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  • Tomb Raider: Legend im Gamezone-Test

    Crystal Dynamics hat ganze Arbeit geleistet und offeriert uns eine Lara so modern und gelenkig wie nie zuvor.

    Nun ist es soweit, die Stunde der Wahrheit ist gekommen. Nachdem Lara Croft fast im Tümpel der Durchschnittlichkeit ertrunken war, kam der Retter in der Not in Gestalt von Crystal Dynamics, welche sich auf die Fahnen geschrieben haben Tomb Raider wieder im alten Glanz auferstehen zu lassen. Doch bei all den Fehlern welche die vormaligen Entwickler Core-Design gemacht haben, waren doch sie es die uns die Ikone Lara schenkten und einen Videospielcharakter schufen der seinesgleichen sucht. Offensichtlich aber hat man sich zu lange auf den Lorbeeren ausgeruht, genau genommen sogar war das letzte Tomb Raider mit dem Untertitel "The Angel of Darkness" nur noch ein blasser Abklatsch des phänomenalen Originals. So wie auch die dort präsentierte Story schien Lara in einer Zeitschleife gefangen, welche sämtliche Neuerungen im Videospielsektor spurlos an ihr vorübergehen ließen. All dies soll nun der Vergangenheit angehören, denn Crystal Dynamix verspricht uns nicht nur eine völlig neue Physik, eine neue Steuerung und eine neue Technik, auch Lara selbst soll in neuem und doch bekanntem Glanz wiedererstrahlen. Ob ihnen dies gelungen ist, könnt ihr in diesem Review nachlesen.

    Die neue Lara

    Lara als Kind Lara als Kind Nach dem einlegen der DVD werden wir auch schon von einem richtig flott geschnittenem und Lara bestens zu Gesicht stehendem Intro empfangen. Bereits dort erkennen wir das enorm erweiterte Bewegungsrepertoire unserer Heldin. So dient auch der erste Level dazu uns mit diesem bekannt zu machen, wobei wir schnell feststellen wo sich die Entwickler bedient haben, nämlich bei Prince of Persia. Wenn sich Lara von einer Stange zur nächsten schwingt, Vorsprünge hinauf und hinab springt, kann man die Ähnlichkeit mit PoP nicht verheimlichen. Lara ist in der Lage sich an allen möglichen Vorsprüngen festzuhalten, sich in die gewünschte Richtung zu lehnen um sodann zu springen, wobei sie Seile im Sprung ebenso fassen kann wie Balken und Kanten, und sollte sie einmal abrutschen hält sie sich von ganz alleine fest ohne abzustürzen. Haben wir einen Sprung nicht optimal ausgeführt, so dass sie eine Kante nur mit einer Hand erwischen konnte, müssen wir schnellstens die Y-Taste drücken um nachzugreifen, welche generell für alle möglichen Interaktionen benutzt wird. Hangeln wir uns eine Kante entlang, kann man Lara mit der Taste beschleunigen, gleiches funktioniert auch beim Schwimmen, wo uns Lara zeigt wie sie Kraulen kann.

    Was für ein Anblick Was für ein Anblick Die auffälligste und gleichzeitig nützlichste Erweiterung aber ist ihr magnetischer Haken, mit dem sie zum einen über Abgründe hinwegschwingen kann, und zum anderen Gegenstände zu sich herziehen. Von diesem Feature macht das Spiel auch reichlich gebrauch, ohne dass sich die Mechaniken wiederholen, denn was man alles mit so einem Haken anstellen kann ist schon erstaunlich und erleichtert die Kletterpassagen oft ungemein. Denn gerne wird der Haken dazu benutzt um beispielsweise hängende Plattformen zu einem herziehen zu können, oder um Dinge in Schwingung zu versetzen. Ab und an benutzen wir ihn auch um Sachen einzureißen oder verborgene Türen zu öffnen. Um diese zu finden verfügt Lara über ein Fernglas, praktisch der Ersatz für ihre frühere Egosicht, welche benutzt wird um die gestellten Rätsel zu analysieren. Dafür besitzt das Fernglas einen Analysemode, welcher uns bewegliche oder zerstörbare Objekte anzeigt. Diese werden heller dargestellt als die Umgebung und wenn wir solch ein Objekt ins Fadenkreuz nehmen, wird zusätzlich angezeigt ob es sich um einen Mechanismus, etwas Bewegliches oder doch nur etwas Zerstörbares handelt. Richtige Lara-Fans aber werden das Fernglas nur selten brauchen, denn die Aufgabenstellungen sind hervorragend gelungen und vor allen Dingen recht abwechslungsreich ausgefallen.

    Der vielseitige Magnethaken Der vielseitige Magnethaken Und weil es in den Dungeons gerne dunkel ist, verfügt Lara nicht einfach über eine Taschenlampe, sondern über ein "personal light system". Gemeint damit ist aber doch nur eine Taschenlampe welche sie an ihrem linken Schulterriemen trägt, so dass sie auch im Dunkeln beide Hände frei hat. Das lustige an dem light system ist, dass es zwar eine beschränkte Leuchtdauer besitzt, ein Balken informiert uns wie lange die Lampe noch leuchten wird, sich aber von selbst immer wieder auflädt. Ist es also dunkel geworden genügt es kurz zu warten, schon ist die Lampe wieder einsatzbereit.

