den neuen nicht tödlichen Schlag den Sam erlernt hat, fällt es nun aber wesentlich leichter Wachen nicht mehr komplett zu erledigen um nicht entdeckt zu werden. Denn egal ob wir uns eben an jemanden heranschleichen oder diesen schon im Würgegriff haben, immer liegt die Entscheidung bei uns ob wir einen tödlichen Griff anwenden wollen oder die Wache nur bewusstlos schlagen mögen. Das obligatorische verstecken der leblosen Körper erledigt Sam sodann praktisch automatisch, denn auch jeder entdeckter Körper schlägt sich negativ in der Statistik nieder. Im Optimalfall also bewegen wir uns absolut lautlos, fassen nichts an und schalten nichts aus was uns helfen könnte und sind verschwunden bevor irgendwer irgendetwas bemerkt hat. Dann erst gibt es die erwünschten 100% bei der Missionsbewertung.

    Denn eines ist klar, auch das aktuellste Splinter Cell setzt wieder voll auf Trial & Error. Viele Fehler muss man erst am eigenen Leib erfahren haben um zu wissen wie man sie zukünftig vermeidet. So vorsichtig kann man gar nicht vorgehen, dass man nicht doch immer wieder überrascht wird oder Dinge erst entdeckt wenn es schon zu spät ist. Das liegt mitunter auch an den nicht immer ganz klaren Ansagen die man bekommt, manchmal aber auch daran, dass man schlicht noch nicht gesehen hat wovon gesprochen wird. Und genau das ist es, was die einzelnen Einsätze so interessant macht, dass es immer noch eine Möglichkeit gibt noch besser abzuschneiden als beim Durchgang davor.

    Sams Gadgets

    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Ohne die Splinter Cell-Veteranen unter euch langweilen zu wollen, hier ein kleiner Überblick über Sams technische Spielereien derer er sich im Game bedienen kann. Denn auch hierbei wird uns meist bekannte Kost geboten, wobei anzumerken ist, dass sich so manches nun wesentlich einfacher Bedienen lässt als es noch beim Vorgänger der Fall war. Gleichzeitig hat man das Interface kräftig entschlackt und blendet nunmehr nur noch das allernötigste ins Bild, vieles wurde komplett weggelassen, wie die Anzeige wie gut sichtbar Sam augenblicklich ist. Denn sind wir mal ehrlich, wer hat das jemals gebraucht? Ob Sam im Schatten verborgen ist oder mitten unter dem Scheinwerfer steht sieht man auch so, da braucht es keine extra Anzeige dafür. Dafür gibt es nun eine neue Anzeige in Form eines kleinen Lämpchens, welches entweder grün, gelb oder rot leuchten bzw. blinken kann. Es zeigt quasi den Alarmzustand der Gegner an. Leuchtet die Anzeige grün, sind wir unentdeckt und niemand weiß von unserer Anwesenheit. Leuchtet sie gelb, können wir leicht gesehen werden, doch erst wenn sie zu blinken beginnt, wurden wir auch gesehen und man ist bereits auf der Suche nach uns. Schlimmstenfalls blinkt die Anzeige rot, was bedeutet, dass wir gesehen werden und bereits das Feuer auf Sam eröffnet wurde. So weit allerdings sollte man es erst gar nicht kommen lassen. Ebenso gibt es keine Schallanzeige mehr, wenn Sam Lärm macht, dann hört man das einfach, fertig. Dafür kann er im Gegenzug nun auf eine Art GPS-Karte zurückgreifen, welche uns das umgebende Gelände bzw. Gebäude anzeigt sowie unseren Standort und Blickrichtung darauf. Generell kann sich Sam über einen neuen Computer freuen, den er am linken Arm trägt und der ihn nicht nur zur Kommunikation dient, sondern auch um Computer zu hacken oder auf andere Dinge zuzugreifen. Einzige Unstimmigkeit dabei, dass Sam dieses Ding auch im Gefängnis trägt, wo man ihm doch eigentlich all seine Spielereien abgenommen hat.

