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  • Tomb Raider Anniversary: Eine Hommage an ein Videospiel - Leser-Test von Marco A

    Bevor ich mit dem eigentlich Test beginne, möchte ich kurz auf meine Person eingehen. Dies deshalb, damit ihr als Leser wisst, wie ich den ersten Tomb-Raider-Teil erlebt habe. Ich denke dies ist nur fair, damit ihr abschätzen könnt, wie objektiv ich dieses Jubiläumausgabe - und gleichzeitiges Remake - überhaupt bewerten kann.
    Anno 1996 lernte ich Tomb Raider auf der Playstation (PSX) kennen. Ihn spielte ich damals durch.
    Szenen wie beispielsweise der Kampf gegen den T-Rex oder die Schwerter des Damokles sind wie eingebrannt in meinem Videospielgedächtnis geblieben.

    Selbst nicht Gelungenes versprüht Charme

    Die Stimmung des Spiels war einfach grandios. Soundjingles und Musikuntermalung wurden nur sehr minimal eingesetzt, dafür aber um so passender. Ansonsten lebte das Spiel von den SFX-Geräuschen und dem wirklich grandioses Leveldesign inklusiver seiner herausragenden Rätselpassagen.
    Auch das Aufkommen der Gegner wurde sehr bestimmend verwendet und so wusste der Spieler nie, ob er nun mit gezogenen Pistolen den Gang weiterlaufen sollte, oder die Waffen wegstecken konnte.
    Auch die Story war mitte der 90ziger Jahre angenehm mysteriös und lud zum weiterspielen ein. - Dies ist heute leider nicht mehr der Fall.

    Das Entwicklerstudio Crystal Dynamix hat die Story der 2007 erschienenen Neuauflage des ersten Teils (zum damaligen zehnjährigen Geburtstag der Serie) nämlich nicht geändert.
    Die Archäologin Lara Croft wird von der Unternehmerin Natla gebeten in Peru ein Artefakt zu finden. Nachdem wir dieses Stück geborgen haben werden wir von einem alten Rivalen überfallen. Dieser wurde ebenfalls von Natla beauftragt dieses Artefakt - ein Teil des Scions - zu bergen.
    Wir besiegen unseren Feind allerdings und machen uns auf die Suche nach den anderen beiden Bruchstücken.
    Die Story macht im Grunde nicht viel her und dient nur dazu, das Land und somit das Szenario sinnvoll zu verändern. So müssen wir unsere Fähigkeiten neben Peru auch in Griechenland, Ägypten und auf einer verlorenen Insel unter Beweiß stellen.
    Sehr schön bei dieser unveränderten Geschichte ist allerdings, dass der Flair des ersten Teils dadurch beibehalten wurde, selbst wenn man die Zeichen der Zeit merkt.

    Gelungene Kombination aus Bewährtem und Fortschritt

    Auch meine zu Anfang angesprochene minimale Musikunterstzüng wurde beibehalten. So streifen wir fast still und wachsam durch die Höhlen, Gräber und Tempel, ohne dabei ständig mit Musik unterhalten zu werden.
    Nur SFX-Geräusche wie das Bröckeln von Gestein, das Spritzen von Wasser oder das Stöhnen unserer Protagonistin wenn sie eine Kante nicht richtig zu fassen bekommt, sind zu hören und transportieren eine unglaublich intensive Atmosphäre in unsere Wohnung.
    Sollten es allerings Feinde wie zum Beispiel Fledermäuse, Wölfe oder Bären auf uns abgesehen haben, so werden wir mit treibenden Musikstücken zum Kampf auf Leben uns Tod aufgefordert.

    Die Kämpfe die wir bestreiten sind durchgehend recht anspruchsvoll. Auch wenn die Gegner auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad oftmals recht dumm agieren, so sind die Bosskämpfe dennoch mit Vorsicht zu genießen. Bei diesen können wir nämlich nicht einfach nur Feuern bis die Energieleiste geleert ist, sondern müssen beispielsweise bestimmte Körperregionen treffen, oder die Feinde erstmal entwaffnen.
    Zusätzlich sind einige Konfrontationen nun als Quick-Time-Events ausgelegt, bei denen unsere Sicherheit mit dem Gane-Pad gefragt ist, da wir ansonten den Kampf verlieren.

