Total War: Three Kingdoms: Ein echtes Heldenepos - der China-Ableger in der Vorschau

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Total War: Three Kingdoms: Ein echtes Heldenepos - der China-Ableger in der Vorschau
Quelle: Creative Assembly

Es wird wieder klassisch: Im kommenden Total-War-Teil kehren die Taktik-Tüftler von Creative Assembly nach ihrem Warhammer-Ausflug zu historisch verbrieften Gegebenheiten zurück. Optional gibt es aber auch einen romantisierten Spielmodus mit legendären Helden. Wir haben Total War: Three Kingdoms direkt vor Ort beim Entwickler im britischen Horsham angespielt.

China im zweiten Jahrhundert: Die herrschende Han-Dynastie zerfällt und stürzt das Riesenreich ins Chaos, während im Hintergrund der Tyrann Dong Zhuo die Fäden zieht und die Macht an sich reißen will. Aber so leicht lassen sich die mächtigen Clans im feudalen China nicht unterdrücken - und setzen ihrerseits zum Kampf um den Thron an. Diese historisch akkurate Ausgangslage dient als Startpunkt für das erste, klassische Total War nach Total War: Attila - das abgespeckte Total War Saga: Thrones of Britannia mal außen vor gelassen. Euer Ziel in der gewohnt umfangreichen Kampagne: Ihr wählt eine von insgesamt elf Fraktionen aus, rekrutiert Truppen, erobert Ländereien, schmiedet Bündnisse, bringt Dong Zhou, seinen kampferprobten Adoptivsohn Lü Bu sowie die unliebsame Konkurrenz zu Fall und schwingt euch zum unangefochtenen Herrscher des neu geeinten Imperiums auf.

Klingt simpel? Ist aber - wie es sich für ein anspruchsvolles Strategiespiel der Marke Total War gehört - nur mit strategischem Kalkül und reichlich taktischem Geschick zu bewerkstelligen. Wir konnten bei den Entwicklern im englischen Horsham bereits eine Schlacht in Total War: Three Kingdoms (jetzt kaufen 37,08 € / 35,99 € ) schlagen und gerieten mit den Helden des Sun-Clans in einen Hinterhalt von Dong Zhuo.

Total War - Three Kingdoms Vorschau: Überfall bei Nacht

Nichtsahnend patrouillieren Sun Ren und Sun Quan, Tochter und Sohn des mächtigen Kriegsherren Sun Jian, mit einer kleinen Schar an Einheiten eine dicht bewaldete Gegend. In der Dunkelheit der Nacht kommt der Überfall vollkommen überraschend für uns, und die ersten Pfeilhagel aus dem Dickicht dezimieren empfindlich die Reihen unserer Speerträger und Kavallerie. Blitzschnell sammeln wir unsere Truppen und schicken diese dem im Wald verborgenen Feind entgegen.

Das Stein-Schere-Papier-Prinzip der wuseligen Massenschlachten dürfte dabei jedem Total-War-Fan bestens bekannt sein: Speerträger metzeln berittene Gegner nieder, können sich aber kaum gegen Pfeilbeschuss schützen. Gegen Bogenschützen sind Nahangriffe der Schwertträger-Einheiten oder eine Attacke der Kavallerie besonders wirksam. Zudem können Einheiten per Mausklick defensive und offensive Schlachtformationen einnehmen, sich beispielsweise in einer Schildkrötenformation gesichert vorwärts bewegen oder ein Viereck bilden, um sich von allen Seiten vor Angriffen zu schützen.
Die wuseligen Echtzeit-Massenschlachten gehören einfach zu <em>Total War</em> dazu. Beim Probespiel wurden unsere Einheiten bei einem Nachteinsatz hinterrücks aus dichtem Waldbestand angegriffen. Quelle: Creative Assembly Die wuseligen Echtzeit-Massenschlachten gehören einfach zu Total War dazu. Beim Probespiel wurden unsere Einheiten bei einem Nachteinsatz hinterrücks aus dichtem Waldbestand angegriffen. Während wir die ersten Angreifer vernichtend schlagen, taucht bereits Verstärkung in Form einer ganzen Armee auf, die sich - auf der Minimap gut erkennbar - schnell auf uns zubewegt.

