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UFO: Aftermath (PC)

Release:
02.10.2003
Genre:
Strategie
Publisher:
Vidis Electronic Vertriebs GmbH (DE)
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UFO: Aftermath im Gamezone-Test

07.10.2003 14:10 Uhr
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Neu
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Unheimliche Begegnung der dritten Art

Über acht Jahre ist es her als die X-Com Serie ihre Premiere auf den Computerbildschirmen feierte. Zahlreiche Titel folgten und verbesserten das Gameplay von Teil zu Teil, nun im Zeitalter der 3D-Karten erlebt das Spielprinzip ein Revival durch UFO: Aftermath. Die Story ist schnell erzählt: In der nahen Zukunft erscheint plötzlich ein riesiges UFO im Orbit der Erde und die Menschheit versucht, friedlich wie sie nun mal ist, sofort Kontakt aufzunehmen. Leider scheitern alle Versuche und kurze Zeit später setzt das Raumschiff eine riesige Sporenwolke in die Atmosphäre frei. Diese Sporen verdunkeln nicht nur die Sonne, sie haben auch das einfache aber grausame Ziel alles Leben auf der Erde zu vernichten. Viele Menschen werden zudem in furchtbare Monster verwandelt und ziehen nun durch die verlassenen Straßen der ehemaligen Metropolen um auch den letzten Funken menschlichen Lebens zu vernichten. Gut, wenn man in so einem Fall eine paar Leute hat die sich mit so etwas auskennen. Wir schlüpfen in die Rolle eines solchen Kommandanten und versuchen nun auf sehr unterschiedliche Weise die außerirdische Bedrohung zu bekämpfen.

UFO: Aftermath teilt sich in zwei Spielphasen auf: Die actionreiche Taktikphase und die vergleichsweise entspannte Strategiephase. Wir widmen uns zunächst dem strategischem Teil des Spiels. Hier begrüßt den Spieler als erstes eine wunderschöne Ansicht von Mutter Erde, ein kleiner Bereich darauf markiert die Grenzen des von uns kontrollierten Territoriums. Diese Bereiche können wir durch das Erledigen von Aufträgen erweitern, zusätzlich ist es nötig eine Basis in jedem Abschnitt zu errichten, was wiederum nur mit einem erfolgreichem Einsatz möglich ist. Für diese Einsätze benötigen wir Soldaten, welche sich glücklicherweise bei uns von ganz alleine melden. In einem sehr umfangreichen Menü können Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände dem Inventar des jeweiligen Soldaten hinzugefügt werden, außerdem hat man hier die Möglichkeit die Fähigkeiten der Kämpfer mittels eines Trainingsprogramms zu verbessern. Durch das Absolvieren von Einsätzen erlangen unsere Kämpfer auch neue Erfahrungsstufen und können, ähnlich wie in einem Rollenspiel, in ihren verschiedenen Attributen verbessert werden. Der Spieler wählt ganz einfach zwischen den allseits bekannten Werten wie Stärke, Schnelligkeit, Intelligenz usw. aus und verbessert diese per Mausklick. Dieses System fördert eine stärkere Beziehung zwischen Spieler und Spielfigur, wer seinen perfekt trainierten Soldaten im Schlachtfeld sterben sieht, könnte ihm durchaus die ein oder andere Träne nachweinen. Außerdem kann in dieser Phase fleißig geforscht werden, wer eine eroberte Basis als Forschungseinrichtung deklariert, kann hier den verschiedensten Alien-Entwicklungen auf die Spur kommen und neue Waffen entwickeln.

