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  • Tomb Raider: Legend im Gamezone-Test

    Tomb Raider Legend für die PSP bietet uns den kompletten Storyplot der Konsolenversionen inklusive vieler PSP exklusiver Inhalte.

    Bei der PSP-Version von Tomb Raider Legend handelt es sich vom Gameplay her exakt um dasselbe Spiel wie auf den Konsolen. Wir dürfen mit Lara dieselben Level durchstreifen, treffen auf dieselben Gegner und erleben dasselbe Abenteuer. Trotzdem aber hat das Spiel bei der Portierung auf Sonys Handheld einige Federn lassen müssen, bietet uns im Gegenzug aber auch exklusive inhalte sowie einen Multiplayer-Mode. Ob es damit dieselbe Wertung einfahren kann wie die großen Konsolenversionen klären wir in diesem Review.

    Die neue Lara

    Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Nach dem einlegen der UMD werden wir auch schon von einem richtig flott geschnittenem und Lara bestens zu Gesicht stehendem Intro empfangen. Bereits dort erkennen wir das enorm erweiterte Bewegungsrepertoire unserer Heldin. So dient auch der erste Level dazu uns mit diesem bekannt zu machen, wobei wir schnell feststellen wo sich die Entwickler bedient haben, nämlich bei Prince of Persia. Wenn sich Lara von einer Stange zur nächsten schwingt, Vorsprünge hinauf und hinab springt, kann man die Ähnlichkeit mit PoP nicht verheimlichen. Lara ist in der Lage sich an allen möglichen Vorsprüngen festzuhalten, sich in die gewünschte Richtung zu lehnen um sodann zu springen, wobei sie Seile im Sprung ebenso fassen kann wie Balken und Kanten, und sollte sie einmal abrutschen hält sie sich von ganz alleine fest ohne abzustürzen. Haben wir einen Sprung nicht optimal ausgeführt, so dass sie eine Kante nur mit einer Hand erwischen konnte, müssen wir schnellstens die Dreieck-Taste drücken um nachzugreifen. Hangeln wir uns eine Kante entlang, kann man Lara mit der Taste beschleunigen, gleiches funktioniert auch beim Schwimmen, wo uns Lara zeigt wie sie Kraulen kann.

    Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Die auffälligste und gleichzeitig nützlichste Erweiterung aber ist ihr magnetischer Haken, mit dem sie zum einen über Abgründe hinwegschwingen kann, und zum anderen Gegenstände zu sich herziehen. Von diesem Feature macht das Spiel auch reichlich gebrauch, ohne dass sich die Mechaniken wiederholen, denn was man alles mit so einem Haken anstellen kann ist schon erstaunlich und erleichtert die Kletterpassagen oft ungemein. Denn gerne wird der Haken dazu benutzt um beispielsweise hängende Plattformen zu einem herziehen zu können, oder um Dinge in Schwingung zu versetzen. Ab und an benutzen wir ihn auch um Sachen einzureißen oder verborgene Türen zu öffnen. Um diese zu finden verfügt Lara über ein Fernglas, praktisch der Ersatz für ihre frühere Egosicht, welches benutzt wird um die gestellten Rätsel zu analysieren. Dafür besitzt das Fernglas einen Analysemode, welcher uns bewegliche oder zerstörbare Objekte anzeigt. Diese werden heller dargestellt als die Umgebung und wenn wir solch ein Objekt ins Fadenkreuz nehmen, wird zusätzlich angezeigt ob es sich um einen Mechanismus, etwas Bewegliches oder doch nur etwas Zerstörbares handelt. Richtige Lara-Fans aber werden das Fernglas nur selten brauchen, denn die Aufgabenstellungen sind hervorragend gelungen und vor allen Dingen recht abwechslungsreich ausgefallen.

    Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Und weil es in den Dungeons gerne dunkel ist, verfügt Lara nicht einfach über eine Taschenlampe, sondern über ein "personal light system". Gemeint damit ist aber doch nur eine Taschenlampe welche sie an ihrem linken Schulterriemen trägt, so dass sie auch im Dunkeln beide Hände frei hat. Das lustige an dem light system ist, dass es zwar eine beschränkte Leuchtdauer besitzt, ein Balken informiert uns wie lange die Lampe noch leuchten wird, sich aber von selbst immer wieder auflädt. Ist es also dunkel geworden genügt es kurz zu warten, schon ist die Lampe wieder einsatzbereit.

    Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Da Lara keine Lara mehr wäre ohne ihre zwei schlagkräftigen Freunde, sind die edlen Schießeisen natürlich ebenfalls wieder mit von der Partie. Wie erwartet können wir mit der linken Schultertaste ein Ziel anvisieren, um es mit der rechten Schultertaste unter Beschuss zu nehmen. Taugt uns der anvisierte Gegner nicht, können wir durch kurzes Antippen der linken Schultertaste zwischen den Zielen durchschalten. Zudem besteht die Möglichkeit in den Scharfschützenmode zu wechseln, also Laras Waffe aus der Egosicht aus abzufeuern. Auf dieselbe Art und Weise benutzt Lara alle vorkommenden Schusswaffen. Doch um der Realität etwas Raum zu schaffen besitzt sie nun kein endlos großes Inventar mehr in das wir dutzende Waffen und Gegenstände packen konnten, ganz im Gegenteil kann sie nur noch zwei Waffensysteme gleichzeitig tragen, nämlich ihre beiden Schießeisen denen nie die Munition ausgeht, sowie eine sekundäre Waffe, welche wir vorher eingesammelt haben müssen. Diese verschwindet auch nicht im unsichtbaren Inventar, sondern wird deutlich sichtbar auf Laras Rücken getragen. Die Munition für die sekundäre Waffe wird automatisch eingesammelt wenn wir darüber laufen. Nicht brauchbare Munition hingegen wird liegen gelassen, so dass wir sie nach einem eventuellem Waffenwechsel noch einsammeln können. Und wenn es einmal ganz besonders heiß hergeht, kann Lara sogar den magnetischen Haken als Waffe benutzen und damit Gegner zu sich heranziehen, oder, was noch eleganter ist, sie in Abgründe ziehen. Dies geht oft schneller und ist weniger gefährlich als sich auf einen direkten Schusswechsel einzulassen. Doch auch dort ist Lara konkurrenzfähig und kann sich mit beherzten Sprüngen und Rollen aus der Schusslinie befördern, sowie auf interaktive Objekte in der Umwelt zurückgreifen. Gerät sie nämlich in einen Schusswechsel, taucht über den entsprechenden Objekten das Symbol für die Quadrat-Taste auf. Denn mit der normalen Funktion können wir nur Gegner anvisieren, aber keine Objekte, wofür besagte Taste dient. Oft genügt ein Schuss auf ein Fass um es explodieren und die Bösewichter rundherum in die Luft fliegen zu lassen. Aber auch Felsen können wir lostreten oder Statuen umwerfen und sie darunter begraben.

    Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Wer wegen Laras Bewegungen den Verdacht hegt, dass es sich bei dem Spiel um einen Prince of Persia-Klon handelt, der liegt falsch. Denn zum einen ist das grundlegende Gameplay nach wie vor das geblieben was wir von einem Tomb Raider erwarten dürfen, und zum anderen haben sich die Entwickler nicht nur bei Prince of Persia bedient, auch die James Bond Spiele standen offensichtlich Pate. Besonders die Fahrten auf dem Motorrad erinnern sehr an besagte Titel, vor allen Dingen wenn man dann versuchen muss einen fahrenden Zug zu erreichen, meint man besagte Szene schon einmal gespielt zu haben, nur eben in einem Auto. Da es aber so viele verschiedene Dinge zu tun und zu erleben gibt, fällt das nicht negativ ins Gewicht, ganz im Gegenteil. Die Geschichte wird herrlich spannend erzählt und es vergeht kein Kapitel ohne Überraschungen oder Wendungen im Storyplot. Denn auch hier hat Crystal Dynamics ganze Arbeit geleistet und kredenzt uns eine Geschichte die man so schnell nicht mehr vergisst. Wo andere noch darüber reden ein kinoreifes Erlebnis geschaffen haben zu wollen, ist es in Tomb Raider Legend Wirklichkeit geworden.

    Mit seinen Anteil daran hat auch Laras differenzierte Mimik, die so umfangreich ausfiel wie in noch keinem Tomb Raider Titel. Jede Anstrengung, jeder Schreck und jede Freude manifestiert sich in ihrem Gesicht, aber auch Zweifel oder Missgunst ist ihr anzusehen. Trotzdem aber erreicht die grafische Qualität auf der PSP nicht die Güte der Konsolenversionen. Besonders so manche Textur fällt negativ aus dem Rahmen und die Framerate ist alles andere als stabil oder flüssig. Ganz im Gegenteil gibt es mitunter Spielabschnitte die wir regelrecht in Zeitlupe spielen, beispielsweise wenn sich mehrere Gegner in Sichtweite befinden oder wenn wir mit der Ducati neben dem Zug her heizen.

    Leider fiel auch die Steuerung bei weitem nicht mehr so gut aus wie auf den Konsolen, was natürlich zum einen an dem fehlenden zweiten Analogstick der PSP liegt und den fehlenden L2 und R2-Tasten, aber auch an der superempfindlichen Steuerung selbst, deren Sensitivität sich nicht einstellen lässt. Besonders die Sprungpassagen werden einem auf der PSP besonders schwer gemacht, wenn Lara beispielsweise nicht viel Platz hat um Anlauf zu nehmen, so dass wir mit dem winzigen Analogstick auf der Stelle den richtigen Winkel erwischen müssen. Das führt dazu, das Stellen die auf der Konsole keinerlei Probleme bereiteten auf der PSP zur richtigen Herausforderung werden.

    Tomb Raider: Legend Tomb Raider: Legend Generell muss man anmerken, dass man dem Spiel an jeder Ecke anmerkt wie es die kleine PSP überfordert. Neben der niemals flüssigen Framerate kämpft das Spiel auch mit dem Problem viele Dinge nicht rechtzeitig laden zu können. So beginnen die wenigen Quick Time Events meist ohne Ton, der setzt erst Sekunden später ein, oder Tastendrücke werden erst Sekunden später akustisch bestätigt, beispielsweise wenn wir Schätze einsammeln. Da hat sie das Ding schon längst aufgehoben und schon wieder umgedreht und die ersten Schritte gemacht, als endlich der entsprechende Sound dazu ertönt.

  • Tomb Raider: Legend
    Tomb Raider: Legend
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Crystal Dynamics
    Release
    07.04.2006

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990808
Tomb Raider: Legend
Tomb Raider: Legend im Gamezone-Test
Tomb Raider Legend für die PSP bietet uns den kompletten Storyplot der Konsolenversionen inklusive vieler PSP exklusiver Inhalte.
http://www.gamezone.de/Tomb-Raider-Legend-Spiel-39170/Tests/Tomb-Raider-Legend-im-Gamezone-Test-990808/
16.06.2006
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2006/06/PSP_01.jpg
tests