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  • Tony Hawk's American Wasteland im Gamezone-Test

    Kann auch der siebte Teil der Kultserie noch mit genügend Neuerungen überzeugen?

    Nicht nur die alljährlichen Neuauflagen aus dem Hause EA Sports sind so sicher wie das Amen in der Kirche, auch Activision veröffentlicht jeden Herbst aufs Neue einen weiteren Teil der kultigen Tony Hawk-Serie. Ob die Entwickler im mittlerweile siebten Teil der Skateboard-Simulation tatsächlich noch entscheidende Neuerungen verbauen konnten, lest ihr in unserem Test.

    I want to live in Los Angeles

    Tony Hawk's American Wasteland Tony Hawk's American Wasteland Nachdem im letzten Jahr die Chaotentruppe rund um Steve-O und Bam Margera die eigentliche Hauptrolle in "Tony Hawk's Underground 2" spielten, kehrt die Serie mit "Tony Hawk's American Wasteland" zurück zu den Story-Wurzeln des Vorgängers. Als unbekannter Skater vom Lande versucht ihr im Mega-Moloch Los Angeles an Ruhm und Reichtum zu kommen. Doch bereits die ersten Schritte in Hollywood enden im blanken Chaos: Eine Bande brutaler Skater klaut euer gesamtes Hab und Gut und rückt es erst nach einem knallharten Skate-Wettkampf wieder heraus. Nur gut, dass ihr kurz darauf auf die fesche Mindy trefft: Die Skater-Braut zeigt euch wo es in L.A. lang geht und mit welchen Leuten man reden muss um dem Erfolg einen Schritt näher zu kommen. Außerdem macht sie euch mit ein paar coolen Skate-Profis bekannt, die gerade dabei sind einen eigenen Skatepark namens "American Wasteland" aufzubauen. Um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben, müsst ihr überall in der Stadt verschiedene Gegenstände durch erfolgreichen Abschluss von abgedrehten Missionen einsammeln.

    Wenig Neues im Wasteland

    Tony Hawk's American Wasteland Tony Hawk's American Wasteland Nachdem die Serie rund um Kultstar Tony Hawk bereits in die siebte Runde geht, wird es für Neversoft zunehmend schwerer neue Ansätze und Spielelemente einzubringen. "American Wasteland" ist ein gutes Beispiel dafür, denn die Neuerungen halten sich dieses Jahr sehr in Grenzen und bis auf die neue Story und einige Details im Tricksystem muss man die Änderungen leider mit der Lupe suchen. Natürlich sind die vielen gelungenen Erweiterungen der Vorgänger auch diesmal wieder mit dabei und wer seit letztem Jahr nicht mehr auf den Fokus-Modus und den Freakout verzichten kann, wird nicht enttäuscht. Der Spielablauf ist natürlich gleich geblieben: Per Tastendruck werden neue Missionen angenommen und anschließend unter Zeitdruck erledigt. Sehr hilfreich ist in dieser Hinsicht das neue Missions-Radar am oberen Bildschirmrand, welches euch jederzeit über noch verbleibende Aufträge und Bonusaufgaben informiert. Die einzelnen Stadtteile von Los Angeles werden übrigens nicht von lästigen Ladebildschirmen unterbrochen und können jederzeit direkt angefahren werden. Das Design der einzelnen Areale ist dabei immer noch eine der größten Stärken des Spiels, denn auch langjährige Fans werden beim Erkunden und Ausprobieren der detailverliebt gestalteten Stadtteile jede Menge Spaß haben.

    Tony Hawk's American Wasteland Tony Hawk's American Wasteland Der wichtigste Neuzugang dürfte dieses Jahr jedoch die BMX-Integration sein, denn überall in der Stadt dürft ihr nun auf das wendige Zweirad umsteigen. Die Steuerung ist in diesem Fall etwas differenziert ausgefallen und es finden sich sogar einige Spezialmissionen in den Straßen von Los Angeles, welche nur auf dem Sattel eines BMX gelöst werden können. Auch wenn die Fahrrad-Steuerung mit etwas Übung ganz gut von der Hand geht, wird man sich primär mit dem Skateboard oder zu Fuß fortbewegen. Für die Fans von Lara Croft hat man die möglichen Kletter-Manöver nochmals erweitert und so dürft ihr endlich auch Saltos aus dem Stand machen oder mit einem "Wallrun" auch höher gelegene Kanten und Plattformen erklimmen. Diese Tricks lassen sich selbstverständlich per Tastendruck mit verschiedenen Skate-Tricks kombinieren - es sind also noch verrücktere und abwechslungsreichere Kunststücke möglich. Für die Skateboard-Puristen gibt es zumindest eine kleine Neuigkeit zu vermelden: Ab sofort darf man auch mit "Bert-Slides" über den Boden rutschen oder in der Half-Pipe mit verschiedenen Flips und Rolls noch dickere Punktzahlen erzielen.

    Was wird sonst noch geboten?

    Tony Hawk's American Wasteland Tony Hawk's American Wasteland Nach dem letztjährigen Erfolg des Classic-Modus, ist es natürlich kein Wunder, dass man auch diesmal nach alter Gameplay-Tradition durch die Half-Pipes brettern darf. Hierbei gelten die einfachen Regeln der ersten Serienteile, also innerhalb von zwei Minuten diverse Highscores knacken, die Buchstaben S-K-A-T-E oder C-O-M-B-O sammeln oder auch das Finden des versteckten Tapes. Für langjährige Fans der Serie sicherlich eine willkommene Abwechslung zum Story-Modus. Auch die aus den Vorgängern bekannten und von uns hoch gelobten "Mach-dir-den-Modi" sind wieder mit dabei: Hier kann man wie gewohnt den eigenen Skater, Park oder Trick erstellen und zusätzlich noch eigene Zielvorgaben kreieren. Für angehende Sprayer gibt es jetzt auch die Funktion "Macht-dir-die-Grafik", welche ganz einfach eigene Tags, Deckdesigns und T-Shirt-Aufdrucke ermöglicht.

