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  • Turok Evolution im Gamezone-Test

    Es ist das Jahr 1886. In Texas stehen die letzten Indianer der übermächtigen amerikanischen Armee gegenüber. Angeführt von ihrem Häuptling Tal'Set ziehen sie in die letzte Schlacht, als sich ein Dimensionsspalt auftut. Er fällt hinab und findet sich im verlorenen Land wieder, weit vor unserer Zeit und jeder Zivilisation. Doch er ist nicht der Einzige der in den Spalt gezogen wurde, auch sein Widersacher Bruckner wurde in die Vergangenheit gesaugt und ist dort bereits aktiv. Versucht er doch sich die Ureinwohner untertan zu machen und was ihm nicht gehorcht wird getötet. So bleibt Tal'Set nichts anderes übrig als gegen ihn und seine Schergen anzutreten.

    Schon das Intro zum vierten Teil der Turok-Reihe lässt ahnen was uns erwartet. Viele Tiere, von klein bis megagroß, viele Waffen, von alt bis neu und noch viel mehr Gegner, mehr oder weniger Klug. Schlagen wir uns zu Beginn noch, im wahrsten Sinne des Wortes, mit einem Hackebeil und einem Bogen durchs Unterholz, so erweitert sich unser Waffenarsenal schon bald um eine Pistole, einen HiTec-Bogen mit Zielfernrohr, bis hin zum futuristischen Plasmagewehr, womit erst wenige der vorhandenen Waffen aufgezählt sind. Doch wie zu erwarten war hilft einem die reine Waffenpower nicht besonders viel, setzt man sie nicht mit Bedacht ein. Denn trotz der vielen vorhandenen Munitions- und Medipacks, welche kreuz und quer versteckt liegen, ist Köpfchen gefragt. Die Bruckner unterstehenden Reptilienwesen nämlich weisen eine ziemliche hohe Intelligenz auf und lassen sich nicht so einfach abschlachten. Ganz wie wir es in der Grundausbildung gelernt haben, ist es das beste immer gleich mehrere Schüsse abzugeben, denn der erste könnte nicht tödlich und damit unser letzter gewesen sein. Dafür kann man die Umwelt oft zu seinem Vorteil nutzen, wie z.B. einem übermächtigen Gegner, per gezieltem Schuss mit der Explosivmunition, einen Baum auf den Kopf fallen zu lassen, oder gleich den Dschungel in Brand zu setzen, während wir uns im Fluss in Sicherheit bringen. Relative Sicherheit zumindest, denn unter Wasser funktionieren die Feuerwaffen nicht und so müssen wir uns der Krokodile eben per Axt erwehren. Doch auch eine eben noch ganz ruhig in der Ecke sitzende Affenschar kann plötzlich zur Gefahr werden, wenn sie sich wie von der Tarantel gestochen in Horden auf unseren Helden stürzen. Da macht es besonderen Spaß nach überstandenem Handgemenge mit unseren genetischen Vorfahren auf einen Flugdrachen zu steigen und es den Viechern mal von oben zeigen zu können. Doch die wirkliche Bedrohung geht nach wie vor von Bruckner und seiner teuflischen Armee aus, die wir unbedingt besiegen müssen, und wenn es nur aus Rache für unser dahingerafftes Volk ist.

    So martialisch wie sich die Story gibt so präsentiert sich auch das Game. Eine wunderbar stimmungsvolle Welt, in der sich jeder Baum und Busch im Wind bewegt, die Pflanzen von den großen Tieren niedergetrampelt werden, man sie in Brand setzen kann oder mit entsprechenden Waffen sogar Steinschläge auszulösen sind. Trotz der größten Vorsicht wird man immer wieder aus dem Hinterhalt angegriffen und attackiert und gelangt gerne vom Regen in die Traufe, wenn man z.B. im Wasser Schutz vor den Dinos sucht und dort von den Krokodilen angegriffen wird. Einen unbekannten Level so auf Anhieb durchzuspielen ist ohne Kenntnis der zu erwartenden Gegner nicht möglich. Um die Sache aber trotz des hohen Schwierigkeitsgrades nicht zu frustrierend zu gestalten, haben die Entwickler massig Medikits und Munition versteckt, an die man nur noch herankommen muss, um genug Spielraum zum Überleben zu schaffen. So bleibt das Gameplay, trotz der sehr schweren letzten Level, immer recht fair zum Spieler.

    Die Waffen kommen nicht nur in großer Stückzahl vor, sondern verursachen auch allesamt ihre ganz spezifischen Schäden. So hinterlassen Raketen auf den großen Dinos richtige Brandspuren wohingegen Pfeile einfach im Körper stecken bleiben, die man sogar wieder einsammeln kann.

    Die Soundkulisse versteht es ebenfalls so richtiges Dschungelfeeling aufkommen zu lassen. Ständig vernimmt man irgendwelches Rascheln aus dem Unterholz, hört die Dinos ihr Mittagsmahl verzehren während der Papagei versucht sein Leben zu retten. Jeder Schritt lässt das Unterholz knacken und wenn die Knochen brechen möchte man sich am liebsten die Ohren zuhalten. Das einem all dies in technisch perfektem DolbySurround präsentiert wird, akzeptiert man schon fast wie selbstverständlich, anhand des gesamt guten Eindruckes den "Turok - Evolution" hinterlässt.
    Leider besitzt die deutsche PS2-Version deutlich sichtbare PAL-Balken, weswegen wir bei der Grafik einen Punkt weniger vergeben als für die Xbox-Version, auch bauen sich die Details erst etwas später auf, was man besonders am Gras und den Büschen bemerkt. Zudem lädt die PS2 an manchen Stellen nach an denen die Xbox einfach weiterspielt.

    Die Steuerung wurde nach bekanntem Prinzip umgesetzt und liegt in mehreren Konfigurationen vor, die frei wählbar sind. Egal ob man die Sicht lieber mit dem rechten Analogstick oder den vier Aktionstasten steuert, beides ist vorhanden und erlaubt den Spieler einen schnellen Einstieg ins Game. Die Schultertasten dienen zum abfeuern der Primär- und Sekundärwaffe und durch Druck auf den rechten Analogstick schaltet man bei Waffen mit Zielfernrohr zu dessen Sicht um. Einzig eine Möglichkeit den Charakter mit einem Knopfdruck um 180 Grad drehen zu können haben wir vermisst.

    Bleibt noch zu sagen, dass der Multiplayermode, welcher per Splitscreen realisiert wurde, mehr Spielmodi zur Auswahl hat als viele andere Games dieses Genres. So sind neben den bekannten Modi a la "Deathmatch" und "Capture the Flag" noch mehrere andere vorhanden, die für viel Fun auf der nächsten Turok-Party sorgen werden.

    Turok Evolution (PS2)

    Singleplayer
    8,8 /10
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Gameplay
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Hervorragend interaktive Umwelt
    sehr detaillierte Grafik und eine Soundkulisse zum Umfallen bei einem sehr ausgeglichenem Gameplay
    Das Wasser sieht nicht ganz so gut aus und die Feuerkraft der Shotgun scheint etwas zu schwach zu sein
  • Turok Evolution
    Turok Evolution
    Publisher
    Acclaim Entertainment
    Release
    31.08.2002

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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988716
Turok Evolution
Turok Evolution im Gamezone-Test
http://www.gamezone.de/Turok-Evolution-Spiel-40069/Tests/Turok-Evolution-im-Gamezone-Test-988716/
03.09.2002
http://www.gamezone.de/screenshots/medium/2002/09/tv000053_32_.jpg
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