Total War - Three Kingdoms Vorschau: Flucht ist eine Option

Um in der Schlacht den Sieg zu erringen, können wir uns der Herausforderung stellen und alle Feinde erlegen. Alternativ treten wir den geordneten Rückzug an, um empfindliche Verluste, die Auswirkung auf den weiteren Spielverlauf haben, zu vermeiden. Wir entscheiden uns für die Flucht-Variante und nehmen die Beine in die Hand. Der Fluchtpunkt befindet sich am unteren Ende der Karte, und wir schicken die meisten Einheiten auf direktem Weg in Sicherheit.


Damit uns der Feind nicht in den Rücken fällt, nutzen wir die strategischen Besonderheiten des Terrains aus und postieren einige Bogenschützen auf einem Hügel: Die erhöhte Position verschafft uns einen Angriffsbonus gegenüber dem zahlenmäßig überlegenden Feind, dessen Attacke im Pfeilhagel steckenbleibt. Außerdem setzen wir noch umliegende Waldstücke in Brand, die effektvoll in Flammen aufgehen, dem Feind jeglichen Sichtschutz nehmen und ihn dazu zwingen, einen Umweg einzuschlagen. Nachdem unsere letzte Einheit den Fluchtpunkt passiert hat, ist die Schlacht gewonnen. Zugegebenermaßen nicht sehr heroisch, aber effektiv, denn die wichtigen Einheiten können nun weiter an unserer Seite kämpfen.

Total War - Three Kingdoms Vorschau: Legendäre Helden

Total War: Three Kingdoms bietet zwei Spielmodi an. Zum einen den Klassik-Modus, der sich an die Fans der klassischen Total-War-Reihe wendet und die Begebenheiten der Zeit der Drei Reiche in China wie gewohnt als spielbaren Geschichtsunterricht historisch akkurat abhandelt. Zum anderen aber auch einen Romance-Modus, der auf den Schilderungen des Schriftstellers Luo Guanzhong in seinem Epos Die Geschichte der Drei Reiche (Romance of the Three Kingdoms) basiert. Hier stehen die Helden dieser Zeit im Vordergrund und verfügen in der Geschichts-Romantisierung allesamt über übermenschliche Fähigkeiten. So stehen der Befehlshaberin Sun Ren mehrfach in der Schlacht ausführbare Spezialattacken zur Verfügung, die klar in den Bereich der Fantasy gehören. Mit der verheerenden Pfeilattacke "Heartseeker" kann die kampflustige Streiterin feindlichen Generälen enormen Schaden zufügen. Setzt ihr mit dem Spezialangriff "Flames of the Phoenix" nach, lassen sich mit der Heldin ganze Einheiten des Gegners im Handumdrehen auslöschen.
Im Romance-Modus verfügen die Helden über Superkräfte: So kann Sun Ren bis zu dreimal in einer Schlacht einen tödlichen Pfeilregen auf die Gegner niederprasseln lassen oder mit der Melee-Attacke „Flames of the Phoenix“ ganze Einheiten auslöschen. Quelle: Creative Assembly Im Romance-Modus verfügen die Helden über Superkräfte: So kann Sun Ren bis zu dreimal in einer Schlacht einen tödlichen Pfeilregen auf die Gegner niederprasseln lassen oder mit der Melee-Attacke „Flames of the Phoenix“ ganze Einheiten auslöschen. Ihr Bruder Sun Quan dagegen ist eher ein Support-Charakter, der mit Buffs die Moral und Angriffsstärke der Truppe steigert. Beide können nicht nur aus sicherer Entfernung den Feind beharken, sondern auch mit gegnerischen Generälen in ein Duell einsteigen. Der optisch effektvoll in Szene gesetzte Kampf Held gegen Held ist ein wirkungsvolles taktisches Mittel, um das Ruder noch einmal herumzureißen, wenn es auf dem Schlachtfeld kritisch wird. Wird ein Befehlshaber der Gegner getötet oder zum Rückzug gezwungen, dann ist es vorbei mit der Kampfmoral, und die feindlichen Einheiten des Generals flüchten Hals über Kopf.

Im fertigen Spiel soll es insgesamt fünf Klassen geben, die über unterschiedliche Fähigkeiten verfügen. Da ihr gleichzeitig bis zu drei Generäle in den Echtzeit-Schlagabtausch mitnehmen könnt, eröffnen die Kombinationsmöglichkeiten der Klassen reichlich strategischen Spielraum.

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