    Am Rücken trägt sie ihre Zweitwaffe Am Rücken trägt sie ihre Zweitwaffe Da Lara keine Lara mehr wäre ohne ihre zwei schlagkräftigen Freunde, sind die edlen Schießeisen natürlich ebenfalls wieder mit von der Partie. Wie erwartet können wir mit der linken Schultertaste ein Ziel anvisieren, um es mit de rechten Schultertaste unter Beschuss zu nehmen. Taugt uns der anvisierte Gegner nicht, kann man mit dem rechten Stick zwischen den Zielen durchschalten. Auf dieselbe Art und Weise benutzt Lara alle vorkommenden Schusswaffen. Doch um der Realität etwas Raum zu schaffen besitzt sie nun kein endlos großes Inventar mehr in das wir dutzende Waffen und Gegenstände packen konnten, ganz im Gegenteil kann sie nur noch zwei Waffensysteme gleichzeitig tragen, nämlich ihre beiden Schießeisen denen nie die Munition ausgeht, sowie eine sekundäre Waffe, welche wir vorher eingesammelt haben müssen. Diese verschwindet auch nicht im unsichtbaren Inventar, sondern wird deutlich sichtbar auf Laras Rücken getragen. Die Munition für die sekundäre Waffe wird automatisch eingesammelt wenn wir darüber laufen. Nicht brauchbare Munition hingegen wird liegen gelassen, so dass wir sie nach einem eventuellem Waffenwechsel noch einsammeln können. Und wenn es einmal ganz besonders heiß hergeht, kann Lara sogar den magnetischen Haken als Waffe benutzen und damit Gegner zu sich heranziehen, oder, was noch eleganter ist, sie in Abgründe ziehen. Dies geht oft schneller und ist weniger gefährlich als sich auf einen direkten Schusswechsel einzulassen. Doch auch dort ist Lara konkurrenzfähig und kann sich mit beherzten Sprüngen und Rollen aus der Schusslinie befördern, sowie auf interaktive Objekte in der Umwelt zurückgreifen. Gerät sie nämlich in einen Schusswechsel, taucht über den entsprechenden Objekten das Symbol für die Y-Taste auf. Denn mit der normalen Funktion können wir nur Gegner anvisieren, aber keine Objekte, wofür besagte Taste dient. Oft genügt ein Schuss auf ein Fass um es explodieren und die Bösewichter rundherum in die Luft fliegen zu lassen. Aber auch Felsen können wir lostreten oder Statuen umwerfen und sie darunter begraben.

    Sogar ihren warmen Atem kann man sehen Sogar ihren warmen Atem kann man sehen Wer wegen Laras Bewegungen den Verdacht hegt, dass es sich bei dem Spiel um einen Prince of Persia-Klon handelt, der liegt falsch. Denn zum einen ist das grundlegende Gameplay nach wie vor das geblieben was wir von einem Tomb Raider erwarten dürfen, und zum anderen haben sich die Entwickler nicht nur bei Prince of Persia bedient, auch die James Bond Spiele standen offensichtlich Pate. Besonders die Fahrten auf dem Motorrad erinnern sehr an besagte Titel, vor allen Dingen wenn man dann versuchen muss einen fahrenden Zug zu erreichen, meint man besagte Szene schon einmal gespielt zu haben, nur eben in einem Auto. Da es aber so viele verschiedene Dinge zu tun und zu erleben gibt, fällt das nicht negativ ins Gewicht, ganz im Gegenteil. Die Geschichte wird herrlich spannend erzählt und es vergeht kein Kapitel ohne Überraschungen oder Wendungen im Storyplot. Denn auch hier hat Crystal Dynamics ganze Arbeit geleistet und kredenzt uns eine Geschichte die man so schnell nicht mehr vergisst. Wo andere noch darüber reden ein kinoreifes Erlebnis geschaffen haben zu wollen, ist es in Tomb Raider Legend Wirklichkeit geworden.

    Ihre manigfaltige Mimik kann begeistern Ihre manigfaltige Mimik kann begeistern Mit seinen Anteil daran hat auch Laras differenzierte Mimik, die so umfangreich ausfiel wie in noch keinem Tomb Raider Titel. Jede Anstrengung, jeder Schreck und jede Freude manifestiert sich in ihrem Gesicht, aber auch Zweifel oder Missgunst ist ihr anzusehen. Dazu gesellen sich so perfektionierte Kleinigkeiten wie Laras nasser Körper, der erst nach und nach wieder trocknet, wobei wir sogar die einzelnen Tröpfchen an ihr herablaufen sehen können. Oder ihr warmer Atem der kleine Wölkchen vor ihrem Gesicht bildet, bei entsprechend niedrigen Umgebungstemperaturen natürlich. Doch ging die Detailverliebtheit der Entwickler noch viel weiter, was man oft erst auf den dritten Blick bemerkt. Steht sie beispielsweise an einer Kante zum Wasser, lösen ihre Schritte kleine Steinchen vom Boden die ins Wasser fallend die typischen Kreise auf der Oberfläche zeichnen. Aber auch ihr Schatten verdient ein besonderes Lob, der niemals aufpixelt und praktisch immer korrekt dargestellt wird, sogar wenn er sich an der gegenüberliegenden Wand manifestiert. Einzig die Schatten die Lara über den Körper laufen sehen an manchen Stellen nicht ganz optimal aus, aber nur an manchen Stellen.

  • Tomb Raider: Legend
    Tomb Raider: Legend
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    07.04.2006

    Aktuelles zu Tomb Raider: Legend

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990724
Tomb Raider: Legend
Tomb Raider: Legend im Gamezone-Test
Crystal Dynamics hat ganze Arbeit geleistet und offeriert uns eine Lara so modern und gelenkig wie nie zuvor.
http://www.gamezone.de/Tomb-Raider-Legend-Spiel-39170/Tests/Tomb-Raider-Legend-im-Gamezone-Test-990724/
05.04.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/04/TV2006040313172500.jpg
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