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Tomb Raider (X360)

Release:
05.03.2013
Genre:
Action
Publisher:
Square Enix

Tomb Raider in der Vorschau: Realistischer, packender, actionreicher - die neue Lara Croft wird 2013 ein Pflichtkauf für Actionfans

04.12.2012 15:02 Uhr
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Neu
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Vergewaltigungsszene? Eine weinerliche Lara Croft? Kritik musste der neueste Teil von Tomb Raider schon ziemlich viel einstecken. Dabei erscheint das Prequel-Abenteuer der jungen Archäologin erst 2013! Wir haben nun zwei Stunden am Stück ein komplettes Level spielen können und räumen mit den Vorurteilen auf!

Tomb Raider in der Vorschau: Die neue Lara Croft ist jung und verletzlich. Diese neue Lara gefällt uns sogar besser, als die taffe Sexkanone, die man kennt. Tomb Raider in der Vorschau: Die neue Lara Croft ist jung und verletzlich. Diese neue Lara gefällt uns sogar besser, als die taffe Sexkanone, die man kennt. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Als Square Enix auf der E3 eine frühe Version von Tomb Raider gezeigt hat, interpretierte irgendjemand eine angedeutete Vergewaltigung in das gezeigte Material – der Skandal war perfekt. Einige Zeit später hagelte es wieder Kritik: Die neue, junge Lara Croft, die erst am Anfang einer Baller-Archäologen-Karriere steht, ist viel zu weinerlich. Als sie sich den Fuß einklemmt, heult sie rum, als hinter ihr eine Höhle zusammenbricht, weint sie. Und eine Szene im Wald zeigt auf der Eurogamer Expo, wie Lara kaltblütig süße Bambi-Rehe tötet. Generell soll Tomb Raider an Brutalität stark zugenommen haben.

Wir haben all diese Szenen nun bei Square Enix erstmals zusammenhängend gesehen und die komplette erste Welt knapp zwei Stunden lang selbst spielen können. Was dabei herauskam: Wenn man das Material im Zusammenhang betrachtet, war all die Kritik nur viel Wind um nichts. Vergewaltigungsvorwürfe? Erweisen sich als nicht existent. Weinerlichkeit und Brutalität? Haben einen Grund.

04:14
Tomb Raider: Lara Croft flieht aus dem brennenden Camp (E3-Gameplay)
Für die Verwendung in unseren Foren:


Willkommen im ersten Abenteuer

Feuer sieht in Tomb Raider nicht nur fantastisch aus, weil es die Ausleuchtung eines Raums verändert, es hat auch Gameplay-Auswirkungen! Feuer sieht in Tomb Raider nicht nur fantastisch aus, weil es die Ausleuchtung eines Raums verändert, es hat auch Gameplay-Auswirkungen! [Quelle: Siehe Bildergalerie] Tomb Raider (ohne Zahl und Untertitel) ist ein Prequel und erzählt, wie aus einem verletzlichen Mädchen Lara Croft wird, die sagenhaft schöne Archäologin mit einem Faible für Knarren. Zu viel über die Hintergrundgeschichte möchten und dürfen wir nicht verraten, nur so viel: Lara, eine junge und schüchterne Archäologin, ist mit Kollegen auf der Suche nach einem antiken Schatz. Die Crew verschlägt es auf eine abgelegene Insel, wo sie erst mal stranden – und die Bewohner sind nicht sonderlich nett. Sie schalten Teile unserer Besatzung aus und nehmen auch Lara gefangen. Doch bei einem großen Feuer kann die entkommen… Gerade rechtzeitig, um dem Tod zu entrinnen – und nicht einer Vergewaltigung, wie kolportiert.

Große Teile des relativ offen gestalteten Levels bleibt Lara dann allein auf sich gestellt. Zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie sich allein durchschlagen und ihre Unbeholfenheit merken wir ihr an. Als man lernt, mit Pfeil und Bogen Wild und Wölfe zu schießen, ist es ein ziemlich harter Moment. Denn Lara muss, nachdem sie getroffen hat, mit dem Messer "beenden, was sie begonnen hat". Man spürt, wie sich die Kleine sträubt und auch, dass man selbst den Moment sicher alles andere als genießt. Die Entwickler schaffen es, der Geschichte durch solche Momente Emotion einzuhauchen und einen Entwicklungsprozess aufzuzeigen. Lara war nicht immer die taffe Superbraut, die man kennt.