Die zahlreichen Einsätze erscheinen ganz automatisch auf der Weltkarte, man hat zwar meist die Möglichkeit einen Einsatz zu delegieren, spätestens für die Eroberung einer Basis muss man aber selber Hand anlegen. Dies ist dann der zweite große Teil des Spiels, die Taktikphase. In sehr schön ausgeschmückten Arealen, welche komplett in 3D gehalten sind, kämpfen unsere zuvor erwähnten Soldaten nun gegen die feindliche Alienbrut oder deren zombieartigen Handlanger. Das Spielsystem wurde hier, im Vergleich mit der X-Com Serie, stark geändert: Man kann nun nahezu in Echtzeit durch die verlassenen Straßen ziehen, das Spiel pausiert aber sehr gerne und oft und gibt dem Spieler jederzeit die Möglichkeit neue Befehle an seine Soldaten zu geben. Diese werden nach und nach auf der Karte mit bunten Linen dargestellt, sollte man seine Meinung ändern, kann man bereits gegebene Befehle natürlich auch wieder löschen. Kommt es zum Kampf mit einem Feind, entscheidet die Nähe zu ihm über Sieg oder Niederlage, man sollte also immer ein paar Scharfschützen mit im Team haben und da manche Missionen auch in den engen Gängen einer verlassenen Basis stattfinden, sollten sich auch einige Nahkampfwaffen mit schneller Feuerrate im Gepäck befinden. Im Optionsmenü kann man viele der sehr häufigen automatischen Pausen abschalten, somit entwickelt sich das Spiel, ganz nach Wunsch des Spielers, immer mehr zu einem Echtzeit-Action-Titel. Wer aber lieber jeden Schritt genauestens plant, lässt die Autopausen einfach an und kann sich somit für jeden Befehl genügend Zeit lassen.

Das unglaubliche Menge an zu erfüllenden Missionen begeistert natürlich sofort, zudem kann man während der strategischen Phase ständig neue Hilfsmittel in Forschungseinrichtungen erkunden, was nicht nur die Story vorantreibt, sondern auch neue Waffen hervorbringt und unsere Truppe ständig stärker werden lässt. Die Missionen sind zwar abwechslungsreich und können mit verschiedenen Zielen aufwarten, nach dem x-ten mal kommt aber auch hier so etwas wie Routine auf. Gerne verlässt man sich dann auf die Möglichkeit Missionen zu delegieren, denn wenn man wirklich jeden einzelnen Auftrag selbst spielen würde, hätte man mehr als genug für die nächsten Monate zu tun.

Die Grafik kann als gelungen bezeichnet werden, besonders bei den Missionen in verlassenen Städten hat man sich viel Mühe gegeben und viele Details verarbeitet. Auch die Menüs wurden schön und übersichtlich gestaltet und sind intuitiv bedienbar. Sollte man wirklich einmal nicht weiter wissen, kommt das umfangreiche Hilfssystem des Spiels oder das dicke Handbuch zum Einsatz. Die stimmigen Sphärenklänge während der Missionen erinnern stark an Resident Evil und sorgen für die richtige Stimmung, aber auch die Kommentare unserer Soldaten sind militärisch knackig und zudem auch noch komplett ins deutsche übersetzt worden.

   
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UFO: Aftermath ist sicherlich ein Pflichtkauf für die Fans der X-Com Serie. Die enorme Anzahl an Missionen sorgt für reichlich Langzeitspielspaß, was aber auch viele Einsätze sehr ähnlich erscheinen lässt. Wer sich genügend Zeit nimmt, wird viel Spaß mit diesem Titel haben, Fans von schneller Action oder Echtzeitstrategie sollten lieber zuerst ein Probespielchen machen. Besonders gut ist uns die Benutzerführung aufgefallen, das Spiel steht einem jederzeit mit hilfreichen Texten zur Seite und lässt eigentlich keine Fragen offen. Für die kalten Herbsttage ein gutes Spiel um lange Abende vor dem Rechner zu verbringen, für einen echten Hit wird aber leider nicht genügend Abwechslung während der Actionsequenzen geboten.
   
UFO: Aftermath (PC)
Singleplayer-Wertung

7,9 /10
Leserwertung
(1 Vote):
8,0
Multiplayer
Grafik
Sound
Steuerung
Gameplay
-
7/10
8/10
8/10
8/10
packende Atmosphäre
Missionen auf Dauer zu ähnlich
sehr lange Spielzeit
gute Einführung
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Moderation
07.10.2003 14:10 Uhr
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