Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow im Gamezone-Test

    Mit Pandora Tomorrow geht der wohl berühmteste Schleichtitel in seine zweite Runde. Setzte Ubisoft damals noch den Maßstab an dem sich alle zukünftigen Stealthspiele messen lassen mussten, versprach man für den Nachfolger die Latte noch einmal ein kräftiges Stück höher zu hängen.

    Ob es den Entwicklern gelungen ist Splinter Cell noch besser zu machen als es ohnehin schon ist, oder ob es sich nur um ein Level-Update handelt, könnt ihr in diesem Review erfahren.

    Bei der gebotenen Singleplayer-Kampagne dreht sich natürlich alles wieder um unseren Helden Sam Fisher, der in bester Geheimagentenmanier auf der ganzen Welt eingesetzt wird um den Schurken die Leviten zu lesen. Dies tut er aber im Gegensatz zu seinem berühmten Kollegen James Bond eher auf die leise und unentdeckte Tour, denn auch in Pandora Tomorrow enden die meisten Missionen wenn wir entdeckt werden. Nur ganz selten wird uns erlaubt von der Schusswaffe gebrauch zu machen, und dann auch nur wenn es darum geht das eigene Leben zu schützen. Niemals ist es Ziel einer Mission die Gegenspieler zu töten, ganz im Gegenteil kann man sie - bis auf ganz wenige Ausnahmen - meist beenden ohne einer Person etwas zuleide zu tun. Die Möglichkeit sie bewusstlos zu schlagen und sodann verstecken zu können, ist schon die gröbste Gewaltanwendung die uns erlaubt ist.
    Klar, dass auch wieder allerlei technisches Spielzeug mit von der Party ist, von dem wir auch viel gebrauch machen müssen, sowie einige neue Spielereien die dem Gameplay recht gut getan haben. Mir persönlich gefiel besonders, dass Sam nun in der Lage ist zu pfeifen. So kann man die Aufmerksamkeit auch ohne einen Gegenstand irgendwohin schmeißen zu müssen auf sich ziehen, um zum Beispiel eine Wache von der Gruppe abzuspalten um sie unbemerkt ausschalten zu können. Diese verhalten sich übrigens kein bisschen dumm und haben so manch fiesen Trick auf Lager. So kann man sich nie darauf verlassen, dass die Wachen bei jedem Level-Neustart auch wieder an derselben Stelle stehen oder denselben Weg gehen werden. Sogar regelrechte Finten legen sie aus um Sam zu erwischen. So ist es keine Seltenheit, dass sie fröhlich pfeifend an uns vorbeigehen und lautstark melden, dass der Bereich gesichert sei, woraufhin wir uns in Sicherheit wiegen. In Wirklichkeit aber hat sich jene Wache nur hinter der nächsten Ecke versteckt und wartet nur darauf, dass wir aus unserem Versteck herauskommen. Doch auch im Verbund arbeiten die NPC's hervorragend zusammen und bringen Sam in manch brenzlige Situation. Wird er von einer Wache entdeckt, läuft die meist nicht blind auf uns los und versucht uns auszuschalten, sie löst erst Alarm aus, holt sich oft auch noch Verstärkung und greift erst an nachdem sie uns auch den Fluchtweg genommen haben, der von einem seiner Kollegen gesichert wird.
    Dies schlaue Verhalten der NPC's in Verbindung mit dem hervorragend gelungenem Leveldesign und der mitreißenden Inszenierung der erzählten Geschichte, erzeugt ein dichtes Spielerlebnis wie es nur wenige Games zustande bringen. Dies ist auch bitter nötig, denn der gebotene Schwierigkeitsgrad ist nicht von schlechten Eltern und wird so manchem Zocker die Zornesröte ins Gesicht treiben. Derweil ist es nicht so, dass Pandora Tomorrow unfair schwer wäre, es verlangt vom Spieler nur etwas Geduld und nervt ein wenig wegen der mitunter unberechenbaren Wachen. Trotzdem muss man deutlich sagen, dass Pandora Tomorrow nie unfair ist, es macht es einem nur nicht allzu leicht und Fehler werden nicht verziehen. Ist man einmal entdeckt worden besteht nur selten noch die Möglichkeit zu flüchten und abzuwarten bis sich der Staub gelegt hat.

    Die gebotene Grafik stellt nach wie vor aller erste Güte dar, wobei einem aber auffällt, dass man die schon aus dem Vorgänger bekannten und atemberaubenden Lichteffekte nicht mehr ganz so exzessiv eingesetzt hat. Es gibt zwar immer noch die schönen Lichtstreifen die aus den Fenstern fallen und auf den Charakteren die authentischen Muster hinterlassen, es wird aber auch viel mit anderen Effekten gespielt, wie voluminösen Staub, Qualm, Feuer oder Nebel, der nur mit entsprechendem Gerät zu durchdringen ist. Doch auch die haben ihre Grenzen, wie das Thermosichtgerät, welches zwar jeden warmen Körper verrät, aber keine besondere Reichweite besitzt. Weiter langt da schon der Restlichtverstärker, der aber alles in relativer Unschärfe erstrahlen lässt und so manche Bewegung verschleiert. Speziell dafür gibt es den Bewegungsfilter, der ein recht gleichmäßiges rötliches Bild erzeugt, welches an den Stellen wo eine Bewegung stattfindet besonders hell erstrahlt. Ganz anders hingegen funktioniert der elektromagnetische Filter, der alle elektrischen Geräte hervorhebt und so z.B. versteckte Verteidigungsanlagen sichtbar macht.
    Doch auch die physikalischen Fähigkeiten der Engine sind atemberaubend, wenn sich beispielsweise der Plastikvorhang in der Pathologie exakt unserem Körper anpasst, herumstehende Dosen und Fässer bewegt, zerbeult und umgeschmissen werden können oder sich Bretter je nach der Belastung biegen und brechen.
    Auf der technischen Seite wird uns ein ebenso sauberer 50 wie 60 Hertz-Mode geboten, die uns beide absolut ruckelfreie Videos in atemberaubender Qualität liefern und auch InGame keinerlei Grund zur Beanstandung geben, nur den 16:9 Support hat man sich gespart.

