Tsumiki ist kein schlechtes Spiel und für Puzzlefreunde die schon alle wichtigen Titel besitzen einen Blick wert.
Wie schon viele Puzzletitel auf dem DS zuvor, wandelt Tsumiki das Tetris-Spielprinzip mit einigen neuen Ideen ab und macht ein neues Spiel daraus. Ob die Ideen gut sind, das Ganze auch in der Umsetzung gelungen ist und mit dem Urvater alle Puzzlespiele konkurrieren kann, haben wir uns mal genauer angesehen.
Tsumiki: Höllenturm
Zunächst muss der DS nach dem Start des Spiels senkrecht gedreht werden. Im Einzelspielermodus fangt ihr wie gewohnt mit einem leichten Level an und knobelt euch in immer schwierigere Levels. Die bunten Klötze, verschieden große Dreiecke, Rechtecke und Würfel, fallen von oben herunter und müssen per Touchpen möglichst geschickte platziert werden. Sie fallen aber nicht einfach nur senkrecht nach unten, sondern sind quasi greifbar und können mit dem Touchpen so lange gedreht und hin und her justiert werden, bis sie an einer Stelle fest platziert sind. Der Clou dabei ist, dass die Bausteine sich nach einer Physik-Engine bewegen, jedoch leider nicht wirklich physikalisch korrekt. So kommt es nicht selten vor, dass ein Klotz aufgrund seines Schwerpunktes eigentlich eindeutig von einem anderen herunterrutschen müsste, aber trotzdem einfach darauf liegen bleibt. Außerdem wirkt das physikalische Verhalten der Steine eher so, als wären sie unter Wasser oder auf einem Planeten mit deutlich geringerer Anziehungskraft als bei uns...
Tsumiki: Höllenturm
Jeder Level besteht aus mehreren Zonen. Um eine Zone zu schaffen, müsst ihr mit eurem Klötzchenturm eine bestimmte Höhe erreichen. Ein kleines Wesen namens Coplin, das ungefähr wie eine Kreuzung aus Hase und Fisch aussieht, klettert dabei immer auf die höchste Stelle eures Turms. Eine Anzeige oben links zeigt euch immer an, wie wacklig das Coplin auf der Turmspitze steht. Schlägt die Anzeige bis zum Rand aus, stürzen das Coplin und ein paar der obersten Steine ab und ihr musst von weiter unten weitermachen und darauf achten, die Klötze diesmal stabiler zu stapeln. Werft ihr Klötze, die ihr gerade nicht brauchen könnt einfach über den Rand, wird euch Zeit abgezogen. Zusätzlich zum Turmbau gibt es in jedem Level noch Nebenbedingungen, die ihr erfüllt haben müsst, bis die letzte Zone erreicht ist. Beispielsweise muss mehrmals eine bestimmte Anzahl an gleichfarbigen Steinen nebeneinander platziert werden oder pro Zone eine bestimmte Punktzahl erreicht werden. Frustig wird es, wenn euch in der letzten Zone die Zeit ausgeht, weil z.B. viele Steine der falschen Farbe kommen, und ihr den Level von vorne anfangen müsst.
Tsumiki: Höllenturm
Außer dem Einzelspielermodus gibt es noch den Gegenspieler und den Hoch-hinaus-Modus. In ersterem tretet ihr gegen einen computergesteurten oder mehrere menschliche Gegenspieler an. Dabei wird um die Wette gestapelt, wobei ihr euren Gegenspielern mit Angriffen wie Dunkelheit, bei dem der Bildschirm eures Kontrahenten bis auf einen kleinen Ausschnitt schwarz wird, das Leben schwer machen könnt. Im Hoch-hinaus-Modus müsst ihr euren Turm bis zum Ende des Zeitlimits so hoch wie möglich stapeln. Grafisch ist das Spiel zweckmäßig gehalten, die Hintergründe sind bunt, aber nicht sonderlich schön oder aufwendig gestaltet. Den Sound lässt man lieber gleich aus. Pro Spielmodus gibt es nur eine, sich nach wenigen Sekunden wiederholende Dudelmelodie, die einem schnell auf die Nerven geht.
