Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Tortuga: Two Treasures im Gamezone-Test

    Man weiss zwar nicht weshalb Piraten ihre Schätze immer wieder vergraben, sie zu suchen macht trotzdem Spaß.

    Spätestens seit dem Hollywood-Blockbuster Fluch der Karibik sind Freibeuter-Geschichten wieder voll im Trend und da die deutsche Entwicklerschmiede Ascaron mit dem Piraten-Szenario bereits einige Erfahrungen sammeln durfte, kann man davon ausgehen, dass Tortuga: Two Treasures das karibische Flair ein weiteres mal aufleben lässt?

    Mein Schatz

    Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures Es scheint so, als ob Piraten, wenn sie sich nicht gerade in einer Spelunke betrinken, grundsätzlich nichts anderes zu tun haben, als Schätze zu suchen und selbige dann anschließend irgendwo zu vergraben. Der Sinn darf da ruhig hinterfragt werden und auch in Tortuga: Two Treasures geht es ähnlich zu: Als Captain Thomas "Hawk" Blythe werdet ihr zu Beginn von eurem berühmten Arbeitgeber Blackbeard verraten und ins Gefängnis verfrachtet. Zu allem Überfluss wird euer Schiff entwendet und die Freundin getötet. Und wofür das alles? Richtig, für einen unglaublich wertvollen und legendären Schatz. Mit viel Wut im Bauch macht ihr euch in der Rolle von Hawk auf den Weg euren Rachegedanken nachzugehen und die Gründe für den Verrat zu suchen. Dabei begegnet ihr den typischen Problemen eines Karibik-Abenteuers: Fiese Piraten, Engländer, Spanier, Zombies, Riesenkraken und auch das obligatorische Geisterschiff darf nicht fehlen. Die zugegebenermaßen nicht besonders einfallsreiche aber dennoch interessante Story wird von ungewöhnlich vielen Videosequenzen kontinuierlich weitergeführt und erzeugt dabei einen nicht zu verachtenden Atmosphäre-Bonus. Dadurch fällt die Identifikation mit dem Helden leichter. Zudem könnt ihr euch nach einer Mission entspannt zurücklehnen und der Handlung folgen. Leider sind die zahlreichen Videosequenzen wenig spektakulär ausgefallen, ihren Zweck erfüllen sie aber trotzdem.

    Anker lichten & Segel setzen

    Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures besteht aus zwei Teilen, die sich ungefähr die Waage halten. Da wäre zum einen der Action-Adventure-Part, in dem ihr Hawk aus der 3rd Person-Perspektive steuert und die Seeschlachten auf dem offenen Meer. Anders als bei ähnlich gestrickten Spielen, sind die Seekämpfe sehr einfach gehalten. Mit den WASD- oder Pfeiltasten steuert ihr euer Segelschiff und bestimmt dabei die Geschwindigkeit. Mit der Maus könnt ihr die Kamera um euer Gefährt schwenken und herauszoomen. Mit der linken Maustaste feuert ihr die Kanonenkugeln ab. Dabei müsst ihr euch zu eurem Gegner möglichst so positionieren, damit ihr das feindliche Schiff mit einer vollen Breitseite trefft und gleichzeitig selbst nicht in das Schussfeld des anderen Bootes kommt. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass ihr die Feinde solange umkreist, bis sich die Chance zum Angriff ergibt. Da aber vor allem die späteren Schiffe allein aufgrund ihrer Größe einen Wendekreis haben, bei dem selbst ein Mini-Van als agiler Sportwagen durchgeht, kann so ein Gefecht schon mal recht langwierig werden. Eine typische Schlacht mit etwa 4-5 Schiffen kann dadurch schon mal 15 Minuten dauern, denn ein riesiges Schiff ist nicht so leicht mit ein oder zwei Breitseiten klein zu kriegen. Nichtsdestotrotz läuft das Geschehen sehr actionorientiert ab. Taktisches Vorgehen ist zwar nicht unbedingt gefragt, doch solltet ihr eure Angriffe trotzdem bedacht durchführen, da euch die Feinde ganz schnell euer Schiff zu Treibholz schießen können. Ein großes Manko ist die sehr dumme Gegner-KI. So könnt ihr beispielsweise eure Feinde in seichte Gewässer bzw. Riffe locken und ihnen so großen Schaden zufügen, ohne dabei einen einzigen Schuss abzugeben. Die KI macht dabei keine Anstalten den gefährlichen Stellen auszuweichen oder schnell wieder aus den seichten Gewässern zu entkommen.

    Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures Da euer Schiff nur mit einer möglichst vollzähligen Crew funktioniert, müsst ihr dafür sorgen, dass ihr stets genügend Männer an Bord habt, denn je weniger stinkende Matrosen an Deck sind, desto langsamer werden die Kanonen geladen, was in brenzligen Situationen tödlich sein kann. Durch den feindlichen Beschuss sterben eure Männer schon mal oder werden über Bord geschleudert. Da auch feindliche Schiffe ihre Mannschaft durch solche Missgeschicke verlieren, könnt ihr mit eurem Kahn über die Schiffbrüchigen hinweg fahren und sie dadurch wieder einsammeln. Dabei ist allerdings Schnelligkeit geboten, denn zu oft machen sich Haie über die armen Seemänner her. Übrig bleibt dann nur noch ein roter Blutfleck auf offenem Meer. Um den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Feind zu erlangen, hinterlassen versenkte Pötte auch allerlei Gimmicks, die ihr natürlich einsammeln und benutzen könnt. Rumpf- und Segelkits bringen euer Schiff auf Vordermann, Kettenkugeln sorgen dafür, dass die Segel des Feindes zerstört werden, das Trommelfeuer startet einen verheerenden Rundumangriff, während der Krakenköder einen Kraken herbeiruft, der ein gegnerisches Schiff festhält und ihm immensen Schaden zufügt.

    Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures Neben den typischen Seeschlachten bietet euch Ascaron in dieser Hinsicht auch etwas Abwechslung. So müsst ihr euch das eine oder andere mal mit einem unbewaffneten Beiboot an riesigen Kriegsschiffen vorbei schleichen, durch Minenfelder manövrieren oder getarnt als Handelsschiff an den nichts ahnenden Opponenten vorbeihuschen. Wem die teilweise recht langen Wege zu zeitraubend sind, kann auch die komfortable Zeitbeschleunigung aktivieren, die wie ein Nachbrenner wirkt. Leider ist Tortuga: Two Treasures sehr linear, was das freie Reisen zwischen den einzelnen Inseln unmöglich macht. Ihr seid deswegen nur in den vorgegebenen Einsatzgebieten unterwegs, was sehr schade ist, denn so entfällt die Entdeckungsreise durch die Karibik und eine eventuelle Suche nach verborgenen Schätzen.

    Elende Landratten

    Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures Der Action-Adventure-Teil ist im Vergleich zu den Seekämpfen weniger gelungen ausgefallen. So kämpft ihr euch durch britische Kolonien und andere Ortschaften, wobei das ziemlich ungenaue und sehr simple Kampfsystem sauer aufstößt. Ihr braucht lediglich eine Angriffstaste und schon metzelt ihr euch durch die Gegnerhorden, die keinerlei KI besitzen. Ein Block-System ist zwar vorhanden, doch aufgrund der Trägheit eures Helden, ist es kaum zu gebrauchen. Kombos werden mit Geld belohnt, doch im Prinzip ist das ganze Kampfsystem eh auf Zufall und das Maustastenquälen ausgelegt. Am Ende eines jeden Levels wartet ein Bossgegner, der aber meistens ebenfalls sehr durchschaubar agiert und schnell zu besiegen ist. Vorteilhaft ist, dass die 3rd Person-Missionen recht kurz ausgefallen sind und selten länger als 10 Minuten dauern. So könnt ihr Tortuga: Two Treasures immer mal wieder für ein kurzes Spiel in den Rechner schieben. Leider mangelt es hier aber an abwechslungsreichen Aufgaben. Zudem habt ihr zu allem Übel auch noch öfters mit der störrischen Kamera zu kämpfen, die gerne in Häuserwänden und Gestrüpp stecken bleibt.

    Tortuga: Two Treasures Tortuga: Two Treasures Mit dem gesammelten Dublonen, die ihr in den See- und Landmissionen findet, dürft ihr allerlei Extra-Gimmicks für euer Schiff erwerben. Aber auch Hawk kann sich von dem Geld zusätzliche Healthpacks, Sprengstoff oder Pistolen kaufen. Normalerweise sind die beiden Gameplay-Teile strickt voneinander getrennt, doch wollt ihr ein Schiff entern, müsst ihr es zunächst mit eurem Boot manövrierunfähig schießen, um dann in den 3rd Person-Part zu wechseln. Hier wird anschließend die gegnerische Mannschaft ausgeschalten und gegen den Captain gekämpft. Eine wirklich nette Idee, doch dieses Vorgehen muss nur an fest vorgegebenen Stellen praktiziert werden. Abschließend sei noch gesagt, dass Tortuga: Two Treasures keinerlei Multiplayer-Modi bietet. Dafür ist das Spiel auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad sehr gut für Anfänger geeignet.

    Wem das alles noch nicht genug ist, kann sich freuen, denn Ascaron hat der Erstausgabe von Tortuga: Two Treasures zum 15-jährigen Jubiläum der Firma drei weitere Spiele spendiert. Darunter befinden sich Patrizier 2 Gold Edition, Port Royale Gold Edition und Piraten: Herrscher der Karibik. Zu einem Preis von ca. 40€ kein schlechter Deal.

  • Tortuga: Two Treasures
    Tortuga: Two Treasures
    Publisher
    Ascaron Entertainment GmbH (DE)
    Developer
    Ascaron Entertainment GmbH (DE)
    Release
    01.2007

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
991154
Tortuga: Two Treasures
Tortuga: Two Treasures im Gamezone-Test
Man weiss zwar nicht weshalb Piraten ihre Schätze immer wieder vergraben, sie zu suchen macht trotzdem Spaß.
http://www.gamezone.de/Tortuga-Two-Treasures-Spiel-39484/Tests/Tortuga-Two-Treasures-im-Gamezone-Test-991154/
06.02.2007
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2007/01/Tortuga-TwoTreasures0046.jpg
tests