In einem Skilltree kann man Waffenwerte durch sammelbare Upgradepunkte aufwerten. (1) In einem Skilltree kann man Waffenwerte durch sammelbare Upgradepunkte aufwerten. (1) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Ansonsten startet Tomb Raider mit einem ähnlichen Szenario wie Far Cry 3: Weit entfernte Insel, Freunde gefangengenommen und die Protagonistin ist überhaupt keine One-Man-Army. Im Laufe des Spiels aber stellt sich heraus, dass sie neben Pfeil und Bogen auch Pistole und Gewehr ganz gut bedienen kann. Hierfür gibt es ein klassisches Skilltree-System: Durch gesammelte Erfahrungspunkte kann man Verbesserungen freischalten – etwa die billige Kletteraxt zu einem stahlharten Eispickel ausbauen. Gerade zu Beginn fällt es einem aber noch relativ schwer, zu wählen. Zwischen Pistole, Gewehr, Bogen und Axt kann man sich entscheiden, wenn es ums Punkteverteilen geht, genug Punkte für alle Kategorien bleiben einem nicht. Da ist es hilfreich, dass zumindest in unserer Alpha-Fassung mehr als genug Munition herumlag, denn was hilft einem ein aufgelevelter Skill, wenn man für die Waffengattung mehr keine Kugeln hat?

Offene und lineare Abschnitte wechseln sich ab

Tomb Raider in der Vorschau (2) Tomb Raider in der Vorschau (2) [Quelle: Siehe Bildergalerie] Überrascht waren wir vor allem von der deutlich gestiegenen Abwechslung innerhalb nur einer Welt. Während es in den vergangenen Tomb Raiders zwar schon immer recht viel zu entdecken gab, locken die Macher nun durch teilweise offene Gebiete zu noch mehr Erkundung ein. Lineare "Tunnel" wechseln sich mit komplett offen begehbaren Arealen ab und bieten dadurch auch etwas Zeit zum Durchatmen. Ist man eben erst einem Haufen Mörder entkommen, weiß man eine Atempause zu schätzen, das entschleunigt vom "Heldenalltag" und wird auch noch belohnt, indem man Schätze und Erfahrungspunkte sammeln kann. Denn wer auch abseits der Wege an Wänden emporklettert und jeden Raum einer verlassenen Waldhütte durchsucht, findet immer wieder kleine Extras – seien es nun spielrelevante Boni oder auch Tagebucheinträge, die für eine ganze Menge Rahmenatmosphäre sorgen!

In solchen Momenten kann man glücklicherweise seinem eigenen Tempo folgen. Aber immer, wenn wir solche Gebiete verlassen, wird es actionreich. Mal muss man in einer brennenden Höhle vor den Flammen davonrennen, dann an Gegnern vorbeischleichen oder sie ausschalten. Wenn man hierbei leise vorgeht, gibt es kleine Boni, Pfeil und Bogen sind natürlich perfekte Begleiter auf diesem Pfad. Wer lieber gleich mit dem Maschinengewehr einfällt, hat es vielleicht etwas leichter, muss sich dann aber auch mit mehr als nur einer Handvoll Gegnern gleichzeitig auseinandersetzen.

Eine weitere wichtige Komponente sind natürlich Rätsel und Klettereinlagen. Der Klassiker ist: Lara muss, bevor sie ihr Ziel erreicht, einen Schalter betätigen. Im neuen Tomb Raider funktioniert das ganz oft durch Feuer. Lara muss Seile durchbrennen, ihr größter Feind ist das Wasser. Kommt man mit der Fackel in der Hand in Berührung mit Wasser, geht die Flamme aus und man muss einen neuen Weg suchen. Das Trial-and-Error-Prinzip der Vorgänger wird dadurch etwas nachvollziehbarer. So müssen wir an einer Stelle in einer überfluteten Höhle den Durchgang zum nächsten Abschnitt freiräumen, indem wir Schutt abfackeln. Weil die Höhle aber vollgelaufen ist mit Wasser, muss man trickreich vorgehen. Auf einem Podest finden wir zwar eine kleine Flamme zum Entzünden einer Fackel, aber weil das Wasser von oben herabtropft, kommen wir nicht zum Gang durch. Was folgt ist Lara-typisch: Ein kleines Schalterrätsel und schon können wir die Flamme auf anderem Weg weitertransportieren.