    Selbst die Rätsel und Dungeons sind durchgehend sehr anspruchsvoll. Macht man sich zusätzlich noch auf die Suche nach den versteckten Reliquien und Secrets, so können wir uns locker mehrer Stunden in einer Szenerie aufhalten, ohne das dabei die Langeweile an unsere Tür klopft.
    Den Levelaufbau hat Crystal Dynamix dabei weitestgehend unverändert gelassen. Spieler die den ursprünglichen Teil kennen, werden diese Veränderungen aber wohl als gelungen empfinden, da hierdurch die Dungeons übersichtlicher gestaltet wurden.
    Auch wenn die (nicht durchgehend) leicht veränderten Rätsel (immer aber auf Grundlage des Teils von 1996) auch heute noch zum besten des Adventure-Genres gehören, so könnten unerfahrene Spieler überfordert werden, da selbst erfahrene Grabräuber definitiv an der ein oder anderen Stelle zu beißen haben. Selbst das grandiose Trainingslevel auf Lara Crofts Anwesen vordert die grauen Zellen sehr heraus. Nur zum Ende hin kann das Spiel sehr frustrierend sein, da hier mehr auf "Trial and error" gesetzt wird. Zusätzlich läßt dann auch ab und an die Kollisionsbfrage zu wünschen übrig, weshalb es vorkommen kann, das wir beispielsweise von vermeidlich sicheren Plattformen plötzlich abrutschen.

    Dies hat dann nichtmal etwas mit der Steuerung zu tun, denn diese ist grundsätzlich sehr präzise. Es gibt hier nur eine entscheidene Veränderung, die auch erheblichen Einfluß auf das Rätsel- und Leveldesign gehabt hat: Im Ursprungsspiel konnte Lara einen "Wandsprung" vollziehen, der es ihr erlaubte zwischen nahgelegenen Wänden hin und her zu springen. Diese Fähigkeit fehlt in diesem Remake gänzlich. Allerdings wurde uns ein Enterhacken spendiert, mit dem wir an bestimmtem Objekten schwingen können. Zusätzlich erlaubt er uns das ziehen von einigen Spielelementen.

    Lara Croft und ihr attraktives Bonusmaterial

    Die Grafik ist im Grunde zum positiven hin verändert worden, auch wenn bei dieser Feststellung angemerkt sein sollte das es sich hier um ein Xbox 360-Spiel aus dem Jahr 2007 handelt. Gegenüber aktuellen Titeln ist diese Jubiläumsausgabe nur selten ein gafischer Leckebissen, auch wenn die Levelgestaltung sehr attraktiv geworden ist. - Gegenüber der Ursprungsversion wird uns aber grafische Feinkost geboten. So haben die Figuren sehr viel mehr Polygone spendiert bekommen und auch Spielelemente wir beispielsweise die Darstellung des Wassers ist ordentlich nach oben geschraubt worden.
    Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass die Kameraführung wirklich optimal ist und uns nicht nennenswert beim spielen stört.

    Ebenfalls nicht störend ist der Umfang des Spiels. Sind auf der Disc mit dem Spiel schon Unmengen an Bonusmaterial zum freispielen enthalten, - was äußerst motivierend ist das Game mehrmals anzugehen - so bekommen wir gleich eine zweite Disc mit allerlei Extras spendiert. Von Trailern über Artworks bis hin zu Hintergundinfos zu den Hauptfiguren werden wir auch abseits des eigentlichen Spielgeschehens intensiv durch die Welt der Serie geführt.

    Ein Videospieler schreit nach Zuneigung

    Zum Ende hin bleibt zu sagen, dass es schade ist das dieses irgendwann zwangsweise eintritt. Crystal Dynamix hat sich einen absoluten Klassiker der Videospielgeschichte genommen und diesen nur so minimal verändert, das sowohl Spieler die den ursprünglichen Teil kennen, als auch Neueinsteiger, bestens unterhalten werden.

    So viel Charme, Liebe, Atmosphäre, Spannung und Anspruchsvolles wirkt selbst 15 Jahre nach dem Release des ersten Teils noch, da die Seele dieses Kunstwerkes von 1996 beibehalten wurde.
    Tomb Raider Anniversary ist ein Vorzeigebeispiel für alle Entwickler, die ebenfalls vorhaben eine "Anniversary"-Ausgabe zu einem ihrer Videospiele zu veröffentlichen.

    Negative Aspekte:
    zum Ende hin „Trail and error“ und schlechte Kollisionsabfrage / sehr anspruchsvoll für Neueinsteiger

    Positive Aspekte:
    sehr anspruchsvoll für Neueinsteiger (und Erfahrene) / grandiose Dungeons und Leveldesign / gelungene Kameraführung / Trainingslevel / stimmungsvolle Vertonung / Flair des Ursprungsspiels beibehalten

    Infos zur Spielzeit:
    Marco A hat sich 20-100 Stunden mit diesem Spiel beschäftigt.

  • Tomb Raider: Anniversary
    Tomb Raider: Anniversary
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    24.10.2007
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01.07.2011
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/11/oxm_tomb_raider_anniversary_09.jpg
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