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UFO: Afterlight (PC)

Release:
01.03.2007
Genre:
Strategie
Publisher:
Morphicon
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UFO: Afterlight im Gamezone-Test

19.03.2007 13:15 Uhr
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Neu
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Zahlreiche taktische Elemente und die einsteigerfreundliche Benutzerführung zeichnen den dritten UFO-Teil aus.

Anhänger des Science-Fiction-Genres und zugleich Fans von Rundenstrategiespielen dürften aufgehorcht haben, als sie Kenntnis von "Ufo: Aftermath" nahmen. Dieses in Anlehnung an die berühmte Serie "X-Com" entwickeltes Strategiewerk gehörte aber letztlich dann doch nicht gerade zu den Meilensteinen der PC-Geschichte und enttäuschte seinerzeit zumindest dezent. Unbeirrt wurde jedoch der eingeschlagene Weg weiter verfolgt und es erschien wenige Monate später ein zweiter Teil, der auf den Namen "Ufo: Aftershock" getauft wurde: erneut mit nur mäßigem Erfolg. Anfang März 2007 war es schließlich soweit und die PC-Gemeinde wurde mit einer weiteren Episode mehr oder weniger beglückt, der Name: "Ufo: Afterlight".

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] Würde sich das Entwicklerteam von Altar Games lediglich als starrköpfig erweisen oder wurden tatsächlich Lehren aus den nur sehr mäßigen Ergebnissen der Vergangenheit gezogen? Sollte es im dritten Anlauf endlich zu einem weit überdurchschnittlichen Strategietitel langen? Nun, nicht ganz. Verbesserungen im Detail sind deutlich zu erkennen, doch in der Summe nicht derart von Gewicht beziehungsweise die negativen Aspekte immer noch unübersehbar. Das Resultat: ein interessantes, durchaus motivierendes aber immer noch nicht blitzsauberes Strategieabenteuer. Und trotzdem: Genre-Fans und erst recht diejenigen, welche sich durch die Vorgänger quälten, sollten mehr als nur einen flüchtigen Blick riskieren. Womit wir dann auch zugleich die Kern-Zielgruppe von "Ufo: Afterlight" erfasst haben dürften.

Aller guten Dinge sind Drei?

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] Schon möglich. Wer jedenfalls denkt, dass "Ufo: Afterlight" die Story der Vorgängerteile brav weiterspinnt, der irrt. Vielmehr handelt es sich um einen zum zweiten Teil, also "Ufo: Aftershock", parallel verlaufenden Handlungsstrang, welcher somit eher an den ersten Teil, "Ufo: Aftermath", anknüpft. Fans der Rundenstrategie, die kein besonders ausgeprägtes Faible für hektische Echtzeit-Schlachten haben, wird dies aller Voraussicht nach schrecklich egal sein. Nicht ganz so gleichgültig dürften sie dem Inhalt der Story dieses Science-Fiction-Spektakels gegenüberstehen, welcher zugegebenermaßen in den Vorgängerteilen definitiv nicht die herausragende Stärke darstellte. Wie würde es nun diesmal in "Ufo: Afterlight" bezüglich der Identifikation mit Story und den Protagonisten und dem Spannungsgehalt beziehungsweise der uns dargebotenen Präsentation aussehen? Hoffentlich besser. Denn in "Aftermath" und "Aftershock" war es diesbezüglich mehr ein laues Lüftchen oder besser gesagt traurigerweise nur kosmetisches Beiwerk, was uns serviert wurde. Erfreulich: "Ufo Afterlight" zeigt sich in diesem Punkt in der Tat verbessert.

Kurze Hardware-Info

Ehe sich jemand zu früh freut, ein kurzer System-Check. "Ufo: Afterlight" läuft auf Windows 2000 / XP (mit DirectX-Treiber 8,1) und hat Minimalvoraussetzungen in Form eines 1 Gigahertz CPU und 512 MB RAM. 5 Gigabyte Speicherplatz und eine Grafikkarte auf dem Niveau einer Nvidia 5700 bzw. ATI Radeon 9500 müssen ebenfalls drin sein. Was heutzutage sicherlich niemanden mehr vom Hocker reißen würde beziehungsweise vor gewaltige Probleme stellen sollte. Gesagt werden sollte es aber dennoch kurz.

Zwangsumsiedlung der Menschheit

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] So fing alles an. Im ersten Teil mussten wir Zeuge dessen werden, was es heißt, als unterlegene Rasse unser Schicksal bedingungslos zu akzeptieren. Die Reticulaner waren verantwortlich für den Niedergang der Menschheit, welche sich ihnen letztlich unterwerfen musste. Jene extraterrestrischen Invasoren zeigten sich von einer gleichwohl zielstrebigen wie auch erbarmungslosen Seite, strebten sie nach ihrem Überfall eine komplette Transformation der guten alten Erde an. In Klartext bedeutet dies, dass der Heimatplanet der Menschheit mit einer biogenetischen Masse überzogen wurde, um sie praktisch für ihre neuen Herrscher urbar zu machen. Keinen Millimeter ließen sich die Reticulaner von ihrem Vorhaben abbringen und zeigten sich schließlich von einer gnädigen Seite, als sie nämlich der menschlichen Rasse anboten, gen Raumstation eines gigantischen Ausmaßes umzusiedeln. Diese Raumstation Laputa kreiste fortan unentwegt in der näheren Erdumlaufbahn, die Neuankömmlinge nannten sich daraufhin "Rat der Erde", schließlich trugen sie das Erbmaterial der rar gewordenen menschlichen Rasse in sich. Gesagt, getan, die Zeit verging...