    Ebenfalls technisch einwandfrei wurde die Soundkulisse umgesetzt, die lediglich an manchen deutschen Sprechern etwas krankt. Denn sind die Figuren der Handlung durch die Bank sehr gut synchronisiert worden, allen voran unser Hauptdarsteller Sam Fisher und sein Vorgesetzter, hören sich die wiederholenden Sprüche manch gefangener Geisel eher schlecht an und wie aus dem Mittelwellenradio kommend. Weshalb diese in einer anscheinend viel zu niedrigen Samplingrate abgemischt wurden wissen nur die Entwickler selbst. Selbst wenn wir uns direkt neben einer solchen Geisel befinden, hört sie sich an als würde sie durch ein Kissen sprechen.
    Ansonsten aber gibt es nichts an der Soundkulisse zu mäkeln, ganz im Gegenteil verwöhnt sie uns mit klarstem 3D Surround Sound der seinesgleichen sucht. Vom kleinsten Geräusch unter unseren Füssen bis hin zum infernalischen Lärm wenn wir uns auf dem Dach eines fahrenden Zuges bewegen, alles wurde unglaublich realistisch vertont. Dies ist bei einem Titel wie Splinter Cell auch nötig, kann das kleinste Geräusch doch schon das Ende der Mission bedeuten. Schade, dass keine Anpassung für Spieler mit Kopfhörer existiert, sie wäre das i-Tüpfelchen der ansonsten mehr als gelungenen Sounduntermalung gewesen.

    Die Steuerung der PC-Version unterscheidet sich sehr stark von der Konsolensteuerung per Gamepad. Denn sie wurde komplett auf die Bedienung per Maus und Tastatur hin optimiert, ohne auch nur ein einziges alternatives Eingabegerät, wie ein Joypad oder Joystick zu unterstützen. Zudem ist eine Maus mit Rad unbedingt zu empfehlen, da das Rad zum Zoomen und vor allem für die Geschwindigkeit mit der sich Sam bewegt zuständig ist. Hat man keines, muss man dafür die BildAuf und BildAb-Tasten benutzen, was mehr als unpraktisch ist. Ebenso unpraktisch ist die Standard-Tastenbelegung, die ein ständiges verlassen der Maus nötig macht, da man zum Beispiel um eine Türe zu öffnen oder andere Aktionen auszulösen die ENTER-Taste benutzen muss. Den Entwicklern sei Dank, kann man wenigstens die Tastenzuweisung frei vornehmen.
    Wie auch bei der Xbox-Version unterscheidet sich unverständlicherweise die Bedienung im Multiplayer-Mode komplett von der in der Singleplayer-Kampagne. Wer also nicht ständig umdenken will stellt sich am besten die beiden Steuerungen möglichst gleich ein, was aber nicht ganz funktioniert, da man im MP-Part noch die sogenannte Schnellauswahl für die Werkzeuge und Waffen besitzt.

    Gerne hätten wir auch den Multiplayer-Part der PC-Version von Splinter Cell: Pandora Tomorrow getestet, allerdings war es nicht möglich uns mit irgendwelchen Servern zu verbinden. Entweder stellte sich das Spiel quer und verlangte das aktivieren der Punkbuster Anti-Cheat-Software, welche bereits lief, oder es kehrte gleich auf den Desktop zurück. Wir werden den MP-Test also nachliefern sobald er auch funktioniert.

    Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow (PC)

    Singleplayer
    9,3 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Spannend erzählter Storyverlauf
    generell gelungene Inszenierung
    hervorragende Cutscenes
    ausgereiftes Physik-System
    die bekannt herrliche Grafik-Engine
    ebenso herrliche 3D Surround Soundkulisse
    trotz der vielen Funktionen recht eingängige Steuerung
    Online-Gaming funktioniert noch nicht
    wenn er dann funktioniert können nur max. 4 Spieler zocken
    Steuerung ausschließlich per Maus und Tastatur
  • Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow
    Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow
    Publisher
    Ubisoft
    Release
    01.04.2004
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
989760
Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow
Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow im Gamezone-Test
Mit Pandora Tomorrow geht der wohl berühmteste Schleichtitel in seine zweite Runde. Setzte Ubisoft damals noch den Maßstab an dem sich alle zukünftigen Stealthspiele messen lassen mussten, versprach man für den Nachfolger die Latte noch einmal ein kräftiges Stück höher zu hängen.
http://www.gamezone.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Pandora-Tomorrow-Spiel-39224/Tests/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Pandora-Tomorrow-im-Gamezone-Test-989760/
26.03.2004
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2004/04/15_1102.jpg
tests