    Ansonsten verfügt er über den bereits erwähnten Restlichtverstärker, der Magnetsicht welche ihm alle elektrischen Geräte anzeigt sowie einer Wärmesicht mit der er auch durch dünne Wände hindurch Personen erkennen kann. Klar, dass er auch wieder die Kabelkamera bei sich hat um unter geschlossenen Türen hindurchsehen zu können. Ebenso wieder mit von der Partie sind seine beiden Waffen, die kleine und leise 5-7 OCP Pistole, sowie das bewährte SC-20K Gewehr mit seinen vielen Funktionen. Es kann neben Projektilen auch Haft-Schocker, besonders effektiv in feuchter Umgebung, auch Ringflächengeschosse verschießen sowie winzig kleine Haftkameras. Besonders letztere erleichtern einem das Leben an gewissen Stellen ungemein.

    Technisches zur PS3-Version

    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Die Splinter Cell-Reihe glänzte schon immer mit ihrer hervorragenden Grafik und der ebenso erstklassigen Soundkulisse. Demzufolge konnte man umso gespannter sein, wie unser Sam den Sprung auf die PS3-Hardware vollführt. Zumindest was die Detailfülle angeht, steht die PS3-Version der Xbox 360 oder dem PC in praktisch nichts nach. In Sachen Framerate jedoch gibt sich die PS3-Version schon sehr schwach und bietet uns ein beständiges Ruckeln und Zuckeln, egal ob auf einem HD-Screen oder einem Röhrenfernseher. Auf letzterem gesellt sich auch noch heftiges Kanten- und Texturflimmern dazu, welches Ziegelmauern ein seltsames Eigenleben verleiht. Schade, aber nicht kaufentscheidend, ist der Umstand des fehlenden Rumble-Effects, denn Schlösser werden wie bisher per Dietrich geknackt, ohne dass wir auf der PS3 eine Rückmeldung erhalten ob wir den Splint nun getroffen haben oder nicht. Man muss sich voll auf das Gezeigte verlassen.

    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent Die gebotene Soundkulisse ist natürlich ebenfalls wieder ein fester Bestandteil des Gameplays und weit mehr als nur schmückendes Beiwerk. Umgebungsgeräusche sind ebenso wichtig und können von uns benutzt werden um die eigenen Geräusche zu verschleiern, sowie wir selbst bestenfalls völlig geräuschlos agieren, was nicht immer möglich ist. Bewegen wir uns über diverse Splitter oder Trümmer knirscht und knarrt es zwangsläufig, was in gewisser Entfernung natürlich zu hören ist. Umgekehrt kann ein Geräusch auch absichtlich erzeugt werden um die Wachen abzulenken, wofür wir entweder irgendwelche Dinge durch die Gegend schmeißen, oder einfach Sams Lippen spitzen und einen Pfiff ausstoßen.

    Für viele Spieler sicher nicht unwichtig, dass sich auf der deutschen DVD neben dem komplett deutsch lokalisiertem Spiel auch die englische Fassung verbirgt. Stellt man die Konsole auf Englisch, bekommt man auch das komplette Spiel, inkl. Text, Menüs und Sprachausgabe in englischer Sprache kredenzt. Ebenfalls unterscheidet sich die deutsche Version vom Spielinhalt her nicht von den anderen europäischen Versionen, es wurde also nicht am Spiel herumgeschnippelt.

  • Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent
    Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    29.03.2007

    Aktuelle Action-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent
Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent im Gamezone-Test
Ein innerlich zerrissener Sam Fisher zeichnet auch auf der PS3 für das beste aller Splinter Cell-Spiele verantwortlich.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Double-Agent-Spiel-39222/Tests/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Double-Agent-im-Gamezone-Test-991269/
23.04.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/04/SCDA_PS3_SP_02.jpg
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