Spielelemente die man kennt

Immer wieder kann man sich entscheiden, lautlos vorzugehen oder mit der Tür ins Haus zu fallen. Immer wieder kann man sich entscheiden, lautlos vorzugehen oder mit der Tür ins Haus zu fallen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] An manchen Ecken müssen wir schmunzeln. Etwa dann, wenn die Kamera den Weg durch den nächsten Abschnitt Meter für Meter abfährt, um deutlich zu machen wo es in den linearen Teilen langgeht. Diese Kamerafahrt kennt man schon seit dem ersten Tomb Raider. Nur ein Element fehlt in unserer Demo fast vollkommen: Kletterpartien. Sicher, ab und an treffen wir auf kleinere Rätsel, etwa das mit der Flamme in der Höhle, bei denen man ein wenig kraxelt, und in einem Dorf schwingen wir uns wie Ezio von Dach zu Dach, aber so richtig an Lara fühlen wir uns lange Zeit nicht erinnert. Der Vergleich mit Assassin's Creed ist gar nicht mal dumm gewählt: Mit dem Eispickel kann Lara sich an Felswänden festhaken (dabei atmet sie laut aus, hihi!) oder sich an Seilen um Hausecken schwingen, das sieht lange Zeit aus, wie in dem Action-Adventure von Ubisoft.

Erst am Ende der Demo, nachdem man ein paar Waffen gesammelt und einen Bossgegner sowie seine Schergen plattgemacht hat, gibt es einen epischen Lara-Moment. Die junge Schönheit, mental nach dem Horrer der letzten zwei Stunden völlig am Ende, muss einen riesigen Funkturm emporklettern. Das sieht fantastisch aus, nicht nur, weil man der jungen Schönheit dabei galant aufs Hinterteil starrt… Sondern auch, weil an dieser Stelle die riesige Karte hervorragend einsehbar ist und sich die absolut fantastischen Lichteffekte sehen lassen können.

Technisch fällt Tomb Raider natürlich brillant aus. Das Spiel mit dem Feuer gefällt uns nicht nur aus Gameplay-Sicht, auch optisch hat es Crystal Dynamics hervorragend umgesetzt. Die Flammen tanzen gerade in geschlossenen Höhlen an den Wänden entlang und beleuchten die Umgebung fast schon gruselig – das sieht hervorragend atmosphärisch aus! Ein paar Elemente, etwa immer wiederkehrende Quicktime Events beim Töten von Wölfen, nerven zwar, aber insgesamt ist Tomb Raider auf dem besten Weg zum Superhit!

   
Sandro Odak
Die junge Lara Croft gefällt mir sogar besser als die Vorgänger-Laras
Eine süße, junge und verletzliche Lara Croft. Ohne riesigen Vorbau, ohne Erfahrung. Und bislang in seinem sehr viel realistischeren Setting. Mir gefällt das sehr gut! Erstmals blicken wir als Spieler hinter die Kulisse der taffen Archäologin und können mitverfolgen, wie aus einem zierlichen Pflänzchen eine heiße Version von Indiana Jones geworden ist. Dass Lara dabei mehr Emotion und Schmerz zeigt, als man es von ihr vielleicht gewohnt ist, und auch Brutalität an manchen Stellen sehr offensiv gezeigt wird, passen zu perfekt diesem Szenario. Das erste Level spielt sich zwar an vielen Stellen mehr wie ein furchtbar gut gemachtes Survival-Action-Adventure, im weiteren Verlauf der Kampagne werden aber genretypische Kletter- und Rätseleinlagen sicher präsenter werden. Als wäre das nicht genug, rundet ein genialer Technikunterbau die ganze Sache ab: Vor allem die Lichteffekte sind allererster Güte und das Spiel mit Feuer gefällt uns besonders gut, weil es auch noch interessant ins Gameplay eingebunden wurde. Wenn Tomb Raider im März 2013 erscheint, steht uns mit aller Wahrscheinlichkeit ein Pflichtkauf ins Haus.
   
Redakteur
Moderation
04.12.2012 15:02 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.12.2012 12:53 Uhr
Irgendwie schon lustig, da hat sich über die Jahre hinweg die Serie als Musterbeispiel für jugendfreundliche Sauberman-Action etabliert, und nun plötzlich schauen wir auf einen potentiellen 18er-Titel  (Wobei... wenn sich grafische Details wie Lara's ziemlich matschiger erster Kopfschuss auf Zwischensequenzen beschränken, kommt der Titel vllt. auch mit einer 16er durch).
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.12.2012 11:35 Uhr
Mir hat bisher jedes Spiel von CD gefallen. Von daher, bin ich optimistisch gestimmt.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.12.2012 09:53 Uhr
Ich drücke die Daumen, dass das Spiel gut wird. Neben Bioshock Infinite mein großer Hoffnungsträger für 2013.

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