    Wo Xbox 360 draufsteht, ist natürlich auch Xbox Live drin: Endlich darf man auch über Microsofts hervorragenden Onlineservice gehen und sich dort mit 13 verschiedenen Spielmodi gegenseitig die Punkte streitig machen. Im Gegensatz zu den immer gleichen Aufgaben bei Ego-Shootern haben Neversofts Entwickler ein enorm vielschichtiges Regelwerk geschnürt uns lassen euch gegeneinander oder auch im Team die verrücktesten Aufgaben meistern. Neben dem klassischen "Trick-Turnier" überzeugen ausgefallene Spielmodi wie "Elimiskate", "Slap!" oder auch der völlig neue "Goldesel-Modus", bei dem nur derjenige Spieler punkten kann, der den Goldesel im Rucksack hat.

    Technisches Wasteland: Die 360-Grafik

    Tony Hawk's American Wasteland Tony Hawk's American Wasteland Ok, ok, wir geben uns endlich geschlagen. Es macht einfach keinen Sinn mehr bei jedem Tony Hawk-Test nach einer neuen Grafikengine zu schreien, die Leute von Neversoft wollen oder können sich wohl in technischer Hinsicht einfach nicht verbessern. Nicht einmal die technischen Möglichkeiten der nagelneuen Xbox 360 hat man sich angeschaut, für die Konvertierung wurden lediglich einige Texturen schärfer und die Auflösung des Spiels für HDTV natürlich höher. Das bringt natürlich auch den Vorteil mit sich, dass man Tony ab sofort gestochen scharf über einen Fernseher der nächsten Generation flimmern sieht, allerdings zeigt die hohe Auflösung auch jedes hässliche Detail der bereits seit vielen Jahren veralteten Grafik. Derartige Faulheit der Entwickler wird von uns abgestraft und mit Wertungsabzug geahndet -warum sollte man ein Spiel mit völlig veralteter Grafik auf einer Konsole der nächsten Generation akzeptieren? Zwar oftmals ganz gut kaschiert, aber an manchen Stellen oder bei bestimmten Kamerawinkeln sind die extrem matschigen Texturtapeten einfach nicht zu übersehen. Auch die Gesichter der Akteure sind alles andere als realitätsnah und wirken ziemlich simpel zusammengeschustert. Diesmal kommt noch hinzu, dass in den Zwischensequenzen die Animationen teilweise stark an Roboter erinnern und auch die Stimmen der Sprecher nur sehr selten mit den Bewegungen der Darsteller zusammenpassen. Klar, der Sparkurs in Sachen Optik erspart dem Spiel so ziemlich jeden Ruckler und sorgt auch dafür, dass es auch auf allen Konsolen gleichwertig aussieht - inklusive der Xbox 360. Anscheinend haben sich die Macher darauf verlassen, dass sich die eingeschworenen Fans der Serie mittlerweile an den optischen Durchschnittsbrei gewöhnt haben. Uns hängt er mittlerweile - gelinde gesagt - zum Hals heraus.

    Ein neuer Effekt macht dem Spiel in Sachen Grafik zusätzlich zu schaffen: Die Entwickler haben bewusst einen Tag-Nacht-Wechsel integriert, dabei allerdings für ein neues Problem gesorgt: Wenn es nämlich Nacht in L.A. wird, ist die Umgebung nur noch sehr schwer zu erkennen und so mancher Trick geht dann ins Leere, nur weil man das Ende einer Rail nicht rechtzeitig gesehen hat. Kurios wird's bei den Indoor-Skateparks, denn dort wird die Hallenbeleuchtung seltsamerweise nachts dunkler als tagsüber.

    In Sachen Soundtrack wird euch natürlich der für die Serie typische Sk8ter-Punkrock geboten, doch diesmal gibt es auch in dieser Hinsicht zu meckern: Während die Vorgänger mit einem breit gefächerten Soundtrack aufwarten konnten, geht das durchweg knallharte geschrubbe von "American Wasteland" ziemlich schnell auf die Nerven. In dieser Hinsicht sollte sich Activision mal von EA inspirieren lassen, denn bei Spielen wie "SSX On Tour" wurde die perfekte Mischung aus Wave, Punk, Rock und HipHop getroffen.

    Tony Hawk's American Wasteland (X360)

    Singleplayer
    7,4 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    6/10
    Sound
    7/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    klassisches Tony-Gameplay
    BMX-Tricks
    üppige Missionsvielfalt
    viel Abwechslung dank hervorragendem Leveldesign
    genialer Onlinemodus
    Editoren für Tricks
    Parks und Missionen
    keinerlei überzeugende Neuerungen
    grafisch durchschnittlicher Einheitsbrei
    unsaubere Animationen
    lieblose 360-Konvertierung ohne Mehrwert
    starker Update-Charakter
  • Tony Hawk's American Wasteland
    Tony Hawk's American Wasteland
    Release
    12.2005

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
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Tony Hawk's American Wasteland
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http://www.gamezone.de/Tony-Hawks-American-Wasteland-Spiel-39347/Tests/Tony-Hawks-American-Wasteland-im-Gamezone-Test-990568/
06.12.2005
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2005/12/American_Wasteland_-_Boardslide_HR.jpg
tests