Störfall und Handlungsbedarf

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] Ein gutes halbes Jahrhundert verging und die Menschheit schien sich so langsam aber sicher mit ihrem Schicksal abgefunden zu haben, da geschehen urplötzlich Störfalle übelsten Ausmaßes, die es schließlich unmöglich machen, langfristig auf der Raumstation weiterleben zu können. Als letzten Rettungsanker und somit einzige Chance, nicht komplett ausgelöscht zu werden, mussten die Menschen handeln und das taten sie dann schließlich auch. Es gelang ihnen in der Folgezeit, eine neue Raumstation zu erobern, so geschehen im zweiten Teil "Ufo Aftershock" und sich allmählich voller Sehnsüchte und Hoffnungen auf den gefährlichen Weg in Richtung des ehemaligen Heimatplaneten zu machen. In "Ufo: Afterlight" spielt die Musik aber nicht hier, sondern ganz woanders...

Die Ruhe vor dem Sturm

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] Es gab nämlich noch eine andere Gruppierung an Menschen, die es weniger zurück in Richtung Erde und die bevorstehenden massiven Konflikte zog, sondern vielmehr zum Planeten Mars. Oder besser gesagt: sie wurden von den mächtigen Retikulanern dorthin deportiert. Ihre Aufgabe war es, im Rahmen eines Forschungsprojektes eine große Basis zu errichten und dies natürlich ausschließlich im Dienste der Aliens. Die Gründung einer dortigen Kolonie war ihr oberstes Ziel und siehe da: ihr Wagnis war von Erfolg beschieden, die Kolonialisierung kommt gleich vom Start weg viel besser in die Gänge, als es zuvor die kühnsten Optimisten gedacht hatten. Verständlicherweise bis in die Haarspitzen motiviert und auch euphorisch gelingt der Bau einer ersten Basis auf dem Mars ziemlich rasch. Sämtliche beabsichtigten Pläne lassen sich in die Tat umsetzen, begleitet von einer erstaunlichen Ruhe. Zunächst zumindest. Das Ganze nimmt schließlich eine dramatische Wendung, als Wissenschaftler auf Spuren einer uralten Zivilisation einer längst vergangenen Epoche stoßen...

Jeder Hobby-Stratege kann sich über mangelnde Beschäftigung hier beim dritten Teil "Ufo: Afterlight" wahrlich nicht beklagen, es gibt vieles, um das sich beim Aufbau der neuen Kolonie im Detail gekümmert werden muss: auf einer Übersichtskarte verschaffen wir uns einen Überblick über die geographischen Begebenheiten auf dem roten Planeten, schnell wird uns bewusst (und das nicht gerade unerwartet), dass riesige Gebiete unerforscht sind und im Grunde förmlich nur darauf warten, besiedelt zu werden. So scheint es jedenfalls...

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] Schnell wird klar, dass unser Überleben davon abhängt, den Mars nicht nur zu erobern und für uns nutzbar zu machen, sondern auch Entscheidungen von höchster Tragweite im Hinblick auf die Ausdehnung unserer Kolonie und insbesondere auch das Organisieren wichtiger Belange wie u.a. die Ausbildung des Personals und spezieller Forschungsprojekte zu treffen. Dazu gesellen sich die Kämpfe mit den Außerirdischen, die teilweise in ellenlange Schlachten ausarten, da diese offensichtlich nicht gewillt sind, die Ausbreitung unseres Territoriums zu dulden. Verlieren wir eine der wichtigen Missionen in unserer Heimatbasis gegen die Aliens, welche sich dann folgerichtig über unsere Einrichtungen her machen, heißt es: Game Over.

UFO: Afterlight UFO: Afterlight [Quelle: ] Dreh- und Angelpunkt ist dabei die überlebensnotwendige Wasserversorgung, die Pipeline zum nördlichen Pol ist praktisch wie eine Hauptschlagader anzusehen, ohne die bekanntlich nichts läuft. Ist die Wasserversorgung zu lange unterbrochen, verdurstet unsere Kolonie: Game Over. Nach und nach schicken wir Sonden aus, um das angepeilte Terrain schrittweise zu erobern und uns zunutze zu machen, selbstverständlich legen wir unser Hauptaugenmerk dabei auf die vorhandenen Bodenschätze. Durch die im weiteren Verlauf ausfindig gemachten Rohstoffe (speziell Treibstoffarten und Metalle) lassen sich fortgeschrittene Technologien entwickeln, wobei uns (genretypisch) eine Breite Palette an Betätigungsmöglichkeiten offen steht. Wir entwickeln unter anderem neue Waffensysteme und legen gewaltige Munitionsvorräte an und bauen unsere Hauptbasis unaufhaltsam aus, was ein stetes Erschließen neuer Territorien zwingend erforderlich macht.

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19.03.2007 13:15 Uhr
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